Wussten Sie schon, dass ... Unbekannter Schwalm-Eder-Kreis

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.... auf den 15 Stufen der Freitreppe auf dem Heiligenberg in Gensungen Theater gespielt wurde? Die letzte Aufführung erfolgte 1948 mit Hofmannsthals „Jedermann”. Der Heiligenbergverein erinnerte 2005 nach der Restaurierung der Treppe mit einer Lesung an die Heiligenberg-Spielschar. Fritz Strack, Gensungen

... die Gensunger Molkerei 1890/91 von dem damaligen Bürgermeister Johann Heinrich Clobes erbaut und 1893 von Heinrich Prinz erworben wurde? Dieser erlangte Weltruhm mit dem „Prinz Camembert”. Durch die Bombardierung der Edertalsperre und die nachfolgende Überschwemmung der Molkerei wurde die Produktion beeinträchtigt. Der Betrieb musste Mitte der 1970er-Jahre ganz eingestellt werden. Fritz Strack, Gensungen

... es in Gensungen Braunkohlebergbau gegeben hat? 1554 erteilte Landgraf Phillip der Großmütige Christoff Reiche und seinen Zunftgenossen die Erlaubnis, „nach Steinkohlen zu schöpfen”. 1597 ist das erste Bergweck am Heiligenberg angelegt worden. Der Abbau dauerte bis 1953. Die ehemalige „Zeche” an der Straße nach Heßlar mit dem Eingang zum Oskar-Stollen und eine aus Borken zur Verfügung gestellte Kohlenlore an der Heiligenberg-Allee erinnern noch an die 400-jährige Industriegeschichte. Fritz Strack, Gensungen

... die Restaurierung der Mauern auf dem Heiligenbergin Gensungen mit Basalt aus dem Steinbruch Rhünda erfolgte? In den vier Jahren der systematischen Restaurierung wurde für jede Frühjahrs- und Herbstkampagne je ein Wagen mit vier Tonnen Basaltsteinen vermauert, insgesamt also mindestens 32 Tonnen. Fritz Strack,Gensungen

... dass auf dem Heiligenberg in Gensungen Jahreszahlen eingemeißelt sind? 1954 Errichtung des äußeren Tores als Denkmal für die Heimat-Vertriebenen, 1960 Bau der Gensunger Spitze, 1964 Bau der Kelm-Hütte, 1978 Vollendung der Nordmauer, 2003 Beginn der systematischen Restaurierung, 2005 Vollendung der Südmauer, 2005 Vollendung und Einweihung der Treppe. Fritz Strack, Gensungen

... es in der Mitte von Gensungen eine Mühle gab? 1714 wird Jacob Krantz als Besitzer der Mühle erwähnt. Samuel Crantz wird 1755 bei seiner Hochzeit als „Mahlmüller” bezeichnet. Im Sommer reichte das Wasser des Sunderbaches manchmal nicht aus. Heute ist das Grundstück mit Hofgebäude im Besitz der Familie Friedrich Clobes. Bis 1970 war das Mühlrad noch zu sehen, dann wurde es abgebrochen, weil eine Reparatur nicht mehr wirtschaftlich war. Das bestehende Wasserrecht wurde von der Gemeinde Gensungen abgelöst, um die Bahnhofstraße auszubauen. Fritz Strack,Gensungen

... das Parkhotel in Gensungen 1906 von dem damaligen Bürgermeister Johann Heinrich Clobes erbaut wurde? Es war eine Ausflugsgaststätte, die auch von Gästen aus Kassel aufgesucht wurde, die auf dem Heiligenberg wanderten. Fritz Strack,Gensungen

... dass in Gensungen bereits 1907 einige Wohngebäude, Scheunen und Stallungen an der Homberger Straße über eine 110-Volt-Leitung mit elektrischem Licht versorgt wurden? Der Strom wurde in der Dampfturbine der Molkerei Prinz erzeugt und anschließend über Holzmasten zu den Gebäuden abgerührt. August Gipper,Gensungen

... im Jahre 1913 die politischen Vertreter der Gemeinde Gensungen entschieden, sich der Überlandzentrale anzuschließen? Der Stromlieferungsvertrag besagt, dass in Zuge der Elektrifizierung in jedem Haushalt unentgeltlich zwei Lampen angeschlossen werden. August Gipper,Gensungen

... in Gensungen ab 1900 eine Zentrale Wasserversorung mit Quellfassung und Hochbehälter geschaffen wurde, und so allmählich die Brunnen stillgelegt werden konnten? August Gipper,Gensungen

... der Frankenkönig Dagobert Glasgemälde für die Kirche von Dagobertshausen gestiftet haben soll? Belegt ist, dass wertvolle Glasfenster aus Dagobertshausen seit 1804 die Löwenburg in Kassel-Wilhelmshöhe zieren. Fides Baumgart, Spangenberg

... das am 1. April 1945 völlig ausgebrannte Spangenberger Schloss durch den beherzten Einsatz des Staatsbaurates Dr. Georg Textor und durch das Engagement Spangenberger Bürger wieder aufgebaut werden konnte? Mit Hilfe eines vom Heimatverein gegründeten Schlossbaufonds und mit Geld des Landes Hessen konnte 1953 das erste Richtfest für den Kommandantenbau gefeiert werden, dem dann 1955 das Richtfest für den markanten Torturm mit seinen vier Ecktürmchen folgte. Fides Baumgart, Spangenberg

