Wussten Sie schon, dass ... Unbekannter Schwalm-Eder-Kreis: Unterschied zwischen den Versionen

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... [[1971]] mit dem Altmüller Fritz  Kaiser (Henne Mühle) der letzte "Beisemüller" seinen Mahlbetrieb einstellte und damit die mehr als 600 Jahre andauernde Mühlenindustrie an der Beise mit insgesamt 25 Mühlen an dem nur 19 Kilometer langen Bach Geschichte geworden war? <br>''Roland Siebert, Neuental''
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* ... [[1971]] mit dem Altmüller Fritz  Kaiser (Henne Mühle) der letzte "Beisemüller" seinen Mahlbetrieb einstellte und damit die mehr als 600 Jahre andauernde Mühlenindustrie an der Beise mit insgesamt 25 Mühlen an dem nur 19 Kilometer langen Bach Geschichte geworden war? <br>''Roland Siebert, Neuental''
  
 
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... es im Februar [[1909]] erstmals Pläne gab, in [[Wabern]] eine höhere Schule zu errichten?
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* ... es im Februar [[1909]] erstmals Pläne gab, in [[Wabern]] eine höhere Schule zu errichten?
 
Auf einer Versammlung am 26. Februar war man schon fast euphorisch, denn man rechnete mit 100 Schülern, die auf den Übergang zum Gymnasium und Realschule, zur Oberschule und zur höheren Mädchenschule dort vorbereitet werden sollten. Die Pläne wurden jedoch nie realisiert.<br>''Thomas Schattner, Wabern''
 
Auf einer Versammlung am 26. Februar war man schon fast euphorisch, denn man rechnete mit 100 Schülern, die auf den Übergang zum Gymnasium und Realschule, zur Oberschule und zur höheren Mädchenschule dort vorbereitet werden sollten. Die Pläne wurden jedoch nie realisiert.<br>''Thomas Schattner, Wabern''
  

Version vom 11. April 2008, 14:43 Uhr

Allgemein


  • ... mit Leinentuch aus Niederhessen in Holland Tee für die neuen englischen Kolonien verpackt wurde, der später zur "Englischen Contrebande" (Konterbande/Schmuggelware) erklärt wurde.
    Heinz Freudenstein, Heimatfreunde Gudensberg

  • ... mit niederhessischem Leinen Sklaven in Ost- und Westindien bekleidet wurden.
    Heinz Freudenstein, Heimatfreunde Gudensberg

  • ... die königlich preußische Regierung in Kassel es im Jahre 1907, also vor genau 100 Jahren, durch Verordnung gestattete, dass in besonderen Ausnahmefällen verheiratete Lehrerinnen widerruflich im Schuldienst beschäftigt werden können?
    Roland Siebert, Dorheim

Forstmühle in Niedervorschütz
  • ... viele Müller der Mühlenhöfe an den Bächen unserer Heimat den Beruf Mühlenarzt erlernt hatten? Diese alte Bezeichnung ging bei uns seit dem 19. Jahrhundert allmählich in die des Mühlenbau(meist)ers über. Im Odenwald gibt es den Mühlenarzt noch heute.
    Roland Siebert, Neuental

  • ... im März 1732 unter den Rindern eine starke Seuche ausbrach? Sie bekamen auf der Zunge Blasen und Löcher, welche mit einem silbernen Instrument abgekratzt wurden. Darauf wurden die Rinder wieder gesund.
    Alfred Mattäi, Domküster i.R. Fritzlar

  • ... fast alle ländlichen Haushalte in früheren Zeiten in irgendeiner Weise mit dem Anbau und der Verarbeitung von Flachs/Leinen beschäftigt waren und im damaligen Kreis Fritzlar über 3.300 "Aecker" mit Flachs bebaut wurden (Quelle Landau 1842).
    Heinz Freudenstein Heimatfreunde Gudensberg

  • ... in 1946 zur Seifenherstellung Knochen gesammelt wurden? Für fünf Kilogramm Knochen gab es ein Stück Kernseife über die entsprechende Bezugsmarke.
    Anne Chr. Klüttermann, Verein für Geschichte und Dorfkultur, Besse

  • ... 1033 ein harter Winter war? Die Pferde froren im Mist fest und mussten mit Äxten und Beilen heraus gehauen werden.
    Alfred Mattäi, Domküster i.R. Fritzlar

  • ... man in modernen Zeiten via Internet in den uralten Handschriften des Herbort von Fritzlar, in dem "Liet von Troye" aus dem Jahr 1333 blättern kann!
    Heinz Freudenstein, Heimatfreunde Gudensberg

  • ... der Architekt und Oberbaudirektor Heinrich Christoph Jussow in den Vorentwürfen zur Erbauung der Löwenburg als künstliche Ruine sich von den Burgruinen Löwenstein und Jesberg inspirieren ließ, wie man aus Skizzen um 1790 ersehen kann.
    August Bollerhey, Wehren

  • ... es einen Gudensberg-Felsberger Schullehrer-Verein gab, dem die Lehrer aus Besse und Rengershausen im Jahr 1835 beitraten?
    Anne Chr. Klüttermann, Verein für Geschichte und Dorfkultur, Besse

  • ... es im Bereich des heutigen Schwalm-Eder-Kreises noch bis vor etwa 100 Jahren mindesten acht Papiermühlen an den Bächen und Flüssen gab, die eine Art Büttenpapier aus Lumpen herstellten?
    Roland Siebert, Dorheim

  • ... Mitte der Zwanziger Jahre des vorigen Jahrhunderts die fertige Planung für einen 91,5 Kilometer langen Kanal für 1000-Tonnen-Schiffe vorlag, der die Lahn über den Ausbau von Wiera, Schwalm und Eder mit der Fulda bei Grifte verbinden sollte?
    Roland Siebert, Neuental

