Wussten Sie schon, dass ... Unbekannter Schwalm-Eder-Kreis

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Blick auf die Kreisstadt Homberg (Efze)

Der Schwalm-Eder-Kreis erstreckt sich auf einer Fläche von 1.538 qkm vom Zusammenfluss der Eder und der Fulda im Norden, über das Stölzinger Gebirge im Osten, die Schwalm und das Knüllgebirge im südlichen Bereich und den Kellerwald im Westen.

Das Kreisgebiet liegt in Nordhessen in einem Dreieck zwischen den Städten Kassel, Marburg und Bad Hersfeld.

Kreisstadt ist Homberg (Efze).

Allgemein


Forstmühle in Niedervorschütz
  • ... viele Müller der Mühlenhöfe an den Bächen unserer Heimat den Beruf Mühlenarzt erlernt hatten? Diese alte Bezeichnung ging bei uns seit dem 19. Jahrhundert allmählich in die des Mühlenbau(meist)ers über. Im Odenwald gibt es den Mühlenarzt noch heute.
    Roland Siebert, Neuental

  • ... es im Bereich des heutigen Schwalm-Eder-Kreises noch bis vor etwa 100 Jahren mindesten acht Papiermühlen an den Bächen und Flüssen gab, die eine Art Büttenpapier aus Lumpen herstellten?
    Roland Siebert, Dorheim

  • ... es bis ins 20. Jahrhundert hinein im Bereich des heutigen Schwalm-Eder-Kreises sieben industriell betriebene Wasserkraftanlagen gab für die Herstellung von Farben, Segeltuch, Eisen, Käse, Korken und Wollgarn?
    Roland Siebert, Neuental

  • ... noch bis zum Ende des Ersten Weltkrieges die Benotungsskala in unseren Schulen sozusagen auf dem Kopfe stand? Von vorzüglich (6) über sehr gut (5), gut (4), ziemlich gut (3), genügend (2) reichte sie bis schlecht (1).
    Roland Siebert, Neuental

  • ... 1033 ein harter Winter war? Die Pferde froren im Mist fest und mussten mit Äxten und Beilen heraus gehauen werden.
    Alfred Mattäi, Domküster i.R. Fritzlar

  • ... im Mai 1403 das Getreide auf den Feldern erfror?
    Alfred Mattäi, Domküster i.R. Fritzlar

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  • ... der Dreißigjährige Krieg auch viele Geistliche verroht hatte? Der Pfarrer von Wehren wurde gerügt, weil er mit einem Gastwirt aus Gudensberg auf der Landstraße ein Wettrennen zu Pferde veranstaltet hatte.
    August Bollerhey, Wehren



  • ... im März 1732 unter den Rindern eine starke Seuche ausbrach? Sie bekamen auf der Zunge Blasen und Löcher, welche mit einem silbernen Instrument abgekratzt wurden. Darauf wurden die Rinder wieder gesund.
    Alfred Mattäi, Domküster i.R. Fritzlar

Blick auf Jesberg
  • ... der Architekt und Oberbaudirektor Heinrich Christoph Jussow in den Vorentwürfen zur Erbauung der Löwenburg als künstliche Ruine sich von den Burgruinen Löwenstein und Jesberg inspirieren ließ, wie man aus Skizzen um 1790 ersehen kann.
    August Bollerhey, Wehren



  • ... im Februar 1824 das Kreisamt Fritzlardie Schmausereien in den Spinnstuben, namentlich das Kaffee- und Branntweintrinken sowie das Kuchenbacken usw., bei angemessener Strafe untersagte?
    August Bollerhey, Wehren

  • ... es einen Gudensberg-Felsberger Schullehrer-Verein gab, dem die Lehrer aus Besse und Rengershausen im Jahr 1835 beitraten?
    Anne Chr. Klüttermann, Verein für Geschichte und Dorfkultur, Besse


  • ... die Nacht zum 8. Juli 1860 so kalt war, dass die Gurken erfroren und am 27. Juli fror die Wäsche auf der Leine.
    Alfred Mattäi, Domküster i.R. Fritzlar


  • ... bei einer Ausstellung von der Vor- und Frühgeschichte aus Deutschland 1880 in Berlin, auch zwei Steinmeißel vom Wartberg bei Kirchberg, ein Bronzehalsring von Grifte und ein gewundener Halsring von Haddamar zu sehen waren?
    August Bollerhey, Wehren

  • ... die königlich preußische Regierung in Kassel es im Jahre 1907, also vor genau 100 Jahren, durch Verordnung gestattete, dass in besonderen Ausnahmefällen verheiratete Lehrerinnen widerruflich im Schuldienst beschäftigt werden können?
    Roland Siebert, Dorheim

  • ... Mitte der Zwanziger Jahre des vorigen Jahrhunderts die fertige Planung für einen 91,5 Kilometer langen Kanal für 1000-Tonnen-Schiffe vorlag, der die Lahn über den Ausbau von Wiera, Schwalm und Eder mit der Fulda bei Grifte verbinden sollte?
    Roland Siebert, Neuental

  • ... am 14. März 1940 Altmetall im Deutschen Reich gesammelt wurde, welches der Führer von seinem Volk zum Geburtstag geschenkt bekommen sollte? Die Sammlungsidee ging auf Reichsmarschall Hermann Göring zurück, der am 14. März zu einer freiwilligen Spende von Bronze, Kupfer, Blei, Messing, Zinn und Nickel "in nationalsozialistischer Opferbereitschaft" aufgerufen hatte.
    Thomas Schattner, Wabern

Kirche in Oberaula
  • ... im Herbst 1944 zahlreiche männliche Kreisbewohner und Mitglieder der Hitlerjugend (aus dem Bann Homberg 192) zum Arbeitseinsatz am Westwall abkommandiert wurden? Hitler hatte dazu den Befehl in seiner Weisung Nummer 61 am 24. August 1944 selbst gegeben: Ich befehle den Ausbau der "deutschen Weststellung" mit den Mitteln eines Volksaufgebots. Ein letztes Mal sollte die deutsche Bevölkerung mobil gemacht werden. Am 4. September 1944 begannen dort die Schanzarbeiten.

  • ... in 1946 zur Seifenherstellung Knochen gesammelt wurden? Für fünf Kilogramm Knochen gab es ein Stück Kernseife über die entsprechende Bezugsmarke.
    Anne Chr. Klüttermann, Verein für Geschichte und Dorfkultur, Besse

  • ... 1951 in unseren Volksschulen der sogenannte Gesamtunterricht eingeführt wurde, welcher seinen Schwerpunkt auf alle möglichen Aspekte der Heimatkunde legte und später in das Fach Sachunterricht an den Grundschulen überging?
    Roland Siebert, Neuental




  • ... 1305 alle Flüsse in Deutschland zugefroren waren, so dass die Handelswagen darüber fahren konnten?
    Alfred Mattäi, Domküster i.R. Fritzlar

  • ... am 20. April 1937 erstmals in unseren Schulen der "Führergeburtstag" gefeiert werden musste?
    Roland Siebert, Neuental

  • ... in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts häufig folgendes Angebot der Buchdruckerei von F. Hoppe im Kreisanzeiger stand: "In der Buchdruckerei von F. Hoppe ist zu haben: Kleines Handbuch für Reisende und Auswanderer nach England und Amerika, oder die Kunst in ungemein kurzer Zeit die englische Sprache so zu erlernen, um sie geläufig sprechen zu können."
    Irmhild Georg, Metze

  • ... die "Langen Hessen" die längere und die "Kurzen Hessen" die kürzere mittelalterliche Straßenverbindung zwischen dem südlichen Hessen und Thüringen waren?
    Friedrich Döring, Kleinenglis

  • ... ab 1940 alle Studentinnen keine Zigaretten mehr rauchen durften, damit die Soldaten an der Front weiter mit genügend Zigaretten bedient werden konnten?
    Friedrich Dreytza, Türmer von Homberg

Angeblich schönstes Fachwerkhaus Deutschlands in Ziegenhain
  • ... vor genau 470 Jahren mit dem Fach "Religiöse Belehrung" bei uns die ersten schulähnlichen Veranstaltungen auf dem flachen Lande eingeführt wurden, um die einfachen Leute an die von Luther ins Deutsche übersetzte Bibel heranzuführen?
    Roland Siebert, Neuental

  • ... das Jahr 1737 ein recht nasses Jahr war? Es hat den ganzen Sommer geregnet. "Alle Feldfrüchte sozusagen gestolen, weiß und nass eingefahren."
    Alfred Mattäi, Domküster i.R. Fritzlar



  • ... der Name Schwalm für den gleichnamigen Fluss von dem im 8. und 9. Jahrhundert gebräuchlichen "Suualmanaha", "Suualmaha" und "Swalmanaha" - was soviel bedeutet wie Dampfwasser oder Nebelwasser - abgeleitet ist?
    Friedrich Döring, Kleinenglis





  • ... die seit 1974 bestehende Grenze zwischen den Landkreisen Schwalm-Eder und Hersfeld-Rotenburg zwischen Hausen und Ersrode im Beisetal exakt da verläuft, wo vor weit über 1.000 Jahren schon die alte Grenze zwischen der 6. und der 4. Hundertschaft (Hauptorte Verne/Verna und Bracht) des "Hessengaus" verlief?
    Roland Siebert, Neuental



  • ... es im Jahr 1929 in den Jugendherbergen in Fritzlar 533 männliche, 37 weibliche, in Homberg 123 männliche, 41 weibliche und im Knüll 2.363 männliche und 813 weibliche Übernachtungen gab?
    August Bollerhey, Wehren

  • ... alle katholischen und evangelischen Pfarrer und Kirchenbeamten 1938 auf den Führer vereidigt wurden?
    Friedrich Dreytza, Türmer von Homberg

  • ... unsere jüdischen Nachbarn ab Dezember 1938 keine Brieftauben mehr halten durften?
    Friedrich Dreytza, Türmer von Homberg

  • ... im Winter 1942/43 unter dem Motto "Groschen helfen siegen" NS-Spielzeug auf Weihnachtsmärkten verkauft wurde? Dabei wurden Spielsachen aller Art verkauft, die von der Hitlerjugend selbst zuvor hergestellt wurden. Vom Kleinkindalter bis zu den Zehnjährigen, für jeden war etwas dabei. Deshalb stellte der Homberger HJ-Bann 1943 12.000 Spielzeuge her. Allein in Niederbeisheim wurden 220 Spielzeuge, der für den Bann geforderten 10.000 Stück hergestellt.
    Thomas Schattner, Wabern







  • ... der Oberarchivrat Karl E. Demandt 1909 auf Samoa geboren ist? Doch kam er schon als Kind nach Niedenstein, wo er im Forsthaus glückliche Jahre verbrachte. Karl E. Demandt hat viele wissenschaftliche Arbeiten über Hessen, besonders über Fritzlar, geschrieben.
    August Bollerhey, Wehren

  • ... noch nach dem Zweiten Weltkrieg die Dorfschüler eine breite Palette von Früchten und Rohstoffen sammeln mussten, u.a. Wildgemüse, Brennnesseln, Ähren, Zwetschgenkerne, Hagebutten, Holunderbeeren, Brombeerblätter, Eicheln, Bucheckern, Laubstreu, Knochen, Lumpen, Papier und Frauenhaar?
    Roland Siebert, Neuental

  • ... im Dezember 1938 16 Kreisbewohner auf "KdF-Fahrt" mit dem Dampfer "Wilhelm Gustloff" waren? Das Ziel ihrer zwölftägigen Reise hieß "Silvester in Neapel". Per Bahn reisten sie nach Genua. Dort begann der eigentliche Höhepunkt. Die nächsten Tage verbrachten die Urlauber auf dem Schiff "ohne Klassen", der "Wilhelm Gustloff".
    Thomas Schattner, Wabern

  • ... es im Jahr 1949 im Kreis Fritzlar-Homberg 4.756 Pferde, 28.380 Rindvieh, 41.983 Schweine, 10.776 Schafe und 9.714 Ziegen gab?
    August Bollerhey, Wehren

Bad Zwesten


  • ... J. H. Hahn aus Niederurff schon mit 15 Jahren wegen Einbrüchen und Straßenraub für zwei Jahre in Haft kommt? Später hat Hahn mit anderen Gaunern einen Müller und seine Frau bei einem Einbruch im Vogtland grausam umgebracht. Hahn wird mit 27 Jahren 1763 in Leipzig gerädert.
    August Bollerhey, Wehren

  • ... Wilhelm von Langenschwarz, geb. 1823 in Zwesten, sich 1866 aus dem militärischen Dienst zurückzog und sich der Malerei widmete? Er studierte in München, Düsseldorf und Kassel und unternahm ausgedehnte Italienreisen. Bilder von ihm: Hessische Landschaften und Städtebilder.
    August Bollerhey, Wehren

  • ... sich der Lehrer Carl Heßler, geb. 1859 in Betzigerode, um die Heimatgeschichte verdient gemacht hat? Von ihm erschienen in zwei Bänden die "Hessische Landes- und Volkskunde", zwei Bücher von Sagen und eine "Geschichte von Hessen".
    August Bollerhey, Wehren

Borken


Hessisches Braunkohle- und Bergbaumuseum in Borken
  • ... ein Name nicht immer auch Programm sein muss? Der Borkener Stadtteil Kleinenglis beispielsweise ist nur laut seinem Namen klein. In Wirklichkeit ist Kleinenglis größer als Großenenglis.
    Friedrich Döring, Kleinenglis

  • ... es im 15. Jahrhundert noch Bären in Hessen gab? Bei Borken zerriss 1453 ein Bär zwei Kühe. In Gudensberger Rechnungen liest man: 1488 als die Jäger den Bären fingen und 1498 als Meister Jakob der Jägergeselle den Bären am Langenberg jagte.
    August Bollerhey, Wehren

  • ... am 21. Juli 1880 die neue Schwalmbrücke bei Gombeth dem öffentlichen Verkehr übergeben wurde?
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... im November 1943, westlich von Kerstenhausen, ein viermotoriger englischer Bomber abstürzte?
    Friedrich Döring, Kleinenglis

  • ... Kaiser Wilhelm II. als Jugendlicher im Jahr 1875 zusammen mit seinem Bruder Heinrich und dem Prinzenerzieher Prof. Hinzpeter, gemeinsam mit Dr. Pinder, die in der Hardt bei Trockenerfurth gefundenen Urnen geborgen hat?
    Friedrich Döring, Kleinenglis

  • ... der Reiseschriftsteller A. E. Johann 1945 einige Monate in Kleinenglis wohnte?
    Friedrich Döring, Kleinenglis

  • ... sich bis in die Sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts etwa 2 km nordwestlich der Kalbsburg, in der Waldecke, die "Schäferei Eschbach", ein beliebtes Ausflugsziel, befand?
    Friedrich Döring, Kleinenglis

Edermünde


Blick auf Besse
  • ... die "Grifte-Gudensberger Kleinbahn" nur vier Bahnhöfe hatte? Grifte, Haldorf, Dissen und Gudensberg. Sie wurde am 15. Juli 1899 eröffnet.
    Heinrich Schröder, Frielendorf



  • ... im Juni 1940 erstmals Spreng- und Brandbomben über Grifte abgeworfen wurden?
    Friedrich Dreytza, Türmer von Homberg

  • ... es auch in Besse während des Zweiten Weltkrieges eine Seidenraupenzucht gab, die in einem Klassenzimmer der damaligen Volksschule eingerichtet war? Die kleine Maulbeeranlage war gegenüber der Schule auf dem Friedhof angelegt. Die älteren Schüler mussten jeden Morgen die frischen Maulbeerbaumblätter pflücken; der Hauptlehrer Heinrich Bornmann fütterte die Raupen und die Schüler durften zusehen.
    Herbert Berninger, stellv. Vorsitzender, Verein für Geschichte und Dorfkultur Besse

Felsberg


Die Felsburg in Felsberg
  • ... nach Wiedergründung der Harmonie Gensungen nach dem 2. Weltkrieg am 26. Januar 1946 35 Lieder durch die Militärregierung genehmigt werden mussten?
    Fritz Strack, Gensungen