... im Jahr 2009 Spangenberg auf 700 Jahre Stadtrechte zurückblicken kann. Bereits 1235 waren Burg und Stadt Spangenberg als Lehen der Grafen von Ziegenhain im Besitz der Herren von Treffurt und Spangenberg. Der Text im Marburger Staatsarchiv lautet: 10. 08. 1309: Hermanus miles et Hermanus famulus domini de Spangenberg erteilen den Bürgern in Spangenberg das Jus civile secundum formam et ordinem civium Lyppensium. Fides Baumgart, Spangenberg

... der Schauspieler Rupert Davis, der in den englischen Verfilmungen der Simenon-Romane den berühmten Kommissar Maigret darstellte, während des 2. Weltkrieges als kriegsgefangener Offizier auf Schloss Spangenberg inhaftiert war und Spangenberg nach dem Krieg mehrmals besuchte? Fides Baumgart, Spangenberg

... im Juni 2007 der Elisabeth-Pilgerpfad von der Wartburg in Eisenach bis nach Marburg, der Wirkungsstätte der Heiligen Elisabeth, eingeweiht wird? Der erste Pilgerzug wird am Freitag, 29. Juni, von Reichenbach kommend in Spangenberg eintreffen und am folgenden Morgen über Adelshausen nach Dagobertshausen weiterziehen. Fides Baumgart, Spangenberg

... es am Wahrzeichen Eschweges, dem Großen Leuchtberg, einen Spangenberg-Brunnen gibt. Er wurde um 1920 gestiftet und erinnert an den Landbaumeister Anton Jacob Spangenberg (1796 -­ 1882), der bereits 1825 für die Eschweger Bevölkerung einen ersten „Volksgarten” schuf und später mit der Erschließung der beiden Leuchtberge und der Werratalaue ein noch heute vorbildliches Naherholungsgebiet ausbaute. Fides Baumgart, Spangenberg

... die Überführung des Kurhessischen Fürstenschlosses Spangenberg in preußischen Besitz im Jahr 1866 ohne Sang und Klang über die Bühne ging. Fides Baumgart, Spangenberg

... nach den überlieferten Protokollen mit Wirkung vom 19. Oktober 1866 die noch bestehende Garnison mit ihrem Kommandanten, dem Major Georg August Gissot, zwar noch preußisch vereidigt, aber bereits 1867 aufgelöst wurde. Fides Baumgart, Spangenberg

... dass der hessische Landgraf Ludwig Ludwig I. der Friedfertige die ihm von den deutschen Reichsfürsten im Jahr 1440 angetragene Kaiserkrone ablehnte? Ludwig wurde 1402 auf Schloss Spangenberg geboren, wo er auch 1458 verstarb. Fides Baumgart, Spangenberg


... Spangenberg mit der Verleihung der Stadtrechte im Jahre 1350 durch den Landgrafen Heinrich II auch die Befugnis zum Bierbrauen übertragen wurde? Erst 1847 wurde das Brauhaus, das auf dem nach diesem benannten „Brauhausplatz” stand, wegen Baufälligkeit abgerissen. Heinz Buhre,Spangenberg

... bereits im 19. Jahrhundert in Nordhessen die Wildschweine immer mehr Schäden auf den Feldern verursachten? Im Spangenberger Schloss wurde eine Hundemeute gehalten, die bei den Saujagden zur Unterstützung der Jäger im Regierungsbezirk Kassel bis in die 90er-Jahre des 19. Jahrhunderts eingesetzt wurde. Heinz Buhre,Spangenberg

... 1880 im Wallgraben des Spangenberger Schlosses eine nicht waidgerechte Jagd abgehalten wurde? Oberförster von Marschall hatte einen Saufang anlegen lassen. Die darin gefangenen Wildschweine wurden in den Wallgraben geschafft und durften von Sonntagsjägern abgeschossen werden. Fehlschüsse kosteten eine Mark. Vom Erlös wurde ein vergnügtes Jagdessen finanziert Heinz Buhre, Spangenberg

... dass bis zum Bau der Hochdruckwasserleitung auf dem Grundstück der Spangenberger Stadtschule zwei Feuerlöschteiche angelegt waren? Der eine befand sich unweit vom Eulenturm und wurde aus der Glasebachleitung gespeist; der zweite auf dem Platz des heutigen Schulgebäudes bekam sein Wasser vom Liebenbach. Der erste hieß auch Brauteich, weil aus ihm das Wasser zum Bierbrauen geholt wurde. Bei Feuersbrünsten wurden die Teiche geöffnet, so dass das Wasser bergab laufen konnte. Heinz Buhre, Spangenberg


... es in Spangenberg viele Kalköfen gab? Die Typenvielfalt solcher Öfen war gerade in Nordhessen außerordentlich groß. In Spangenberg gab es um 1900 neben einfachen Öfen auch Zwillingskalköfen. In den Öfen wurde der einheimische Muschelkalk gebrannt, der mit Wasser „gelöscht” in Ätzkalk verwandelt wurde. Mit Sand und Wasser angerührt und vermauert, erhärtete durch die in der Luft befindliche Kohlensäure der Kalk zu kohlensaurem Kalk. Peter Naumann, Hilgershausen