  • ... im Mai 1403 das Getreide auf den Feldern erfror?
    Alfred Mattäi, Domküster i.R. Fritzlar

  • ... die Nacht zum 8. Juli 1860 so kalt war, dass die Gurken erfroren und am 27. Juli fror die Wäsche auf der Leine.
    Alfred Mattäi, Domküster i.R. Fritzlar

  • ... der Dreißigjährige Krieg auch viele Geistliche verroht hatte? Der Pfarrer von Wehren wurde gerügt, weil er mit einem Gastwirt aus Gudensberg auf der Landstraße ein Wettrennen zu Pferde veranstaltet hatte.
    August Bollerhey, Wehren

  • ... die Einwohnerzahl in Kurhessen im Jahr 1795 "429.659 Köpfe" betrug und dass auf 1.000 Menschen 97 Pferde, 226 Stück Rindvieh, 284 Schweine und 1.094 Schafe gezählt wurden. Es gab damals also mehr Schafe als Menschen.
    Heinz Freudenstein, Heimatfreunde Gudensberg

  • ... es sich bei den "Zunftladen" der Handwerkerzünfte vergangener Zeiten um die ersten gemeinschaftlichen Sozialkassen bzw. Sozialversicherungen handelte. Sie dienten ihren Mitgliedern u.a. als Kranken- und Sterbekassen.
    Heinz Freudenstein, Heimatfreunde Gudensberg

  • ... Landgraf Karl bereits am 4. August 1692 eine erste Umweltschutzverordnung, eine Verordnung über das Flachsrösten (Leinen) in Gewässern, erließ, um gesundheitliche Gefahren für Mensch und Tier auszuschließen.
    Heinz Freudenstein, Heimatfreunde Gudensberg

  • ... es bis ins 20. Jahrhundert hinein im Bereich des heutigen Schwalm-Eder-Kreises sieben industriell betriebene Wasserkraftanlagen gab für die Herstellung von Farben, Segeltuch, Eisen, Käse, Korken und Wollgarn?
    Roland Siebert, Neuental

  • ... 1305 alle Flüsse in Deutschland zugefroren waren, so dass die Handelswagen darüber fahren konnten?
    Alfred Mattäi, Domküster i.R. Fritzlar

  • ... die älteste schriftliche Erwähnung des Karnevals aus Fritzlar aus dem Jahre 1719 stammt, als die Äbtissin der Ursulinen in Rom wegen eines Ablasses für die damit verbundenen Sünden nachfragte?
    Dr. Johann-Henrich Schotten,Fritzlar

  • ... in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts häufig folgendes Angebot der Buchdruckerei von F. Hoppe im Kreisanzeiger stand: "In der Buchdruckerei von F. Hoppe ist zu haben: Kleines Handbuch für Reisende und Auswanderer nach England und Amerika, oder die Kunst in ungemein kurzer Zeit die englische Sprache so zu erlernen, um sie geläufig sprechen zu können."
    Irmhild Georg, Metze

  • ... die "Langen Hessen" die längere und die "Kurzen Hessen" die kürzere mittelalterliche Straßenverbindung zwischen dem südlichen Hessen und Thüringen waren?
    Friedrich Döring, Kleinenglis

  • ... vor genau 470 Jahren mit dem Fach "Religiöse Belehrung" bei uns die ersten schulähnlichen Veranstaltungen auf dem flachen Lande eingeführt wurden, um die einfachen Leute an die von Luther ins Deutsche übersetzte Bibel heranzuführen?
    Roland Siebert, Neuental

  • ... das Jahr 1737 ein recht nasses Jahr war? Es hat den ganzen Sommer geregnet. "Alle Feldfrüchte sozusagen gestolen, weiß und nass eingefahren."
    Alfred Mattäi, Domküster i.R. Fritzlar

  • ... die bei uns heute geläufigen Familiennamen Opfermann, Kirchner und Küster alle die gleiche Bedeutung haben? So nannte man über die Jahrhunderte hinweg die Kirchendiener, die auch als die ersten Dorfschullehrer fungierten.
    Roland Siebert, Neuental

  • ... 1846 die Industrialisierung in Kurhessen soweit fortgeschritten war, dass man zwar noch 4.845 gewerbliche Weber zählte, aber zum gleichen Zeitpunkt schon 4.308 Weber im fabrikmäßigen Betriebe (an maschinellen Webstühlen) tätig waren.
    Heinz Freudenstein Heimatfreunde Gudensberg

  • ... der Name Schwalm für den gleichnamigen Fluss von dem im 8. und 9. Jahrhundert gebräuchlichen "Suualmanaha", "Suualmaha" und "Swalmanaha" - was soviel bedeutet wie Dampfwasser oder Nebelwasser - abgeleitet ist?
    Friedrich Döring, Kleinenglis

  • ... es im früheren Kurhessen im Jahr 1840 Gymnasien nur in Cassel, Marburg, Fulda, Rinteln, Hersfeld und Hanau gab und dass auf durchschnittlich 850 Einwohner ein Gymnasiast gerechnet wurde. In jedem einzelnen Gymnasium wurden lediglich ca. 150 Schüler unterrichtet.
    Heinz Freudenstein, Heimatfreunde Gudensberg

  • ... Landgraf Wilhelm IX. am 12. Dezember 1785 eine "Hessencasselische Verordnung wider die Luftballons" erlassen hatte, weil immer wieder durch die damals per heißer Luft/Feuer in den Himmel aufsteigenden Ballons aus Papier Strohdächer in Brand gesetzt wurden.
    Heinz Freudenstein, Heimatfreunde Gudensberg

Borken


  • ... im November 1943, westlich von Kerstenhausen, ein viermotoriger englischer Bomber abstürzte?
    Friedrich Döring, Kleinenglis

