Zierenberg: Unterschied zwischen den Versionen

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(Stadtverordnetenversammlung)
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!colspan="2" align=center | <div style="background:#B30000;text-align:center;color: #fff;font-weight:bold;font-size:100%;">Zierenberg</div>
 
!colspan="2" align=center | <div style="background:#B30000;text-align:center;color: #fff;font-weight:bold;font-size:100%;">Zierenberg</div>
 
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|colspan="2" align=center | [[Bild:Zierenberg-Rathaus.JPG|300px]]
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|colspan="2" align=center | [[Datei:Zierenberg Kirchturm.jpg|250px]]
 
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|colspan="2" align=center | <div style="background:#ffffff;text-align:center;font-weight:bold;font-size:80%;">Rathaus</div>
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|colspan="2" align=center | <div style="background:#ffffff;text-align:center;font-weight:bold;font-size:80%;">Blick zum Kirchturm</div>
 
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|colspan="2" align=center | <div style="background:#B30000;text-align:center;color: #fff;font-weight:bold;font-size:100%;">Basisdaten</div>
 
|colspan="2" align=center | <div style="background:#B30000;text-align:center;color: #fff;font-weight:bold;font-size:100%;">Basisdaten</div>
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| Fläche: || 86,53 qkm
 
| Fläche: || 86,53 qkm
 
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| Einwohner: || 6.700 ''<small>31.12.2009</small>''
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| Einwohner: || 6.583  ''<small>(31. Dezember 2019)</small>'' Davon in der Kernstadt: 3813
 
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| Postleitzahl: || 34289
 
| Postleitzahl: || 34289
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| Adresse der<br />Stadtverwaltung: || Poststr. 20<br />34289 Zierenberg
 
| Adresse der<br />Stadtverwaltung: || Poststr. 20<br />34289 Zierenberg
 
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| Website: || [http://www.zierenberg.org www.zierenberg.org]
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| Website: || [http://www.stadt-zierenberg.de www.stadt-zierenberg.de]
 
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| Bürgermeister: ||  Stefan Denn (SPD)
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| Ortsvorsteher (Zierenberg-Mitte): ||  Lutz Kuschel (FDP) (seit 22.01.2020)
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| Bürgermeister: ||  Stefan Denn ([[SPD]])
 
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'''Zierenberg''' ist eine Stadt im [[Landkreis Kassel]] im [[Naturpark Habichtswald]].
 
'''Zierenberg''' ist eine Stadt im [[Landkreis Kassel]] im [[Naturpark Habichtswald]].
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== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
 
=== Aus der Stadtgeschichte ===
 
=== Aus der Stadtgeschichte ===
Zierenberg wurde [[1293]] von [[Landgraf Heinrich I.]] (Enkel der Hl. Elisabeth) im [[Warme]]tal gegründet und wird schon acht Jahre später als Stadt genannt. Von der Stadtbefestigung sind noch größere Teile vorhanden.  
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Zierenberg wurde [[1293]] von [[Landgraf Heinrich I.]] (Enkel der [[Elisabeth von Thüringen|Hl. Elisabeth]]) gegründet und diente dem hessischen Landgrafen zur Sicherung seiner Herrschaft im oberen [[Warme]]tal.  
  
Heinrich I. gründete zum Ende des 13. Jahrhunderts die Stadt zur Festigung der Landgrafschaft Hessen. Mit der Stadtgründung wurde auch der Bau der gotischen [[Stadtkirche Zierenberg|Stadtkirche]] begonnen.  
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Schon einige Jahre später wurde der Ort als Stadt genannt; 1298 erhielt Zierenberg Stadtrechte verliehen. <ref>R. Bremer: ''Hessens ältestes Fachwerkrathaus wird 550 Jahre alt'', in: Mitteilungen des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde N.F. 36, 2000, S. 3 ff.</ref>
  
Die Stadtkirche, Baubeginn 1293, mit ihren eindrucksvollen vorreformatorischen Wandmalereien ist ein Kleinod der alten Festungsstadt.  
+
Von der Stadtbefestigung sind noch größere Teile vorhanden.  
  
In unmittelbarer Nähe der Kirche steht das Rathaus von Zierenberg aus dem Jahre [[1450]], das älteste noch erhaltene gotische Fachwerk-Rathaus in [[Hessen]]. Daneben stand einst die Synagoge, woran eine Gedenktafel erinnert.  
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Mit der Stadtgründung im Jahre 1293 wurde auch der Bau der gotischen [[Stadtkirche Zierenberg|Stadtkirche]] begonnen.  
  
Bis zum Jahre [[1821]] bestand im damaligen [[Kurhessen]], das [[Amt Zierenberg]], das dem ehemaligen [[Amt Schartenberg]] nachfolgte.
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Die Stadtkirche, mit ihren eindrucksvollen vorreformatorischen Wandmalereien ist bis heute ein Kleinod der alten Festungsstadt.
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In unmittelbarer Nähe der Kirche steht das Rathaus von Zierenberg aus dem Jahre [[1450]]. Das von Heinrich Brant um 1450 errichtete [[Rathaus]] ist das älteste [[Gotik|gotische]] [[Fachwerkhaus|Fachwerk]]-Rathaus in [[Hessen]].
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Neben dem Rathaus stand einst die Synagoge, woran heute nur noch eine Gedenktafel erinnert.
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Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war Zierenberg Verwaltungssitz des landgräflich-hessischen [[Amt Zierenberg|Amts Zierenberg]] und während der Zeit des [[Königreich Westphalen|Königreichs Westphalen]] (1807–1813) des [[Kanton Zierenberg|Kantons Zierenberg]].
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Bis zum Jahre [[1821]] bestand dann im damaligen [[Kurhessen]], das [[Amt Zierenberg]], das dem ehemaligen [[Amt Schartenberg]] nachfolgte.
  
 
Am Rande des Gipfelplateaus des [[Hoher Dörnberg|Hohen Dörnbergs]] befindet sich eine Wallanlage aus keltischer Zeit. Auch Reste der ''Zierenberger Warte'', ein aus dem Mittelalter stammender runder Steinturm und Aussichtsposten westlich der Stadt, sind noch zu besichtigen.
 
Am Rande des Gipfelplateaus des [[Hoher Dörnberg|Hohen Dörnbergs]] befindet sich eine Wallanlage aus keltischer Zeit. Auch Reste der ''Zierenberger Warte'', ein aus dem Mittelalter stammender runder Steinturm und Aussichtsposten westlich der Stadt, sind noch zu besichtigen.
  
 
Seit 1923 wird der [[Hoher Dörnberg|Dörnberg]] bei Zierenberg auch als Segelfluggelände genutzt.
 
Seit 1923 wird der [[Hoher Dörnberg|Dörnberg]] bei Zierenberg auch als Segelfluggelände genutzt.
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Beim [[Novemberpogrom]] 1938, in Zierenberg bereits in der Nacht vom 8. auf den 9. November, wurden die Synagoge völlig zerstört, jüdische Wohnungen und Geschäfte durch SA- und SS-Leute überfallen und verwüstet, jüdische Mitmenschen misshandelt, der jüdische Friedhof schwer geschändet und verwüstet. Heute erinnert nur noch eine Gedenktafel an die 1897/1898 erbaute jüdische Synagoge.
  