... in Konnefeld neben Düngegips auch Alabaster für Kunst und Gebrauch abgebaut wurde? Als „Hessischer Marmor” wurde Alabaster in Altmorschen (bis etwa um 1930) zu Kunst- und Gbrauchsgegenständen verarbeitet. Peter Naumann, Hilgershausen


... im Mittelalter der alte Stadtkern Melsungens von einer etwa sechs Meter hohen Ringmauer umschlossen war - mit Türmen, Toren, Mauer-(Schieß-)schlitzen und einem ungedeckten Wehrgang, der an der Innenseite des gesamten Mauerringes entlang führte? Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

... früher alljährlich ein Marktmeister gewählt wurde, der für Ordnung auf den Märkten sorgte? Einen solchen stellt vermutlich die geschnitzte Figur am Haus Ecke Marktplatz und Brückenstraße (Café) in Melsungen dar. Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

... die zum Tode Verurteilten im Amt Melsungen nicht grundsätzlich am Galgen aufgehängt wurden? Dokumente im Staatsarchiv Marburg belegen, dass der Kasseler Henker zumindest einmal eine Frau verbrannt und ein anderes Mal ertränkt hat. Dr. Ehrhart Appell,Melsungen

... man im Amt Melsungen mit der Todesstrafe nicht kleinlich war? Der Galgen stand zunächst am Melgershäuser Weg, später am Galgenberg. Dr. Ehrhart Appell,Melsungen

... dass mit Leinentuch aus Niederhessen in Holland Tee für die neuen englischen Kolonien verpackt wurde, der später zur „Englischen Contrebande" (Konterbande/Schmuggelware) erklärt wurde. Heinz Freudenstein, Heimatfreunde Gudensberg

... dass im Spätmittelalter in Melsungen - am Karlshagen, am Kolberg und am Wengesberg - Wein angebaut worden ist? Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

... man bei der Sanierung des um 1600 gebauten Melsunger Fachwerkhauses Vorderes Eisfeld 7 eine alte Wärme-Anlage gefunden hat? Sie besteht aus 26 eingebauten Tonkrügen und kann heute im Melsunger Heimatmuseum besichtigt werden. Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

... Landgraf Moritz der Gelehrte nach seiner Abdankung im 30-jährigen Krieg ins Melsunger Schloss einzog und so verarmt war, dass sein Gesinde „in zerrissenen Kleidern einhergehen” musste? Dr. Ehrhart Appell,Melsungen

... dass es im Stadtkern von Melsungen im Jahre 1850 laut den Aufzeichnungen 406 Wohnhäuser gegeben hat, in denen 2886 Christen und 76 Juden gewohnt haben? Ihre höchste Zahl erreichte die jüdische Gemeinde im Jahr 1880 mit 188 Mitgliedern. Dr. Ehrhart Appell,Melsungen

... es im Melsunger Casino, der heutigen Stadthalle, früher verboten war, mit Sporen zu tanzen? Laut Beschluss aus dem Jahr 1870 war ebenso das Tabakrauchen verboten „bei Versammlungen, an denen auch Damen teilnehmen”. Horst Rüdiger, Melsungen

... wie die Buchstaben W. G. N. B. D. B. S. V. S. D. M. K an einem Stein der Bartenwetzerbrücke in Melsungen gedeutet werden? Wo Gott nicht bauet, da bauen sie umsunst, segne diese meine Kunst. Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

... dass früher Stadt und Gericht Melsungen dem Landgrafen „kriegsfähige” Männer zur Verfügung stellen mussten? 1456 waren das zum Beispiel 120 Männer aus Melsungen, 30 aus Körle und 20 aus Malsfeld. Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

... dass Landgraf Moritz der Gelehrte nach seiner Abdankung (1627) fünf Jahre im Melsunger Schloss lebte und eine Reihe von Zeichnungen und Skizzen hinterlassen hat, die Aufschluss geben über das damalige Melsungen? Dr. Ehrhart Appell, Melsungen


... dass das romanische Portal im Turmbereich der Melsunger Stadtkirche und ein steinernes Haus an der Cyllsgasse die ältesten noch erhaltenen Bauwerke der Innenstadt Melsungen sind? Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

... dass mit niederhessischem Leinen Sklaven in Ost- und Westindien bekleidet wurden. Heinz Freudenstein, Heimatfreunde Gudensberg

... dass Rührfix-Erfinder August Heinzerling in den Kriegsjahren 1943/44 einen Geheimauftrag bekam? Er sollte ein Getriebe mit ganz bestimmten Eigenschaften konstruieren, ohne dessen Verwendungszweck zu kennen. Erst viele Jahre später erfuhr Heinzerling, dass dieses Getriebe eines der wichtigsten Antriebselemente der V-2-Rakete war, die Wernher von Braun entwickelt hatte. Heinz Heinzerling, Altmorschen