  • ... es auch in der Gegend von Felsberg Opale gibt? In den Basalttuffen und auf Feldern rund um Basaltvorkommen finden sich zwar keine Edelopale wie in Australien, aber immerhin Opalvarietäten in den Farben braun, ocker, schwarz, grün und farblos.
    Peter Naumann, Hilgershausen

  • ... die erste Kirche in Gensungen, die Sankt-Albans-Kapelle, in einer Siedlung in den Sankt-Albans-Gärten gestanden haben kann? Zwischen der Familie der Felsberger Grafen und dem Mainzer Sankt-Albans-Kloster bestanden enge Verbindungen.
    Fritz Strack,Gensungen

  • ... über der Tür der Gensunger Kirche ein Glasbild des Apostels Petrus angebracht ist? Es erinnert an die Bindung der Kirche an das St. Peters-Stift in Fritzlar (vor der Reformation).
    Fritz Strack,Gensungen

  • ... die kleine Angelusglocke der Gensunger Kirche aus dem 16. Jahrhundert 1942 abgegeben werden musste und eingeschmolzen werden sollte? Sie wurde nach dem Krieg auf dem Glockenfriedhof in Hamburg-Veddel gefunden. Sie konnte im Mai 1948 an die Gensunger Kirche zurückgegeben werden.
    Fritz Strack, Gensungen

  • ... es in Gensungen Braunkohlebergbau gegeben hat? 1554 erteilte Landgraf Philipp I. der Großmütige Christoff Reiche und seinen Zunftgenossen die Erlaubnis, "nach Steinkohlen zu schöpfen". 1597 ist das erste Bergwerk am Heiligenberg angelegt worden. Der Abbau dauerte bis 1953. Die ehemalige "Zeche" an der Straße nach Heßlar mit dem Eingang zum Oskar-Stollen und eine aus Borken zur Verfügung gestellte Kohlenlore an der Heiligenberg-Allee erinnern noch an die 400-jährige Industriegeschichte.
    Fritz Strack, Gensungen

  • ... die Gensunger Molkerei 1890/91 von dem damaligen Bürgermeister Johann Heinrich Clobes erbaut und 1893 von Heinrich Prinz erworben wurde? Dieser erlangte Weltruhm mit dem "Prinz Camembert". Durch die Bombardierung der Edertalsperre und die nachfolgende Überschwemmung der Molkerei wurde die Produktion beeinträchtigt. Der Betrieb musste Mitte der 1970er-Jahre ganz eingestellt werden.
    Fritz Strack, Gensungen

Altenburg
  • ... in Altenburg, in Niedenstein und in Ungedanken einmal mehr als ein Fünftel der Einwohnerschaft jüdisch war?
    Horst Krause-Willenberg, Gedenkstätte Breitenau

  • ... auf den 15 Stufen der Freitreppe auf dem Heiligenberg in Gensungen Theater gespielt wurde? Die letzte Aufführung erfolgte 1948 mit Hofmannsthals "Jedermann". Der Heiligenbergverein erinnerte 2005 nach der Restaurierung der Treppe mit einer Lesung an die Heiligenberg-Spielschar.
    Fritz Strack, Gensungen

  • ... die Restaurierung der Mauern auf dem Heiligenberg in Gensungen mit Basalt aus dem Steinbruch Rhünda erfolgte? In den vier Jahren der systematischen Restaurierung wurde für jede Frühjahrs- und Herbstkampagne je ein Wagen mit vier Tonnen Basaltsteinen vermauert, insgesamt also mindestens 32 Tonnen.
    Fritz Strack, Gensungen

  • ... auf dem Heiligenberg in Gensungen Jahreszahlen eingemeißelt sind? 1954 Errichtung des äußeren Tores als Denkmal für die Heimat-Vertriebenen, 1960 Bau der Gensunger Spitze, 1964 Bau der Kelm-Hütte, 1978 Vollendung der Nordmauer, 2003 Beginn der systematischen Restaurierung, 2005 Vollendung der Südmauer, 2005 Vollendung und Einweihung der Treppe.
    Fritz Strack, Gensungen

  • ... es in der Mitte von Gensungen eine Mühle gab? 1714 wird Jacob Krantz als Besitzer der Mühle erwähnt. Samuel Crantz wird 1755 bei seiner Hochzeit als "Mahlmüller" bezeichnet. Im Sommer reichte das Wasser des Sunderbaches manchmal nicht aus. Heute ist das Grundstück mit Hofgebäude im Besitz der Familie Friedrich Clobes. Bis 1970 war das Mühlrad noch zu sehen, dann wurde es abgebrochen, weil eine Reparatur nicht mehr wirtschaftlich war. Das bestehende Wasserrecht wurde von der Gemeinde Gensungen abgelöst, um die Bahnhofstraße auszubauen.
    Fritz Strack, Gensungen

  • ... das Parkhotel in Gensungen 1906 von dem damaligen Bürgermeister Johann Heinrich Clobes erbaut wurde? Es war eine Ausflugsgaststätte, die auch von Gästen aus Kassel aufgesucht wurde, die auf dem Heiligenberg wanderten.
    Fritz Strack, Gensungen


Die evangelische Kirche in Gensungen
  • ... in der Glockenstube im 3. Obergeschoss des Wehrturms der Gensunger Kirche fünf Glocken hängen? Die "Beteglocke" von 1558, die "Angelusglocke" aus dem 16. Jahrhundert, die während des Vaterunsers erklingt, und drei neue Glocken von 1972.
    Fritz Strack, Gensungen

  • ... die jetzige Gensunger Kirche wie eine Burg oder Festung auf dem Bergrücken über dem Sunderbachtal erbaut wurde? Die vermauerten Schießscharten sind noch erkennbar. Über dem Tor gab es einen Fachwerkbau als Wächterwohnung. Eine Fensteröffnung für eine Laterne ist noch erkennbar.
    Fritz Strack,Gensungen

  • ... in Gensungen bereits 1907 einige Wohngebäude, Scheunen und Stallungen an der Homberger Straße über eine 110-Volt-Leitung mit elektrischem Licht versorgt wurden? Der Strom wurde in der Dampfturbine der Molkerei Prinz erzeugt und anschließend über Holzmasten zu den Gebäuden abgerührt.
    August Gipper, Gensungen

  • ... im Jahre 1913 die politischen Vertreter der Gemeinde Gensungen entschieden, sich der Überlandzentrale anzuschließen? Der Stromlieferungsvertrag besagt, dass in Zuge der Elektrifizierung in jedem Haushalt unentgeltlich zwei Lampen angeschlossen werden.
    August Gipper, Gensungen

  • ... in Gensungen ab 1900 eine Zentrale Wasserversorung mit Quellfassung und Hochbehälter geschaffen wurde, und so allmählich die Brunnen stillgelegt werden konnten?
    August Gipper, Gensungen

  • ... Landgraf Philipp I. ein leidenschaftlicher Jäger war? 1537 wollte er auf der Karthause bei Felsberg selbst ein Stück Wildbret aufbrechen und verlangte ein Messer. Da sagte ein armer Bauer aus Deute verwundert: "Ei, seid Ihr ein reicher Fürst und habt kein Messer. Ich bin ein armer Schäfer und habe ihrer wohl drei", zeigte die Messer, gab ihm aber keines.
    August Bollerhey, Wehren

  • ... die beiden Glocken der Hesseröder Friedenskirche im selben Schlagton, nämlich "des" erklingen. Das "des" der kleineren Glocke ist sogar noch etwas tiefer als das der Größeren.
    Glockensachverständiger in spe, Homberg


Fritzlar


Die Hellenwarte bei Fritzlar
  • ... die Tulpendarstellung im Hochzeitshaus in der Renaissance aus Zentralasien zunächst nach Europa in die Gärten wohlhabender Patrizier kam, wo sie als Sinnbild für Anmut, Schönheit und Ewigkeit, aber auch als Liebessymbol verehrt wurde?
    Marlies Heer, Fritzlar

  • ... für das Fritzlarer Hochzeitshaus eine so genannte Hochzeitsordnung vom Rat der Stadt erlassen wurde? In dieser Ordnung war u.a. festgelegt, dass jedes Hochzeitspaar für seine gestiftete Gabe (das jeweilige Paar musste für die Benutzung des Hauses ein Geschenk an Geld oder Leinen geben) das Recht bekam, das übrig gebliebene Bier, das für die Feier gebraut worden war, im Hochzeitshaus verkäuflich zu verzapfen.
    Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

  • ... das mittelalterliche Fritzlar in der ärztlichen Versorgung an vorderer Stelle in Hessen platziert war? Dies lag darin begründet, dass man in Fritzlar in der dortigen Stiftsschule früh studieren konnte. So kam es, dass Fritzlar zu denjenigen Städten der damaligen Zeit in Hessen gehörte, die die meisten Ärzte von Hessen hatte. Der Wissenschaftler Dr. Denecke teilt hierzu in einer Schrift aus dem Jahre 1976 ergänzend mit, dass die Ärzte im Mittelalter vornehmlich geistlichen Standes waren.
    Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

  • ... Friedrich Schiller in seiner "Geschichte des Dreißigjährigen Krieges" berichtet: "Beide Armeen, die Kaiserlichen und die Schweden, ziehen sich nunmehr in das ausgehungerte Hessen, wo sie sich nicht weit voneinander in ein festes Lager einschließen, bis Mangel und rauhe Jahreszeit sie aus diesem verarmten Landstrich verscheuchen." Die Kaiserlichen lagen in und um Fritzlar, die Schweden und ihre Verbündeten in und um Wildungen im Jahr 1640.br>August Bollerhey, Wehren

  • ... es in der Hochzeitsordnung der Stadt Fritzlar von 1651 unter anderem heißt: "Bei der Feier im Hochzeitshaus sollte niemand unverschämterweise ohne Mantel in Wamms und Hosen zum Tanzspringen oder dabei ungebührlich herumschwingen."
    August Bollerhey, Wehren

  • ... es mehr als 2.000 verschiedene Ansichtskarten von Fritzlar gibt? Die ältesten Ansichtskarten entstanden um 1890 und waren sogenannte Lithographien (Steindrucke).
    Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

  • ... der von Bettina von Arnim in ihren Briefwechseln mit Johann-Wolfgang von Goethe immer wieder beschriebene schöne Garten des Ursulinenklosters in Fritzlar von dem General-Inspektor der Fürstlichen Gärten zu Kassel und Wilhelmshöhe, Wunsdorf, angelegt worden ist? Diese großzügige Arbeit geschah aus Dankbarkeit für die gute Erziehung, die seine beiden Töchter auf der Ursulinenschule genossen haben.
    Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

  • ... Fritzlar zu Beginn des 19. Jahrhunderts Ausgangspunkt von fünf verschiedenen Postlinien war? Damals standen der Fritzlarer Poststation sieben Postillione mit je vier Pferden zur Verfügung. Aus der Postgeschichte der Stadt Fritzlar ist zu entnehmen, dass die Post von Fritzlar nach Naumburg und zurück, nicht von einem reitenden, sondern von einen zu Fuß gehenden Postboten befördert wurde. Am 1. April 1816 ging übrigens die Hessische Post durch Vertrag an das Fürstliche Haus Thurn und Taxis über.
    Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

  • ... es in Fritzlar schon sehr früh Berufsmusiker gab? Das belegen Urkunden aus dem 13. und 14. Jahrhundert wo es heißt: "Auch den spelluden (Spielleuten) soll man nicht mehr geben, den einen die zu Fuß gehen ses pfennige (sechs Pfennige) und die anderen die zu Pferde reiten eynen (einen) schilling".
    Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

  • ... die Stadt Fritzlar während des Siebenjährigen Krieges starkt zerstört wurde? So mussten u. a. im Jahre 1759 viele Häuser, insbesondere in der Neustadt, abgerissen werden, da man das Holz dieser Häuser als Brennholz für die dort aufgestellte Feldbäckerei der französischen Soldaten benötigte.
    Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

  • ... an der Fritzlarer Ursulinenschule, die ihren Schulbetrieb 1719 aufnahm, ursprünglich nur Töchter aus adeligen Familien unterrichtet wurden, ehe dann kurze Zeit später auch den Fritzlarer Mädchen ein Schulunterricht ermöglicht wurde?
    Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

  • ... es im Fritzlarer Stadtteil Werkel einen alten Volksbrauch gab, indem sich abends die jungen Burschen im Dorf bei einer anstehenden Verlobung versammelten und dieses freudige Ereignis mit Peitschenknallen begrüßten? In den Dorfstraßen war dann ein helles Knallen und Klatschen der Peitschen zu hören und die Dorfbewohner wussten nun, dass wieder ein junges Paar den Schritt in die Ehe wagt.
    Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

  • ... sich in Fritzlar aufgrund der nach dem Jahr 1232 angelegten östlichen Stadterweiterung in der Flehmengasse Gewerbetreibende und zwar Weber niedergelassen haben? Wie der auf die flämische Herkunft Bezug nehmende Gassenname zeigt, dürften die ersten Vertreter dieses Gewerbezweiges in dieser Zeit aus den Niederlanden zugewandert sein.
    Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

  • ... es keine verlässlichen Zeugnisse in der schriftlichen Überlieferung gibt, die das Vorhandensein einer Königspfalz in Fritzlar nachweisen? Angesichts der zahlreichen Königsaufenthalte innerhalb der Stadt scheint das Vorhandensein eines solchen Gebäudes jedoch sicher zu sein, zumal auch die Erhebung Heinrichs I. zum König im Jahr 919 es undenkbar erscheinen lässt, dass dieses Ereignis ohne die Existenz einer Königspfalz in Fritzlar vorgenommen wäre.
    Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

  • ... im Jahr 1771 in Fritzlar solches Hochwasser war, dass der Brückenbogen der Ederbrücke einstürzte? Drei Jahre später herrschte wegen Missernte große Not. Der damalige Bürgermeister reiste deshalb nach Marburg, um von der Universität Frucht zu kaufen. Doch trotz diese Maßnahme fielen viele Fritzlarer der Hungersnot zum Opfer.
    Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

  • ... bereits im 13. Jahrhundert Fritzlar ein großer Getreidehandelsplatz in Niederhessen war? Insbesondere das Fritzlarer Petersstift brachte hier seine Getreideüberschüsse auf den Markt. Als die Stadt auch den Stiftsgeistlichen gegenüber in der Mitte des 13. Jahrhunders eine Marktabgabe von zwei Pfennig pro Scheffel verkauften Getreides durchzusetzen versuchte, kam es zu schweren Auseinandersetzungen mit dem Stift.
    Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

  • ... der TUS Fritzlar im Jahre 2011 sein 100-jähriges Vereinsjubiläum begeht? Im Jahre 1911 nannte sich der erste Fritzlarer Fußballclub noch Teutonia. Ab dem Jahre 1932 erfolgte der Zusammenschluss zum "Turn- und Sportverein 1862/1911 Fritzlar". Im gleichen Jahr wurde der Platz an der Obermöllricher Straße gebaut und seiner Bestimmung übergeben. Der erste Sportplatz befand sich übrigens auf dem Exerzierplatz nahe der Kasseler Warte.
    Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

  • ... der Ofen in der Dombibliothek in Fritzlar mit der Jahreszahl 1539 nachweislich der älteste in Hessen (Eisenhütte Kloster Haina) gegossene Ofen ist? Gestaltet von Philipp Soldan.
    August Bollerhey, Wehren

  • ... am 5. November 1865 zum Besten der Abgebrannten in Friedewald, 455 Menschen waren obdachlos, der Sängerchor des Fritzlarer Turnvereins mit der Stadtkapelle Gudensberg in Fritzlar ein Vokal- und Instrumentalkonzert gaben?
    August Bollerhey, Wehren

  • ... im Jahr 1823 der Pensionär Wiesel in Fritzlar, dem die Klosteruhr anvertraut war, von dem Kreissekretär Wachs arrestiert wurde, weil er auf dessen Vorhaltungen, dass die Uhr mittags zwanzig statt zwölf Schläge schlug, geantwortet hatte, die Uhr habe Kirmes gehalten.
    August Bollerhey, Wehren