 
Im Zuge der Neugliederung durch die hessische Gebietsreform entstand durch die Eingliederung der heutigen Ortsteile im Jahre 1972 eine Gemarkungsfläche von 7668 ha mit damals etwa 6.000 Einwohnern.
 
Im Zuge der Neugliederung durch die hessische Gebietsreform entstand durch die Eingliederung der heutigen Ortsteile im Jahre 1972 eine Gemarkungsfläche von 7668 ha mit damals etwa 6.000 Einwohnern.
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Im Rahmen der [[Gebietsreform in Hessen]] schlossen sich zunächst am 31. Dezember 1970 die bis dahin selbständigen Gemeinden Escheberg und Hohenborn der Stadt Zierenberg an <ref>Erlass des Hessischen Ministers des Innern vom 5. Januar 1971 - [http://starweb.hessen.de/cache/STANZ/1971/00003.tif StAnz. 3/1971 S. 109]</ref>, später dann auch Oberelsungen, Burghasungen, Oelshausen und Laar.
  
 
=== Die evangelische Stadtkirche ===
 
=== Die evangelische Stadtkirche ===
[[Datei:Stadtkirche-Zierenberg-0427.jpg|thumb|300 px|left|Zierenberger Stadtkirche]]
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Im Mittelpunkt der Stadt steht die spätgotische (heute evangelische) Kirche, eine Hallenkirche, deren Wände und Decke vollständig mit vorreformatorischen Malereien geschmückt sind.  
 
Im Mittelpunkt der Stadt steht die spätgotische (heute evangelische) Kirche, eine Hallenkirche, deren Wände und Decke vollständig mit vorreformatorischen Malereien geschmückt sind.  
  
 
Die Wandmalereien waren seit 1605 (im Zuge der sog. 2. Reformation in Hessen durch [[Landgraf Moritz]]) bis 1934 weiß übertüncht und wurden erst zu Zeiten des ehemaligen Pfarrer Seelig anlässlich einer Renovierung wiederentdeckt und freigelegt.
 
Die Wandmalereien waren seit 1605 (im Zuge der sog. 2. Reformation in Hessen durch [[Landgraf Moritz]]) bis 1934 weiß übertüncht und wurden erst zu Zeiten des ehemaligen Pfarrer Seelig anlässlich einer Renovierung wiederentdeckt und freigelegt.
  
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[[Datei:Zierenberg-Sparkasse 0262.jpg|thumb|300 px|left|Ansicht mit dem Turm der Stadtkirche und dem Rathaus (rechts)]]
 
Mit dem Bau der Kirche wurde 1293 unter der Herrschaft des [[Landgraf Heinrich I.|Landgrafen Heinrich I.]] begonnen, wobei in der ersten Bauphase bis etwa zum Jahre 1343 der Chorraum und die unteren Geschosse des Turms) errichtet wurden.  
 
Mit dem Bau der Kirche wurde 1293 unter der Herrschaft des [[Landgraf Heinrich I.|Landgrafen Heinrich I.]] begonnen, wobei in der ersten Bauphase bis etwa zum Jahre 1343 der Chorraum und die unteren Geschosse des Turms) errichtet wurden.  
  
Der Turm wurde Ende des 16. Jahrhunderts, auch mit Steinen von der Schützeberger Kirche aus Wolfhagen, vollendet. Im Jahre [[1436]] wurde das erste Langhaus der Kirche durch den Baumeister Hans Meynworten gegen das heutige größere ersetzt.   
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Im Jahre [[1436]] wurde das erste Langhaus der Kirche durch den Baumeister Hans Meynworten gegen das heutige größere ersetzt.
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Im Jahr 1576 erhielten die Zierenberger die landgräfliche Erlaubnis, ihren Kirchturm mit den Steinen der ehemaligen Erzpriesterkirche St. Peter auf dem [[Schützeberg]] (bei [[Wolfhagen]]) zu vollenden.
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Die [[Wolfhagen|Wolfhager]] ließen sich dies nach der Überlieferung zunächst nicht gefallen und nahmen den Zierenbergern 60 bis 70 Wagen Steine weg, warfen sie in den Weg und beschwerten sich beim Landgraf, allerdings ohne Erfolg.
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Dabei sollen einige Steine auch nach [[Wolfhagen]] gelangt sein und wurden dort zum Bau der Mauer des neuen Friedhofs vor den Toren der Stadt verwendet.
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Sehr viel zahlreicher sind allerdings die Reste der alten Kirche auf dem [[Schützeberg]] im Turm der Zierenberger Kirche zu finden, wo 1588 im oberen Umgang des Turmes auch das Portal der Schützeberger Kirche und eine Kreuzigungsgruppe eingebaut wurden.
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Auch die Sandsteinplatten von der [[Schützeberg]]er Kirche deckten noch bis vor 100 Jahren einen Teil des Dachs der Zierenberger Kirche.   
  
 
Die 1934 wieder freigelegten Malereien aus dem 14. Jahrhundert (Chor) und 15. Jahrhundert (Langhaus) wurden [[1958]] und in der Zeit von 1998 bis 2006 restauriert.
 
Die 1934 wieder freigelegten Malereien aus dem 14. Jahrhundert (Chor) und 15. Jahrhundert (Langhaus) wurden [[1958]] und in der Zeit von 1998 bis 2006 restauriert.
  
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=== Jüdische Gemeinde ===
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[[Datei:Zierenberg-Ansicht 0258.jpg|thumb|right|300px|Stadtansicht]]
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Über viele Jahrhunderte hinweg hatte Zierenberg eine intakte Jüdische Gemeinde. Der Anteil ihrer Mitglieder an der gesamten Einwohnerzahl lag zwischen vier und sieben Prozent. Erste Ansiedlungen soll es bereits im 14. Jahrhundert gegeben haben. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die Toten der jüdischen Gemeinde in [[Meimbressen]] beigesetzt; erst im Jahre 1846 wurde an der Ehlener Straße in Zierenberg ein eigener Friedhof angelegt, keine hundert Jahre später - im Jahr 1939 - war die Ruhestätte zerstört.
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Etwa 40 Grabsteine soll es auf dem kleinen Friedhof gegeben haben, 90 Menschen waren bis dahin bestattet wurden. Als die [[Novemberpogrome 1938]] begannen, gab es in Zierenberg nur noch 42 Juden. Viele hatten bereits das Land verlassen. Die meisten der Gebliebenen wurden in Lager deportiert, die Synagoge an der Mittelstraße zerstört. Bereits zu Beginn der 1930er wehte den Mitgliedern der Jüdischen Gemeinde ein scharfer, feindseliger Wind entgegen. Bei den Wahlen 1933 hatte die NSDAP in Zierenberg große Unterstützung erhalten. <ref>[http://www.hna.de/lokales/wolfhagen/juedischer-friedhof-zierenberg-einzige-landkreis-kassel-sepharden-bestattet-sind-3159310.html HNA-online vom 11.10.2013: Auf dem Jüdischen Friedhof in Zierenberg sind Sepharden bestattet]</ref>
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=== Zierenberger Türme ===
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* Aussichtsturm auf dem [[Bärenberg]]
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* Aussichtstum auf dem [[Schreckenberg]]
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* Ruine der [[Schartenburg]]
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* [[Zierenberger Warte]]
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== Kirchen ==
 
