Dorfkirche in Vaake

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Die Vaaker Kirche

Die heute evangelische Kirche in Vaake aus Sandsteinmauerwerk stammt in ihrer heutigen Form aus dem 14. Jahrhundert.

Sie liegt unmittelbar am Weserufer und ist aus der Verbindung von Vaake zum ehemaligen Reichsstift Hilwartshausen entstanden.

Geschichte

Die Vaaker Kirche stammt aus dem 14. Jahrhundert, der quadratische Ostchor, der an das Kirchenschiff angrenzt, offenbar schon aus dem letzten Drittel des 13. Jahrhunderts. Ursprünglich war die Kirche dem heiligen Paulus geweiht worden.

Die Kirche stand im Zusammenhang mit dem ehemaligen Augustinerinnenstift Hilwartshausen. Durch Stiftungen und Rodungen erhielt das bereits im Jahre 960 gegründete Kloster in den Folgejahren umfangreichen Grundbesitz im oberen Wesertal, der im Jahre 1003 auch im nahegelegenen Vaake urkundlich festgehalten worden ist.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Vaaker Kirche mehrfach beschädigt, ebenso im Siebenjährigen Krieg.

Innenansicht der Dorfkirche

Erhalten geblieben ist ein mittelalterlicher Taufstein. Chorraum und das Kirchenschiff sind mit alten Wand- und Deckenmalereien ausgestaltet.

Als im Jahre 1937 mit Malerarbeiten in der Kirche begonnen werden sollte, wurden sehenswerte Wandmalereien im Chor aus dem frühen 15. Jahrhundert entdeckt, die dann von dem Kunstmaler Walter Schliephacke freigelegt wurden.

Mit der Freilegung der mittelalterlichen Malereien vor allem im Chorraum gingen Ergänzungen durch Schliephacke einher, die im Rahmen einer weiteren Kirchensanierung in den Jahren 1967/ 68 wieder entfernt wurden.

Die Wände im Chor der Kirche sind insbesondere mit Szenen aus der Leidensgeschichte Christi ausgemalt und die Bildnisse sind in Secco-Technik ausgeführt worden.

An den Wänden sind hier vor allem Szenen aus der Lebens- und Leidensgeschichte Jesu Christi zu finden, es finden sich aber auch musizierende Engel und frühe Darstellungen von Zugposaunen. Das Chorgewölbe wurde mit einer Darstellung von der Krönung Mariens im Westen und der Darstellung des Jüngsten Gerichts im Osten ausgeschmückt.

Spuren mittelalterlicher Wandgemälde finden sich auch im Kirchenschiff, wobei hier lediglich Fragmente dokumentiert worden sind.

Literatur

  • Kreis Hofgeismar, Handbuch des Heimatbundes für Kurhessen, Waldeck und Oberhessen III, Marburg/ Lahn 1966, S. 206 ff.
  • Walter Gerlach, Vaake - 1000 Jahre alt, in: Jahrbuch des Landkreises Kassel 1978, S. 115
  • Thomas Ende, Freilegung der Kirchenmalereien in Vaake, in: Jahrbuch des Landkreises Kassel 2007, S. 61 ff.

siehe auch

Weblinks

Die Dorfkirche am Weserufer