  • ... es am 7. Juli 1877 im Fritzlarer Kreisanzeiger heißt: "Unterzeichneter verkauft auf Abbruch das in Fritzlar am Werkeltor gelegene Pförtnerhaus unter günstigen Bedingungen."
    August Bollerhey, Wehren

  • ... es 1847 von dem Kasseler Lehrer Schäffer eine Heimatkunde in Versen gibt? Dort heißt es: "Fritzlar liegt hier an der Edder, feines Gold hat dieser Fluss. Durch ihn schwammen junge Chatten, drob erstaunt Germanicus, der für seinen Römerzug eine Brücke drüber schlug.
    August Bollerhey, Wehren

  • ... der Hofkapellmeister und Hofkomponist Ignazio Fiorillo, geb. 1715 in Neapel, von 1763 an in Kassel wirkte? Er wurde 1780 pensioniert und ist 1787 in Fritzlar gestorben.
    August Bollerhey, Wehren

  • ... Hermann Göring, Hitlers Stellvertreter, am 7. Juni 1933 der Stadt Fritzlar einen Besuch abstattete? Um 13.40 Uhr kam der hohe Gast in der Domstadt von Gudensberg kommend an. Auf der Weiterfahrt (die nach Marburg) führte, winkten überall auf den Feldern die Landleute, aus den Fabriken standen die Arbeiter auf den Straßen Spalier, um Göring zu grüßen.
    Thomas Schattner, Wabern


  • ... die älteste schriftliche Erwähnung des Karnevals in Fritzlar aus dem Jahre 1719 stammt, als die Äbtissin der Ursulinen in Rom wegen eines Ablasses für die damit verbundenen Sünden nachfragte?
    Dr. Johann-Henrich Schotten,Fritzlar

  • ... im 14. Jahrhundert der Hainer Hof in Fritzlar (stand als Vorgebäude auf dem heutigen Grundstück des Hochzeitshauses, welches um 1580 erbaut wurde) als so genannte soziale Einrichtung galt? Von hier aus wurde nämlich die sogenannte Brotstiftung für die armen Leute von Fritzlar durch den Kantor Hermann von Grune mit Zustimmung des Rates der Stadt organisiert.
    Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

Marktplatz in Fritzlar
  • ... im Stadtarchiv Fritzlar über 4.500 Bücher, davon ca. 1.200 Amts- und Gesetzesblätter aufbewahrt werden?
    Clemens Lohmann, Stadtarchivar Fritzlar

  • ... in Altenburg, in Niedenstein und in Ungedanken einmal mehr als ein Fünftel der Einwohnerschaft jüdisch war?
    Horst Krause-Willenberg, Gedenkstätte Breitenau

  • ... am 1. Mai 1933 der Name der Allee und des Festplatzes in der Allee in Fritzlar geändert wurden? Aus dem Festplatz wurde der Hindenburgplatz und die Allee wurde in Adolf-Hitler-Straße umbenannt.
    Thomas Schattner, Wabern




  • ... in Fritzlar im 10. und 11. Jahrhundert eine Kaiserpfalz bestand, in der deutsche Kaiser und Könige ihre Regierungstätigkeit ausübten? Sie regierten über ein Reich, dass sich von der Nord- und Ostsee bis an das Mittelmeer mit Italien sowie im Westen bis Elsaß-Lothringen und im Osten bis über die slawischen Staaten hinaus erstreckte. Über dieses Gebiet verteilten sich die Pfalzen, von denen eine, wie oben beschrieben, in Fritzlar stand. Um auf diese große Vergangenheit Fritzlars hinzuweisen, wird im August diesen Jahres ein so genanntes Kaiserfest abgehalten.
    Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

  • ... 1274 das Amt des Stadtschreibers (Archivars) in Fritzlar erstmals erwähnt wird?
    Clemens Lohmann, Stadtarchivar Fritzlar

Bonifatiusdenkmal in Geismar
  • ... im Jahr 1780 die Casseler Polizei und Commercienzeitung einen Einbruch in das Fritzlarer Münster (Dom) meldete, wo goldene und silberne Kelche, Kruzifixe und sonstige Kultgeräte geraubt wurden.
    August Bollerhey, Wehren

  • ... es am 26. April 1865 einen zusätzlichen Frühlingspferdemarkt in Fritzlar gab, der gut angenommen wurde, doch auch ein trauriges Nachspiel hatte? Ein Mann aus Borken wurde von anderen Gästen aus Fritzlar derart aus einem Gastzimmer geworfen, das er am anderen Morgen gestorben ist.
    August Bollerhey, Wehren

  • ... 1874 der Fritzlarer Domschatz erstmals zusammengefasst und durch Ausstellungen in Düsseldorf und Kassel der Kunstgeschichte bekannt gemacht wurde?
    August Bollerhey, Wehren

  • ... der Ackermann Degenhardt aus Balhorn am 6. Juli 1865 beim Baden in der Eder bei Geismar ertrunken ist? Obwohl eine in der Nähe weilende Fischergesellschaft zu Hilfe eilte und der Fotograf J. Fabra den Mann kühn ans Ufer brachte, kamen doch alle Belebungsversuche des Baders F. Schlotthauer zu spät.
    August Bollerhey, Wehren

  • ... die Erzählung "Reise nach Fritzlar im Sommer 1794" von Adolph Freiherr Knigge, eine Parodie auf das Reisetagebuch "Von Zürich nach Kopenhagen" des bekannten Schweizer Theologen Johann Caspar ist, so findet die Reise nach Fritzlar trotz Einladung nicht statt.
    August Bollerhey, Wehren

  • ... die Schriftstellerin Henriette Keller-Jordan, Tochter von Sylvester Jordan, dem Schöpfer der kurhessischen Verfassung, zehn Jahre mit ihrer Familie in Mexiko und ab 1865 vier Jahre in Schrecksbach lebte?
    August Bollerhey, Wehren

  • ... ein vom Fritzlarer erzbischöflichen Kommissar 1426 aufgestelltes Konkubinenregister zeigt, dass mindestens 32 Geistliche dieses Bezirkes entgegen ihrem Gelübde mit Frauen zusammenlebten und Kinder hatten?
    August Bollerhey, Wehren

  • ... Dr. Eduard Pinder schon 1875 die erste hessische Steinkammeranlage im Fritzlarer Stadtwald aufdeckte, wie man aus seiner Schrift von 1878 mit abgebildeten Funden ersehen kann?
    August Bollerhey, Wehren

  • ... in 1823 Kreisrat Reinhard in Fritzlar eine Verordnung erließ, wonach in den Dorfschulen des gesamten Kreises ab Herbst des Jahres Unterricht im Gebrauch der Näh-, Strick- und Stopfnadel erteilt werden musste?
    Anne Chr. Klüttermann, Verein für Geschichte und Dorfkultur, Besse

  • ... im Jahre 1864 der Baukommissar Friedrich Hoffmann und der Hofbraumeister Heinrich von Dehn-Rotfelser die erste baugeschichtliche Beschreibung des Fritzlarer Domes unter dem Titel "Die Stiftskirche St. Petri zu Fritzlar" herausgegeben haben? Seitens des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde wurde dieser Beitrag im vorgenannten Jahr als Sonderdruck veröffentlicht. Die Publikation enthält neben zahlreichen Bezeichnungen auch wunderschöne Lithographien der verschiedenen Ansichten des Domes.
    Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

  • ... Fritzlar im Jahre 1875 eine so genannte katholische Präparanden-Anstalt erhielt, in der künftige Volksschullehrer für das Lehrerseminar vorbereitet wurden? Das Schulgebäude war anfangs die "große Kurie am Friedhof", die um 1900 abgebrochen und auf dessen Platz im Jahre 1903 ein neues Gebäude errichtet wurde, was als ältester Gebäudeteil, der heute dort befindlichen Schule für praktisch Bildbare gilt.
    Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

Die Stadtkirche in Züschen
  • ... es in Fritzlar um 1890 zwei konkurrierende Zeitungen gab? Dabei handelte es sich zum einen um die "Fritzlar-Zeitung", gegründet von dem Buchdrucker Paul Pusch und zum anderen um den "Fritzlarer Kreis-Anzeiger", der von Heinrich Hoppe herausgebracht wurde.
    Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

  • ... für das Fritzlarer Amtsgericht nebst Gefängnis vor 100 Jahren der Grundstein gelegt wurde? Die Bauarbeiten für den Gebäudekomplex begannen im Herbst 1906. Zwei Jahre später war dieses Architekturensemble im Herzen von Fritzlar vollendet. Im November 1908 bezog man das Gebäude.
    Thomas Schattner, Wabern

  • ... im April 1924 der Schulrat die Wehrener Schule besuchte und der Schülerin Erna Pfennig ein Spiel überreichte? Die bei einem Schulwettbewerb im Kreis den besten Aufsatz (Eine Fahrt mit dem Autobus nach Kassel) selbstständig geschrieben hatte.
    August Bollerhey, Wehren

  • ... am 8. Oktober 1937 auf dem Fritzlarer Marktplatz der letzte Zapfenstreich zu Pferd stattfand, ausgeführt von dem für seine reitsportlichen und musikalischen Leistungen weithin bekannten Fritzlarer Trompeterchor?
    Clemens Lohmann, Stadtarchivar Fritzlar

  • ... am Rande des Roten Rains in Fritzlar - Richtung Kaserne - ein großer Erdbunker bestanden hat, der von der damaligen Flugzeugfirma Hugo Junkers im Jahre 1942 erbaut wurde? Als die Amerikaner den Flugplatz zum Ende des 2. Weltkrieges eingenommen hatten, wurden die Eingänge (insgesamt drei) zu diesem Bunker im Jahre 1947 von den Amerikanern gesprengt.
    Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

  • ... am 20. September 1953 der Kreuzweg am Büraberge bei Ungedanken nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten auf Veranlassung des Vereins der Freunde des Büraberges eingeweiht wurde, nachdem dieser Weg auf frevelhafte Weise zum größten Teil durch die Hitlerjugend zerstört worden war.
    Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

  • ... bis zum Jahr 1972 etwa ein Viertel des heutigen Gesamtgeländes des Flugplatzes Fritzlar sich im Gemarkungsgebiet der damals noch selbstständigen Gemeinde Zennern befunden hat, ehe im Zuge der Gebietsreform eine entsprechende Arrondierung vorgenommen wurde.
    Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

  • ... sich bereits im frühen Mittelalter in Fritzlar eine Art Postwesen entwickelte. Dies lag vor allem darin begründet, dass Fritzlar zu jener Zeit als Straßenknotenpunkt unweit der sächsischen Grenze lag und als wichtiger Ausgangspunkt für die reitenden Boten des von Bonifatius gegründeten Benediktinerklosters diente.
    Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

  • ... Postboten in Fritzlar zu Beginn des 17. Jahrhundert oft überfallen und ausgeplündert wurden? Aus der Geschichte des Postwesens der Stadt Fritzlar ist zu erfahren, dass sogar zwei Postboten in Fritzlar ermordet und ihre Leichen am "Roten Hals" beim [[Dom zu Fritzlar|Dom] begraben wurden.
    Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

  • ... an den Folgen der Bombardierung der Edertalsperre in der Nacht vom 16. auf den 17. Mai 1943 zehn Einwohner der Stadt Fritzlar ihr Leben gelassen haben? Unter ihnen befanden sich auch ein Holländer und eine Polin. Im gesamten Edergebiet betrug die Zahl der Opfer 51 Personen.
    Klaus Leise,Geschichtsverein Fritzlar

Der Dom zu Fritzlar - Foto: Reinhard Berger
  • ... in der Dombibliothek einige Schriftstücke aus der Zeit des Bonifatius aufbewahrt werden, u.a. das Fragment einer spätlateinischen Grammatik?
    Clemens Lohmann, Stadtarchivar Fritzlar

  • ... es im Amt Gudensberg auch große Fischteiche gab? Einen bei Wehren, wo vor allen anderen Orten des Landes jedes Jahr ein großer Sprienen- und Starenfang gehalten wurde, so steht es 1646 bei Merian.
    August Bollerhey, Wehren

  • ... aus einer Rechnung des Jahres 1515 zu entnehmen ist, das 126 verschiedene Bürger von Fritzlar über eigene Weinberge verfügten und den damals üblichen Zehnten in Natura gegenüber dem Landesherrn zu entrichten hatten?
    Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

  • ... man am 6. September 1989 am Ehrenmal auf dem alten Friedhof eine Gedenktafel für die in Fritzlar fern ihrer Heimat gestorbenen polnischen Zwangsarbeiter enthüllte?
    Clemens Lohmann, Stadtarchivar Fritzlar

  • ... fast jedes Haus auf dem Fritzlarer Marktplatz in früherer Zeit eine Wetterfahne besaß? Noch heute sind auf den Dächern einiger Häuser um den mittelalterlichen Marktplatz alte oder Kopien alter Wetterfahnen zu bewundern.
    Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

  • ... Fritzlar sein Stadtrecht um 1200 erhalten hat? Mit der Verleihung des Stadtrechts unzertrennlich verbunden waren damals u.a. die Befreiung vom Grafengericht, die Wahl eigener selbstständiger Richter und Verwaltungsbeamter (damals Bürgermeister und Schöffen) und die so genannte Markt- und Münzgerechtigkeit (also das Recht Märkte abzuhalten und Münzen selbst zu prägen).
    Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

  • ... eine der Wehrener Glocken im Jahr 1555 gegossen, aus der Stadt Mecheln in Belgien ist? Sie zeigt kunstvolle Verzierungen, mit christlichen Motiven, die Wappen von Brabant und Mecheln, aber auch zwei Seenixen. Es bleibt ein Rätsel wie die Glocke nach Wehren gekommen ist.
    August Bollerhey, Wehren

  • ... Fritzlar aufgrund seines regen Marktwesens im 13. Jahrhundert zwei Münzmeister besaß, die nicht nur das Geld herstellten, sondern gleichzeitig auch eine Wechselbank unterhielten? Umgesetzt wurde meist Silber gegen kleine Scheidemünzen. Die Münzgesetze waren zur damaligen Zeit sehr streng. Einem Falschmünzer wurde, wenn man falsches Geld bei ihm vorfand, die Hand abgeschlagen. Die im Mittelalter in Fritzlar am meisten verwendeten Münzen waren Heller, Schillinge, Groschen und Gulden.
    Klaus Leise,Geschichtsverein Fritzlar

Fritzlarer Rathaus Ende der 1940er Jahre
  • ... 1962 bei der Sanierung des Fritzlarer Rathauses ein heftiger Streit zwischen dem Geschichtsverein Fritzlar und dem damaligen Landeskonservator Prof. Bleibaum über die Gestaltung des Obergeschosses entbrannt war? Der Geschichtsverein wollte nach einer Zeichnung von Malermeister Martin Drissel aus dem Jahre 1837 eine Fachwerk-Rekonstruktion entstehen lassen. Prof. Bleibaum jedoch lehnte diesen Vorschlag ab.Das Obergeschoss wurde dann, entsprechend den Vorstellungen des Landeskonservators, mit einer Schieferverkleidung versehen.
    Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

  • ... der schwärzeste Tag in der Geschichte von Fritzlar der 14. September 1232 war? Konrad von Thüringen und der Ritter F. von Treffurt, die Fritzlar lange Zeit belagert hatten, erstürmten die Mauern, zerstörten und plünderten die Stadt, und der Brand begann.
    Alfred Matthäi, Domküster i.R., Fritzlar

  • ... Fritzlar am 28. August 1631, von Landgraf Wilhelm V. erstürmt wurde? Er hatte vor der Stadt 300 Mann Fußvolk, 1000 Reiter und einige Abteilungen Landwehr zusammen gezogen. Das Werkeler Tor wurde gesprengt und die Stadt eingenommen. 28 Bürger kamen ums Leben. Der Landgraf verhinderte aber eine größere Plünderung.
    Alfred Matthäi, Domküster i.R., Fritzlar

  • ... sich im Schloss Pommersfelden bei Bamberg (Sitz der Schönbornschen Grafen) zahlreiche Handschriften-Prachtbände, die ursprünglich dem Stift Fritzlar gehörten, befinden? Das Stift Fritzlar schenkte im 18. Jahrhundert diese Handschriften den Schönbornschen Grafen, die zum Teil Erzbischöfe von Mainz und damit zugleich Stadtherren von Fritzlar waren.
    Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