== Kirchen ==
 
[[Bild:Zierenberg-Stadtkirche2.JPG|thumb|300 px|right|Altarraum der Zierenberger Stadtkirche]]
 
[[Bild:Zierenberg-Stadtkirche2.JPG|thumb|300 px|right|Altarraum der Zierenberger Stadtkirche]]
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== Literatur ==
 
== Literatur ==
 
* Vera Leuschner, Die mittelalterlichen Wandmalereien in der Zierenberger Stadtkirche, in: Jahrbuch des Landkreises Kassel 2007, S. 69 ff. (mit zum Teil ausführlichen Bildbeschreibungen)
 
* Vera Leuschner, Die mittelalterlichen Wandmalereien in der Zierenberger Stadtkirche, in: Jahrbuch des Landkreises Kassel 2007, S. 69 ff. (mit zum Teil ausführlichen Bildbeschreibungen)
 +
* [http://www.bautz.de/waldeck/zierenberg.pdf Martina Kretschmer, Tatjana Fricke, Gastliches Waldecker- und Frankenberger Land, Bautz-Verlag 2008,  S. 226 ff. (www.bautz.de/waldeck/zierenberg.pdf)]
  
 
== Persönlichkeiten ==
 
== Persönlichkeiten ==
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* [[Wolff von Gudenberg|Familie Wolff von Gudenberg]]
 
* [[Heimerad|Heiliger Heimerad]] († 1019 auf dem [[Kloster Hasungen|Hasunger Berg]]), Priester und Wanderprediger
 
* [[Heimerad|Heiliger Heimerad]] († 1019 auf dem [[Kloster Hasungen|Hasunger Berg]]), Priester und Wanderprediger
 
* [[Von der Malsburg|Ernst Friedrich Georg Otto von der Malsburg]] (1786–1824), Schriftsteller, Dichter und Gesandter, gestorben auf [[Schloss Escheberg]]
 
* [[Von der Malsburg|Ernst Friedrich Georg Otto von der Malsburg]] (1786–1824), Schriftsteller, Dichter und Gesandter, gestorben auf [[Schloss Escheberg]]
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== Politik ==  
 
== Politik ==  
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[[Bild:Zierenberg-Rathaus.JPG|300px|thumb|right|Das Rathaus in Zierenberg]]
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=== Bürgermeister ===
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Am 28. September 2014 wurde Stefan Denn (SPD) mit 56,2% der Stimmen, gegen drei Gengenkandidaten, im ersten Wahlgang für eine zweite Amtsperiode wiedergewählt, nachdem er erstmals am 14. September 2008 mit 50,9% auch im ersten Wahlgang gewählt wurde.
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Er löste Jürgen Pfütze am 1. Januar 2009 ab, der zuvor in der Stichwahl am 10. Oktober 2002 mit einem Stimmenanteil von 58,6% zum dritten mal wiedergewählt worden war.
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==== Bisherige Bürgermeister ====
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{| cellpadding="2" style="width:250px; text-align:left; white-space:nowrap;"
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| style="text-align:left;" | || * Conrad Brede || 1856 - 1880 || 25 Jahre
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|-
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| style="text-align:left;" | || * Karl Kupferschläger || 1880 - 1911 || 32 Jahre
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|-
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| style="text-align:left;" | || * Wiegand Pitz || 1912 - 1933 || 22 Jahre
 +
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 +
| style="text-align:left;" | || * Wilhelm Schäfer || 1933 - 1945 || 12 Jahre
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|-
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| style="text-align:left;" | || * Heinrich Ledderhose || 1945 - 1948 || 4 Jahre
 +
|-
 +
| style="text-align:left;" | || * Konrad Bürgel || 1948 - 1956 || 9 Jahre
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|-
 +
| style="text-align:left;" | || * [[Rudolf Walther]] || 1957 - 1972 || 16 Jahre
 +
|-
 +
| style="text-align:left;" | || * Georg Hildebrand || 1972 - 1984 || 13 Jahre
 +
|-
 +
| style="text-align:left;" | || * Horst Buchhaupt || 1984 - 1990 || 7 Jahre
 +
|-
 +
| style="text-align:left;" | || * Jürgen Pfütze || 1991 - 2008 || 18 Jahre
 +
|-
 +
| style="text-align:left;" | || * Stefan Denn || 2009 - 2020 || 12 Jahre
 +
|-
 +
| style="text-align:left;" | || * NN || 2021 - 
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|-
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|}
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=== Magistrat ===
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Der von der Stadtverordnetenversammlung für die Legislaturperiode 2016-2021, am 25.04.2016 gewählte und von der neuen Mehrheit aus CDU, UFW und FDP zur Mehrheitsausweitung auf zehn ehrenamtliche Stadträte vergrößerte Magistrat setzt sich wie folgt zusammen:
 +
 +
{| cellpadding="2" style="width:250px; text-align:left; white-space:nowrap;"
 +
| style="text-align:left;" | || * Bürgermeister || Stefan Denn ([[SPD]])
 +
|-
 +
| style="text-align:left;" | || * Erster Stadtrat || Helmut von Zech ([[FDP]])
 +
|-
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| style="text-align:left;" | || * (Stadträtin || Gabriele Dörner-Knöppel ([[SPD]]) || bis 31.07.2018)
 +
|-
 +
| style="text-align:left;" | || * Stadtrat || Richard Leck ([[SPD]])
 +
|-
 +
| style="text-align:left;" | || * Stadtrat || Alexander Frese ([[SPD]])
 +
|-
 +
| style="text-align:left;" | || * Stadtrat || Günter Fett ([[SPD]])
 +
|-
 +
| style="text-align:left;" | || * Stadtrat || Hans-Peter Schäfer ([[SPD]]) || ab 27.08.2018
 +
|-
 +
| style="text-align:left;" | || * Stadtrat || Dr. Rolf Balgheim ([[CDU]])
 +
|-
 +
| style="text-align:left;" | || * Stadtrat || Heinz Behr ([[CDU]])
 +
|-
 +
| style="text-align:left;" | || * (Stadtrat || Joachim Dorr ([[CDU]]) || zusätzlich ab 30.05.2016 || bis 31.07.2018)
 +
|-
 +
| style="text-align:left;" | || * Stadtrat || Heinrich Gerhardt ([[CDU]]) || ab 27.08.2018
 +
|-
 +
| style="text-align:left;" | || * Stadtrat || Jürgen Behr ([[UFW]])
 +
|-
 +
| style="text-align:left;" | || * (Stadtrat || Ulrich Vreemann ([[UFW]]) || bis 20.03.2017)
 +
|-
 +
| style="text-align:left;" | || * Stadtrat || Marco Weigelt ([[UFW]]) || ab 20.03.2017
 +
|-
 +
|}
 +
 +
=== Parteien ===
 +
* [[SPD Zierenberg]]
 +
* [[CDU Zierenberg]]
 +
* [[UFW Zierenberg]]
 +
* [[FDP Zierenberg]]
  
