Firma Fröhlich & Wolff

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Die Betriebsfußballmannschaft von Fröhlich & Wolff (Werk Kassel und Hess. Lichtenau) zeigt ein Foto von Peter Beneke anlässlich eines Betriebsfestes in Weimar (b. Kassel) im Jahr 1948 mit (Kassel in dunklen Trikots, hinten von links) Lederhose (1. von links). Erich Schreiber (6.), Peter Beneke (7.), Erich Kniep (9.), Gerd Rudolph (13.), (vorn) Günther (2., Bruder von Heia Günther), Schönewolf (4.) und Eckhard Beyer (9.).

Aus der Firma Aschrott in Kassel ging auch die Firma Fröhlich & Wolff hervor, als zwei Firmenmitarbeiter eine eigene Weberei für Segeltuche eröffneten.

Geschichte

Im Jahre 1867 wurde die Firma Fröhlich & Wolff in Kassel durch Salomon Fröhlich und Simon Wolff in Form einer OHG als mechanische Segeltuchweberei gegründet.

Die beiden - miteinander verschwägerten - Juden waren 1850 aus Rexingen (Baden) nach Kassel gekommen und hatten ihr Handwerk in dem Leinengeschäft von Sigmund Aschrott erlernt. 1907 wurde der größte Teil der Firma nach Hessisch Lichtenau verlegt, wo in der Nähe des Güterbahnhofs billiges Bauland zur Verfügung stand und die nahegelegenen Braunkohlenzechen Glimmerode und Hirschberg genutzt werden konnten. [1]

Otto Fröhlich, einer der späteren Inhaber (und Sohn von Salomon Fröhlich), verlor später durch Beschlagnahme, Pfändung, "Reichsfluchtsteuer" und "Judenvermögensabgabe" sein gesamtes Vermögen, bevor er Ende 1938 in die USA emigrieren konnte, wo seine Frau die Familie durch Hilfsarbeiten in einer Reinigung durchbrachte.

Nach der sog. Arisierung und dem Verkauf im Jahre 1938 trug die Firma den Namen Textilwerke Karl Anton Henschel, bevor der Betrieb 1948 an die ehemaligen jüdischen Eigentümer wieder zurückgegeben wurde (als Gegenleistung erhielt Henschel 15 % der Kaufpreissumme).

Weblinks und Quellen

Quellen

  1. Betriebs-Chronik der Textilfabrik Fröhlich und Wolff auf www.uni-kassel.de

Weblinks