  • ... im April 1951 über 700 Häuser in Fritzlar eine einheitliche Nummerierung bekamen und dazu 167 Straßenschilder angebracht wurden? Dabei wurden natürlich auch Fehler gemacht, so wurde der alte Eselsweg in "Kaiser-Heinrich-Straße" umbenannt. Das war Heinrich I. aber nie, er wurde lediglich am 12. Mai 919 in Fritzlar zum König gewählt.
    Thomas Schattner, Wabern

  • ... im Jahr 1741 viele Menschen in Fritzlar an der roten Ruhr erkrankten? Im August und September starben innerhalb von sechs Wochen 80 Personen - hauptsächlich junge Leute. Fast täglich gab es bis zu sieben Leichen.
    Alfred Matthäi, Domküster i.R. Fritzlar

  • ... unterhalb des Fritzlarer Amberges in der Neustädter Straße sich ein großer Brunnen, der den Namen Fleckenbornbrunnen trug, bestanden hat? Dieser Brunnen versorgte die Einwohner Fritzlars im Mittelalter mit Trinkwasser. Von hier aus wurde das Wasser durch die so genannte "Wasserkunst" über den Kump am Domplatz in die Stadt verteilt.
    Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

  • ... am 29. September 1912 das Luftschiff "Victoria Luise" Fritzlar auf seinem Flug von Frankfurt nach Kassel Fritzlar überquerte? Große Spannung herrschte in der Stadt, als das Luftschiff hinter der Kalbsburg auftrauchte und in niedriger Flughöhe die Stadt surrend überflog.
    Thomas Schattner, Wabern

  • ... der gebürtige Fritzlarer Gottfried Boley (Jahrgang 1903) 1942 an kleineren Nachfolgebesprechungen der Wannseekonferenz vom 20. Januar 1942 beteiligt war? Der Finanzexperte war in seiner Eigenschaft als Oberregierungsrat der Reichskanzlei dort. Sowohl am 6. März, als auch am 27. Oktober 1942 war er in dieser Funktion in den millionenfachen Massenmord an den europäischen Juden involviert.
    Thomas Schattner, Wabern

  • ... das Wasserbecken zwischen dem Fritzlarer Dom und dem Bonifatiusdenkmal fast 500 Jahre lang bis zum Jahr 1898 von der Klostermühle aus durch ein Kolbenpumpwerk gefüllt wurde, das 60 Höhenmeter zu überwinden hatte? Von diesem Becken aus wurden über Rohrleitungen das Hochzeitshaus, der Rolandsbrunnen und zwei Brauhäuser mit Wasser versorgt.
    Roland Siebert, Neuental

  • ... dass Mitte des 19. Jahrhunderts in der Buchdruckerei von F. Hoppe in Fritzlar ein kleines Handbuch für Reisende und Auswanderer nach England und Amerika zum Erlernen der englischen Sprache angeboten wurde?
    August Bollerhey, Wehren


  • ... als Inhaber von Burgsitzen in Gudensberg uns außer denen von Elben, die von Grifte, Hund, von Linne, von Wehren, von Wildungen beglaubigt sind; desgleichen der Knappe Albert von Bründersen.
    August Bollerhey, Wehren






Stadtkirche in Gudensberg
  • ... Gudensberg folgenden Wappenspruch hat: "Gudensberg führt zween Thürme gut, die Pfurt ein Crentzlein tragen thut. Der ewig Gott beschüt die Stat. Die so ein schönen Nahmen hat."
    August Bollerhey, Wehren

  • ... ein Raubmord im Jahr 1875 in Gudensberg die Stadt in größte Aufruhr versetzte? Ein Knecht hatte ein älteres jüdisches Ehepaar und ihre Magd ermordet. Die Magd hatte sich noch mit einer Schere gewehrt und den Mörder verletzt, was zu seiner Entdeckung führte.
    August Bollerhey, Wehren





  • ... am 10. Februar 1907 zum ersten Mal ein katholischer Gottesdienst in Gudensberg stattfand? Dafür hatte Kaufmann Trossbach in seinem Hinterhaus eine Kapelle eingerichtet.
    Lieselotte Habenicht, Deute



Kirche in Gleichen
  • ... die Römer im Jahre 15 n. Chr. bis an die Eder vorgedrungen sind, wo sie die Hauptstadt der Chatten, Mattium (vermutlich das heutige Dorf Maden bei Gudensberg), zerstörten?
    Dr. Lothar Roth, Felsberg


  • ... es vom "Scharfenstein" bei Dissen nicht nur ein Gemälde von Ludwig Grimm gibt, sondern auch ein Gedicht von Franz von Dingelstedt, dem späteren Direktor des Burgtheaters in Wien.
    August Bollerhey, Wehren

  • ... die "Grifte-Gudensberger Kleinbahn" nur vier Bahnhöfe hatte? Grifte, Haldorf, Dissen und Gudensberg. Sie wurde am 15. Juli 1899 eröffnet.
    Heinrich Schröder, Frielendorf



  • ... Georg Schaumlöffel (geboren 1836 in Obervorschütz) ging 1853 in London zum Militär und bekam bedingt durch die englischen Kolonien Amerika, Afrika und Asien zu sehen. Doch in China verlor er bei einem Gefecht sein Augenlicht. Als Hauptmann bekam er eine gute Abfindung und zog wieder in sein Heimatort. Im Forsthaus lernte er seine Frau kennen, die ihm noch elf Kinder schenkte.
    August Bollerhey, Wehren

  • ... der Bibliothekar Hugo Brunner 1853 in Gudensberg geboren ist? Er hat nicht nur die Chronik seiner Heimatstadt, sondern im Auftrag auch die Geschichte von der Stadt Kassel zu ihrem 1000-jährigen Bestehen 1913 geschrieben.
    August Bollerhey, Wehren


Guxhagen


  • ... der Maler Carl Glinzer 1802 in der Fuldamühle des Ortes Breitenau geboren ist? 1820 besuchte er die Kunstakademie in München, 1825 die Davidsche Schule in Paris und reiste 1833 nach Italien. Carl Glinzer fand Anerkennung in der Porträt- und Landschaftsmalerei.
    August Bollerhey, Wehren

  • ... der Lehrergesangverein Guxhagen, der 1814 gegründet wurde, wegen "der demokratischen Gelüste der Lehrer" von der kurfürstlichen Regierung in Kassel verboten wurde?
    Fritz Strack, Gensungen

  • ... am 1. Juli 1845 bei Guxhagen-Grebenau mit dem ersten Spatenstich der Eisenbahnbau in Kurhessen begann? Gegner der Eisenbahn waren der Oberst von Ochs und der Major Bähr. Doch der Spottvers: "Die Eisenbahn in ihrem Lauf, hält weder Ochs noch Bär mehr auf, war in aller Munde."
    August Bollerhey, Wehren

  • ... Generalfeldmarschall Friedrich Paulus am 23. September 1890 in Guxhagen-Breitenau geboren wurde? Bekannt wurde er als Oberbefehlshaber der 6. Armee, die im Winter 1942/43 in Stalingrad im Krieg gegen die Sowjetunion unterging. Paulus konnte nicht über seinen Schatten springen und die Durchhaltebefehle des Führers ignorieren.
    Thomas Schattner, Wabern

Homberg


Blick vom Feuerwehrturm auf die Kreisstadt Homberg, auf die Altstadt.
  • ... der Homberger Spendensammler Johannes Striegel 1643 eine größere Spende von dem ehemaligen Schlossbergkommandanten Engelhard Breul zum Wiederaufbau der zerstörten Stadt erhalten hat? Breul war weggezogen und lebte in Wittmund in Ostfriesland.
    Friedrich Dreytza, Türmer von Homberg

  • ... 1671 im Forstort "Glessenstein" Wald gerodet wurde um "Rodewiesen und Äcker" anzulegen? Bürger aus Rodemann und Waßmuthshausen pachteten diese Grundstücke. Insgesamt hat die Stadt sieben Rodewiesen "auf Zins" verpachtet, zum Teil auf sechs und zehn Jahre. Üblich war immer ein Jahr.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... die Stadt Homberg das Bauholz für die Schellbacher Kirche lieferte? 1705 war die Fachwerkkirche baufällig. Die Gemeindevertreter richteten an die Stadt Homberg die Bitte "einige Heister Holz zur Reparatur der Kirche freundlich beisteuern zu wollen". Die Stadt kam der Bitte nach und lieferte der Gemeinde das Holz "forstfrei", das heißt unentgeltlich. Die Schellbacher hatten es sich lediglich im Walde abzuholen.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... sich die Stadt Homberg nach dem Dreißigjährigen Krieg eine Glocke in Mühlhausen lieh? Als der Krieg alle Glocken in Homberg zerstört hatte, entschloss sich die Stadt, von der Gemeinde Mühlhausen eine Glocke zu leihen und dafür jährlich einen Reichstaler und einen guten Stamm Holz zu liefern. Diese Versprechung scheint jedoch seitens der Stadt nicht eingehalten worden zu sein, denn 1686 forderte Pfarrer Valentin Uloth zur endgültigen Bereinigung der Schulen zwölf Reichstaler und sechs Stämme zur Erbauung der Mühlhäuser Kirche als als Entgeld für die "eine geraume Zeit von der Gemeinde Mühlausen geliehene Glocke".
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... sich die Stadt Homberg neben der Mühlhäuser Glocke noch eine Weitere aus Lenderscheid ausgeliehen hatte? In einer städtischen Rechnung heißt es: "18 fl, 24 alb, 6 h sind den Reutern und Marketendern zu Fuhrlohn, Zehrung und Verehrung gegeben worden, welche der Stadt zwei Glöcklein anhero gebracht."
    Glockensachverständiger in spe, Homberg

  • ... die Reformationsglocke der Stadtkirche St. Marien, die 1942 zu Kriegszwecken abgegeben werden musste, bei ihrer Rückführung im Mai 1948 vom Glockenfriedhof in Hamburg-Veddel fälschlicherweise nach Hanau statt nach Homberg gelangte? In der Bevölkerung und vor allem beim damaligen Homberger Dekan löste dies völlige Empörung aus.
    Glockensachverständiger in spe, Homberg

  • ... 1665 der städtische "Wassermann" Johannes Hillebrandt für den einwandfreien Betrieb der Wasserleitung zuständig war? Aus seinen Arbeitsberichten geht hervor, dass er wintertags "die Rohren uffgebranndt und wieder zue gemacht" hat. Es muss wohl ein kaltes Frühjahr gewesen sein, denn im beginnenden März hat er "zwei Tage Schnee aus dem Catterbach geworffen" und weitere "zwey halbe Tage geeißet uffm Catterbach vorm Thore" (Obertor).
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... der städtische Weinkeller der Stadt Homberg Ende des 17. Jahrhunderts durch eine Sonderwache bewacht wurde? 1685 lässt die Stadt bei allen vier Märkten, u.a. beim "Dreikönigs- und dem Jubilatenmarkt", eine besondere Wache vor dem Keller aufziehen, um sicherzustellen, dass allzu große Brennhörner in den Marktnächten nicht auf den Gedanken kommen, dem Weinkeller einen lohnenden Marktbesuch abzustatten. Der städtische Weinkeller war für die Stadt ein wertvoller Aktivposten.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... zur Mitte des 18. Jahrhunderts der Schulunterricht in Homberg in Privathäusern stattfand? Erst nach 1751 wird in Homberg - wahrscheinlich als Ersatz für die im Dreißigjährigen Krieg zerstörte - eine neue Schule am Marktplatz gebaut. Von 1750 bis 1751 hatten verschiedene Homberger Bürger ihre Privathäuser für den Schulunterricht zur Verfügung gestellt.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... die Frau des Major Gleimb 1645 einen großen Geldbetrag zu den Kirchenfenstern der Stadt Homberg stiftete? Die schweren Schäden des Dreißigjährigen Krieges hatten die Stadt in große Geldschwierigkeiten gebracht. Deshalb hatte sie das Geld auch "auß noth" zunächst für andere Aufgaben verwendet. Das Kirchenfenster ist "hernach auß anderen der Stadt midteln verfertigt worden".
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... 1620 in Homberg ein Ausschuss gewählt wurde, der von Januar bis April in Ziegenhain auf dem Wall in der Festung Wache zu halten hatte? Mehrfach wird von Homberg "Zehrung, Trommeln und Pfeifen" nach Ziegenhain gefahren. Mit zwei Heerwagen wird in Kassel die Rüstung und Munition für den militärischen Ausschuss der Stadt geholt.
    Oskar Breiding, Homberg


  • ... am 20. November 1887 der vierte Parteitag der Deutschen Antisemitenpartei in Niederhessen und Waldeck in Homberg stattfand? Er vereinte 331 Teilnehmer unter dem Vorsitz von Max Hugo Liebermann von Sonnenberg, der 21 Jahre lang ununterbrochen als Kandidat der Partei den Wahlkreis Fritzlar-Homberg-Ziegenhain bei Reichstagswahlen gewinnen konnte. Als eine Hochburg der Antisemiten galt damals dieser Teil Kurhessens.
    Thomas Schattner, Wabern

  • ... auch in Homberg von 1932 bis 1945 Seidenraupenzucht in der Stadtschule betrieben wurde, und die Blätter der an der Stadtmauer stehenden Maulbeerbäume zur Fütterung der Raupen benutzt wurden?
    Friedrich Dreytza, Türmer von Homberg

  • ... die Homberger Badeverordnung ab 1932 vorsah, dass die Männer nur in Badeanzügen baden durften, wenn keine Frauen zugegen waren, durften sie in einer Badehose mit angeschnittenen Beinen und mit einem Zwickel versehen, baden.
    Friedrich Dreytza, Türmer von Homberg

  • ... Ilse Göbel 1932 ihren Weihnachtswunsch in der Homberger Zeitung veröffentlichte: Eine Schlittschuhbahn zwischen dem Mühlengraben und der Efze? Efze Vital!
    Friedrich Dreytza, Türmer von Homberg

  • ... 1933 Adolf Hitler Ehrenbürger von Homberg wurde und dies bis heute noch ist?
    Friedrich Dreytza, Türmer von Homberg

  • ... der Arbeiter-Gesangverein "Eintracht Holzhausen" durch den Lehrer Lossow und die Arbeiter-Gesangvereine "Harmonie Homberg" und Mosheim von Lehrer Adam Sauerwein geleitet wurden, bis alle Arbeitervereine 1933 verboten wurden?
    Friedrich Dreytza, Türmer von Homberg

  • ... der Homberger Volksschriftsteller Heinrich Ruppel ab 1934 keine schriftstellerischen Arbeiten mehr in der Presse veröffentlichen durfte?
    Friedrich Dreytza, Türmer von Homberg

  • ... das Kaufhaus Höxter am Adolf-Hitler-Platz (Drehscheibe) 1938 abgerissen wurde?
    Friedrich Dreytza, Türmer von Homberg

  • ... das umgesetzte Kriegerdenkmal Germania im Oktober 1938 mit blauer Farbe verunstaltet und als Täter die Kinder der NSDAP-Stadtregierung ermittelt wurden?
    Friedrich Dreytza, Türmer von Homberg

  • ... die Türmerwohnung auf der St. Marien-Kirche in Homberg 1940 von allen noch vorhandenen Möbeln durch den Luftschutzwarndienst entrümpelt wurde?
    Friedrich Dreytza, Türmer von Homberg

  • ... am 25. September 1943 sechs Kinder mit minderwertiger Rasse aus dem Landeserziehungsheim Homberg mit einem grauen Bus der Gemeinnützigen Krankentransportgesellschaft (Gekrat) zur Vernichtung durch Ärzte in die Landesheilanstalt Hadamar, transportiert wurden?
    Friedrich Dreytza, Türmer von Homberg

  • ... ein Mitarbeiter des Homberger Basaltwerkes auf der Seilbahnfahrt vom Betrieb an der Ostheimer Straße zum Bahnhof, in Höhe Holzhausen, während eines starken Gewitters beinahe in der Gondel ertrunken wäre?
    Friedrich Dreytza, Türmer von Homberg

