Bonnemannstein

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Auf einen tonnenschweren Quarzitblock treffen Wanderer im Reinhardswald. Der Stein liegt am Schnittpunkt der alten Kohlenstraße und der Verlängerung des Kasparsbaumweges am Mündener Stock - fünf Kilometer oberhalb von Altmünden und heißt 'Bonnemann-Stein.

Im Zeitalter der geologischen Neuzeit, irgendwann im Laufe der letzten 63 Millionen Jahre, entstanden, wurde der riesige Steinblock vor 41 Jahren aus Anlass der Pensionierung des bekannten Mündener Waldbauprofessors und damaligen Leiters des Lehrforstamtes Gahrenberg, Alfred Bonnemann, aufgestellt. Um den Stein dort hinzuschaffen, setzten Mündener Pioniere extra einen Tieflader ein.

Die Inschrift des Steines, plastisch abgesetzt mit aufgeschraubten, vergoldeten Metallbuchstaben, wies auf die 20-jährige prägende Tätigkeit (v1949 bis 1969) von Bonnemann im Reinhardswald hin.

Allerdings hatten die Initiatoren der Gedenksteinsetzung nicht damit gerechnet, dass die Goldbuchstaben bei einigen Waldbesuchern Begehrlichkeiten weckten. Denn innerhalb kürzester Zeit waren sie abmontiert und verschwunden. Inzwischen ist die Inschrift von einem Steinmetz eingemeißelt worden.

Nach Pensionierung und Erimitierung arbeitete Alfred Bonnemann über zehn Jahre an einem der umfassendsten Werke über die Geschichte des benachbarten Waldgebietes. Nach seinem Tod wurde die „Bibel des Reinhardswaldes“ im Jahr 1984 aus seinem Nachlass veröffentlicht.

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