 
=== Stadtverordnetenversammlung ===  
 
=== Stadtverordnetenversammlung ===  
 +
[[Datei:Erg_Stavo_Zierenberg.jpg|thumb|500 px|left]]
  
 
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|---  class="hintergrundfarbe5"
 
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|colspan="2" bgcolor="#EECFA1" | '''Parteien und Wählergruppen  '''
 
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|[[SPD]]
 
|[[SPD]]
 
|[[Sozialdemokratische Partei Deutschlands]]
 
|[[Sozialdemokratische Partei Deutschlands]]
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Zeile 106: Zeile 223:
 
|[[CDU Zierenberg|CDU]]
 
|[[CDU Zierenberg|CDU]]
 
|[[CDU|Christlich Demokratische Union]]
 
|[[CDU|Christlich Demokratische Union]]
 +
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Zeile 115: Zeile 234:
 
| [[Unabhängige Wählergemeinschaften | UFW]]
 
| [[Unabhängige Wählergemeinschaften | UFW]]
 
|[[Unabhängige Wählergemeinschaften | Unabhängige Freie Wählergemeinschaft]]
 
|[[Unabhängige Wählergemeinschaften | Unabhängige Freie Wählergemeinschaft]]
 +
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|----
 
|----
 
|[[FDP]]
 
|[[FDP]]
| [[Freie Demokratische Partei]]
+
| [[Freie Demokratische Partei (FDP) Zierenberg | Freie Demokratische Partei]]
 +
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|UWG
 
|UWG
 
|Unabhängige Wählergemeinschaft
 
|Unabhängige Wählergemeinschaft
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| FWG
 
| FWG
 
| Freie Wählergemeinschaft
 
| Freie Wählergemeinschaft
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|colspan="2" align="right" bgcolor="#EECFA1" |'''49,9'''
 
|colspan="2" align="right" bgcolor="#EECFA1" |'''49,9'''
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|}
 
|}
  
=== Bürgermeister ===
+
== Schulen ==
 
+
* [[Elisabeth-Selbert-Schule Zierenberg]]
Am 14. September 2008 wurde Stefan Denn (SPD) mit 50,9% im ersten Wahlgang gewählt. Er löste Jürgen Pfütze am 01. Januar 2009 ab, der in der Stichwahl am 10. Oktober 2002 mit einem Stimmenanteil von 58,6% zum dritten mal wiedergewählt wurde.
+
* [[Fritz-Hufschmidt-Schule Zierenberg]]
 
+
==== Bisherige Bürgermeister ====
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[[Datei:Bahnhof-Zierenberg-0429.jpg|thumb|right|300px|Bahnhof Zierenberg]]
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=== Magistrat===
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Der von der Stadtverordnetenversammlung gewählte Magistrat setzt sich derzeit wie folgt zusammen: Bürgermeister Stefan Denn (SPD), Erster Stadtrat Gerd Appel (SPD), Stadtrat Heinz Schulz (SPD), Stadtrat Stefan Borger (SPD), Stadtrat Richard Leck (SPD), Stadtrat Jürgen Wenzel (CDU), Stadtrat Otto Lantz (CDU), Stadtrat Ulrich Vreemann (UFW), Stadtrat Jürgen Behr (UFW) und Stadtrat Klaus Peter (FDP).
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=== Parteien ===
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* [[SPD Zierenberg]]
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* [[CDU Zierenberg]]
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* [[BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN in Zierenberg]]
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* [[SPD im Landkreis Kassel]]
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=== Wahlkreis ===
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* [[Ullrich Meßmer|Ullrich Meßmer - MdB]]
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== Sehenswürdigkeiten ==
 
== Sehenswürdigkeiten ==
 
=== Sehenswürdigkeiten am Ort ===
 
=== Sehenswürdigkeiten am Ort ===
[[Bild:Zierenberg-Stadtansicht.JPG|thumb|300 px|right|Stadtkirche und Rathaus]]
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[[Datei:Zierenberg-Kirche 0254.jpg|thumb|200 px|right|Stadtkirche]]
 
* Die [[Stadtkirche Zierenberg|evangelische Stadtkirche]] in Zierenberg (s. o.).
 
* Die [[Stadtkirche Zierenberg|evangelische Stadtkirche]] in Zierenberg (s. o.).
  
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* Das ehemalige [[Kloster Hasungen]] in [[Burghasungen]] bei Zierenberg war ein Benediktinerkloster auf dem ''Hasunger Berg'', eines der reichsten und schönsten Klöster in [[Hessen]]. Anlaß zur Gründung des ''Stifts Hasungen'' und des späteren Klosters war das Grab des heiligen ''Heimerad'', der auf dem Berg wirkte. Nach seinem Tod  entwickelte sich im Mittelalter ein bekannter Wallfahrtsort. Hier ließ Erzbischof Siegfried I. von Mainz neben dem Grab ein Kanonikerstift gründen und eine Kirche erbauen, die im Jahre 1074 eingeweiht wurde.
 
* Das ehemalige [[Kloster Hasungen]] in [[Burghasungen]] bei Zierenberg war ein Benediktinerkloster auf dem ''Hasunger Berg'', eines der reichsten und schönsten Klöster in [[Hessen]]. Anlaß zur Gründung des ''Stifts Hasungen'' und des späteren Klosters war das Grab des heiligen ''Heimerad'', der auf dem Berg wirkte. Nach seinem Tod  entwickelte sich im Mittelalter ein bekannter Wallfahrtsort. Hier ließ Erzbischof Siegfried I. von Mainz neben dem Grab ein Kanonikerstift gründen und eine Kirche erbauen, die im Jahre 1074 eingeweiht wurde.
  
* Die westlich der Stadt gelegene [[Zierenberger Warte]] - ein aus dem Mittelalter stammender runder Steinturm, der als Aussichtsposten diente, um die Bevölkerung vor feindlichen Angriffen zu warnen.  
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* Die westlich der Stadt gelegene [[Zierenberger Warte]] - ein aus dem Mittelalter stammender runder Steinturm, der als Aussichtsposten diente, um die Bevölkerung vor feindlichen Angriffen zu warnen.
  
 
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* Etwa 2 km nördlich der Stadt finden sich auf der Randhöhe des [[Warme]]tals die Reste der [[Schartenburg]], einer der ältesten Burgen in Hessen, die erstmals im Jahre 1124 urkundlich erwähnt wird.
 
