Freiwillige Feuerwehr (Bettenhausen-Forstfeld)

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Die Feuerwehr Bettenhausen-Forstfeld ist für die beiden Stadtteile Bettenhausen und Forstfeld zuständig. Gegründet wurde die Freiwillige Feuerwehr Forstfeld im Jahr 1945 aus den Resten der Werksfeuerwehr der Fieseler Werke.


Die Geschichte der Wehr

Gründung

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zog die Feuerwehr in die Ruinen des Fieseler Werks. Brandmeister Otto Brunsch, Leiter der Werksfeuerwehr der Fieselerwerke und wohnhaft in der Fieseler-Siedlung, reagierte schnell und rettete aus den Restbeständen der aufgelösten Werksfeuerwehr eine kleine Flader-Viertakt-Motorspritze, die auf einem Handkarren montiert war. Außerdem noch ein Standrohr und einige B-Rollschläuche, die er vorausdenkend in seiner Wohnung und später in seiner Schreinerei abstellte. Er begann Kameraden aus dem Stadtteil, die in ehemaligen Werkfeuerwehren tätig waren, für den Neuaufbau eine freiwilligen Wehr zu gewinnen. Es erklärten sich elf Männer bereit.Im Laufe des Jahres wurde von der amerikanischen Stadtkommandantur der Aufbau des Feuerschutzes der Stadt Kassel wieder genehmigt.

Brandmeister Otto Brunsch beantragte die Gründung der Feuerwehr Bettenhausen-Forstfeld. Unter dem Namen "Freiwillige Feuerwehr Fieseler-Siedlung" begann man noch inoffiziell mit der Arbeit und organisierte die ersten Übungs- und Dienststunden. Die erste Unterkunft war in der Stegerwaldstraße. Als Uniform trug man eine graue Kombi (Leinensack) mit Amerikanischem Feuerwehremblem auf dem linken Arm, als Kopfbedeckung diente eine Skimütze. Der erste Versammlungsort war die Gaststätte Schweizer an der Kreuzung Ochshäuser-Straße / Lilientalstraße.

Die Anfänge

In den ersten Jahrzehnten standen der Wehr nur bescheidene Mittel zur Verfügung, auch mit der Unterbringung der Geräte gab es große Probleme. Im Laufe des Jahres 1953 wurde die Freiwillige Feuerwehr "Fieseler Siedlung" in Freiwillige Feuerwehr Kassel Bettenhausen-Forstfeld umbenannt.

Bei Einsätzen, Wettkämpfen und anderen kameradschaftlichen Veranstaltungen war man immer auf die Unterstützung der Beruffeuerwehr Kassel oder einer anderen Freiwillige Feuerwehr der Stadt angewiesen. Im Notfall bewegte man den Anhänger aber auch per Hand.

Im März 1967 bemühten man sich erneut um eine eigene Unterkunft im alten Bunker des Lettenlagers. Wegen zu hoher Umbaukosten wurde dies jedoch abgelehnt. Erst im August 1968 konnte die Wehr in das alte Wirtschaftsgebäude des Altenheims am Lindenberg, Faustmühlenweg 31, umziehen.

Einen Sprung nach vorn machte die Wehr mit Hilfe des Bundes, der der Wehr ein Katastrophenschutzfahrzeug zur Verfügung stellte. 1974 wurde der Fahrzeugbestand um zwei Tanklöschfahrzeuge erweitert, wodurch die Einsatzmöglichkeiten der Wehr erheblich verbessert wurden, weil jetzt ein schneller Löschangriff möglich wurde.

1977: Gründung der Jugendfeuerwehr

1977 bekam die Wehr eine Jugendfeuerwehr, die 1981 an der Hessenmeisterschaft in Fulda teilnahm.

Ab 1980: Vergrößerungen

Anfang 1989 wurde das altes Löschgruppenfahrzeug gegen ein neues ausgetauscht. Somit verfügt die Wehr seither über zwei Löschgruppen- und einen Mannschaftstransportfahrzeug. Die Mitgliederzahl wuchs und die Einsatzabteilung bestand aus 35 Feuerwehrmännern, die Alters- und Ehrenabteilung aus vier Männern, 21 Fördernde Mitglieder und 29 Mitgliedern in der Jugendfeuerwehr. Zu der reinen Brandbekämpfung zählen nun Verkehrssicherheit und Umweltschutz.

Brandmeister und Wehrführer

  • Otto Brunsch Gründung (1. Februar 1953)
  • Bruno Ludwig (1. Februar 1953 bis 1. April 1957)
  • Wilhelm Hinterweller (vom 1. April 1957 bis 8. Januar 1967)
  • Paul Schröder (vom 8. Januar 1967 bis 19. Februar 1971)
  • Ferdinand Scherb (vom 19. Februar 1971 bis 7. Mai 1977)
  • Rudi Denzin (vom 7. Mai 1977 bis 21. Mai 1987)
  • Frank Spahn (vom 21. Februar 1987 bis 16. Februar 1991)
  • Norbert Schönebeck (vom 16. Februar 1991 bis 10. Oktober 1992)
  • Michael Spahn (seit 10. Oktober 1992)

siehe auch


Weblinks und Quellen