Gunther Plüschow

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Gunther Plüschow (* 8. Februar 1886 in München; † 28. Januar 1931 in Argentinien bei einem Flugzeugabsturz) war ein deutscher Offizier und Flugpionier. Die nach ihm benannte Plüschowstraße befindet sich im Kasseler Stadtteil Wehlheiden.

Leben

Gunther Plüschow begann seine militärische Ausbildung 1898 als Kadett im Vorkorps Plön. Er kam danach als Oberleutnant zur See noch vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges mit zwei Flugzeugen vom Typ Etrich A 2 Taube in das Schutzgebiet Kiautschou, um zusammen mit Leutnant Müllerskowski vom III. Seebataillon die Möglichkeiten eines militärischen Flugzeugeinsatzes in diesem Gebiet zu erproben.

Während Müllerskowski kurz vor Kriegsbeginn bei einem Erprobungsflug abstürzte und schwer verletzt wurde, unternahm Plüschow im Raum Kiautschou (seit 1898 deutsches "Pachtgebiet", nach dem Ersten Weltkrieg japanisch) erfolgreiche Aufklärungs- und Bombenflüge gegen die japanische Armee und Marine. Auf Befehl des Gouverneurs verließ Plüschow mit seinem Flugzeug bereits vor der Kapitulation die belagerte Festung Tsingtau und kam auf seiner Flucht über San Francisco, Gibraltar und England nach Deutschland zurück.

Nach dem Krieg nahm Plüschow als Kapitänleutnant seinen Abschied von der Marine und versuchte sich in verschiedenen Berufen. Doch 1927 zog es ihn wieder in die Ferne. Mit seinem Kutter "Feuerland" startete er zur Südspitze Argentiniens, um das noch weitgehend unbekannte "Feuerland" zu erkunden. Er war der erste Mensch, der Feuerland und Kap Horn überflog.

Beim Absturz seiner Heinkel D 1313 "Silberkondor" sind Plüschow und sein Bordingenieur Ernst Dreblow (1892 bis 1931) am 28. Januar 1931 in Argentinien ums Leben gekommen. Seine Urne wurde nach Deutschland überführt und am 16. Mai 1931 beigesetzt.

Grab

Der Stein auf dem Friedhof Lichterfelde in Berlin mit dem handschriftlichen Namenszug Plüschows weist eine Nische aus, in der, gerahmt von einem Metallgitter, ursprünglich eine Urne gestanden hat. 1979 wurde Plüschows Witwe Elsa ebenfalls hier beigesetzt. Parkfriedhof Lichterfelde, Berlin. Grablage: FiW 255, EG.


Quellen:

Internet