* Etwa 2 km nördlich der Stadt finden sich auf der Randhöhe des [[Warme]]tals die Reste der [[Schartenburg]], einer der ältesten Burgen in Hessen, die erstmals im Jahre 1124 urkundlich erwähnt wird.
  
=== Sehenswürdigkeiten in der Umgebung ===
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''siehe dazu auch:''
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* [http://www.tourist-info-zierenberg.de/zierenberg_altstadt.pdf Historische Gebäude und Plätze in Zierenberg]
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* [http://www.tourist-info-zierenberg.de/startseite.htm?ent02.htm Stadtrundgang durch Zierenberg]
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=== Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele in der Umgebung ===
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[[Datei:Kath.Kirche-Zierenberg-0425.jpg|thumb|right|300px|Katholische Kirche "Heilig Kreuz"]]
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[[Bild:Zierenberg-Dörnberg.JPG|thumb|right|300px|Zierenberg am Dörnberg<br>''siehe dazu: [http://www.panoramio.com/photo/4836558  Panorama Blick vom Dörnberg]'']]
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* [[Alpenpfad Dörnberg|Alpenpfad]]
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* [[Hoher Dörnberg]]
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* [[Naturpark Habichtswald]]
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* [[Naturparkzentrum Habichtswald]]
 
* [[Übersicht: Sehenswürdigkeiten im Landkreis Kassel]]
 
* [[Übersicht: Sehenswürdigkeiten im Landkreis Kassel]]
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* [[Bärenberg]]
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* [[Burgruine Gudenberg (Großer Gudenberg)‎|Burgruine Gudenberg auf dem Großen Gudenberg‎]]
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* [[Burgruine Gudenberg (Kleiner Gudenberg)‎|Burgruine Gudenberg auf dem Kleinen Gudenberg‎]]
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* [[Burgruine Malsburg]] auf dem Malsberg
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* [[Burgruine Schartenberg]] mit einstigem Gropeschloss auf dem Schartenberg
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* [[Gudenberg]]
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* [[Großer Bärenberg]], etwa südöstlich von Zierenberg
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* [[Hoher Dörnberg]], etwa südwestlich von Zierenberg
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* [[Jüdische Friedhöfe im Wolfhager Land]]
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* [[Kloster Hasungen]] beim Stadtteil Burghasungen
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* [[Malsburger Wald]]
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* [[Naturpark Habichtswald]]
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* [[Schloss Escheberg]] im Stadtteil Escheberg
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* [[Schloss Laar|Schloss Laar]] im Stadtteil [[Laar]]
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* [[Schreckenbergturm]] auf dem Großen Schreckenberg
  
 
== siehe auch ==
 
== siehe auch ==
 
* [[Chattensteine]] (Basaltfelsformation)
 
* [[Chattensteine]] (Basaltfelsformation)
* [[Hoher Dörnberg]]
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* [[Naturparkzentrum am Dörnberg]]
 
* [[NVV]]
 
* [[NVV]]
 
* [[Warme]]
 
* [[Warme]]
  
 
== Stadtteile ==
 
== Stadtteile ==
[[Datei:Kath.Kirche-Zierenberg-0425.jpg|thumb|right|300px|Katholische Kirche "Heilig Kreuz"]]
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| style="text-align:left;" | Gesamt:          || 6.850 / 6.679 || 566 / 586 || 7.416 / 7.265
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* Gattatico in der Poebene zwischen Reggio Emilia und Parma in Italien und
 
* Gattatico in der Poebene zwischen Reggio Emilia und Parma in Italien und
 
* Ichtershausen in Thüringen.
 
* Ichtershausen in Thüringen.
 
== Umgebung ==
 
[[Bild:Zierenberg-Dörnberg.JPG|thumb|right|300px|Zierenberg am Dörnberg<br> [http://www.panoramio.com/photo/4836558  Panorama Blick vom Dörnberg ]]]
 
* [[Bärenberg]]
 
* [[Burgruine Gudenberg (Großer Gudenberg)‎|Burgruine Gudenberg auf dem Großen Gudenberg‎]]
 
* [[Burgruine Gudenberg (Kleiner Gudenberg)‎|Burgruine Gudenberg auf dem Kleinen Gudenberg‎]]
 
* [[Burgruine Malsburg]] auf dem Malsberg
 
* [[Burgruine Schartenberg]] mit einstigem Gropeschloss auf dem Schartenberg
 
* [[Gudenberg]]
 
* [[Großer Bärenberg]], etwa südöstlich von Zierenberg
 
* [[Hoher Dörnberg]], etwa südwestlich von Zierenberg
 
* [[Kloster Hasungen]] beim Stadtteil Burghasungen
 
* [[Malsburger Wald]]
 
* [[Naturpark Habichtswald]]
 
* [[Schloss Escheberg]] im Stadtteil Escheberg
 
* [[Schloss Laar|Schloss Laar]] im Stadtteil [[Laar]]
 
* [[Schreckenbergturm]] auf dem Großen Schreckenberg
 
  
 
== Vereine ==
 
== Vereine ==
* [[HSC Zierenberg]]
+
[[Datei:TSV Zierenberg-3.JPG|thumb|right|300px|Schüler des TSV Zierenberg im [[Auestadion Kassel]].]]
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=== Freiwillige Feuerwehr ===
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* [[Freiwillige Feuerwehr Zierenberg]] | [http://www.feuerwehr-zierenberg.de/ ''Link'']
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=== Sportvereine ===
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* [[TSV Zierenberg 1864 e.V.]] | [http://www.tsv-zierenberg.de/ ''Link'']
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* [[HSC Zierenberg]] | [http://www.hsczierenberg.de/ ''Link'']
 +
* [[MBT Zierenberg]] | [http://www.mtb-zierenberg.de/ ''Link'']
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=== Weitere Vereine ===
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* [[DLRG Zierenberg]] | [http://www.zierenberg.dlrg.de/ ''Link'']
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''siehe auch:''
 
* [[Karneval in Oelshausen]]
 
* [[Karneval in Oelshausen]]
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== Verkehrsanbindung ==
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[[Datei:Bahnhof-Zierenberg-0429.jpg|thumb|right|300px|Bahnhof Zierenberg]]
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=== Bahn ===
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Zierenberg liegt an der [[Bahnstrecke Volkmarsen–Vellmar-Obervellmar]]. An der Bahnlinie liegen der [[Zierenberger Tunnel]] und das [[Zierenberger Viadukt]].
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Die Bahnstrecke ist Teil des Netzes der nordhessischen [[RegioTram Kassel]], die seit dem 10. Dezember 2006 zwischen [[Wolfhagen]] und [[Kassel]] verkehrt.
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=== Flughafen ===
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Der nächstgelegene Flughafen ist der [[Flughafen Kassel-Calden]].
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=== Strasse ===
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Die [[Bundesautobahn A 44]] (Dortmund–[[Kassel]]) liegt nahe der Stadt, die über die Anschlussstelle ''Zierenberg'' (beim Stadtteil [[Burghasungen]]) und über die [[Bundesstraße B 251]] zu erreichen ist.
  