  • ... ein Name nicht immer auch Programm sein muss? Der Borkener Stadtteil Kleinenglis beispielsweise ist nur laut seinem Namen klein. In Wirklichkeit ist Kleinenglis größer als Großenenglis.
    Friedrich Döring, Kleinenglis

  • ... der Reiseschriftsteller A. E. Johann 1945 einige Monate in Kleinenglis wohnte?
    Friedrich Döring, Kleinenglis

  • ... es im 15. Jahrhundert noch Bären in Hessen gab? Bei Borken zerriss 1453 ein Bär zwei Kühe. In Gudensberger Rechnungen liest man: 1488 als die Jäger den Bären fingen und 1498 als Meister Jakob der Jägergeselle den Bären am Langenberg jagte.
    August Bollerhey, Wehren

Edermünde


  • ... die "Grifte-Gudensberger Kleinbahn" nur vier Bahnhöfe hatte? Grifte, Haldorf, Dissen und Gudensberg. Sie wurde am 15. Juli 1899 eröffnet.
    Heinrich Schröder, Frielendorf

  • ... bei der Eröffnung der Bahnstrecke von Grifte nach Gudensberg am 15. Juli 1899 am Bahnhof Haldorf der "Ehrentrunk und das kalte Buffet" erst verspätet genossen werden konnte, weil ein unentbehrliches Instrument noch fehlte. Es handelte sich um einen Korkenzieher, der erst noch aus dem nahen Haldorf herbeigeschafft werden musste.
    Heinz Freudenstein, Heimatfreunde Gudensberg


Felsberg

Die Felsburg in Felsberg

  • ... auf den 15 Stufen der Freitreppe auf dem Heiligenberg in Gensungen Theater gespielt wurde? Die letzte Aufführung erfolgte 1948 mit Hofmannsthals "Jedermann". Der Heiligenbergverein erinnerte 2005 nach der Restaurierung der Treppe mit einer Lesung an die Heiligenberg-Spielschar.
    Fritz Strack, Gensungen

  • ... die Gensunger Molkerei 1890/91 von dem damaligen Bürgermeister Johann Heinrich Clobes erbaut und 1893 von Heinrich Prinz erworben wurde? Dieser erlangte Weltruhm mit dem "Prinz Camembert". Durch die Bombardierung der Edertalsperre und die nachfolgende Überschwemmung der Molkerei wurde die Produktion beeinträchtigt. Der Betrieb musste Mitte der 1970er-Jahre ganz eingestellt werden.
    Fritz Strack, Gensungen

  • ... es in Gensungen Braunkohlebergbau gegeben hat? 1554 erteilte Landgraf Philipp I. der Großmütige Christoff Reiche und seinen Zunftgenossen die Erlaubnis, "nach Steinkohlen zu schöpfen". 1597 ist das erste Bergwerk am Heiligenberg angelegt worden. Der Abbau dauerte bis 1953. Die ehemalige "Zeche" an der Straße nach Heßlar mit dem Eingang zum Oskar-Stollen und eine aus Borken zur Verfügung gestellte Kohlenlore an der Heiligenberg-Allee erinnern noch an die 400-jährige Industriegeschichte.
    Fritz Strack, Gensungen

  • ... die Restaurierung der Mauern auf dem Heiligenberg in Gensungen mit Basalt aus dem Steinbruch Rhünda erfolgte? In den vier Jahren der systematischen Restaurierung wurde für jede Frühjahrs- und Herbstkampagne je ein Wagen mit vier Tonnen Basaltsteinen vermauert, insgesamt also mindestens 32 Tonnen.
    Fritz Strack, Gensungen

  • ... auf dem Heiligenberg in Gensungen Jahreszahlen eingemeißelt sind? 1954 Errichtung des äußeren Tores als Denkmal für die Heimat-Vertriebenen, 1960 Bau der Gensunger Spitze, 1964 Bau der Kelm-Hütte, 1978 Vollendung der Nordmauer, 2003 Beginn der systematischen Restaurierung, 2005 Vollendung der Südmauer, 2005 Vollendung und Einweihung der Treppe.
    Fritz Strack, Gensungen

  • ... es in der Mitte von Gensungen eine Mühle gab? 1714 wird Jacob Krantz als Besitzer der Mühle erwähnt. Samuel Crantz wird 1755 bei seiner Hochzeit als "Mahlmüller" bezeichnet. Im Sommer reichte das Wasser des Sunderbaches manchmal nicht aus. Heute ist das Grundstück mit Hofgebäude im Besitz der Familie Friedrich Clobes. Bis 1970 war das Mühlrad noch zu sehen, dann wurde es abgebrochen, weil eine Reparatur nicht mehr wirtschaftlich war. Das bestehende Wasserrecht wurde von der Gemeinde Gensungen abgelöst, um die Bahnhofstraße auszubauen.
    Fritz Strack, Gensungen

Altenburg
  • ... in Altenburg, in Niedenstein und in Ungedanken einmal mehr als ein Fünftel der Einwohnerschaft jüdisch war?
    Horst Krause-Willenberg, Gedenkstätte Breitenau

  • ... das Parkhotel in Gensungen 1906 von dem damaligen Bürgermeister Johann Heinrich Clobes erbaut wurde? Es war eine Ausflugsgaststätte, die auch von Gästen aus Kassel aufgesucht wurde, die auf dem Heiligenberg wanderten.
    Fritz Strack, Gensungen

  • ... in Gensungen bereits 1907 einige Wohngebäude, Scheunen und Stallungen an der Homberger Straße über eine 110-Volt-Leitung mit elektrischem Licht versorgt wurden? Der Strom wurde in der Dampfturbine der Molkerei Prinz erzeugt und anschließend über Holzmasten zu den Gebäuden abgerührt.
    August Gipper, Gensungen