... dass das Kloster Haydau in Morschen die einzige noch vollständig vierflüglige Klosteranlage in Hessen ist? Alle Flügel sind begehbar und können zu den verschiedensten Veranstaltungen und Funktionen genutzt werden. Dr. Ulrike Seethaler,Heina

... das ehemalige Kloster Haydau ab 1857 die erste agrikulturchemische Versuchsanstalt Hessens beherberte? Der leitende Chemiker wohnte damals im Ostflügel. Dr. Ulrike Seethaler, Heina

... dass es in Zionsville, Tennessee (USA) eine Familie Edward Mosheim gibt? Die Familie besuchte mich 1998 und 1999 in Mosheim. Ernst-August Trieschmann, Mosheim


... in Altenburg, in Niedenstein und in Ungedanken einmal mehr als ein Fünftel der Einwohnerschaft jüdisch war? Horst Krause-Willenberg, Gedenkstätte Breitenau


... es seit dem 10. Januar 1931 eine Bücherei in Körle gibt? Andrea Grenzebach, Gemeinde Körle

... Körle um 1620 bis zur Erweiterung des Melsunger Gerichtsbezirks einen eigenen Gerichtsbezirk hatte? Andrea Grenzebach, Gemeinde Körle

... dass in frühester Zeit neben Marburg und Homberg auch in Gudensberg ein ausgedehnter Thiergarten für landgräfliches Speisewild bestand (nach G.Landau). Heinz Freudenstein, Heimatfreunde Gudensberg

... Schwarzenborn das Holz, Ziegenhain den Stolz, Neukirchen das Geld, aber Trees, aber Trees die Welt hat? Anneliese Heipel-Biedebach, Schwalmstadt

... das bis zum Jahr 1972 ca. ein Viertel des heutigen Gesamtgeländes des Flugplatzes Fritzlar sich im Gemarkungsgebiet der damals noch selbstständigen Gemeinde Zennern befunden hat, ehe im Zuge der Gebietsreform eine entsprechende Arrondierung vorgenommen wurde. Klaus Leise, Genschichtsverein Fritzlar

... dass die königlich preußische Regierung zu Cassel es im Jahre 1907, also vor genau 100 Jahren, durch Verordnung gestattete, dass in besonderen Ausnahmefällen verheiratete Lehrerinnen widerruflich im Schuldienst beschäftigt werden können? Roland Siebert, Dorheim

... dass am 10. Februar 1907 zum ersten Mal ein katholischer Gottesdienst in Gudensberg stattfand? Dafür hatte Kaufmann Trossbach in seinem Hinterhaus eine Kapelle eingerichtet. Lieselotte Habenicht, Deute

... das 1274 das Amt des Stadtschreibers (Archivars) in Fritzlar erstmals erwähnt wird? Clemens Lohmann, Stadtarchivar Fritzlar

... dass man vom Schlossbergturm über 50 Ortschaften sehen kann? Der Turmbau auf dem Schlossberg begann 1952. Oskar Breiding, Homberg

... das auch in Gudensberg durch die Hessencasselische Trauerordnung aus dem Jahr 1786 von Wilhelm IX., Landgraf zu Hessen, das Tragen von schwarzer Trauerkleidung verboten wurde? Heinz Freudenstein, Heimatfreunde Gudensberg

...dass Landgraf Philipp ein leidenschaftlicher Jäger war? 1537 wollte er auf der Karthause bei Felsberg selbst ein Stück Wildbret aufbrechen und verlangte ein Messer. Da sagte ein armer Bauer aus Deute verwundert: „Ei, seid Ihr ein reicher Fürst und habt kein Messer. Ich bin ein armer Schäfer und habe ihrer wohl drei”, zeigte die Messer, gab im aber keins. August Bollerhey, Wehren

...dass es in Fritzlar um 1890 zwei konkurrierende Zeitungen gab? Dabei handelte es sich zum einen um die Fritzlar-Zeitung, gegründet von dem Buchdrucker Paul Pusch und zum anderen um den Fritzlarer Kreis-Anzeiger, der von Heinrich Hoppe herausgebracht wurde. Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

... dass in 1823 Kreisrat Reinhard in Fritzlar eine Verordnung erließ, wonach in den Dorfschulen des gesamten Kreises ab Herbst des Jahres Unterricht im Gebrauch der Näh-, Strick- und Stopfnadel erteilt werden musste? Anne Chr. Klüttermann, Verein für Geschichte und Dorfkultur, Besse

... dass das Jahr 1638 in Gudensberg eine solche Mäuseplage brachte, dass angeblich sogar die Halme auf dem Felde von den Mäusen abgenagt wurden. Heinz Freudenstein, Heimatfreunde Gudensberg

... dass die Römer im Jahre 15 bis an die Eder vorgedrungen sind, wo sie die Hauptstadt der Chatten, Mattium (das heutige Dorf Maden bei Gudensberg), zerstörten? Dr. Lothar Roth, Felsberg

... dass bereits im Jahr 1499 (!) von einem Gudensberger Orgelbauer namens Heinrich Cranz (Henricus Crantius) die große Orgel in der Stiftskirche St. Blasii zu Braunschweig erbaut wurde. Heinz Freudenstein, Heimatfreunde Gudensberg

