Evangelische Kirche Abterode

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Kirche in Abterode
Innenansicht
Orgelempore

Ruthard, Abt des Klosters Fulda gründete um 1076 im Meißnervorland die Benediktiner-Propstei "Abbetesrode" mit der Klosterkirche, die dem heiligen Vincentius und dem heiligen Bonifatius geweiht war. In diesem Bereich entstand im Laufe der Zeit eine ringförmige Ansiedlung, die im Zuge der Reformation protestantisch wurde.

Die Kirche der Propstei, eine dreischiffige Säulenbasilika zu sechs Arkaden, wurde 1867 wegen irreparabler Schäden abgebrochen und von 1867 bis 1868 durch die heutige Kirche ersetzt, einen historisierenden Bau in klassizistischer Tradition mit romanisierenden, aber auch gotisierenden Formen. Die Orgel der dreischiffigen Emporenhalle baute Gustav Wilhelm 1868/69. Nur wenige mittelalterliche Bauspolien sind erhalten, so im Vorraum der Kirche eine alte Säulenbasis des Vorgängerbaus.

Der erste protestantische Pfarrer in Abterode war der ehemalige Franziskanermönch Burkhard Waldis (um 1490 in Allendorf geboren), der bis zu seinem Tod im Jahre 1556 eine Sammlung von 400 gereimten Fabeln verfasste. Nach seinem Übertritt zum Protestantismus entstand auch ein Reformationsdrama, die „Parabell vam vorlorn Szohn“.

siehe auch

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