Herzog Otto II. von Braunschweig-Göttingen

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Herzog Otto II. von Braunschweig-Göttingen, genannt der Einäugige (um 1380 - 1463), war im Gegensatz zu seinem Vater Herzog Otto I. der Quade ein sehr friedliebender Mensch. Er folgte ihm als Landesherr, gab aber 1435 die Regierung auf.

Im Gegensatz zu Herzog Otto I. schloss er Bündnisse mit den Städten gegen das in der Region erstarkte Raubrittertum (so mit der Stadt Göttingen im Jahre 1407 bei der Erstürmung der Burg Jühnde).

Sein Fürstentum ging nach seiner Herrschaft und einem kurzen Zwischenspiel ohne herzoglichen Landesherrn zwei Jahre später an Herzog Wilhelm den Älteren, der zu dieser Zeit das Fürstentum Calenberg innehatte. Otto der Einäugige hatte sich nach Uslar zurückgezogen und sich die Einkünfte aus diesem Raum für seine Hofhaltung gesichert.

Weil er entsprechend Münden, Dransfeld und Sichelnstein zum Unterhalt seiner Frau Agnes, Tochter des Landgrafen Hermann von Hessen, vorbehalten hatte, blieb er auch Mündens Stadtherr bis zu seinem Tode 1463.

Aus der Ehe mit Agnes von Hessen stammten zwei Töchter, Elisabeth und Magarethe. Weil keine männlichen Nachkommen vorhanden waren, fiel nach dem Tod des Herzogs das gesamte Fürstentum Göttingen an Wilhelm den Älteren, dem 1473 auch das Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel zugefallen war, nach dem dort der letzte Herzog ohne Erben gestorben war.

Damit war das Fürstentum Braunschweig, wie es 1267 entstanden war, mit Ausnahme von Grubenhagen wieder in einer Hand.

siehe auch

Weblinks