 
== Wandern ==
 
== Wandern ==
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=== Habichtswaldsteig ===
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[[Bild: Habichtswaldsteig.JPG|thumb|300px|right|Zum Vergrößern anklicken: Streckenverlauf des Habichtswaldsteiges]]
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Der [[Habichtswaldsteig]] ist ein 85 Kilometer langer Wanderweg in [[Nordhessen]]. Der Premium-Wanderweg führt vom [[Edersee]] vorbei an [[Naumburg]], [[Wolfhagen]], [[Bad Emstal]], [[Niedenstein]] und [[Schauenburg]], vorbei am Kasseler [[Herkules]] nach [[Habichtswald]] und Zierenberg. Er kann aber auch andersherum gelaufen werden.
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Auf ihrer Tour werden Wanderer vom scharfen Blick des Habichts begleitet. Der Greifvogel, der in der Region zu Hause ist, ist das Symbol für den neuen Habichtswaldsteig. Passend dazu lautet das Motto: "Auf den Schwingen des Habichts".
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Der zweite Charakter des Habichtswaldsteiges ist der Bezug zur Grimmheimat und damit zu Märchen. Um den Berg der Fee läuft der Wanderer bei [[Breuna]], im Land der Riesen befindet er sich bei [[Wolfhagen]] und im Tal der Quellen bei [[Naumburg]]. Auf der Burgruine der [[Schauenburg]] kann der Wanderer von vier überdimensionalen Thronen aus Eichenholz den Blick herrschaftlich über die weite Landschaft schweifen lassen.
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 +
Auf vier Etappen lässt sich der Habichtswaldsteig erwandern.
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*01. Zierenberg bis [[Firnsbachtal]] -23 km
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*02. [[Firnsbachtal]] bis [[Bad Emstal]] - 18 km
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*03. [[Emstal]] bis [[Naumburg]] - 22,5 km
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*04. [[Naumburg]] bis zum [[Edersee]] - 21,5 km
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=== Weitere Wandertipps ===
 
* [[Eco-Pfad Dörnberg]]
 
* [[Eco-Pfad Dörnberg]]
 
* [[Märchenlandweg]]
 
* [[Märchenlandweg]]
 
* [[Wandertipp: Von der Schartenburg zum Bühl]] (mit Start in Zierenberg)
 
* [[Wandertipp: Von der Schartenburg zum Bühl]] (mit Start in Zierenberg)
  
== Weblinks ==
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== Weblinks und Quellen ==
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* [http://www.zierenberg.org/ Zierenberg]
 
* [http://www.zierenberg.org/ Zierenberg]
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Zierenberg Zierenberg in Wikipedia]
 
 
* [http://www.ekkw.de/wolfhagen/gemeinden/zierenberg.html Evangelische Kirchengemeinde]
 
* [http://www.ekkw.de/wolfhagen/gemeinden/zierenberg.html Evangelische Kirchengemeinde]
 
* [http://www.alemannia-judaica.de/zierenberg_friedhof.htm Jüdischer Friedhof in Zierenberg]
 
* [http://www.alemannia-judaica.de/zierenberg_friedhof.htm Jüdischer Friedhof in Zierenberg]
* [http://www.landkreiskassel.de/download/paper/info/freizeit/Pfad-Doe.pdf Ecopfad Archäologie Dörnberg]
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* [http://www.eco-pfade.de/doern-00.html Ecopfad Archäologie Dörnberg]
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* [http://www.tourist-info-zierenberg.de/startseite.htm www.tourist-info-zierenberg.de]
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* [http://de.wikipedia.org/wiki/Zierenberg Zierenberg in Wikipedia]
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* [http://www.spd-zierenberg.de SPD-Ortsverein Zierenberg]
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* [http://www.spd-oelshausen.de SPD-Ortsverein Zierenberg-Oelshausen]
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* [http://www.cdu-zierenberg.de CDU-Stadtverband Zierenberg]
  
  

Aktuelle Version vom 28. März 2020, 16:39 Uhr

Zierenberg
Zierenberg Kirchturm.jpg
Blick zum Kirchturm
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Kassel
Höhe: 309
Fläche: 86,53 qkm
Einwohner: 6.583 (31. Dezember 2019) Davon in der Kernstadt: 3813
Postleitzahl: 34289
Vorwahl: 05606
Kfz-Kennzeichen: KS
Adresse der
Stadtverwaltung:
Poststr. 20
34289 Zierenberg
Website: www.stadt-zierenberg.de
Ortsvorsteher (Zierenberg-Mitte): Lutz Kuschel (FDP) (seit 22.01.2020)
Bürgermeister: Stefan Denn (SPD)

Zierenberg ist eine Stadt im Landkreis Kassel im Naturpark Habichtswald.

Geografie

Zierenberg liegt im Tal der Warme im Naturpark Habichtswald zwischen dem Dörnberg und dem Großen Bärenberg. Nachbarstädte sind die Gemeinde Breuna im Norden, die Gemeinden Calden, Ahnatal und Habichtswald im Osten sowie im Südwesten und Westen die Stadt Wolfhagen.

Geschichte

Aus der Stadtgeschichte

Zierenberg wurde 1293 von Landgraf Heinrich I. (Enkel der Hl. Elisabeth) gegründet und diente dem hessischen Landgrafen zur Sicherung seiner Herrschaft im oberen Warmetal.

Schon einige Jahre später wurde der Ort als Stadt genannt; 1298 erhielt Zierenberg Stadtrechte verliehen. [1]

Von der Stadtbefestigung sind noch größere Teile vorhanden.

Mit der Stadtgründung im Jahre 1293 wurde auch der Bau der gotischen Stadtkirche begonnen.

Die Stadtkirche, mit ihren eindrucksvollen vorreformatorischen Wandmalereien ist bis heute ein Kleinod der alten Festungsstadt.

In unmittelbarer Nähe der Kirche steht das Rathaus von Zierenberg aus dem Jahre 1450. Das von Heinrich Brant um 1450 errichtete Rathaus ist das älteste gotische Fachwerk-Rathaus in Hessen.

Neben dem Rathaus stand einst die Synagoge, woran heute nur noch eine Gedenktafel erinnert.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war Zierenberg Verwaltungssitz des landgräflich-hessischen Amts Zierenberg und während der Zeit des Königreichs Westphalen (1807–1813) des Kantons Zierenberg.

Bis zum Jahre 1821 bestand dann im damaligen Kurhessen, das Amt Zierenberg, das dem ehemaligen Amt Schartenberg nachfolgte.

Am Rande des Gipfelplateaus des Hohen Dörnbergs befindet sich eine Wallanlage aus keltischer Zeit. Auch Reste der Zierenberger Warte, ein aus dem Mittelalter stammender runder Steinturm und Aussichtsposten westlich der Stadt, sind noch zu besichtigen.

Seit 1923 wird der Dörnberg bei Zierenberg auch als Segelfluggelände genutzt.

