Züschen

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Stadtkirche Züschen

Züschen ist ein Stadtteil der Stadt Fritzlar im Schwalm-Eder-Kreis mit etwa 1100 Einwohnern. Der Ort liegt etwa 25 km südwestlich von Kassel.

Eine Brücke aus dem 18. Jahrhundert führt über das Flüsschen Elbe.

Südlich des Orts, an der Straße nach Geismar, befindet sich die Donarquelle, eine eisenhaltige Mineralquelle.

Geschichte

Die ehemals selbständige Stadt Züschen blickt auf eine Jahrtausende alte vor- und frühgeschichtliche Siedlungsgeschichte zurück, die nicht zuletzt durch das im Jahre 1894 entdeckte Steinkammergrab bei Züschen belegt wird.

Zur Zeit der Chatten befand sich hier eine Kultstätte zu Ehren des chattischen Gottes „Ziu“, von dem auch der Ortsname abgeleitet wird.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Züschen im Jahre 1237.

Anstelle einer gotischen Kapelle aus dem 14. Jahrhundert wurde in den Jahren 1604 bis 1609 die heutige evangelische Kirche in Züschen erbaut. Aus dieser Zeit stammt auch die bis heute erhaltene Sandsteinkanzel aus dem Jahr 1611.

Im 19. Jahrhundert errichtete der Unternehmer Wilhelm Garvens am Ort eine romantische Burg, die Garvensburg, wie es dem damaligen Geschmack der späten Gründerzeit entsprach.

Lange Zeit gehörte Züschen zur Grafschaft und später zum Fürstentum Waldeck. Im Zuge der hessischen Gemeindereform zu Beginn der 1970-er Jahre wurde Züschen ein Stadtteil von Fritzlar im Schwalm-Eder-Kreis.

Steinkammergrab Züschen

Das ausgegrabene Steinkammergrab (oder „Galeriegrab“) östlich von Züschen ist eines der bedeutensten vorgeschichtlichen Bodendenkmäler in Mitteleuropa und stammt aus dem 3. bis 4. Jahrtausend vor Christus.

Vereine

  • SG Geismar-Züschen

Weblinks





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