  • ... noch bis ins 19. Jahrhundert Häuser der Stadt mit Stroh gedeckt waren? In einer Bekanntmachung, die Bürgermeister Becker im Oktober 1835 durch Ausruf "gehörig bekanntgemacht" hat, heißt es "...wie es die Bauordnung vom 9. Januar 1784 vorschreibt, keine neuen Strohdächer mehr zugelassen und verfertigt, sondern die alten viel mehr bei Gelegenheit abgeschafft werden. Dies wird hiermit wiederholt bekanntgemacht".
    Oskar Breiding, Homberg

Kirche zu Caßdorf
  • ... es in Sondheim den besinnlichen Hausspruch gibt: "Des Morgens, wenn der Tag anbricht, zu Gott ich mein Gebet verricht; dann spann ich meine Pferde an und fahre als ein Bauersmann."
    August Bollerhey, Wehren

  • ... sich Homberg am 9. Juni 1939 im blaugrauen Autofieber befand? Der KdF-Wagen (spätere VW Käfer) war endlich da. Dieser vom Konstrukteur Ferdinand Porsche 1936 entwickelte Wagen war für die Zeitgenossen ein populärer Schritt der Nationalsozialisten auf dem Weg einer Massenmobilisierung, wie sie schon im Bau der Autobahnen zum Ausdruck kam.
    Thomas Schattner, Wabern

  • ... 1938 der Alte Friedhof in Homberg zum Stadtpark umgestaltet wurde?
    Friedrich Dreytza, Türmer von Homberg

  • ... auf dem Gelände der heutigen Firma Rossmann, im Mai 1932, 16 Menschenskelette gefunden wurden, die aus einem Massengrab des Dreißigjährigen Krieges stammen?
    Friedrich Dreytza, Türmer von Homberg

  • ... durch Entscheid der Stadt Homberg von 1854 ab sofort die aus der Kirche ausgetretenen Personen im städtischen Garten, also außerhalb des Totenhofes beerdigt wurden?
    Friedrich Dreytza, Türmer von Homberg

  • ... die Halle im Vorhof des Homberger Schlossbergs 1951 endlich mit Glasfenstern versehen wurde?
    Friedrich Dreytza, Türmer von Homberg

  • ... der Siedlungsumbau Lengemannsau für die neuen Bewohner ab 1930 als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme durch Seidenraupen gedacht war?
    Friedrich Dreytza, Türmer von Homberg

  • ... am 2. April 1938 die Gebrüder Höxter in Homberg enteignet wurden? Das Kaufhaus der jüdischen Brüder wurde aus politischen Gründen enteignet und abgerissen, offiziell musste es der neuen Anbindung der Kreisstadt an die Autobahn A7 weichen. Es befand sich auf der Drehscheibe, zwischen heutigem Kaufhaus Sauer und dem Blumengeschäft Schade.
    Thomas Schattner, Wabern

  • ... am 25. Januar 1869 der spätere Chef des Generalstabes beim Oberbefehlshaber Ost im Ersten Weltkrieg Max Hoffmann in Homberg geboren wurde? In dieser Funktion war er am Ende des Krieges zunächst maßgeblich an den Waffenstillstandsverhandlungen Ende November 1917 und danach bei den Friedensverhandlungen mit der Sowjetunion in Brest-Litowsk beteiligt.
    Thomas Schattner, Wabern

  • ... vor fünfzig Jahren das Homberger Wahrzeichen - der Burgturm - fertiggestellt und eingeweiht wurde? Der wuchtige Burgturm, im Stil alter Bergfriede errichtet, gehört nicht zum historischen Bestand.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... die "Drehscheibe" in Homberg vor 100 Jahren ihren Namen erhielt? Täglich in den späten Nachmittagsstunden machten die Seminaristen ihren Bummel durch die Westheimer Straße zum Marktplatz und wieder zurück bis zum Beginn der Kasseler Straße. Und da sie von dort erneut zum Marktplatz umschwenkten und dies mehrfach wiederholten, bildete sich für jene Kreuzung im Sprachgebrauch der Bürger die Bezeichnung "Drehscheibe" heraus, die sich bis zum heutigen Tag erhalten hat.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... die Stadt Homberg 1838 einen Tanzlehrer namens Traugott Grieser aus Mühlhausen im Königreich Preußen beschäftigte? Als man in Homberg noch die Polka und Mazurka, den alten und neuen Walzer tanzte, wollten sich auch die Homberger Bürger mit den neuesten Errungenschaften des Tanzsaales vertraut machen.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... im Juni 1762 in Homberg derjenige bestraft wurde, der noch Stroh hatte? Die Französischen Truppen in der Stadt nahmen alles für sich in Anspruch. Deshalb befahl Bürgermeister Rohde den Bewohnern der vierten Geburde (Freiheit), alles noch vorhandene Stroh abzuliefern. Falls bei einer Visitation noch Stroh gefunden werde, würden empfindliche Strafen verhängt.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... im Mai 1706 zwei Homberger Bürgermeister, Rübenkönig und Adam Ellenberger, Bier brauten? Nur das was sie zusammenbrauten, war nicht genießbar. Als Bgründung gaben sie an, "sie seien unglücklich gewesen und hätten das Bier gänzlich verdorben".
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... im 15. Jahrhundert der hessische Landgraf sechzehnmal nach Homberg kam? Aus den Rentmeisterrechnungen des Rentmeisters Conradus Schurmann geht hervor, dass allein in den Jahren 1465 und 1466 der hessische Landgraf Ludwig II. sechzehnmal in Homberg weilte und Leben in die Stadt brachte.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... die Stadt Homberg um 1900 den "Möbelwagen" (Touristinformation) abreißen wollte? Auf dieser freien Fläche, das war der Wunsch der Stadt Homberg, sollte eine große Treppenanlage als Aufgang für den Kirchplatz geschaffen werden.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... der Homberger Marktplatz in der mittelalterlichen Wasserversorgung der Stadt eine besondere Rolle spielte? Mit der Einrichtung des "Marktbrunnens", heute Endbecken unterhalb der Eisdiele, der bereits 1595 urkundlich genannt wird, hatte die Stadt eine zentrale Einrichtung für die Bürger geschaffen. 1799 wird er wegen des rot-weißen Anstrichs seiner Umzäunung der "Rote Kumpf" genannt. Die Pferdetränke lag im östlichen Teil des Marktplatzes (Löwenapotheke).
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... die Stadt Homberg 1724 Ruhebänke für die Lastenträger aufstellen ließ? Forscht man aber einmal nach, warum die Stadt diese Ruhebänke aufstellte, so ergibt sich aus den Unterlagen, dass man sie nicht etwa für "Erholung suchende Bürger" anlegen lässt, sondern einzig und allein "als Ruhebank der Lastenträger". Zahlreiche Männer und Frauen trugen damals ihre Lasten aus den Dörfern in die Stadt hinein. Wie wohltuend war da ein "Ruhestock" oder eine "Ruhebank".
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... im 18. Jahrhundert im Homberger Rathaus große Feste gefeiert wurden? Das Hochzeitshaus hatte seine große Zeit hinter sich und diente bereits anderen Aufgaben. So wurden die Feste wieder im Rathaus gefeiert. Als 1737 Prinz Wilhelm im Homberger Raum Hasenjagd gehalten hatte, lud man ihn mit seiner erlauchtesten Gefolgschaft ins Rathaus ein. Dort verzehrte man 15,5 Pfund Kalbfleisch und trank eine große Menge Bier aus dem städtischen Brauhaus.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... in Homberg im März 1820 ein ungefähr 50 Fuß langer und sechs Fuß breiter Bauplatz am Markt meistbietend öffentlich verkauft wurde? Die Witwe des Müllers Gottfried Wiederhold erwarb das Grundstück und setzte darauf "ein klein Häuschen" - den Möbelwagen.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... im Siebenjährigen Krieg (1756 bis 1763) Homberger Frauen schwere Lasten nach Kassel tragen mussten? Die Franzosen in Homberg gaben den Befehl, dass "Fourage" nach Kassel gebracht werden sollte. Da keine Fuhrwerke bereitstanden, mussten 162 Frauen aus der Stadt 958 Rationen "Fourage" von Homberg nach Kassel bringen.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... man beim Schulexamen zwei Maß Wein bekam? Wenn im Frühling und Herbst die Schulexamen stattfanden, hatte der Pächter des Weinkellers Norwig 1751 jedem Mitglied des Prüfungsausschusses jeweils zwei Maß Wein zu liefern, die auf Kosten der Stadt gingen.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... das 1703 erbaute Homberger Rathaus im Jahre 1767 seinen Turm erhielt? Für diese Arbeiten am Rathausgebäude wurden 1.083 Taler verausgabt. Knopf und Fahne wurden von dem Maler Cyriacie vergoldet und angestrichen.
    Oskar Breiding, Homberg

Kirche zu Hülsa
  • ... vor 500 Jahren (1504 bis 1508) durch den Kurfürst und Erzbischof Hermann von Köln das Homberger Renaissanceschloss (Pallas) errichtet wurde? Noch im Jahr der Fertigstellung des Schlossbaues starb der Erzbischof und wurde im Kölner Dom beigesetzt.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... 1774 das Kaffeetrinken in der Stadt strafbar war? Auf Befehl des Bürgermeisters wurden sieben Personen der Stadt "wegen des Kaffeetrinkens" zum Wegebau für die Stadt Homberg "beordert". Sie mussten unter Aufsicht des Stadtdieners Nicolaus Haase vier Tage lang mit Hacke und Schippe Bauarbeiten leisten. Nach erfolgter Arbeit wurden sie verwarnt, sich zukünftig des Kaffeetrinkens zu enthalten.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... das Homberger Gefängnis neben dem Amtsgericht die "Bohlen" hieß? Woraus sich das Wort Bohlen für das Homberger Gefängnis entwickelt hat, ergibt sich aus einer Rechnung des Johann Christoffel Malcomeß von 1733, in der es heißt: "in das gebohlte Gefängniss ... 36 neue "Daffelscheiben" ins neue Blei gemacht."
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... am 1. Dezember 1871 eine Volkszählung angeordnet war? In der Stadt Homberg wohnten in 393 Wohnhäusern und 715 Haushaltungen im Ganzen 3.001 Personen. Vorübergehend abwesend waren damals 141 Personen.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... die Stadt Homberg für die Sicherheit von Hab und Gut der Bürger 1839 nicht nur eine Nachtwache eingesetzt hatte? Darüber hinaus bestand auch noch eine Schleichwache, die - wie der Name sagt - den Unholden der Nacht auf schleichenden Sohlen zu Leib rücken sollte.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... in Homberg bereits vor 425 Jahren Bier gebraut wurde? Keine andere Urkunde der Stadt Homberg gibt soviel Aufschluss über das Homberger Braugeschäft wie die erneuerte Brauordnung vom Jahre 1582.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... die Stadt Homberg einen Sperlingsfänger beschäftigte? 1691 beschäftigte man den Sperlingsfänger Ciliax Schmidt, der 1.100 Sperlinge ablieferte und dafür vom Stadtkämmerer einen Betrag von einem Gulden und 20 Albus kassierte.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... die Stadt Homberg einer Steuer ein Denkmal setzte? 1875 wurde der mit Sandsteinplatten belegte Aufbau vor dem Rathaus baulich umgestaltet. Der Vorgang fiel zeitgleich zusammen mit einer Besteuerungsmaßnahme. Homberg durfte erstmals "Simbeln" erheben. Eine Gemeindeumlage zur Deckung der gestiegenen städtischen Ausgaben. Seitdem trägt das Bauwerk im Volksmund die Bezeichnung "Simbelschanze".
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... vor 100 Jahren - am 3. Juli 1907 - die Homberger Gesellschaftsbrauerei gegründet wurde? Mit der Fusion im Jahre 1972 ging in Homberg eine jahrhundertlange Brautradition endgültig zu Ende.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... am 1. August 1879 die landespolizeiliche Abnahme der Teilstrecke Treysa-Malsfeld der Berlin-Coblenzer Eisenbahn stattfand? Die Strecke wurde dem allgemeinen Verkehr übergeben.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... am 21. Mai 1878 auf dem Turm der Homberger Stadtkirche die neu vergoldete Fahne nebst dem Knopfe und den die vier Himmelsrichtungen bezeichnenden Eisenstangen angebracht wurde?
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... der rote Backsteinbau des Lehrerseminars in Homberg - heute THS - 1879 der modernste Bau seiner Art in Preußen war? Der Bau war großzügig gestaltet und enthielt helle Klassen-, Musik- und Zeichenräume.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... vor 70 Jahren der Homberger Burgbrunnen gefunden wurde? Hans Salzmann, der glückliche Entdecker und Finder, legte auch die Umfassungsmauer des Brunnenrandes frei.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... am 12. März 1876 durch einen Orkan die über 500 Jahre alte Linde bei der Stadtkirche umgeworfen wurde? Von den umliegenden Nachbarn wurde der Vorfall nicht bemerkt.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... den ersten Seminaristen des Homberger Lehrerseminars im Jahr 1838 das Rauchen und Biertrinken verboten war? Auch die private Lektüre war dem Seminarist unterstagt.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... zum ersten Burgfest am 27. September 1949 sich 6.000 Menschen am Burgberg eingefunden hatten? An diesem Tag wurde die neue Brücke vor dem Haupttor eingeweiht.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... die jahrhundertelange Geschichte des Türmer und Stadtmusikers auf St. Marien in Homberg am 1. Januar 1897 beendet war?
    Friedrich Dreytza, Türmer von Homberg

  • ... beim Bau der Wallstraße 1938 bereits vorgesehen war, Parkplätze am Rand der Straße anzulegen.
    Friedrich Dreytza, Türmer von Homberg

  • ... der "Jordan" durch Lembach fließt?
    Friedrich Döring,Kleinenglis

Das Luftbild von 1982 zeigt den Turm und die Anlage der Homberger Burg auf dem Schloßberg
  • ... am 27. August 1952 Grundsteinlegung für den Schlossbergturm war? Die Einweihung des 14 Meter hohen Bergfried war am 12. Oktober 1958.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... der ehemalige Reichskanzler und damalige Kasseler Oberbürgermeister Philipp Scheidemann am 2. Juni 1926 im Wahlkampf in Holzhausen bei Homberg war? Grund des Besuches war ein Volksentscheid über die Enteignung der Fürstenvermögen.
    Thomas Schattner, Wabern

  • ... unter allen Homberger Vereinen der Schützenverein auf die längste, jahrhundertealte Tradition zurückblicken kann? Die Homberger Schützenordnung stammt aus dem Jahre 1598.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... 40 Jahre nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges das "Westheimer Thor gehoben" wurde? Am 13. Juli 1691 wurde das Dach gerichtet und das "Neue Thor" wieder hergestellt. 19 Albus und sechs Heller wurden ausgegeben für zwei Pfund holländischen Käse und für

"Band zum Kranz auf das Westheimer Thor". Maurer und Zimmerleute feierten die "Hebekirmes" (Richtfest) mit Bier.
Oskar Breiding, Homberg


  • ... die Burgherren auf dem Schlossberg keine Raubritter waren? Schon früh kamen Burg und Stadt in Besitz des Landgrafen, der die Burg ausbaute. Die Burg war Schutz für die Landschaft und ihre Bewohner, aber kein Raubnest.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... nach dem Dreißigjährigen Krieg der Türmer auf St. Marien in Homberg auch Stadtmusikus war und mit seiner Familie auf dem Turm wohnte?
    Friedrich Dreytza, Türmer von Homberg

  • ... die langjährige Homberger Türmer- und Stadtmusikerfamilie Georg Merkel, 1805 wegen Unsauberkeit für längere Zeit den Kirchturm von St. Marien verlassen musste?
    Friedrich Dreytza, Türmer von Homberg

