Zeughaus: Unterschied zwischen den Versionen

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Mitten in Kassels Altstadt am [[Altmarkt]] stehen die Reste eines historischen Kleinods, das nur wenige wahrnehmen: das [[1581]] von [[Landgraf Wilhelm IV.]] (1567 bis 1592) begonnene und von seinem Sohn [[Landgraf Moritz]] dem Gelehrten zu Anfang des 17. Jahrhunderts zu Ende gebaute Zeughaus, eine einst riesige Befestigungsanlage. In ihr befand sich ein bedeutendes Waffenlager, gleichzeitig wurde dort Getreide aufbewahrt.
  
Mitten in Kassels Altstadt am Altmarkt stehen die Reste eines historischen Kleinods, das nur wenige wahrnehmen: das 1581 von [[Landgraf Wilhelm IV.]] (1567 bis 1592) begonnene und von seinem Sohn [[Landgraf Moritz]] dem Gelehrten zu Anfang des 17. Jahrhunderts zu Ende gebaute Zeughaus, eine einst riesige Befestigungsanlage. In ihr befand sich ein bedeutendes Waffenlager, gleichzeitig wurde dort Getreide aufbewahrt.
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[[Bild:zeughausruine.jpg|thumb|left|Ruine Zeughaus]]Heute steht dort ein kläglicher Ruinenrest ein wenig verloren inmitten zwischen zwei großen, modernen Gebäudekomplexen der [[Max-Eyth-Berufsschule]]. Denn das einstige Schmuckstück wurde im Zweiten Weltkrieg stark zerstört und [[1972]] aus funktionellen und wirtschaftlichen Erwägungen heraus zum großen Teil abgerissen.
  
Heute steht dort ein kläglicher Ruinenrest ein wenig verloren inmitten zwischen zwei großen, modernen Gebäudekomplexen der [[Max-Eyth-Berufsschule]]. Denn das einstige Schmuckstück wurde im Zweiten Weltkrieg stark zerstört und [[1972]] aus funktionellen und wirtschaftlichen Erwägungen heraus zum großen Teil abgerissen.
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Dass die Reste eines der größten Bauwerke des 16. Jahrunderts in Kassel überhaupt noch existieren, ist einer [[1991]] gegründeten Bürgerinitiative zu verdanken und nicht zuletzt der von Amts wegen obersten Denkmalschützerin Kassels, Marlies Finis-Sauer. Seit Bestehen des Vereins hat er 800000 Mark zur Sanierung in die Ruine gesteckt, die nach wie vor vom Verfall bedroht ist.
  
Dass die Reste eines der größten Bauwerke des 16. Jahrunderts in Kassel überhaupt noch existieren, ist einer 1991 gegründeten Bürgerinitiative zu verdanken und nicht zuletzt der von Amts wegen obersten Denkmalschützerin Kassels, Marlies Finis-Sauer. Seit Bestehen des Vereins hat er 800000 Mark zur Sanierung in die Ruine gesteckt, die nach wie vor vom Verfall bedroht ist.
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[[1994]] wurde unter Mitarbeit der Kasseler [[Denkmalschutzbehörde]] mit der Renovierung des Kleinodes begonnen. Zunächst hieß es, das Grundstück vom Trümmerschutt zu befreien, dann wurde die gesamte Westseite an der [[Artilleriestraße]] neu verfugt. Denn die Mauern mussten gegen das Eindringen von Wasser gesichert werden. Die nach dem Zweiten Weltkrieg provisorisch vermauerten Fenster wurden geöffnet und die Sandsteingewände der Fenster, soweit erforderlich, erneuert. Auch der Turm wurde saniert und die Torbögen zur [[Artilleriestraße]] hin geöffnet.
 
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1994 wurde unter Mitarbeit der Kasseler Denkmalschutzbehörde mit der Renovierung des Kleinodes begonnen. Zunächst hieß es, das Grundstück vom Trümmerschutt zu befreien, dann wurde die gesamte Westseite an der Artilleriestraße neu verfugt. Denn die Mauern mussten gegen das Eindringen von Wasser gesichert werden. Die nach dem Zweiten Weltkrieg provisorisch vermauerten Fenster wurden geöffnet und die Sandsteingewände der Fenster, soweit erforderlich, erneuert. Auch der Turm wurde saniert und die Torbögen zur Artilleriestraße hin geöffnet.
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Version vom 17. März 2007, 18:20 Uhr

Mitten in Kassels Altstadt am Altmarkt stehen die Reste eines historischen Kleinods, das nur wenige wahrnehmen: das 1581 von Landgraf Wilhelm IV. (1567 bis 1592) begonnene und von seinem Sohn Landgraf Moritz dem Gelehrten zu Anfang des 17. Jahrhunderts zu Ende gebaute Zeughaus, eine einst riesige Befestigungsanlage. In ihr befand sich ein bedeutendes Waffenlager, gleichzeitig wurde dort Getreide aufbewahrt.

Heute steht dort ein kläglicher Ruinenrest ein wenig verloren inmitten zwischen zwei großen, modernen Gebäudekomplexen der Max-Eyth-Berufsschule. Denn das einstige Schmuckstück wurde im Zweiten Weltkrieg stark zerstört und 1972 aus funktionellen und wirtschaftlichen Erwägungen heraus zum großen Teil abgerissen.

Dass die Reste eines der größten Bauwerke des 16. Jahrunderts in Kassel überhaupt noch existieren, ist einer 1991 gegründeten Bürgerinitiative zu verdanken und nicht zuletzt der von Amts wegen obersten Denkmalschützerin Kassels, Marlies Finis-Sauer. Seit Bestehen des Vereins hat er 800000 Mark zur Sanierung in die Ruine gesteckt, die nach wie vor vom Verfall bedroht ist.

1994 wurde unter Mitarbeit der Kasseler Denkmalschutzbehörde mit der Renovierung des Kleinodes begonnen. Zunächst hieß es, das Grundstück vom Trümmerschutt zu befreien, dann wurde die gesamte Westseite an der Artilleriestraße neu verfugt. Denn die Mauern mussten gegen das Eindringen von Wasser gesichert werden. Die nach dem Zweiten Weltkrieg provisorisch vermauerten Fenster wurden geöffnet und die Sandsteingewände der Fenster, soweit erforderlich, erneuert. Auch der Turm wurde saniert und die Torbögen zur Artilleriestraße hin geöffnet.