  • ... im Jahre 1913 die politischen Vertreter der Gemeinde Gensungen entschieden, sich der Überlandzentrale anzuschließen? Der Stromlieferungsvertrag besagt, dass in Zuge der Elektrifizierung in jedem Haushalt unentgeltlich zwei Lampen angeschlossen werden.
    August Gipper, Gensungen

  • ... in Gensungen ab 1900 eine Zentrale Wasserversorung mit Quellfassung und Hochbehälter geschaffen wurde, und so allmählich die Brunnen stillgelegt werden konnten?
    August Gipper, Gensungen

  • ... Landgraf Philipp I. ein leidenschaftlicher Jäger war? 1537 wollte er auf der Karthause bei Felsberg selbst ein Stück Wildbret aufbrechen und verlangte ein Messer. Da sagte ein armer Bauer aus Deute verwundert: "Ei, seid Ihr ein reicher Fürst und habt kein Messer. Ich bin ein armer Schäfer und habe ihrer wohl drei", zeigte die Messer, gab ihm aber keines.
    August Bollerhey, Wehren

  • ... im 18. Jahrhundert an der Straße von Niedermöllrich nach Niedervorschütz eine "Kaffeebrücke" gebaut wurde. Dieser Wasserdurchlass an der heutigen Bundesstraße 254 wurde von ertappten Schmugglern, die beim Kaffeeschmuggel durch das "Bonnerholz" erwischt und mit Wegebauarbeiten bestraft wurden, errichtet.
    Heinz Freudenstein Heimatfreunde Gudensberg

Fritzlar

Die Hellenwarte bei Fritzlar

  • ... 1274 das Amt des Stadtschreibers (Archivars) in Fritzlar erstmals erwähnt wird?
    Clemens Lohmann, Stadtarchivar Fritzlar

  • ... in Altenburg, in Niedenstein und in Ungedanken einmal mehr als ein Fünftel der Einwohnerschaft jüdisch war?
    Horst Krause-Willenberg, Gedenkstätte Breitenau

  • ... bis zum Jahr 1972 etwa ein Viertel des heutigen Gesamtgeländes des Flugplatzes Fritzlar sich im Gemarkungsgebiet der damals noch selbstständigen Gemeinde Zennern befunden hat, ehe im Zuge der Gebietsreform eine entsprechende Arrondierung vorgenommen wurde.
    Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

  • ... im Jahre 1864 der Baukommissar Friedrich Hoffmann und der Hofbraumeister Heinrich von Dehn-Rotfelser die erste baugeschichtliche Beschreibung des Fritzlarer Domes unter dem Titel "Die Stiftskirche St. Petri zu Fritzlar" herausgegeben haben? Seitens des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde wurde dieser Beitrag im vorgenannten Jahr als Sonderdruck veröffentlicht. Die Publikation enthält neben zahlreichen Bezeichnungen auch wunderschöne Lithographien der verschiedenen Ansichten des Domes.
    Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

  • ... es in Fritzlar um 1890 zwei konkurrierende Zeitungen gab? Dabei handelte es sich zum einen um die "Fritzlar-Zeitung", gegründet von dem Buchdrucker Paul Pusch und zum anderen um den "Fritzlarer Kreis-Anzeiger", der von Heinrich Hoppe herausgebracht wurde.
    Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

  • ... die Tulpendarstellung im Hochzeitshaus in der Renaissance aus Zentralasien zunächst nach Europa in die Gärten wohlhabender Patrizier kam, wo sie als Sinnbild für Anmut, Schönheit und Ewigkeit, aber auch als Liebessymbol verehrt wurde?
    Marlies Heer, Fritzlar

  • ... am 20. September 1953 der Kreuzweg am Büraberge bei Ungedanken nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten auf Veranlassung des Vereins der Freunde des Büraberges eingeweiht wurde, nachdem dieser Weg auf frevelhafte Weise zum größten Teil durch die Hitlerjugend zerstört worden war.
    Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

  • ... Fritzlar im Jahre 1875 eine so genannte katholische Präparanden-Anstalt erhielt, in der künftige Volksschullehrer für das Lehrerseminar vorbereitet wurden? Das Schulgebäude war anfangs die "große Kurie am Friedhof", die um 1900 abgebrochen und auf dessen Platz im Jahre 1903 ein neues Gebäude errichtet wurde, was als ältester Gebäudeteil, der heute dort befindlichen Schule für praktisch Bildbare gilt.
    Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

  • ... in 1823 Kreisrat Reinhard in Fritzlar eine Verordnung erließ, wonach in den Dorfschulen des gesamten Kreises ab Herbst des Jahres Unterricht im Gebrauch der Näh-, Strick- und Stopfnadel erteilt werden musste?
    Anne Chr. Klüttermann, Verein für Geschichte und Dorfkultur, Besse

  • ... Wilhelm Grimm nicht nur im regen Briefwechsel mit dem Rittmeister von Verschuer und dessen Frau Karoline in Fritzlar stand, sondern sie auch dort besuchte?
    August Bollerhey, Wehren

  • ... Georg Schaumlöffel (geboren 1836 in Obervorschütz) ging 1853 in London zum Militär und bekam bedingt durch die englischen Kolonien Amerika, Afrika und Asien zu sehen. Doch in China verlor er bei einem Gefecht sein Augenlicht. Als Hauptmann bekam er eine gute Abfindung und zog wieder in sein Heimatort. Im Forsthaus lernte er seine Frau kennen, die ihm noch elf Kinder schenkte.
    August Bollerhey, Wehren

  • ... es mehr als 2.000 verschiedene Ansichtskarten von Fritzlar gibt? Die ältesten Ansichtskarten entstanden um 1890 und waren sogenannte Lithographien (Steindrucke).
    Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