  • ... das städtische Hochzeitshaus - heute Heimatmuseum - in diesem Jahr zwei Geburtstage feiert? Das Hochzeitshaus 490 Jahre und der angrenzende Küchenbau aus dem Jahre 1582 wird 425 Jahre alt.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... 1788 das erste Reithaus in Homberg entstand? Der Reithausplatz vor dem Obertor wurde damals zum Exerzieren benutzt. Das Reithaus hatte nur eine kurze Lebensdauer. In der Zeit des Königreichs Westfalen wurde es bereits wieder abgerissen.
    Oskar Breiding, Homberg

Lützelwig
  • ... um 1750 fünfzig Mitglieder der Homberger Schuhmacherzunft angehörten? Mit 15 Gesellen fertigten sie in der Woche 200 Paar Schuhe an, 11.000 Paar im Jahr.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... die Homberger Stadtführerzunft seit 2002 über 80 historische Abendführungen durchgeführt hat?
    Friedrich Dreytza, Türmer von Homberg

  • ... am 29. August 1949 der Schlossberg elektrisches Licht bekam? Eine direkte Leitung von ca. 300 m Länge führte von der Taubstummenanstalt zum Berg hinauf. Die Arbeiten wurden ausgeführt von Ing. Hoff, Homberg. Fünf Lampen und zwei Dutzend Brennstellen wurden installiert.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... sich am Turm der Homberger Stadtkirche über 24 Steinmetzzeichen befinden? Sie dokumentieren eine technische Leistung aus dem 14. Jahrhundert.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... Roland Freisler, späterer Präsident des Volksgerichtshofes, am 15. März 1936 in Homberg eine Wahlkampfkundgebung im Walterschen Saal abhielt? "Als der Saal bis in den letzten Winkel besetzt war, mussten Hunderte von Volksgenossen wieder umkehren", war zu lesen.
    Thomas Schattner, Wabern

  • ... am 20. Juni 1912 ein Panzerautomobil, welches eine Ballonabwehrkanone mit sich führte, durch Homberg fuhr? Das zur Heeresverwaltung gehörende und 80 PS starke Fahrzeug befand sich auf einer Testfahrt, die von Berlin nach Homberg führte.
    Thomas Schattner, Wabern

  • ... die Stadt Homberg seit Beginn der Aufzeichnung - 1270 bis heute - 93 regierende und 62 zweite Bürgermeister hatte? Somit ist der amtierende Bürgermeister der 155. in der Geschichte der Stadt.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... um das Jahr 1762 in den Jahresrechnungen der Stadt immer wieder ein "Neujahrsgeschenk" auftaucht? Der Rentmeister und der Bürgermeister erhielten zum Jahreswechsel je fünf Albus und ein Paar Handschuhe.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... 1938 durch eine überdurchschnittliche Maikäferplage eine "Mobilmachung für den Maikäferkrieg" beschlossen wurde?
    Friedrich Dreytza, Türmer von Homberg

  • ... das erste "Homberg-Lied" aus dem Jahre 1906 stammt? Es wurde anlässlich der Jahrestagung des Hessischen Städtetages uraufgeführt und nach der Melodie "Prinz Eugen, der edle Ritter" gesungen.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... am 1. Januar 1924 der spätere NS-Richter Roland Freisler in Homberg als Gerichtsassessor seinen ersten Auftritt hatte? Während seiner Ausbildung arbeitete er am Homberger Amtsgericht. Er wirkte dort nur etwa ein halbes Jahr. Gerichtlich war er wohl unscheinbar. Doch zwanzig Jahre später kannte ihn jeder Deutsche: Roland Freisler, der spätere Präsident des Volksgerichtshofes, dem wohl grausamsten richterlichen Instrument des NS-Regimes.
    Thomas Schattner, Wabern

  • ... am 1. Oktober 1942 Hombergs Bürgermeister jubelte, weil die Stadt judenfrei geworden war? Die Witwe Minna Heilbronn hatte am 7. September 1942 die Kreisstadt im Glauben, in ein Altersheim gebracht zu werden, verlassen. In Wahrheit wurde sie ins Ghetto Theresienstadt deportiert.
    Thomas Schattner, Wabern

  • ... die letzte große Stadtschelle, mit der die Stadtverwaltung ihre Anordnungen und Bekanntmachungen der Bürgerschaft übermittelte, sich heute im Heimatmuseum in Homberg befindet? 1830 stellte die Stadtverwaltung eine Liste auf, in der 25 Stellen benannt wurden, an denen die Bekanntmachungen ausgerufen werden mussten.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... der Uhrschlag der Caßdorfer Kirche bis vor einigen Jahren noch mit zwei der drei Glocken (große Glocke = stündlich, kleine Glocke = viertelstündlich) versehen wurde? Mittlerweile schlägt nur noch die große Glocke halbstündlich die Zeit.
    Glockensachverständiger in spe, Homberg

Jesberg


Burg Jesberg
  • ... im Jahr 1635 der bayrische General von Bönninghausen und seine Truppen das Dorf Jesberg und seine Umgebung durch Brand und Mord weitgehend zerstörte?
    Lothar Klitsch, Geschichtsverein Jesberg

  • ... die reizende Komtesse Lucy de Cavat, die Freundin des Königs Lustik (Bruder von Napoleon Bonaparte), auf der Fahrt nach Kassel, im Tal der Gilsa, von unbekannten, rohen Elementen überfallen und respektlos belästigt wurde?
    Lothar Klitsch, Geschichtsverein Jesberg

  • ... Louis Nahl, ein Sohn des Bildhauers Samuel Nahl d.J., seit 1827 Besitzer des Wickershof bei Jesberg war? Hier wurde 1851 die Malerin Clara Wepler, ihre Schwester Anna Wepler die Schauspielerin aber 1852 in Jesberg, geboren.
    Alfred Bollerhey, Fritzlar-Wehren


  • ... Jesberg und die älteste Apotheke Deutschlands (steht am Marktplatz in Trier) beide erstmals im Jahre 1241 urkundlich erwähnt wurden?
    Lothar Klitsch, Geschichtsverein Jesberg

  • ... die Burg Jesberg einige Jahrhunderte lang eine bedeutende Festungsanlage der Mainzer Erzbischöfe im Kampf gegen die Hessischen Landgrafen war?
    Lothar Klitsch, Geschichtsverein Jesberg

  • ... eine Tochter des Prinzen Maximilian von Hessen (Erbauer des nach ihm benannten Schlosses in Jesberg) mit dem Prinzen Heinrich von Preußen (einem Bruder von Friedrich dem Großen) vermählt war?
    Lothar Klitsch, Geschichtsverein Jesberg

  • ... die Burg Jesberg während der ca. 400 Jahre andauernden Kämpfe zwischen den Mainzer Erzbischhöfen und den thüringischen bzw. hessischen Landgrafen einer der Hauptstützpunkte des Mainzer Erzbistums war?
    Lothar Klitsch, Geschichtsverein Jesberg

Knüllwald

Der Knüllwalder Ortsteil Hergetsfeld

  • ... das aus Eichenholz gefertigte Tor zum Berndshäuser Wehrkirchhof aus dem Jahre 1452 stammt und somit seit mehr als 550 Jahren Wind und Wetter getrotzt hat?
    Roland Siebert, Dorheim

  • ... der spätere Terrorist Andreas Baader im Sommer 1969 zusammen mit der später ebenfalls in Stuttgart-Stammheim inhaftierten Gudrun Ensslin im Beiserhaus in Rengshausen war? Ihr Ziel war einerseits eine Revolutionierung des Erziehungswesens in den Heimen, andererseits rekrutierte man Nachwuchs für die eigenen politischen Ziele außerhalb des Heimwesens.
    Thomas Schattner, Wabern

  • ... vor 35 Jahren die Dörfer Beiseförth und Rengshausen an der Spitze aller ländlichen Fremdenverkehrsorte in Nordhessen lagen, wobei Rengshausen im oberen Beisetal mit etwa 70.000 Übernachtungen aufwarten konnte?
    Roland Siebert, Neuental

  • ... der Knüllwalder Ortsteil Berndshausen früher eine riedeselsche Enklave im Amt Homberg war? Deshalb besaß Berndshausen auch bis ins 19. Jahrhundert hinein ein eigenes Gefängnis und ein Brauhaus. Diese beiden Gebäude fielen erst Anfang der Siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts der damaligen Dorfsanierung zum Opfer.
    Roland Siebert, Neuental

  • ... 1971 mit dem Altmüller Fritz Kaiser (Henne Mühle) der letzte "Beisemüller" seinen Mahlbetrieb einstellte und damit die mehr als 600 Jahre andauernde Mühlenindustrie an der Beise mit insgesamt 25 Mühlen an dem nur 19 Kilometer langen Bach Geschichte geworden war?
    Roland Siebert, Neuental

  • ... der Eselspfad über den Rommelsberg seinen Namen den Lasttieren verdankt, die über hunderte von Jahren Frucht- und Mehlsäcke zwischen den Rengshäuser Mühlen und der Ortschaft Lichtenhagen, teilweise ohne menschliche Führung, hin- und hertrugen?
    Roland Siebert, Neuental

  • ... die Autobahn von Remsfeld bis Auatal-Kirchhain am 1. September 1938 in Betrieb genommen wurde?
    Friedrich Dreytza, Türmer von Homberg

  • ... am 10. April 1875 der erste Spatenstich zur Berlin-Coblenzer-Eisenbahn erfolgte? Am 20. April geschah solches am Tunnel zwischen Remsfeld und Oberbeisheim.
    Oskar Breiding, Homberg

Körle


Körle, im Vordergrund Lobenhausen
  • ... Körle um 1620 bis zur Erweiterung des Melsunger Gerichtsbezirks einen eigenen Gerichtsbezirk hatte?
    Andrea Grenzebach, Gemeinde Körle

  • ... es seit dem 10. Januar 1931 eine Bücherei in Körle gibt?
    Andrea Grenzebach, Gemeinde Körle

Malsfeld



  • ... in Beiseförth das Korbmacherhandwerk erst ab 1830 eine Rolle spielte? Bis dahin stellte das Leineweberhandwerk vor allem bei der ländlichen Bevölkerung in vielen Teilen Hessens und so auch in Beiseförth den Haupterwerb dar. Vom Druck der mit mechanischen Webstühlen arbeitenden Konkurrenz gezwungen und um die beginnende Abwanderung junger Menschen zu stoppen, verwendete man die so üppig an Beise und Fulda wachsenden Weiden zum Korbflechten. Um 1855 gab es bereits 55 selbstständige Korbmacher, 1939 waren es 60, von denen bis in die Nachkriegszeit sieben verblieben. Heute erinnert das Korbmachermuseum daran.
    Fides Baumgart, Spangenberg

  • ... es in Zionville, Tennessee (USA) eine "Familie Edward Mosheim" gibt? Die Familie besuchte mich 1998 und 1999 in Mosheim.
    Ernst-August Trieschmann, Mosheim

  • ... vor 35 Jahren die Dörfer Beiseförth und Rengshausen an der Spitze aller ländlichen Fremdenverkehrsorte in Nordhessen lagen, wobei Rengshausen im oberen Beisetal mit etwa 70.000 Übernachtungen aufwarten konnte?
    Roland Siebert, Neuental

Melsungen


Das Melsunger Rathaus
  • ... die sogenannte „Berlin-Koblenzer-Kanonenbahn“ insbesondere für den Transport von Truppen und Kriegsgerät Richtung Frankreich nach dem Krieg 1870/71 gebaut wurde, eingleisig durch unseren Bereich von Eschwege über Waldkappel, Spangenberg, Malsfeld und Treysa führte und diese Strecke in den 70er Jahren still gelegt worden ist?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... 1637 die Kroaten ihre Beutezüge bis Melsungen ausdehnten und es täglich zu Scharmützeln kam?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... die Stadt Melsungen am 7. Februar 1918 einen Betrag von 2.000 Mark für den Neubau eines Blockhauses für die Kleinkinderschule zur Verfügung stellte? Diese Schule ist der Vorläufer der heutigen Kindergärten.
    Karl Hermann Gille, Melsungen

  • ... die Stadt Melsungen im Jahre 1919 zur Verringerung der Wohnungsnot der Baugesellschaft "Gemeinwohl" 60.000 Mark zur Verfügung stellte? Damit sollte in der Leimkaute, heute Hessenwinkel, der Bau von zehn Doppelwohnhäusern und die gesamte Erschließung sichergestellt werden.
    Karl Hermann Gille, Melsungen

  • ... der Verfasser der so genannten Salzbibel, Johannes Rhenanus, 1528 in Melsungen geboren wurde? Johannes Rheinland oder Rheinländer, wie er eigentlich hieß, studierte in Marburg Theologie und wirkte zwischen 1553 und 1555 als Diakon in seiner Geburtsstadt Melsungen. Als Salzgrebe und Bergmeister baute der "Salzpfarrer" in Sooden an der Werra das Salinenwesen technisch und wirtschaftlich auf. Auf Geheiß Philipp des Großmütigen begann Rhenanus 1568 damit, alles Wissenswerte über das Salzwesen in Bücher zu schreiben.
    Peter Naumann, Hilgershausen

  • ... bereits Anfang 1924 der spätere Präsident des berüchtigten Volksgerichthofs in Berlin, Roland Freisler, in Melsungen nationalsozialistische Versammlungen leitete? Freisler arbeitete seit dem 1. Januar 1924 während seiner juristischen Ausbildung beim Amtsgericht in Homberg als Gerichtsassessor.
    Thomas Schattner, Wabern

  • ... nach dem Ende des Ersten Weltkrieges in Melsungen durch Zuzüge eine extreme Wohnungsnot herrschte? Um dem entgegen zu wirken, wurde die ehemalige Bergbrauerei am 19. März 1919 von der Firma Heydenreich aus Malsfeld zum Betrag von 60.000 Mark erworben und für weitere 40.000 Mark zu Wohnungen ausgebaut. Die Gebäude am Brauereiweg werden heute noch von der Stadt vermietet. Eine Wohnungskommission sollte damals auch klären, wie mit städtischen Mitteln Wohnungslosen geholfen werden kann.
    Karl-Hermann Gille, Melsungen

  • ... die Melsunger Gegend schon recht früh besiedelt war? Das belegen Funde wie Tongefäße, Steinhammer und Bronzereste aus der Hallstätter Zeit (9. bis 4. Jahrhundert vor Christi Geburt).
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... das Melsunger Rathaus ursprünglich als Fachwerkbau errichtet worden war, im 19. Jahrhundert aber verputzt wurde und 1928 vom Putz freigelegt worden ist und sich seither wieder in seiner Fachwerkschönheit zeigt?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... die Stadt Melsungen früher nicht nur von der Stadtmauer, sondern auch von einem Ringgraben geschützt wurde? Dieser wurde wohl im 16. Jahrhundert zugeschüttet, die Flächen zwecks Gartenbau an die Bürger verteilt.
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

Stadtkirche in Melsungen
  • ... drei Urkunden, die im Oktober 1958 bei der Reparatur des Turms der Melsunger Stadtkirche gefunden wurden, von Not und schweren Zeiten erzählen? "Merkwürdige Epochen, welche verdienen, unseren Nachkömmlingen in Melsungen mitgeteilt zu werden", steht über einem Schriftstück aus dem Jahre 1821. Es ist darin die Rede vom Einmarsch der Franzosen am 30. Oktober 1806, die mit einem Korps von 7.000 Mann, "theils gekleideten, theils halbnackten Soldaten", in Melsungen einrückten, sodass fast jeder Bürger 80 bis 100 Mann "zu speisen und zu tränken" hatte. "Am folgenden Morgen waren Brodt, Wecke, Fleisch und alle spirituösen Getränke aufgezehret."
    Gerd Müller, Melsungen

  • ... im August 1918 dem Ziegenzuchtverein in Melsungen eine Beihilfe von 100 Mark bewilligt wurde, um zwei weitere Ziegenböcke anzuschaffen? Die so genannten Kühe des kleinen Mannes waren damals wichtige Elemente in der Ernährung der Familien.
    Karl Hermann Gille, Melsungen