... dass zum ersten Burgfest am 27. September 1949 sich 6000 Menschen am Burgberg eingefunden hatten? An diesem Tag wurde die neue Brücke vor dem Haupttor eingeweiht. Oskar Breiding, Homberg

... dass im März 1732 unter den Rindern eine starke Seuche ausbrach? Sie bekamen auf der Zunge Blasen und Löcher, welche mit einem silbernen Instrument abgekratzt wurden. Darauf wurden die Rinder wieder gesund. Alfred Mattäi, Domküster i.R. Fritzlar

... dass auf dem heutigen Areal des Gudensberger Golfparks bis zum Jahr 1866 nach Eisen gegraben wurde, die Funde dann gewaschen und gewinnbringend mit Fuhrwerken zu den nächsten Schmelzöfen und Hammerschmieden nach Schönstein am Kellerwald befördert wurden? Heinz Freudenstein, Heimatfreunde Gudensberg

... dass die jahrhundertelange Geschichte des Türmer und Stadtmusikers auf St. Marien in Homberg am 1. Januar 1897 beendet war? Friedrich Dreytza, Türmer von Homberg

... fast alle ländlichen Haushalte in früheren Zeiten in irgendeiner Weise mit dem Anbau und der Verarbeitung von Flachs/Leinen beschäftigt waren und im damaligen Kreis Fritzlar über 3300 „Aecker“ mit Flachs bebaut wurden (Quelle Landau 1842). Heinz Freudenstein BraunschHeimatfreunde Gudensberg


... dass das aus Eichenholz gefertigte Tor zum Berndshäuser Wehrkirchhof aus dem Jahre 1452 stammt und somit nun 555 Jahre Wind und Wetter getrotz hat? Roland Siebert, Dorheim

... dass in 1946 zur Seifenherstellung Knochen gesammelt wurden? Für fünf Kilogramm Knochen gab es ein Stück Kernseife über die entsprechende Bezugsmarke. Anne Chr. Klüttermann, Verein für Geschichte und Dorfkultur, Besse

... dass am 27. August 1952 Grundsteinlegung für den Schlossbergturm war? Die Einweihung des 14 Meter hohen Bergfried war am 12. Oktober 1958. Oskar Breiding, Homberg

... dass Wilhelm Grimm nicht nur im regen Briefwechsel mit dem Rittmeister von Verschuer und dessen Frau Karoline in Fritzlar stand, sondern sie auch dort besuchte? August Bollerhey, Wehren

... dass 1033 ein harter Winter war? Die Pferde froren im Mist fest und mussten mit Äxten und Beilen heraus gehauen werden. Alfred Mattäi, Domküster i.R. Fritzlar

... dass der Jordan durch Lembach fließt? Friedrich Döring,Kleinenglis

...dass man in modernen Zeiten via Internet (http://digi.ub.uni-heidelberg.de/sammlung2/werk/cpg368.xml?docname=cpg368&pageid=PAGE0009) in den uralten Handschriften des Herbort von Fritzlar, in dem „Liet von Troye”, aus dem Jahr 1333 blättern kann! Heinz Freudenstein, Heimatfreunde Gudensberg

... das der ehemalige Reichskanzler und damalige Kasseler Oberbürgermeister Philipp Scheidemann am 2. Juni 1926 im Wahlkampf in Holzhausen bei Homberg war? Grund des Besuches war ein Volksentscheid über die Enteignung der Fürstenvermögen. Thomas Schattner, Wabern     ... dass es mehr als 2000 verschiedene Ansichtskarten von Fritzlar gibt? Die ältesten Ansichtskarten entstanden um 1890 und waren sogenannte Lithographien (Steindrucke). Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

...dass am 8. Oktober 1937 auf dem Fritzlarer Marktplatz der letzte Zapfenstreich zu Pferd stattfand, ausgeführt von dem für seine reitsportlichen und musikalischen Leistungen weithin bekannten Fritzlarer Trompeterchor? Clemens Lohmann, Stadtarchivar Fritzlar

... dass unter allen Homberger Vereinen der Schützenverein auf die längste, jahrhundertealte Tradition zurückblicken kann? Die Homberger Schützenordnung stammt aus dem Jahre 1598. Oskar Breiding, Homberg

... dass es einen Gudensberg-Felsberger Schullehrer-Verein gab, dem die Lehrer aus Besse und Rengershausen im Jahr 1835 beitraten? Anne Chr. Klüttermann, Verein für Geschichte und Dorfkultur, Besse

... dass es im Bereich des heutigen Schwalm-Eder-Kreises noch bis vor etwa 100 Jahren mindesten acht Papiermühlen an den Bächen und Flüssen gab, die eine Art Büttenpapier aus Lumpen herstellten? Roland Siebert, Dorheim

...dass der Ort Fritzlar schon unter dem Abt Wigbert (geb. 680 in Wessex) an sonnigen Hängen Weinpflanzungen hatte? „Als diesem einst bei der Feyer des Sacraments der Wein ausging, trat er an die Thür des Kirchleins und drückte eine dort hängende Traube in den Kelch.” (Rettberg Kirchengeschichte Deutschlands) Heinz Freudenstein, Heimatfreunde Gudensberg