  • ... am 8. Oktober 1937 auf dem Fritzlarer Marktplatz der letzte Zapfenstreich zu Pferd stattfand, ausgeführt von dem für seine reitsportlichen und musikalischen Leistungen weithin bekannten Fritzlarer Trompeterchor?
    Clemens Lohmann, Stadtarchivar Fritzlar

  • ... der Ort Fritzlar schon unter dem Abt Wigbert (geb. 680 in Wessex) an sonnigen Hängen Weinpflanzungen hatte? "Als diesem einst bei der Feyer des Sacraments der Wein ausging, trat er an die Thür des Kirchleins und drückte eine dort hängende Traube in den Kelch." (Rettberg Kirchengeschichte Deutschlands)
    Heinz Freudenstein, Heimatfreunde Gudensberg

  • ... in 1823 vom Landratsamt Fritzlar eine Verordnung an alle ländlichen Schulen des Kreises erging: "den Schülern weiblichen Geschlechts Unterricht im Gebrauch der Näh-, Stopf- und Stricknadel" zu erteilen?
    Anne Chr. Klüttermann, Verein für Geschichte und Dorfkultur, Besse

  • ... die Erzählung "Reise nach Fritzlar im Sommer 1794" von Adolph Freiherr Knigge, eine Parodie auf das Reisetagebuch "Von Zürich nach Kopenhagen" des bekannten Schweizer Theologen Johann Caspar ist, so findet die Reise nach Fritzlar trotz Einladung nicht statt.
    August Bollerhey, Wehren

  • ... im April 1924 der Schulrat die Wehrener Schule besuchte und der Schülerin Erna Pfennig ein Spiel überreichte? Die bei einem Schulwettbewerb im Kreis den besten Aufsatz (Eine Fahrt mit dem Autobus nach Kassel) selbstständig geschrieben hatte.
    August Bollerhey, Wehren

  • ... am Rande des Roten Rains in Fritzlar - Richtung Kaserne - ein großer Erdbunker bestanden hat, der von der damaligen Flugzeugfirma Hugo Junkers im Jahre 1942 erbaut wurde? Als die Amerikaner den Flugplatz zum Ende des 2. Weltkrieges eingenommen hatten, wurden die Eingänge (insgesamt drei) zu diesem Bunker im Jahre 1947 von den Amerikanern gesprengt.
    Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

  • ... im Stadtarchiv Fritzlar über 4.500 Bücher, davon ca. 1.200 Amts- und Gesetzesblätter aufbewahrt werden?
    Clemens Lohmann, Stadtarchivar Fritzlar

  • ... sich bereits im frühen Mittelalter in Fritzlar eine Art Postwesen entwickelte. Dies lag vor allem darin begründet, dass Fritzlar zu jener Zeit als Straßenknotenpunkt unweit der sächsischen Grenze lag und als wichtiger Ausgangspunkt für die reitenden Boten des von Bonifatius gegründeten Benediktinerklosters diente.
    Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

  • ... Postboten in Fritzlar zu Beginn des 17. Jahrhundert oft überfallen und ausgeplündert wurden? Aus der Geschichte des Postwesens der Stadt Fritzlar ist zu erfahren, dass sogar zwei Postboten in Fritzlar ermordet und ihre Leichen am "Roten Hals" beim [[Dom zu Fritzlar|Dom] begraben wurden.
    Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

  • ... an den Folgen der Bombardierung der Edertalsperre in der Nacht vom 16. auf den 17. Mai 1943 zehn Einwohner der Stadt Fritzlar ihr Leben gelassen haben? Unter ihnen befanden sich auch ein Holländer und eine Polin. Im gesamten Edergebiet betrug die Zahl der Opfer 51 Personen.
    Klaus Leise,Geschichtsverein Fritzlar

Der Dom zu Fritzlar - Foto: Reinhard Berger
  • ... in der Dombibliothek einige Schriftstücke aus der Zeit des Bonifatius aufbewahrt werden, u.a. das Fragment einer spätlateinischen Grammatik?
    Clemens Lohmann, Stadtarchivar Fritzlar

  • ... es im Amt Gudensberg auch große Fischteiche gab? Einen bei Wehren, wo vor allen anderen Orten des Landes jedes Jahr ein großer Sprienen- und Starenfang gehalten wurde, so steht es 1646 bei Merian.
    August Bollerhey, Wehren

  • ... aus einer Rechnung des Jahres 1515 zu entnehmen ist, das 126 verschiedene Bürger von Fritzlar über eigene Weinberge verfügten und den damals üblichen Zehnten in Natura gegenüber dem Landesherrn zu entrichten hatten?
    Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

  • ... sich bis in die Sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts etwa 2 km nordwestlich der Kalbsburg, in der Waldecke, die "Schäferei Eschbach", ein beliebtes Ausflugsziel, befand?
    Friedrich Döring, Kleinenglis

  • ... man am 6. September 1989 am Ehrenmal auf dem alten Friedhof eine Gedenktafel für die in Fritzlar fern ihrer Heimat gestorbenen polnischen Zwangsarbeiter enthüllte?
    Clemens Lohmann, Stadtarchivar Fritzlar

  • ... fast jedes Haus auf dem Fritzlarer Marktplatz in früherer Zeit eine Wetterfahne besaß? Noch heute sind auf den Dächern einiger Häuser um den mittelalterlichen Marktplatz alte oder Kopien alter Wetterfahnen zu bewundern.
    Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

  • ... Fritzlar sein Stadtrecht um 1200 erhalten hat? Mit der Verleihung des Stadtrechts unzertrennlich verbunden waren damals u.a. die Befreiung vom Grafengericht, die Wahl eigener selbstständiger Richter und Verwaltungsbeamter (damals Bürgermeister und Schöffen) und die so genannte Markt- und Münzgerechtigkeit (also das Recht Märkte abzuhalten und Münzen selbst zu prägen).
    Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