  • ... die Melsunger Turngemeinde im Mai 1921 bei der Stadt einen Antrag stellte, einen Platz an der Fulda bei der Wittichsmühle als Schwimmbad zur Verfügung zu stellen? Diese Mühle lag am Ende der Gerbergasse und wurde zuletzt von der Familie Zilch betrieben. Die Fulda floss auf der einen Seite durch den Aufstau des Wehres langsam und war auf der anderen Seite tief. Das nach 1945 errichtete Ölmühlengebäude steht noch heute und wird zum Teil als Wohnungen sowie als Lager genutzt.
    Karl Hermann Gille, Melsungen

  • ... die alte katholische Kirche in Melsungen im Jahr 1906 erbaut, im Jahr 1968 abgerissen und durch einen modernen, wesentlich größeren Kirchenbau ersetzt wurde, nachdem die Zahl der Katholiken erheblich angestiegen war?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... bereits um 1700 eine fahrende Post von Kassel nach Nürnberg eingerichtet wurde, die über Melsungen führte? Der Wagen war eine halbe Woche unterwegs.
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... im Mittelalter der alte Stadtkern Melsungens von einer etwa sechs Meter hohen Ringmauer umschlossen war - mit Türmen, Toren, Mauer-(Schieß-)schlitzen und einem ungedeckten Wehrgang, der an der Innenseite des gesamten Mauerringes entlang führte?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... früher alljährlich ein "Marktmeister" gewählt wurde, der für Ordnung auf den Märkten sorgte? Einen solchen stellt vermutlich die geschnitzte Figur am Haus Ecke Marktplatz und Brückenstraße (Café) in Melsungen dar.
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... die zum Tode Verurteilten im Amt Melsungen nicht grundsätzlich am Galgen aufgehängt wurden? Dokumente im Staatsarchiv Marburg belegen, dass der Kasseler Henker zumindest einmal eine Frau verbrannt und ein anderes Mal ertränkt hat.
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... man im Amt Melsungen mit der Todesstrafe nicht kleinlich war? Der Galgen stand zunächst am Melgershäuser Weg, später am Galgenberg.
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... im Spätmittelalter in Melsungen - am Karlshagen, am Kolberg und am Wengesberg - Wein angebaut worden ist?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... man bei der Sanierung des um 1600 gebauten Melsunger Fachwerkhauses "Vorderes Eisfeld 7" eine alte Wärmeanlage gefunden hat? Sie besteht aus 26 eingebauten Tonkrügen und kann heute im Melsunger Heimatmuseum besichtigt werden.
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen


  • ... es im Stadtkern von Melsungen im Jahre 1850 laut den Aufzeichnungen 406 Wohnhäuser gegeben hat, in denen 2886 Christen und 76 Juden gewohnt haben? Ihre höchste Zahl erreichte die jüdische Gemeinde im Jahr 1880 mit 188 Mitgliedern.
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... es im Melsunger Casino, der heutigen Stadthalle, früher verboten war, mit Sporen zu tanzen? Laut Beschluss aus dem Jahr 1870 war ebenso das Tabakrauchen verboten "bei Versammlungen, an denen auch Damen teilnehmen".
    Horst Rüdiger, Melsungen

Bartenwetzerbrücke in Melsungen
  • ... wie die Buchstaben "W. G. N. B. D. B. S. V. S. D. M. K." an einem Stein der Bartenwetzerbrücke in Melsungen gedeutet werden? "Wo Gott nicht bauet, da bauen sie umsunst, segne diese meine Kunst."
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... früher Stadt und Gericht Melsungen dem Landgrafen "kriegsfähige" Männer zur Verfügung stellen mussten? 1456 waren das zum Beispiel 120 Männer aus Melsungen, 30 aus Körle und 20 aus Malsfeld.
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... Landgraf Moritz der Gelehrte nach seiner Abdankung im Jahr 1627 fünf Jahre im Melsunger Schloss lebte und eine Reihe von Zeichnungen und Skizzen hinterlassen hat, die Aufschluss geben über das damalige Melsungen?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... das romanische Portal im Turmbereich der Melsunger Stadtkirche und ein steinernes Haus an der Cyllsgasse die ältesten noch erhaltenen Bauwerke der Innenstadt Melsungen sind?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen



  • ... sich Melsungen auch während der Inflation (1918 bis 1924) an den Kosten einer Kleinkinderschule des "Vaterländischen Frauenvereins" beteiligte?
    Karl Hermann Gille, Melsungen

  • ... nur die Stadt Melsungen in früheren Zeiten das Monopol zum Ausschank von Wein und Branntwein hatte, dieses Schankrecht aber an ihre Bürger weitergeben und dafür beträchtliche Summen kassieren konnte?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... die Stadtverordneten-Versammlung in Melsungen am 20. November 1917 den bisherigen Bürgermeister Otto Gleim einstimmig auf zwölf Jahre ab 1918 wiederwählte? Das Gehalt wurde auf 5.000 Mark festgesetzt.
    Karl Hermann Gille, Melsungen

  • ... der von Sooden-Allendorf kommende "Sälzerweg" über Kirchhof und Melsungen in Richtung Westen verlief, und dass durch die Gemarkung Kirchhof auch der "Schusterpfad" führte? Schuhmacher transportierten dort reparierte Schuhe nach Kassel und reparaturbedürftige in die Melsunger und Spangenberger Schusterwerkstätten.
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... die Stadtverordneten von Melsungen am 14. März 1916 den städtischen Bediensteten eine einmalige kriegsbedingte Teuerungszulage zwischen 50 und 300 Mark bewilligten? Derartige Erhöhungen wurden dann auch für die weiteren Kriegsjahre beschlossen. Außerdem sprachen sie dem aus dem Krieg in die Heimat heimgekehrten und schwer verwundeten Landrat Freiherr von Gagern baldige Genesungswünsche aus.
    Karl Hermann Gille, Melsungen

  • ... sich die Stadtverordneten von Melsungen am 14. Mai 1919 mit dem Entwurf eines Friedensvertrages befassten? Damals hoffte man, die Einsicht der Weltkriegsgegner werde dahin führen, dass noch ein annehmbarer Friedensvertrag zum Abschluss kommt.
    Karl Hermann Gille, Melsungen

Morschen


Blick auf den Morschener Ortsteil Eubach
  • ... in Konnefeld neben Düngegips auch Alabaster für Kunst und Gebrauch abgebaut wurde? Als "Hessischer Marmor" wurde Alabaster in Altmorschen bis etwa um 1930 zu Kunst- und Gebrauchsgegenständen verarbeitet.
    Peter Naumann, Hilgershausen

  • ... Rührfix-Erfinder August Heinzerling in den Kriegsjahren 1943/44 einen Geheimauftrag bekam? Er sollte ein Getriebe mit ganz bestimmten Eigenschaften konstruieren, ohne dessen Verwendungszweck zu kennen. Erst viele Jahre später erfuhr Heinzerling, dass dieses Getriebe eines der wichtigsten Antriebselemente der V-2-Rakete war, die Wernher von Braun entwickelt hatte.
    Heinz Heinzerling, Altmorschen

  • ... das Kloster Haydau in Morschen die einzige noch vollständig erhaltene vierflügelige Klosteranlage in Hessen ist? Alle Flügel sind begehbar und können zu den verschiedensten Veranstaltungen und Funktionen genutzt werden.
    Dr. Ulrike Seethaler, Heina

  • ... das ehemalige Kloster Haydau ab 1857 die erste agrikulturchemische Versuchsanstalt Hessens beherbergte? Der leitende Chemiker wohnte damals im Ostflügel.
    Dr. Ulrike Seethaler, Heina

Neuental


Kirche in Dorheim
  • ... während der Notzeiten im 1. Weltkrieg die Zimmersröder Schüler 1916 in zwei Tagen u.a. sechs Zentner Hagebutten, 150 Pfund Holunderbeeren und 1918 4,5 Zentner Bucheckern sammelten?
    Roland Siebert, Neuental

  • ... am 26. Februar 1945 im Sportunterricht an der Dorheimer Volksschule die Schüler das Spiel "Wächter und Gefangene" mit großer Begeisterung gespielt haben?
    Roland Siebert, Neuental

  • ... im Schädlingsjahr 1917 unsere Schüler an der sogenannten Heimatfront gegen Mäuse, Wespen, Maikäfer, Schnecken, Kartoffelkäfer und Blattläuse in den Kampf geschickt wurden? In den Lehrberichten wird immer wieder vermerkt, dass trotzdem der Unterricht nicht zu kurz kam.
    Roland Siebert, Neuental

  • ... der Zimmersröder Lehrer Speck im Jahr 1882 nach 60-jähriger Dienstzeit erst mit 80 Jahren in Pension ging? Und das durfte er auch nur, weil sein Nachfolger sich verpflichtet hatte, Lehrer Specks jährliche Pension von 120 Mark zu bezahlen. Die Gemeinde Zimmersrode befand sich (schon) damals in einem "notorischen Notstand".
    Roland Siebert, Neuental

Neukirchen



Niedenstein


Blick vom Hessenturm auf Niedenstein
  • ... in Altenburg, in Niedenstein und in Ungedanken einmal mehr als ein Fünftel der Einwohnerschaft jüdisch war?
    Horst Krause-Willenberg, Gedenkstätte Breitenau



  • ... es um 1825 im Kreis Fritzlar fast in jedem Ort eine Baumschule zur Hebung des Obstbestandes gab? Als mustergültig wurden die Baumschulen von Niedenstein und Metze angesehen.
    August Bollerhey, Wehren

  • ... der letzte Hess von Wichdorf 1594 gestorben ist? Im 19. Jahrhundert erschlich der Bankkommissar H. S. Hess diesen Adelstitel, indem er in Archiven Fälschungen beging. Auch sein Neffe übernahm den Adelstitel und wurde 1888 Ehrenbürger von Niedenstein. Freiherr von Pappenheim deckte 1899 diesen Betrug auf.
    August Bollerhey, Wehren



Schwalmstadt

Steinernes Haus in Ziegenhain


  • ... am 26. März 193x die Stadt Ziegenhain rappelvoll war? Über 10.000 Menschen bevölkerten die Straßen und waren von weither angereist. Und das nur, weil sich Reichsbauernführer Richard Walther Darré angekündigt hatte.
    Thomas Schattner, Wabern

  • ... am 15. August 1906 die Kaiserin persönlich zur Einweihung der Hephatakirche in Treysa anwesend war?
    Thomas Schattner, Wabern

Schwarzenborn



Spangenberg


Schloss Spangenberg
  • ... durch königlichen Erlass die Hundesteuer vom Monat Juli 1867 nicht mehr zur Staatskasse erhoben werden sollte? Daher vereinnahmte der Gemeinderat von Mörshausen diese Steuer für die Gemeindekasse.
    Karl Heinz Grenzebach, Mörshausen

  • ... die Königliche Regierung im Februar 1868 die Huteberechtigung der Mörshäuser Einwohner in den Staatswaldungen ablösen will? Bürgermeister Fenner ist dagegen. Am 8. August 1887 ist die Gemeinde so hoch verschuldet, dass sie für 4.327,80 Mark aus der Staatskasse ihre Huterechte aufgibt, um damit ihre Schulden zu tilgen. Das durchschnittliche Jahreseinkommen betrug seinerzeit 300 Mark!
    Karl Heinz Grenzebach, Mörshausen

  • ... im Turm der Stadtkirche Spangenberg die älteste Glocke des Kreisteils Melsungen hängt? Sie stammt von 1386. Ebenso gehört zum Spangenberger Geläut die größte Glocke des Kreisteils, die Bürgerglocke mit dem tiefen "cis". Sie wurde 1616 von Melchior Mörinck in Erfurt gegossen.
    Fides Baumgart, Spangenberg

  • ... Otto der Schütz, Sohn von Landgraf Heinrich II., Mitregent seit 1340, auf Schloss Spangenberg residierte, in Sage und Dichtung fortlebt? Zur weitesten Verbreitung und Volkstümlichkeit half Gottfried Kinkels Epos "Otto der Schütz" von 1843.
    August Bollerhey, Wehren

  • ... die mittelalterliche Pietà im Chorraum der Spangenberger Stadtkirche St. Johannes den niederhessischen Bildersturm von 1605 unter Landgraf Moritz unbeschadet überstand? Sie überdauerte die Jahrhunderte auf dem Dachboden der Hospitalkirche St. Elisabeth und wurde erst um 1950 bei der Behebung von Weltkriegsschäden wieder entdeckt.
    Fides Baumgart, Spangenberg

  • ... Gottfried Kinkel, als Teilnehmer am badischen Aufstand 1848/49 zu lebenslanger Haft verurteilt, eine Verbindung nach Spangenberg hatte? Aus der Spandauer Festung von Carl Schurz, dem späteren Innenminister der USA, befreit, gelangte er über London in die Schweiz, wo er als Professor der Kunstgeschichte in Zürich auch deutsche Lyrik publizierte. So veröffentlichte er auch das Epos "Otto der Schütz - Eine niederrheinisch-hessische Sage".
    Fides Baumgart, Spangenberg


  • ... das am 1. April 1945 völlig ausgebrannte Spangenberger Schloss durch den beherzten Einsatz des Staatsbaurates Dr. Georg Textor und durch das Engagement Spangenberger Bürger wieder aufgebaut werden konnte? Mit Hilfe eines vom Heimatverein gegründeten Schlossbaufonds und mit Geld des Landes Hessen konnte 1953 das erste Richtfest für den Kommandantenbau gefeiert werden, dem dann 1955 das Richtfest für den markanten Torturm mit seinen vier Ecktürmchen folgte.
    Fides Baumgart, Spangenberg

  • ... im Jahr 2009 Spangenberg auf 700 Jahre Stadtrechte zurückblicken kann. Bereits 1235 waren Burg und Stadt Spangenberg als Lehen der Grafen von Ziegenhain im Besitz der Herren von Treffurt und Spangenberg. Der Text im Marburger Staatsarchiv lautet: 10. August 1309: "Hermanus miles et Hermanus famulus domini de Spangenberg erteilen den Bürgern in Spangenberg das Jus civile secundum formam et ordinem civium Lyppensium".
    Fides Baumgart, Spangenberg

  • ... der Schauspieler Rupert Davis, der in den englischen Verfilmungen der Simenon-Romane den berühmten Kommissar Maigret darstellte, während des 2. Weltkrieges als kriegsgefangener Offizier auf Schloss Spangenberg inhaftiert war und Spangenberg nach dem Krieg mehrmals besuchte?
    Fides Baumgart, Spangenberg


  • ... es am Wahrzeichen Eschweges, dem "Großen Leuchtberg", einen Spangenberg-Brunnen gibt. Er wurde um 1920 gestiftet und erinnert an den Landbaumeister Anton Jacob Spangenberg (1796 bis­ 1882), der bereits 1825 für die Eschweger Bevölkerung einen ersten "Volksgarten" schuf und später mit der Erschließung der beiden Leuchtberge und der Werratalaue ein noch heute vorbildliches Naherholungsgebiet ausbaute.
    Fides Baumgart, Spangenberg


  • ... nach den überlieferten Protokollen mit Wirkung vom 19. Oktober 1866 die noch bestehende Garnison mit ihrem Kommandanten, dem Major Georg August Gissot, zwar noch preußisch vereidigt, aber bereits 1867 aufgelöst wurde.
    Fides Baumgart, Spangenberg


  • ... Spangenberg mit der Verleihung der Stadtrechte im Jahre 1350 durch Landgraf Heinrich II. auch die Befugnis zum Bierbrauen übertragen wurde? Erst 1847 wurde das Brauhaus, das auf dem nach diesem benannten "Brauhausplatz" stand, wegen Baufälligkeit abgerissen.
    Heinz Buhre,Spangenberg

  • ... bereits im 19. Jahrhundert in Nordhessen die Wildschweine immer mehr Schäden auf den Feldern verursachten? Im Spangenberger Schloss wurde eine Hundemeute gehalten, die bei den Saujagden zur Unterstützung der Jäger im Regierungsbezirk Kassel bis in die Neunziger Jahre des 19. Jahrhunderts eingesetzt wurde.
    Heinz Buhre,Spangenberg

