Gemeinnütziger Bauverein in Münden eG

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Mit weit über 800 bewirtschafteten Wohnungen ist der Gemeinnützige Bauverein in Münden e.G. der größte Wohnungsanbieter in der Stadt Hann. Münden.

Geschichte

Der Anfang des Bauvereins liegt im Stadtteil Hermannshagen, der sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts zur „Arbeiterkolonie“ entwickelte, nachdem sich im Jahre 1898 eine Initiative zur Gründung des Gemeinnützigen Bauvereins in Münden eG gebildet hatte. Eine feste Absicht der Gründungsmitglieder war, mit guten Wohnungen die Arbeitsmoral in der Arbeiterschaft zu heben. Viele Arbeiterfamilien waren seinerzeit völlig unzureichend untergebracht. Offenbar gab es damals aber auch eine gewisse Furcht vor dem Erstarken linker Gruppen [1].

In Hermannshagen entstanden jedenfalls im Wiershäuser Weg 58/ 60 und 62/ 64 die ersten Häuser. Heute erinnern Straßennamen am Ort an zwei Gründungsmitglieder des Bauvereins, den Bauunternehmer Adolf Pott und den Pastor Hermann Begemann.

Adolf Pott engagierte sich in den 1880er- und 1890er-Jahren politisch für die Nationalliberale Partei in Hann. Münden und war Mitglied der Kommission, die zur Linderung der Arbeiterwohnungsnot 1898 die Gründung des Gemeinnützigen Bauvereins vorbereitete und die Satzung erarbeitete. Er gehörte zunächst dem Aufsichtsrat des Bauvereins an, ehe er nach der Jahrhundertwende den Vorsitz im Vorstand übernahm. Pott lieferte nicht nur die Zeichnungen für das erste, im Juni 1900 fertiggestellte Haus des Bauvereins. Auch zahlreichen anderen Bauten in Hann. Münden lagen seine Bauzeichnungen zu Grunde. Dazu gehörte das im Oktober 1903 vollendete Vereinshaus des Arbeiterbildungsvereins in der Ziegelstraße 45.

In Hermannshagen, dem während seines Wirkens für den Bauverein entstandenen neuen Mündener Stadtteil, wurde noch zu seinen Lebzeiten eine Straße nach ihm benannt.

siehe auch

Video

Weblinks


  1. Göttinger Tageblatt vom 18.5.2012: Größter Wohungsanbieter in der Dreiflüssestadt