  • ... eine der Wehrener Glocken im Jahr 1555 gegossen, aus der Stadt Mecheln in Belgien ist? Sie zeigt kunstvolle Verzierungen, mit christlichen Motiven, die Wappen von Brabant und Mecheln, aber auch zwei Seenixen. Es bleibt ein Rätsel wie die Glocke nach Wehren gekommen ist.
    August Bollerhey, Wehren

  • ... Fritzlar aufgrund seines regen Marktwesens im 13. Jahrhundert zwei Münzmeister besaß, die nicht nur das Geld herstellten, sondern gleichzeitig auch eine Wechselbank unterhielten? Umgesetzt wurde meist Silber gegen kleine Scheidemünzen. Die Münzgesetze waren zur damaligen Zeit sehr streng. Einem Falschmünzer wurde, wenn man falsches Geld bei ihm vorfand, die Hand abgeschlagen. Die im Mittelalter in Fritzlar am meisten verwendeten Münzen waren Heller, Schillinge, Groschen und Gulden.
    Klaus Leise,Geschichtsverein Fritzlar

Fritzlarer Rathaus Ende der 1940er Jahre
  • ... 1962 bei der Sanierung des Fritzlarer Rathauses ein heftiger Streit zwischen dem Geschichtsverein Fritzlar und dem damaligen Landeskonservator Prof. Bleibaum über die Gestaltung des Obergeschosses entbrannt war? Der Geschichtsverein wollte nach einer Zeichnung von Malermeister Martin Drissel aus dem Jahre 1837 eine Fachwerk-Rekonstruktion entstehen lassen. Prof. Bleibaum jedoch lehnte diesen Vorschlag ab.Das Obergeschoss wurde dann, entsprechend den Vorstellungen des Landeskonservators, mit einer Schieferverkleidung versehen.
    Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

  • ... der schwärzeste Tag in der Geschichte von Fritzlar der 14. September 1232 war? Konrad von Thüringen und der Ritter F. von Treffurt, die Fritzlar lange Zeit belagert hatten, erstürmten die Mauern, zerstörten und plünderten die Stadt, und der Brand begann.
    Alfred Matthäi, Domküster i.R., Fritzlar

  • ... sich im Schloss Pommersfelden bei Bamberg (Sitz der Schönbornschen Grafen) zahlreiche Handschriften-Prachtbände, die ursprünglich dem Stift Fritzlar gehörten, befinden? Das Stift Fritzlar schenkte im 18. Jahrhundert diese Handschriften den Schönbornschen Grafen, die zum Teil Erzbischöfe von Mainz und damit zugleich Stadtherren von Fritzlar waren.
    Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

  • ... im April 1951 über 700 Häuser in Fritzlar eine einheitliche Nummerierung bekamen und dazu 167 Straßenschilder angebracht wurden? Dabei wurden natürlich auch Fehler gemacht, so wurde der alte Eselsweg in "Kaiser-Heinrich-Straße" umbenannt. Das war Heinrich I. aber nie, er wurde lediglich am 12. Mai 919 in Fritzlar zum König gewählt.
    Thomas Schattner, Wabern

  • ... im Jahr 1741 viele Menschen in Fritzlar an der roten Ruhr erkrankten? Im August und September starben innerhalb von sechs Wochen 80 Personen - hauptsächlich junge Leute. Fast täglich gab es bis zu sieben Leichen.
    Alfred Matthäi, Domküster i.R. Fritzlar

  • ... unterhalb des Fritzlarer Amberges in der Neustädter Straße sich ein großer Brunnen, der den Namen Fleckenbornbrunnen trug, bestanden hat? Dieser Brunnen versorgte die Einwohner Fritzlars im Mittelalter mit Trinkwasser. Von hier aus wurde das Wasser durch die so genannte "Wasserkunst" über den Kump am Domplatz in die Stadt verteilt.
    Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

Gudensberg

Blick auf Gudensberg

  • ... in frühester Zeit neben Marburg und Homberg auch in Gudensberg ein ausgedehnter Tiergarten für landgräfliches Speisewild bestand (nach G. Landau).
    Heinz Freudenstein, Heimatfreunde Gudensberg

  • ... die alten Hessen bis zum Osterfest keinen Speck roh aßen und dass die Würste nach dem winterlichen Schlachten nicht eher gut waren, bis sie den Kuckuck gehört hatten.
    Heinz Freudenstein, Heimatfreunde Gudensberg

  • ... die männlichen Apotheker im ehemaligen Kurhessen eine Blasensteuer entrichten mussten? Diese wurde auf metallene Destillierapparate erhoben und betrug drei Reichstaler zuzüglich der Gebühren für die Vermessung.
    Heinz Freudenstein, Heimatfreunde Gudensberg

  • ... in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts der Unterricht an der Gudensberger Schule morgens um sechs Uhr mit dem Gebet begann?
    Heinz Freudenstein, Heimatfreunde Gudensberg

  • ... Leinen aus dem Amte Gudensberg überwiegend über Volkmarsen und Elberfeld nach Holland gehandelt wurde, weil die Elberfelder Kaufleute den ärmlichen Leinenwebern und Spinnern den halben Lohn im Vorschuss zahlten?
    Heinz Freudenstein, Heimatfreunde Gudensberg

  • ... Conrad Wiegand bereits 1827 als Präceptor/Lehrer der Töchterschule zu Gudensberg mit einem Buch "Die Taubstummen in Kurhessen" seine Unterrichtungspläne für Taubstumme vorstellte und damit auf die Wichtigkeit des Unterrichts für Taubstumme aufmerksam machte. Dieses Buch wurde zum Besten dreier taubstummer Gudensberger Knaben herausgegeben.
    Heinz Freudenstein, Heimatfreunde Gudensberg