  • ... 1880 im Wallgraben des Spangenberger Schlosses eine nicht waidgerechte Jagd abgehalten wurde? Oberförster von Marschall hatte einen Saufang anlegen lassen. Die darin gefangenen Wildschweine wurden in den Wallgraben geschafft und durften von Sonntagsjägern abgeschossen werden. Fehlschüsse kosteten eine Mark. Vom Erlös wurde ein vergnügtes Jagdessen finanziert.
    Heinz Buhre, Spangenberg

  • ... in Spangenberg vor 1933 noch viele Handwerksbetriebe ansässig waren? Es gab zwei Sägewerke, ein Kalkwerk, zwei Peitschen- und Stockfabriken, 20 Schuhmacher , drei Schneider, zwei Wagner, acht Schreiner, drei Friseure, sechs Bäcker, drei Uhrmacher, sieben Metzger, fünf Maler-Weißbinder, vier Sattler, drei Schmieden, ein Schlosser, drei Elektrohandwerker, drei Gärtnereien, eine Kfz-Werkstatt und eine Seilerei.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... bis zum Bau der Hochdruckwasserleitung auf dem Grundstück der Spangenberger Stadtschule zwei Feuerlöschteiche angelegt waren? Der eine befand sich unweit vom Eulenturm und wurde aus der Glasebachleitung gespeist; der zweite auf dem Platz des heutigen Schulgebäudes bekam sein Wasser vom Liebenbach. Der erste hieß auch Brauteich, weil aus ihm das Wasser zum Bierbrauen geholt wurde. Bei Feuersbrünsten wurden die Teiche geöffnet, so dass das Wasser bergab laufen konnte.
    Heinz Buhre, Spangenberg

  • ... es in Spangenberg viele Kalköfen gab? Die Typenvielfalt solcher Öfen war gerade in Nordhessen außerordentlich groß. In Spangenberg gab es um 1900 neben einfachen Öfen auch Zwillingskalköfen. In den Öfen wurde der einheimische Muschelkalk gebrannt, der mit Wasser "gelöscht" in Ätzkalk verwandelt wurde. Mit Sand und Wasser angerührt und vermauert, erhärtete durch die in der Luft befindliche Kohlensäure der Kalk zu kohlensaurem Kalk.
    Peter Naumann, Hilgershausen

  • ... sich auf dem Knorrenberg in Elbersdorf - östlich der Kirche - bereits im 14. Jahrhundert eine Gerichtstätte befand? Die Gerichtsbarkeit lag bei den Adelsherren des Elbersdorfer Gutshofes.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... die Elbersdorfer Vorfahren noch bis etwa 1834 den jeweiligen Herren auf dem örtlichen Adelshof verpflichtet waren und demzufolge jährlich einen Tag auf dem Gut unentgeltlich arbeiten mussten?
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... es in Elbersdorf mit Wasser betriebene Mühlen gab? 1564 bestand im Oberdorf eine Schneide- und Getreidemühle. Um 1600 gab es am Schleifrain eine Schleifmühle. Eine Getreide- und Ölmühle befand sich an der Esse unterhalb des Schlossbergs. Ab dem 17. Jahrhundert gab es dann am Unterlauf der Esse noch die Keppler-Mühle (später Gerlach). Die Bezeichnung Esse wurde von dem ursprünglichen Namen Oase und Oesse abgeleitet.
    Eduard Ploch, Spangenberg

Wabern


Karlshof in Wabern
  • ... die Reiherbeizen, die von den hessischen Landgrafen in Wabern veranstaltet wurden, noch auf die Zeit zurückgehen, bevor Landgraf Karl 1704 sein Jagdschloss in Wabern erbaute? Bereits 1691 wird Johann Pauli als Reiherwärter in Wabern genannt. 1797 wird der letzte Reiherwärter Jacob Pflüger aus Hebel in den Ruhestand geschickt. Aus der Jagdkasse erhielt er eine monatliche Pension von zwei Talern.
    Oskar Breiding, Homberg


  • ... zum Schlossbau in Wabern Frondienste geleistet wurden? Die Ämter Borken, Gudensberg, Felsberg und Homberg hatten zur Mithilfe am Bau Arbeitskräfte zu stellen. Die beorderten Gemeinden schickten aber nicht immer die besten Helfer, so dass es nur sehr langsam mit dem Bau voranging. Die Beamten von Homberg schlugen daher dem Landgrafen in Kassel vor, von Ostern bis Michaelis laufend 18 tüchtige Handwerker gegen einen Tageslohn bereit zu stellen. Die Regierung erklärte sich am 17. Juni 1710 damit einverstanden, dass statt der Frondienste ein bezahlter Dienst geleistet werden solle.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... 1724 die Königin von Sardinien im Schloss zu Wabern weilte? Die landgräfliche Garnison in Homberg, in der Prinz Wilhelms Regiment lag, hatte Wachdienste im Schloss zu leisten.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... der Schlossgarten in Wabern 1737 neu gestaltet wurde? Der landgräfliche Gärtner Eckhardt hatte die Aufgabe "alle untauglichen Bäume fällen zu lassen, Hecken und Bäume sollten umgepflanzt werden und der ganze Garten von neuem umgegraben werden und danach in dem englischen Teil Rasen angepflanzt werden". Da die Kosten der Regierung in Kassel zu hoch waren, mussten die Ämter Borken, Felsberg und Homberg ihre Untertanen zu den Arbeiten abstellen.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... der Landgraf Friedrich II. am 14. Juni 1771 im Schlosse zu Wabern die Genehmigung für das Zahlenlotto in Kassel unterzeichnete? Das Glücksrad wurde alle vier Wochen in Bewegung gesetzt und es war von der Straße aus zu sehen.
    August Bollerhey, Wehren

  • ... die vierjährige Dorothe von Schlözer von einer Reise mit der Postkutsche im Jahr 1774 in ihrem Tagebuch Kassel erwähnt, den Ausspann in Wabern wo ihr die Suppe nicht schmeckte und anderen Tages die Weiterfahrt nach Jesberg. Dies kluge Mädchen war schon als Siebzehnjährige der erste weibliche Doktor der Philosophie.
    August Bollerhey, Wehren

  • ... 1796 der letzte Reiherwärter in Wabern in Rente ging? Rund einhundert Jahre war es her, das unter Landgraf Carl die goldene Zeit der Reiherbeizen in Wabern stattfand. Doch Ende des 18. Jahrhunderts war dies endgültig Vergangenheit. Jacob Pflüger, der letzte Reiherwärter, bekam ab 1797 aus der Jagdkasse eine monatliche Pension von zwei Talern.
    Thomas Schattner, Wabern

  • ... im Februar 1808 Jérôme (König Lustik), Napoleons Bruder, für vier Tage in Wabern war? Wabern besaß damals die offizielle Funktion des Sitzes des Kantonmaires des Kantons Wabern im Distrikt Kassel des Fulda-Departements.
    Thomas Schattner, Wabern

  • ... Wabern noch bis zum Jahr 1825 elf strohgedeckte Häuser besaß? Aufgrund der Gefahr bei Bränden versuchte der Kurfürst zwar, die Ziegeldächer durchzusetzen (so waren Reparaturen an Strohdächern seit 1822 verboten), doch Wabern schien dafür zu arm gewesen zu sein. So besaß man weit und breit in den Dörfern der Umgebung die höchste Zahl an Strohdächern.
    Thomas Schattner, Wabern

  • ... schon 1867 die Niedermöllricher spottweise die "Steinrutscher", das Dorf liegt an einem Hang, besonders von den Bewohnern von Wabern genannt werden? Dafür geben sie denen von Wabern die Bezeichnung Röling (Frösche), Wabern liegt tief und sumpfig, zurück.
    August Bollerhey, Wehren

Zuckerfabrik Wabern
  • ... es im Februar 1909 erstmals Pläne gab, in Wabern eine höhere Schule zu errichten? Auf einer Versammlung am 26. Februar war man schon fast euphorisch, denn man rechnete mit 100 Schülern, die auf den Übergang zum Gymnasium und Realschule, zur Oberschule und zur höheren Mädchenschule dort vorbereitet werden sollten. Die Pläne wurden jedoch nie realisiert.
    Thomas Schattner, Wabern

  • ... im September 1909 in unserer Gegend der Stellungskrieg des Ersten Weltkrieges geübt wurde? Bei Manövern zogen sich Einheiten bei Niedermöllrich hinter die Eder bis nach Niedervorschütz zurück. Hier wurde der Emsbachgrund zur Verteidigungsanlage ausgebaut und mit Maschinengewehren und Drahtverhauen gesichert. Nachts fand der Angriff gegen den Emsbach statt, doch wurde durch Drahthindernisse das Vordringen erschwert. Das Gelände wurde zeitweise durch Scheinwerfer und das Licht von Leuchtpistolen beleuchtet.
    Thomas Schattner, Wabern

  • ... Wabern Anfang Dezember 1912 im Rübendreck erstickte? Zusätzliche beträchtliche Arbeit musste nun auf dem Fabrikgelände geleistet werden da "die Rüben derart mit Schmutz behaftet angeliefert werden, dass die Reinigung bedeutende Mehrkosten verursacht". Gleichzeitig stockte die Anlieferung der Rüben, weil die Bauern sich einfach außer Stande sahen, die auf den Feldern liegenden Rüben abzutransportieren. Die Böden waren so durchgeweicht, dass Pferde und Wagen schlicht darin versanken.
    Thomas Schattner, Wabern

  • ... am 18. Oktober 1913 Wabern einhundert Jahre "Völkerschlacht bei Leipzig" feierte? Parallel zum Jubiläum der Einweihung des Völkerschlachtdenkmals in Leipzig fanden aus Anlass der hundertsten Wiederkehr jener Schlacht auch in Wabern Feierlichkeiten statt. Der Kriegerverein Wabern brannte abends um 19 Uhr ein Freudenfeuer auf der Spitze ab.
    Thomas Schattner, Wabern

  • ... bereits Anfang Dezember 1926 der erste Flugtag auf dem Mosenberg stattfand? Seinerzeit waren die maßgeblichen Akteure auf dem Fluggelände noch Hersfelder, Fuldaer und Dörnberger Segelflugpioniere, die sich dafür einsetzten, dass eine Segelflugschule im Kreisgebiet errichtet wurde. Das dauerte allerdings bis zum 24. Mai 1932, erst nun konnte das Segelfluggelände seiner Bestimmung übergeben werden.
    Thomas Schattner, Wabern

  • ... die NSDAP schon im September 1930 in Wabern und anderen Orten Nordhessens zur stärksten politischen Kraft wurde? In Wabern erreichten die Nationalsozialisten bereits zu diesem Zeitpunkt 354 Stimmen, das sind 37,6 Prozent aller abgegebenen Stimmen. Wabern ist nur ein Beispiel von vielen: Densberg, Jesberg, Lohne, Oberurff, Uttershausen, es gibt zahlreiche Beispiele.
    Thomas Schattner, Wabern

  • ... die größte Veranstaltung der NSDAP im alten Kreis Fritzlar in Wabern im Juli 1931 stattfand? Nach einem einwöchigen Bauernschulungskurs kam es am 12. Juli 1931 zu einer Abschlusskundgebung, an der 2.500 Menschen teilnahmen. Dabei wurde von der Partei bewusst das Gerücht gestreut, dass Hitler persönlich kommen würde.
    Thomas Schattner, Wabern

  • ... am ersten Weihnachtstag 1932 der Männer- und Kirchenchor Wabern vormittags einen Auftritt im Radio hatte? Unter der Leitung von Dirigent Weidemann brachte der Chor Weihnachtslieder zu Gehör, u.a. "Die Flucht der heiligen Familie".
    Thomas Schattner, Wabern

  • ... am 1. Juli 1933 ein großes Fest unter der Dorflinde in Rockshausen stattfand? Der Platz um dieselbe sollte umbenannt und das Naturdenkmal geweiht werden. Der sollte in Zukunft den Namen des Reichskanzlers Adolf Hitler tragen. Gleichzeitg wurde ein Fahnenmast installiert, der die Hakenkreuzfahne zukünftig tragen sollte.
    Thomas Schattner, Wabern

  • ... im Sommer 1934 und 1938 in Wabern Reit- und Fahrturniere des Reiterturmes I der SA-Brigade 146 stattfanden? 1934 bildete der Patroullienritt von etwa zehn Kilometern mit Hindernissen und Wasserlauf den Auftakt der Veranstaltung. Später folgten Dressurprüfungen und das Jagdspringen. Und ein Festzug, der sich vom Bahnhof durch das geschmückte Dorf zum Reiherwald zog, durfte auch nicht fehlen.
    Thomas Schattner, Wabern

  • ... dass spätestens seit dem Juli 1935 Zennern eine wichtige Schule besaß? Das Schulgebäude wurde zweckentfremdet und die "Walter-Flex-Schule" diente als Gauschulungsheim der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV) Kurhessen. Sie war eine von fünf Führerschulen im Gau Kurhessen, weitere existierten unter anderem in der Walkmühle (Melsungen), in Marburg, Bad Sooden-Allendorf sowie in Fulda. Insgesamt gab es 38 dieser Schulen im Deutschen Reich.
    Thomas Schattner, Wabern

  • ... am 12. Juni 1938 zwei Gaudiplome an Waberner Betriebe gingen? Der erste Leistungskampf der deutschen Betriebe fand im Gau Kurhessen am 12. Juni 1938 sein Ende. Eine Prämierung im Kasseler Staatstheater von 52 Betrieben sorgte für den Höhepunkt. Dabei wurden aus Wabern die Zuckerfabrik und der Malerberieb Johannes Scherer ausgezeichnet. Der Leistungskampf stand unter dem Motto: "Bessere Leistung durch Schönheit der Arbeit zum Besten der Gefolgschaft gemäß der NS-Ideologie."
    Thomas Schattner, Wabern

  • ... am 8. November 1938 während der Reichspogromnacht in Falkenberg die Laternen ausgeschaltet waren? Die Zerstörungswut kannte im Schutz der Dunkelheit keine Grenzen. Einrichtigungsgegenstände wie die Bänke und der Leuchter der Synagoge wurden zerstört, Fensterscheiben gingen zu Bruch, selbst die Ziegeln auf dem Dach der Synagoge wurden herabgerissen. Einige gingen soweit, dass sie ein Feuer im Inneren des Gebäudes entfachten, welches aber rasch gelöscht wurde.
    Thomas Schattner, Wabern

  • ... im November 1950 im Waberner Bahnhof eigens und ausschließlich für die amerikanischen Besatzungssoldaten ein "waiting-room" und ein "ticket-office" eingeweiht wurden? Nur so konnte aus US-amerikanischer Sicht der außerordentlichen Bedeutung des Bahnhofs für den amerikanischen Post- und Reiseverkehr Rechnung getragen werden.
    Thomas Schattner, Wabern

  • ... 1953 der Nestor der hessischen Geschichtsforschung Professor Dr. Philipp Losch in Falkenberg beerdigt wurde? Seit 1944 lebte der in Berlin während des Zweiten Weltkriegs ausgebombte im späteren Waberner Ortsteil. Noch in seinen letzten Lebensjahren hatte er zahlreich zur hessischen Landesgeschichte publiziert. Philipp Losch wurde 84 Jahre alt.
    Thomas Schattner, Wabern

  • ... 1953 der Waberner Reiherwald noch aus 222 Bäumen bestand? Der unter Landgraf Friedrich II. in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts angelegte Wald sollte 1922/23 komplett abgeholzt werden. Zum Glück wurde das von den Lehrern Lekis und Weidemann verhindert, so dass noch in den 1950er Jahren der Begriff Reiherwald seine Berechtigung hatte.
    Thomas Schattner, Wabern

  • ... bis zum Jahr 1972 etwa ein Viertel des heutigen Gesamtgeländes des Flugplatzes Fritzlar sich im Gemarkungsgebiet der damals noch selbstständigen Gemeinde Zennern befunden hat, ehe im Zuge der Gebietsreform eine entsprechende Arrondierung vorgenommen wurde.
    Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

  • ... die Harler Bonifatiuskirche neben den fünf Läuteglocken noch eine weitere Glocke für den Uhrschlag hat?
    Glockensachverständiger in spe, Homberg


Städte und Gemeinden im Schwalm-Eder-Kreis
WappenSchwalmEderKreis.jpg

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