... dass im Mai 1403 das Getreide auf den Feldern erfror? Alfred Mattäi, Domküster i.R. Fritzlar

... dass in 1823 vom Landratsamt Fritzlar eine Verordnung an alle ländlichen Schulen des Kreises erging: „den Schülern weiblichen Geschlechts Unterricht im Gebrauch der Näh-, Stopf- und Stricknadel” zu erteilen? Anne Chr. Klüttermann, Verein für Geschichte und Dorfkultur, Besse

...dass die Erzählung „Reise nach Fritzlar im Sommer 1794” von Adolph Freiherr Knigge, eine Parodie an das Reisetagebuch „Von Zürich nach Kopenhagen” des bekannten Schweizer Theologen Johann Caspar ist, so findet die Reise trotz Einladung nach Fritzlar nicht statt. August Bollerhey, Wehren

... dass es vom Scharfenstein bei Dissen nicht nur ein Gemälde von Ludwig Grimm gibt, sondern auch ein Gedicht von Franz von Dingelstedt, der spätere Direktor des Burgtheaters in Wien. August Bollerhey, Wehren

... dass im 16. und 17. Jahrhundert Leinwand aus dem „Amte Gudensberg” überwiegend über Volkmarsen und Elberfeld nach Holland gehandelt wurde, weil die Elberfelder Kaufleute und Tuchhändler den ärmlichen Leinenwebern und Spinnern den halben Jahres-Lohn im Vorschuss zahlten? Heinz Freudenstein, Heimatfreunde Gudensberg

... dass im Jahr 1635 der bayrische General von Bönninghausen und seine Truppen das Dorf Jesberg und seine Umgebung durch Brand und Mord weitgehend zerstörte? Lothar Klitsch, Geschichtsverein Jesberg

...dass die Nacht zum 8. Juli 1860 so kalt war, dass die Gurken erfroren und am 27. Juli fror die Wäsche auf der Leine. Alfred Mattäi, Domküster i.R. Fritzlar

... dass am Rande des Roten Rains in Fritzlar - Richtung Kaserne - ein großer Erdbunker bestanden hat, der von der damaligen Flugzeugfirma Hugo Junkers im Jahre 1942 erbaut wurde? Als die Amerikaner den Flugplatz zum Ende des 2. Weltkrieges eingenommen hatten, wurden die Eingänge (insgesamt drei) zu diesem Bunker im Jahre 1947 von den Amerikanern gesprengt. Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

... dass die Burgherren auf dem Schlossberg keine Raubritter waren? Schon früh kamen Burg und Stadt in Besitz des Landgrafen, der die Burg ausbaute. Die Burg war Schutz für die Landschaft und ihre Bewohner, aber kein Raubnest. Oskar Breiding, Homberg

...dass es in früheren Zeiten in Gudensberg einen „Schmugglerpfad” gab? Diese Straße wurde von den Landgrafen wegen Zwistigkeiten mit den „Mainzern” in Fritzlar gebaut und führte von Gudensberg über Obervorschütz und Zennern Richtung Großenenglis, wo sie wieder mit der alten Frankfurter Reichsstraße zusammentraf. Mit dieser Umleitung wurde der Warenverkehr vorbei an Fritzlarer Zollstationen geleitet. Heinz Freudenstein, Heimatfreunde Gudensberg

... dass der spätere Terrorist Andreas Baader im Sommer 1969 zusammen mit der später ebenfalls in Stuttgart-Stammheim inhaftierten Gudrun Ensslin im Beiserhaus in Rengshausen war? Ihr Ziel war einerseits eine Revolutionierung des Erziehungswesens in den Heimen, andererseits rekrutierte man Nachwuchs für die eigenen politischen Ziele außerhalb des Heimwesens. Thomas Schaattner, Wabern

... dass der Dreißigjährige Krieg auch viele Geistliche verroht hatte? Der Pfarrer von Wehren wurde gerügt, weil er mit einem Gastwirt aus Gudensberg auf der Landstraße ein Wettrennen zu Pferde veranstaltet hatte. August Bollerhey, Wehren

... dass es sich bei den Zunftladen der Handwerkerzünfte vergangener Zeiten um die ersten gemeinschaftlichen Sozialkassen/Sozialversicherungen handelte. Sie dienten ihren Mitgliedern u.a. als Kranken- und Sterbekassen. Heinz Freudenstein, Heimatfreunde Gudensberg

... dass die langjährige Homberger Türmer- und Stadtmusikerfamilie Georg Merkel, 1805 wegen Unsauberkeit für längere Zeit den Kirchturm von St. Marien verlassen musste? Friedrich Dreytza, Türmer von Homberg

... dass im November 1943, westlich von Kerstenhausen, ein viermotoriger englischer Bomber abstürzte? Friedrich Döring,Kleinenglis

... dass es bis ins 20. Jahrhundert hinein im Bereich des heutigen Schwalm-Eder-Kreises sieben industriell betriebene Wasserkraftanlagen gab für die Herstellung von Farben, Segeltuch, Eisen, Käse, Korken und Wollgarn? Roland Siebert, Neuental