  • ... am 10. Februar 1907 zum ersten Mal ein katholischer Gottesdienst in Gudensberg stattfand? Dafür hatte Kaufmann Trossbach in seinem Hinterhaus eine Kapelle eingerichtet.
    Lieselotte Habenicht, Deute

  • ... auch in Gudensberg durch die "Hessencasselische Trauerordnung" aus dem Jahr 1786 von Landgraf Wilhelm IX. das Tragen von schwarzer Trauerkleidung verboten wurde?
    Heinz Freudenstein, Heimatfreunde Gudensberg

  • ... das Jahr 1638 in Gudensberg eine solche Mäuseplage brachte, dass angeblich sogar die Halme auf dem Felde von den Mäusen abgenagt wurden.
    Heinz Freudenstein, Heimatfreunde Gudensberg

  • ... die Römer im Jahre 15 n. Chr. bis an die Eder vorgedrungen sind, wo sie die Hauptstadt der Chatten, Mattium (vermutlich das heutige Dorf Maden bei Gudensberg), zerstörten?
    Dr. Lothar Roth, Felsberg

  • ... bereits im Jahr 1499 von einem Gudensberger Orgelbauer namens Heinrich Cranz (Henricus Crantius) die große Orgel in der Stiftskirche St. Blasii zu Braunschweig erbaut wurde.
    Heinz Freudenstein, Heimatfreunde Gudensberg

  • ... auf dem heutigen Areal des Gudensberger Golfparks bis zum Jahr 1866 nach Eisen gegraben wurde, die Funde dann gewaschen und gewinnbringend mit Fuhrwerken zu den nächsten Schmelzöfen und Hammerschmieden nach Schönstein am Kellerwald befördert wurden?
    Heinz Freudenstein, Heimatfreunde Gudensberg

  • ... es in früheren Zeiten in Gudensberg einen "Schmugglerpfad" gab? Diese Straße wurde von den Landgrafen wegen Zwistigkeiten mit den "Mainzern" in Fritzlar gebaut und führte von Gudensberg über Obervorschütz und Zennern Richtung Großenenglis, wo sie wieder mit der alten Frankfurter Reichsstraße zusammentraf. Mit dieser Umleitung wurde der Warenverkehr vorbei an den Fritzlarer Zollstationen geleitet.
    Heinz Freudenstein, Heimatfreunde Gudensberg

  • ... es vom "Scharfenstein" bei Dissen nicht nur ein Gemälde von Ludwig Grimm gibt, sondern auch ein Gedicht von Franz von Dingelstedt, dem späteren Direktor des Burgtheaters in Wien.
    August Bollerhey, Wehren

  • ... im 16. und 17. Jahrhundert Leinwand aus dem "Amte Gudensberg" überwiegend über Volkmarsen und Elberfeld nach Holland gehandelt wurde, weil die Elberfelder Kaufleute und Tuchhändler den ärmlichen Leinenwebern und Spinnern den halben Jahreslohn im Voraus zahlten?
    Heinz Freudenstein, Heimatfreunde Gudensberg

  • ... die "Grifte-Gudensberger Kleinbahn" nur vier Bahnhöfe hatte? Grifte, Haldorf, Dissen und Gudensberg. Sie wurde am 15. Juli 1899 eröffnet.
    Heinrich Schröder, Frielendorf

  • ... ein Kantor L. Reinhard aus Obervorschütz bei Gudensberg in Kurhessen im Jahre 1822 einen "Rechen-Katechismus" zum Gebrauch für die Jugend in niederen Schulen herausgab?
    Heinz Freudenstein, Heimatfreunde Gudensberg

  • ... mit recht großem Aufwand bereits im 14. Jahrhundert gebildete Bürgersöhne aus Gudensberg zur "ältesten deutschen Universität" in Prag (gegründet 1347/48 von Kaiser Karl IV.) geschickt wurden.
    Heinz Freudenstein, Heimatfreunde Gudensberg

  • ... ein Gudensberger namens Konrad Henckis im Jahr 1462 zu den Mitbegründern der Frankfurter Buchmesse gezählt wird und in seiner Eigenschaft als hessischer Buchdrucker und als Buch- und Handschriftenhändler bis nach Paris reiste?
    Heinz Freudenstein, Heimatfreunde Gudensberg

  • ... die alten Malstätten der Chatten auf der Gudensberger "Mader Heide", auf der Gerichts- und Landtage abgehalten wurden, bis in das Jahr 1802 als Huteflächen genutzt wurden, also bis dahin noch weitestgehend zusammenhängend erhalten waren, und erst dann in Ackerland umgewandelt und verteilt wurden.
    Heinz Freudenstein, Heimatfreunde Gudensberg


  • ... ein damals anerkannter und heute vergessener Gudensberger Bürgersohn, Conrad Johren, 1653 als Sohn eines Metropolitan geboren, in Gießen Medizin studierte und dort 1675 promovierte, später als Professor der "Beredsamkeit und Dichtkunst" zu der damals hessischen Universität in Rinteln wechselte, die er dann mit einer Stelle als Leibarzt des Grafen von Lippe tauschte? Von dort wechselte er 1698 auf einen Lehrstuhl der Medizin an die Universität in Frankfurt/Oder, wo der Verfasser mehrerer Dissertationen und zahlreicher Bücher 1716 verstarb.
    Heinz Freudenstein, Heimatfreunde Gudensberg

Homberg

Blick vom Feuerwehrturm auf die Kreisstadt Homberg, auf die Altstadt.