Beim Novemberpogrom 1938, in Zierenberg bereits in der Nacht vom 8. auf den 9. November, wurden die Synagoge völlig zerstört, jüdische Wohnungen und Geschäfte durch SA- und SS-Leute überfallen und verwüstet, jüdische Mitmenschen misshandelt, der jüdische Friedhof schwer geschändet und verwüstet. Heute erinnert nur noch eine Gedenktafel an die 1897/1898 erbaute jüdische Synagoge.

Im Zuge der Neugliederung durch die hessische Gebietsreform entstand durch die Eingliederung der heutigen Ortsteile im Jahre 1972 eine Gemarkungsfläche von 7668 ha mit damals etwa 6.000 Einwohnern.

Im Rahmen der Gebietsreform in Hessen schlossen sich zunächst am 31. Dezember 1970 die bis dahin selbständigen Gemeinden Escheberg und Hohenborn der Stadt Zierenberg an [2], später dann auch Oberelsungen, Burghasungen, Oelshausen und Laar.

Die evangelische Stadtkirche

Im Mittelpunkt der Stadt steht die spätgotische (heute evangelische) Kirche, eine Hallenkirche, deren Wände und Decke vollständig mit vorreformatorischen Malereien geschmückt sind.

Die Wandmalereien waren seit 1605 (im Zuge der sog. 2. Reformation in Hessen durch Landgraf Moritz) bis 1934 weiß übertüncht und wurden erst zu Zeiten des ehemaligen Pfarrer Seelig anlässlich einer Renovierung wiederentdeckt und freigelegt.

Ansicht mit dem Turm der Stadtkirche und dem Rathaus (rechts)

Mit dem Bau der Kirche wurde 1293 unter der Herrschaft des Landgrafen Heinrich I. begonnen, wobei in der ersten Bauphase bis etwa zum Jahre 1343 der Chorraum und die unteren Geschosse des Turms) errichtet wurden.

Im Jahre 1436 wurde das erste Langhaus der Kirche durch den Baumeister Hans Meynworten gegen das heutige größere ersetzt.

Im Jahr 1576 erhielten die Zierenberger die landgräfliche Erlaubnis, ihren Kirchturm mit den Steinen der ehemaligen Erzpriesterkirche St. Peter auf dem Schützeberg (bei Wolfhagen) zu vollenden.

Die Wolfhager ließen sich dies nach der Überlieferung zunächst nicht gefallen und nahmen den Zierenbergern 60 bis 70 Wagen Steine weg, warfen sie in den Weg und beschwerten sich beim Landgraf, allerdings ohne Erfolg.

Dabei sollen einige Steine auch nach Wolfhagen gelangt sein und wurden dort zum Bau der Mauer des neuen Friedhofs vor den Toren der Stadt verwendet.

Sehr viel zahlreicher sind allerdings die Reste der alten Kirche auf dem Schützeberg im Turm der Zierenberger Kirche zu finden, wo 1588 im oberen Umgang des Turmes auch das Portal der Schützeberger Kirche und eine Kreuzigungsgruppe eingebaut wurden.

Auch die Sandsteinplatten von der Schützeberger Kirche deckten noch bis vor 100 Jahren einen Teil des Dachs der Zierenberger Kirche.

Die 1934 wieder freigelegten Malereien aus dem 14. Jahrhundert (Chor) und 15. Jahrhundert (Langhaus) wurden 1958 und in der Zeit von 1998 bis 2006 restauriert.

Jüdische Gemeinde

Stadtansicht

Über viele Jahrhunderte hinweg hatte Zierenberg eine intakte Jüdische Gemeinde. Der Anteil ihrer Mitglieder an der gesamten Einwohnerzahl lag zwischen vier und sieben Prozent. Erste Ansiedlungen soll es bereits im 14. Jahrhundert gegeben haben. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die Toten der jüdischen Gemeinde in Meimbressen beigesetzt; erst im Jahre 1846 wurde an der Ehlener Straße in Zierenberg ein eigener Friedhof angelegt, keine hundert Jahre später - im Jahr 1939 - war die Ruhestätte zerstört.

Etwa 40 Grabsteine soll es auf dem kleinen Friedhof gegeben haben, 90 Menschen waren bis dahin bestattet wurden. Als die Novemberpogrome 1938 begannen, gab es in Zierenberg nur noch 42 Juden. Viele hatten bereits das Land verlassen. Die meisten der Gebliebenen wurden in Lager deportiert, die Synagoge an der Mittelstraße zerstört. Bereits zu Beginn der 1930er wehte den Mitgliedern der Jüdischen Gemeinde ein scharfer, feindseliger Wind entgegen. Bei den Wahlen 1933 hatte die NSDAP in Zierenberg große Unterstützung erhalten. [3]

Zierenberger Türme

Kirchen

Altarraum der Zierenberger Stadtkirche

Literatur

Persönlichkeiten

Politik

Das Rathaus in Zierenberg

Bürgermeister

Am 28. September 2014 wurde Stefan Denn (SPD) mit 56,2% der Stimmen, gegen drei Gengenkandidaten, im ersten Wahlgang für eine zweite Amtsperiode wiedergewählt, nachdem er erstmals am 14. September 2008 mit 50,9% auch im ersten Wahlgang gewählt wurde.

Er löste Jürgen Pfütze am 1. Januar 2009 ab, der zuvor in der Stichwahl am 10. Oktober 2002 mit einem Stimmenanteil von 58,6% zum dritten mal wiedergewählt worden war.

Bisherige Bürgermeister

* Conrad Brede 1856 - 1880 25 Jahre
* Karl Kupferschläger 1880 - 1911 32 Jahre
* Wiegand Pitz 1912 - 1933 22 Jahre
* Wilhelm Schäfer 1933 - 1945 12 Jahre
* Heinrich Ledderhose 1945 - 1948 4 Jahre
* Konrad Bürgel 1948 - 1956 9 Jahre
* Rudolf Walther 1957 - 1972 16 Jahre
* Georg Hildebrand 1972 - 1984 13 Jahre
* Horst Buchhaupt 1984 - 1990 7 Jahre
* Jürgen Pfütze 1991 - 2008 18 Jahre
* Stefan Denn 2009 - 2020 12 Jahre
* NN 2021 -

Magistrat

Der von der Stadtverordnetenversammlung für die Legislaturperiode 2016-2021, am 25.04.2016 gewählte und von der neuen Mehrheit aus CDU, UFW und FDP zur Mehrheitsausweitung auf zehn ehrenamtliche Stadträte vergrößerte Magistrat setzt sich wie folgt zusammen:

* Bürgermeister Stefan Denn (SPD)
* Erster Stadtrat Helmut von Zech (FDP)
* (Stadträtin Gabriele Dörner-Knöppel (SPD) bis 31.07.2018)
* Stadtrat Richard Leck (SPD)
* Stadtrat Alexander Frese (SPD)
* Stadtrat Günter Fett (SPD)
* Stadtrat Hans-Peter Schäfer (SPD) ab 27.08.2018
* Stadtrat Dr. Rolf Balgheim (CDU)
* Stadtrat Heinz Behr (CDU)
* (Stadtrat Joachim Dorr (CDU) zusätzlich ab 30.05.2016 bis 31.07.2018)
* Stadtrat Heinrich Gerhardt (CDU) ab 27.08.2018
* Stadtrat Jürgen Behr (UFW)
* (Stadtrat Ulrich Vreemann (UFW) bis 20.03.2017)
* Stadtrat Marco Weigelt (UFW) ab 20.03.2017