... das im Stadtarchiv Fritzlar über 4500 Bücher, davon ca. 1200 Amts- und Gesetzesblätter aufbewahrt werden? Clemens Lohmann, Stadtarchivar Fritzlar

... dass der Lulluspfad - ein überregionaler Wanderweg der von Herzhausen am Edersee über Bad Hersfeld nach Philippstal an der Werra verläuft - auch über Jesberg führt? Lothar Klitsch, Geschichtsverein Jesberg

... dass 1305 alle Flüsse in Deutschland zugefroren waren, so dass die Handelswagen darüber fahren konnten? Alfred Mattäi, Domküster i.R. Fritzlar

... dass in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts häufig folgendes Angebot der Buchdruckerei von F. Hoppe im Kreisanzeiger stand: „In der Buchdruckerei von F. Hoppe ist zu haben: Kleines Handbuch für Reisende und Auswanderer nach England und Amerika, oder die Kunst in ungemein kurzer Zeit die englische Sprache so zu erlernen, um sie geläufig sprechen zu können.” Irmhild Georg, Metze

... dass 1788 das erste Reithaus in Homberg entstand? Der Reithausplatz vor dem Obertor wurde damals zum Exerzieren benutzt. Das Reithaus hatte nur eine kurze Lebensdauer. In der Zeit des Königsreichs Westfalen wurde es bereits wieder abgerissen. Oskar Breiding, Homberg

...das sich bereits im frühen Mittelalter in Fritzlar eine Art Postwesen entwickelte. Dies lag vor allem darin begründet, dass Fritzlar zu jener Zeit als Straßenknotenpunkt unweit der sächsischen Grenze lag und als wichtiger Ausgangspunkt für die reitenden Boten des von Bonifatius gegründeten Benediktinerklosters diente. Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

...dass Landgraf Karl zu Hessen, Fürst von Hersfeld ..., bereits am 4. August 1692 eine erste Umweltschutzverordnung, eine Verordnung das Flachsrösten (Leinen) in Gewässern betreffend erließ, um gesundheitliche Gefahren für Mensch und Tier auszuschließen. Heinz Freudenstein, Heimatfreunde Gudensberg

... dass nach dem Dreißigjährigen Krieg der Türmer auf St. Marien in Homberg auch Stadtmusikus war und mit seiner Familie auf dem Turm wohnte? Friedrich Dreytza, Türmer von Homberg

... dass Postboten in Fritzlar zu Beginn des 17. Jahrhundert oft überfallen und ausgeplündert wurden? Aus der Geschichte des Postwesens der Stadt Fritzlar ist zu erfahren, dass sogar zwei Postboten in Fritzlar ermordet und ihre Leichen am „Roten Hals” beim Dom begraben wurden. Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

... dass die „Langen Hessen” (die längere) und die „Kurzen Hessen” (die kürzere) mittelalterliche Straßenverbindungen zwischen dem südlichen Hessen und Thüringen waren? Friedrich Döring,Kleinenglis

...dass vor genau 470 Jahren mit dem Fach „Religiöse Belehrung” bei uns die ersten schulähnlichen Veranstaltungen auf dem flachen Lande eingeführt wurden, um die einfachen Leute an die von Luther ins Deutsche übersetzte Bibel heranzuführen? Roland Siebert, Neuental

... dass in der Dombibliothek einige Schriftstücke aus bonifatianischer Zeit aufbewahrt werden, u.a. das Fragment einer spätlateinischen Grammatik? Clemens Lohmann, Stadtarchivar Fritzlar

... dass es im Amt Gudensberg auch große Fischteiche gab? Einen bei Wehren, wo vor allen anderen Orten des Landes jedes Jahr ein großer Sprienen und Starenfang gehalten wurde, so steht es 1646 bei Merian. August Bollerhey, Wehren

... das dass eine Tochter des Prinzen Maximilian von Hessen (Erbauer des nach ihm benannten Schlosses in Jesberg) mit dem Prinzen Heinrich von Preussen (einem Bruder von Friedrich dem Großen) vermählt war? Lothar Klitsch, Geschichtsverein Jesberg

...dass im 18. Jahrhundert an der Straße von Niedermöllrich nach Niedervorschütz eine „Kaffeebrücke“ gebaut wurde. Dieser Wasserdurchlass an der heutigen B 254 wurde von ertappten Schmugglern, die beim Kaffeeschmuggel durch das Bonnerholz erwischt und mit Wegebauarbeiten bestraft wurden, errichtet. Heinz Freudenstein Heimatfreunde Gudensberg

... dass das städtische Hochzeitshaus - heute Heimatmuseum - in diesem Jahr zwei Geburtstage feiert? Das Hochzeitshaus 490 Jahre und der angrenzende Küchenbau aus dem Jahre 1582 wird 425 Jahre alt. Oskar Breiding, Homberg

... dass das Jahr 1737 ein recht nasses Jahr war? Es hat den ganzen Sommer geregnet. Alle Feldfrüchte sozusagen gestolen, weiß und nass eingefahren. Alfred Mattäi, Domküster i.R. Fritzlar

... dass die Homberger Stadtführerzunft seit 2002 über 60 historische Abendführungen durchgeführt hat? Friedrich Dreytza, Türmer von Homberg

