Herzog Wilhelm der Ältere

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Herzog Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg (der Ältere), genannt der Siegreiche (1392 - 1482) war von 1463 bis 1473 auch Fürst im Fürstentum Göttingen.

Er folgte Herzog Otto II. von Braunschweig-Göttingen, der im Jahre 1435 die Regierung aufgegeben hatte.

Deshalb ging das Fürstentum Göttingen nach einem kurzen Zwischenspiel ohne herzoglichen Landesherrn zwei Jahre später an Herzog Wilhelm den Älteren, der zu dieser Zeit bereits das Fürstentum Calenberg innehatte.

Sein Vorgänger, Otto der Einäugige hatte sich nach seiner Herrschaft nach Uslar zurückgezogen und sich zunächst noch die Einkünfte aus diesem Raum für seine Hofhaltung gesichert. Münden, Dransfeld und Sichelnstein hatte er zum Unterhalt seiner Frau, der Herzogin Agnes, Tochter des Landgrafen Hermann von Hessen, vorbehalten. Otto starb im Jahre 1463. Weil er keine männlichen Nachkommen hatte, fiel jetzt das gesamte Fürstentum Göttingen an Wilhelm den Älteren, dem 1473 auch das Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel zugefallen war, nach dem dort der letzte Herzog ohne Erben gestorben war. Damit war das Fürstentum Braunschweig, wie es 1267 entstanden war, mit Ausnahme des Fürstentums Grubenhagen wieder in einer Hand.

Geschichte

Die Nachkommen von Herzog Otto (dem Kind) haben das ursprüngliche Herzogtum Braunschweig-Lüneburg immer wieder in verschiedene Fürstentümer geteilt und auch Fürstentümer wieder zusammengelegt, wodurch die Geschichte des welfischen Herzogshauses und seiner verschiedenen Herrschaftsbereiche sehr unübersichtlich geworden ist. Bei der ersten Teilung, die Ottos Söhne Albrecht und Johann im Jahre 1269 vornahmen, entstanden die Fürstentümer Lüneburg und Braunschweig.

Während das Fürstentum Lüneburg in den folgenden Jahrhunderten nur wenigen Veränderungen unterworfen war, wurde das Fürstentum Braunschweig mehrfach weiter untergliedert. Bis 1463 hatten sich die Verhältnisse so entwickelt, dass vom Fürstentum Braunschweig die drei weiteren Fürstentümer Grubenhagen, das schon 1291 entstand, Calenberg und Göttingen abgespalten worden waren.

Das Fürstentum Calenberg war erst 1432 hauptsächlich aus territorialen Zugewinnen der Welfen geschaffen und nach der gleichnahmigen Burg bei Hildesheim benannt worden.

Seit seinem Bestehen hatte es Herzog Wilhelm der Ältere inne, der 1463 das Fürstentum Göttingen erbte, zu dem auch Münden gehörte. Nach dem Tode seines Bruders Heinrich fiel ihm 1473 auch das Fürstentum Braunschweig zu.

Schon ein Jahr später überließ er die Fürstentümer Calenberg und Göttingen seinen beiden Söhnen Wilhelm dem Jüngeren und Friedrich zur gemeinsamen Verwaltung.

Herzog Wilhelm der Ältere starb im Jahre 1482.

siehe auch

Weblinks