Parteien

Stadtverordnetenversammlung

Erg Stavo Zierenberg.jpg
Parteien und Wählergruppen %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 44,7 14 52,3 16 44,6 14 45,3 14
CDU Christlich Demokratische Union 25,9 8 21,9 7 24,9 8 23,6 7
UFW Unabhängige Freie Wählergemeinschaft 22,5 7 21,3 7 23,1 7
FDP Freie Demokratische Partei 6,9 2 4,6 1 7,4 2 7,5 2
UWG Unabhängige Wählergemeinschaft 16,2 5
FWG Freie Wählergemeinschaft 7,5 3
Gesamt 100,0 31 100,0 31 100,0 31 100,0 31
Wahlbeteiligung in % 53,5 52,4 49,9 61,5

Schulen

Sehenswürdigkeiten

Sehenswürdigkeiten am Ort

Stadtkirche
  • Schloss Escheberg wurde im Jahre 1530 zunächst als Fachwerkbau errichtet und war Gutshof, Herrenhaus, und Edelsitz. Der Umbau im Jahre 1800 erfolgte im Charakter eines Biedermeiergebäudes. Die Anlage am Escheberg bei Zierenberg war im 19. Jahrhundert zur Zeit von Ernst Otto und Karl von der Malsburg Treffpunkt für Dichter und Künstler, darunter auch Louis Spohr und Emanuel Geibel.
  • Das Herrenhaus "Schloss Laar" aus dem Jahr 1790 liegt ebenfalls nur wenige Kilometer westlich von Zierenberg entfernt. Die restaurierte Mühle in der Nähe des Schlosses wird heute zur Stromversorgung genutzt.
  • Bereits seit 1923 wird der Dörnberg bei Zierenberg als Segelfluggelände genutzt. Ein Teilbereich mit einer Größe von 110 ha wurde im Jahre 1978 zum Naturschutzgebiet ausgewiesen.
  • Das ehemalige Kloster Hasungen in Burghasungen bei Zierenberg war ein Benediktinerkloster auf dem Hasunger Berg, eines der reichsten und schönsten Klöster in Hessen. Anlaß zur Gründung des Stifts Hasungen und des späteren Klosters war das Grab des heiligen Heimerad, der auf dem Berg wirkte. Nach seinem Tod entwickelte sich im Mittelalter ein bekannter Wallfahrtsort. Hier ließ Erzbischof Siegfried I. von Mainz neben dem Grab ein Kanonikerstift gründen und eine Kirche erbauen, die im Jahre 1074 eingeweiht wurde.
  • Die westlich der Stadt gelegene Zierenberger Warte - ein aus dem Mittelalter stammender runder Steinturm, der als Aussichtsposten diente, um die Bevölkerung vor feindlichen Angriffen zu warnen.
  • Etwa 2 km nördlich der Stadt finden sich auf der Randhöhe des Warmetals die Reste der Schartenburg, einer der ältesten Burgen in Hessen, die erstmals im Jahre 1124 urkundlich erwähnt wird.

siehe dazu auch:

Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele in der Umgebung

Katholische Kirche "Heilig Kreuz"
Zierenberg am Dörnberg
siehe dazu: Panorama Blick vom Dörnberg

siehe auch

Stadtteile

Einwohnerzahlen am 31. Dezember 2019:

Zierenberg 3813
Oberelsungen 1236
Burghasungen 903
Oelshausen 568
Escheberg 34
Laar 17
Hohenborn 12
Gesamt: 6583

Städtepartnerschaften

Die Stadt Zierenberg unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu

  • Damvillers in der Nähe von Verdun in Frankreich,
  • Gattatico in der Poebene zwischen Reggio Emilia und Parma in Italien und
  • Ichtershausen in Thüringen.

Vereine

Schüler des TSV Zierenberg im Auestadion Kassel.

Freiwillige Feuerwehr

Sportvereine

Weitere Vereine

siehe auch:

Verkehrsanbindung

Bahnhof Zierenberg

Bahn

Zierenberg liegt an der Bahnstrecke Volkmarsen–Vellmar-Obervellmar. An der Bahnlinie liegen der Zierenberger Tunnel und das Zierenberger Viadukt.

Die Bahnstrecke ist Teil des Netzes der nordhessischen RegioTram Kassel, die seit dem 10. Dezember 2006 zwischen Wolfhagen und Kassel verkehrt.

Flughafen

Der nächstgelegene Flughafen ist der Flughafen Kassel-Calden.

Strasse

Die Bundesautobahn A 44 (Dortmund–Kassel) liegt nahe der Stadt, die über die Anschlussstelle Zierenberg (beim Stadtteil Burghasungen) und über die Bundesstraße B 251 zu erreichen ist.

Wandern

Habichtswaldsteig

Zum Vergrößern anklicken: Streckenverlauf des Habichtswaldsteiges

Der Habichtswaldsteig ist ein 85 Kilometer langer Wanderweg in Nordhessen. Der Premium-Wanderweg führt vom Edersee vorbei an Naumburg, Wolfhagen, Bad Emstal, Niedenstein und Schauenburg, vorbei am Kasseler Herkules nach Habichtswald und Zierenberg. Er kann aber auch andersherum gelaufen werden.

Auf ihrer Tour werden Wanderer vom scharfen Blick des Habichts begleitet. Der Greifvogel, der in der Region zu Hause ist, ist das Symbol für den neuen Habichtswaldsteig. Passend dazu lautet das Motto: "Auf den Schwingen des Habichts".

Der zweite Charakter des Habichtswaldsteiges ist der Bezug zur Grimmheimat und damit zu Märchen. Um den Berg der Fee läuft der Wanderer bei Breuna, im Land der Riesen befindet er sich bei Wolfhagen und im Tal der Quellen bei Naumburg. Auf der Burgruine der Schauenburg kann der Wanderer von vier überdimensionalen Thronen aus Eichenholz den Blick herrschaftlich über die weite Landschaft schweifen lassen.

Auf vier Etappen lässt sich der Habichtswaldsteig erwandern.

Weitere Wandertipps

Weblinks und Quellen

Quellen

  1. R. Bremer: Hessens ältestes Fachwerkrathaus wird 550 Jahre alt, in: Mitteilungen des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde N.F. 36, 2000, S. 3 ff.
  2. Erlass des Hessischen Ministers des Innern vom 5. Januar 1971 - StAnz. 3/1971 S. 109
  3. HNA-online vom 11.10.2013: Auf dem Jüdischen Friedhof in Zierenberg sind Sepharden bestattet

Weblinks


Stadtteile der Stadt Zierenberg

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Städte und Gemeinden im Landkreis Kassel
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