...dass die Grifte-Gudensberger Kleinbahn nur vier Bahnhöfe hatte? Grifte, Haldorf, Dissen und Gudensberg. Sie wurde am 15. Juli 1899 eröffnet. Heinrich Schröder, Frielendorf

... dass aus einer Rechnung des Jahres 1515 zu entnehmen ist, das 126 verschiedene Bürger von Fritzlar über eigene Weinberge verfügten und den damals üblichen Zehnten in Natura gegenüber dem Landesherrn zu entrichten hatten? Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

... dass sich bis in die 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts etwa 2000 m nordwestlich der Kalbsburg, in der Waldecke, die Schäferei Eschbach, ein beliebtes Ausflugsziel, befand? Friedrich Döring,Kleinenglis

... dass man am 6. September 1989 am Ehrenmal auf dem alten Friedhof eine Gedenktafel für die in Fritzlar fern ihrer Heimat gestorbenen polnischen Zwangsarbeiter enthüllte? Clemens Lohmann, Stadtarchivar Fritzlar

... dass ein Cantor L. Reinhard aus Obervorschütz bei Gudensberg in Kurhessen im Jahre 1822 einen „Rechen-Katechismus” zum Gebrauch für die Jugend in niederen Schulen herausgab? Heinz Freudenstein, Heimatfreunde Gudensberg

... dass fast jedes Haus auf dem Fritzlarer Marktplatz in früherer Zeit eine Wetterfahne besaß? Noch heute sind auf den Dächern einiger Häuser um den mittelalterlichen Marktplatz alte oder Kopien alter Wetterfahnen zu bewundern. Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

... dass die Burg Jesberg während der ca. 400 Jahre andauernden Kämpfe zwischen den Mainzer Erzbischhöfen und den thüringischen bzw. hessischen Landgrafen einer der Hauptstützpunkte des Mainzer Erzbistums war? Lothar Klitsch, Geschichtsverein Jesberg

... dass Fritzlar sein Stadtrecht um 1200 erhalten hat? Mit der Verleihung des Stadtrechts unzertrennlich verbunden waren damals u.a. die Befreiung vom Grafengericht, die Wahl eigener selbstständiger Richter und Verwaltungsbeamte (damals Bürgermeister und Schöffen) und die sog. Markt- und Münzgerechtigkeit (also das Recht Märkte abzuhalten und Münzen selbst zu prägen). Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

... dass mit recht großem Aufwand bereits im 14. Jahrhundert gebildete Bürgersöhne aus Gudensberg zur „ältesten deutschen Universität“ in Prag (gegründet 1347/1348 von Kaiser Carl IV.) geschickt wurden. Heinz Freudenstein, Heimatfreunde Gudensberg

... dass während der Notzeiten im 1. Weltkrieg die Zimmersröder Schüler 1916 in zwei Tagen u.a. sechs Zentner Hagebutten, 150 Pfund Holunderbeeren und 1918 4,5 Zentner Bucheckern sammelten? Roland Siebert, Neuental

... dass am 29. August 1949 der Schlossberg elektrisches Licht bekam? Eine direkte Leitung von ca. 300 m Länge führt von der Taubstummenanstalt zum Berg hinauf. Die Arbeiten wurden ausgeführt von Ing. Hoff, Homberg. Fünf Lampen und zwei Dutzend Brennstellen wurden installiert. Oskar Breiding, Homberg

... dass ein Gudensberger namens Konrad Henckis im Jahr 1462 zu den Mitbegründern der Frankfurter Buchmesse gezählt wird und in seiner Eigenschaft als hessischer Buchdrucker und als Buch- und Handschriftenhändler bis nach Paris reiste? Heinz Freudenstein, Heimatfreunde Gudensberg

... dass die bei uns heute geläufigen Familiennamen Opfermann, Kirchner und Küster alle die gleiche Bedeutung haben? So nannte man über die Jahrhunderte hinweg die Kirchendiener, die auch als die ersten Dorfschullehrer fungierten. Roland Siebert, Neuental

... dass die alten Malstätten der Chatten auf der Gudensberger „Mader Haide“, auf der Gerichts- und Landtage abgehalten wurden, bis in das Jahr 1802 als Huteflächen genutzt wurden, also bis dahin noch weitestgehend zusammenhängend erhalten waren, und erst dann in Ackerland umgewandelt und verteilt wurden. Heinz Freudenstein, Heimatfreunde Gudensberg

... dass eine der Wehrener Glocken im Jahr 1555 gegossen, aus der Stadt Mecheln in Belgien ist? Sie zeigt kunstvolle Verzierungen, mit christlichen Motiven, die Wappen von Brabant und Mecheln, aber auch zwei Seenixen. Es bleibt ein Rätsel wie die Glocke nach Wehren gekommen ist. August Bollerhey, Wehren

... dass 1846 die Industrialisierung in Kurhessen soweit fortgeschritten war, dass man zwar noch 4845 gewerbliche Weber zählte, aber zum gleichen Zeitpunkt schon 4308 Weber im fabrikmäßigen Betriebe (… an maschinellen Webstühlen) tätig waren. Heinz Freudenstein Heimatfreunde Gudensberg