  • ... der Homberger Spendensammler Johannes Striegel 1643 eine größere Spende von dem ehemaligen Schlossbergkommandanten Engelhard Breul zum Wiederaufbau der zerstörten Stadt erhalten hat? Breul war weggezogen und lebte in Wittmund in Ostfriesland.
    Friedrich Dreytza, Türmer von Homberg

  • ... auf dem Gelände der heutigen Firma Rossmann, im Mai 1932, 16 Menschenskelette gefunden wurden, die aus einem Massengrab des Dreißigjährigen Krieges stammen?
    Friedrich Dreytza, Türmer von Homberg

  • ... durch Entscheid der Stadt Homberg von 1854 ab sofort die aus der Kirche ausgetretenen Personen im städtischen Garten, also außerhalb des Totenhofes beerdigt wurden?
    Friedrich Dreytza, Türmer von Homberg

  • ... die Halle im Vorhof des Homberger Schlossbergs 1951 endlich mit Glasfenstern versehen wurde?
    Friedrich Dreytza, Türmer von Homberg

  • ... am 2. April 1938 die Gebrüder Höxter in Homberg enteignet wurden? Das Kaufhaus der jüdischen Brüder wurde aus politischen Gründen enteignet und abgerissen, offiziell musste es der neuen Anbindung der Kreisstadt an die Autobahn A7 weichen. Es befand sich auf der Drehscheibe, zwischen heutigem Kaufhaus Sauer und dem Blumengeschäft Schade.
    Thomas Schattner, Wabern

  • ... vor fünfzig Jahren das Homberger Wahrzeichen - der Burgturm - fertiggestellt und eingeweiht wurde? Der wuchtige Burgturm, im Stil alter Bergfriede errichtet, gehört nicht zum historischen Bestand.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... der rote Backsteinbau des Lehrerseminars in Homberg - heute THS - 1879 der modernste Bau seiner Art in Preußen war? Der Bau war großzügig gestaltet und enthielt helle Klassen-, Musik- und Zeichenräume.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... vor 70 Jahren der Homberger Burgbrunnen gefunden wurde? Hans Salzmann, der glückliche Entdecker und Finder, legte auch die Umfassungsmauer des Brunnenrandes frei.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... den ersten Seminaristen des Homberger Lehrerseminars im Jahr 1838 das Rauchen und Biertrinken verboten war? Auch die private Lektüre war dem Seminarist unterstagt.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... zum ersten Burgfest am 27. September 1949 sich 6.000 Menschen am Burgberg eingefunden hatten? An diesem Tag wurde die neue Brücke vor dem Haupttor eingeweiht.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... die jahrhundertelange Geschichte des Türmer und Stadtmusikers auf St. Marien in Homberg am 1. Januar 1897 beendet war?
    Friedrich Dreytza, Türmer von Homberg

  • ... beim Bau der Wallstraße 1938 bereits vorgesehen war, Parkplätze am Rand der Straße anzulegen.
    Friedrich Dreytza, Türmer von Homberg

  • ... der "Jordan" durch Lembach fließt?
    Friedrich Döring,Kleinenglis

  • ... am 27. August 1952 Grundsteinlegung für den Schlossbergturm war? Die Einweihung des 14 Meter hohen Bergfried war am 12. Oktober 1958.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... der ehemalige Reichskanzler und damalige Kasseler Oberbürgermeister Philipp Scheidemann am 2. Juni 1926 im Wahlkampf in Holzhausen bei Homberg war? Grund des Besuches war ein Volksentscheid über die Enteignung der Fürstenvermögen.
    Thomas Schattner, Wabern

  • ... unter allen Homberger Vereinen der Schützenverein auf die längste, jahrhundertealte Tradition zurückblicken kann? Die Homberger Schützenordnung stammt aus dem Jahre 1598.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... die Burgherren auf dem Schlossberg keine Raubritter waren? Schon früh kamen Burg und Stadt in Besitz des Landgrafen, der die Burg ausbaute. Die Burg war Schutz für die Landschaft und ihre Bewohner, aber kein Raubnest.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... nach dem Dreißigjährigen Krieg der Türmer auf St. Marien in Homberg auch Stadtmusikus war und mit seiner Familie auf dem Turm wohnte?
    Friedrich Dreytza, Türmer von Homberg

  • ... die langjährige Homberger Türmer- und Stadtmusikerfamilie Georg Merkel, 1805 wegen Unsauberkeit für längere Zeit den Kirchturm von St. Marien verlassen musste?
    Friedrich Dreytza, Türmer von Homberg

  • ... das städtische Hochzeitshaus - heute Heimatmuseum - in diesem Jahr zwei Geburtstage feiert? Das Hochzeitshaus 490 Jahre und der angrenzende Küchenbau aus dem Jahre 1582 wird 425 Jahre alt.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... 1788 das erste Reithaus in Homberg entstand? Der Reithausplatz vor dem Obertor wurde damals zum Exerzieren benutzt. Das Reithaus hatte nur eine kurze Lebensdauer. In der Zeit des Königreichs Westfalen wurde es bereits wieder abgerissen.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... um 1750 fünfzig Mitglieder der Homberger Schuhmacherzunft angehörten? Mit 15 Gesellen fertigten sie in der Woche 200 Paar Schuhe an, 11.000 Paar im Jahr.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... die Homberger Stadtführerzunft seit 2002 über 60 historische Abendführungen durchgeführt hat?
    Friedrich Dreytza, Türmer von Homberg

  • ... am 29. August 1949 der Schlossberg elektrisches Licht bekam? Eine direkte Leitung von ca. 300 m Länge führt von der Taubstummenanstalt zum Berg hinauf. Die Arbeiten wurden ausgeführt von Ing. Hoff, Homberg. Fünf Lampen und zwei Dutzend Brennstellen wurden installiert.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... sich am Turm der Homberger Stadtkirche über 24 Steinmetzzeichen befinden? Sie dokumentieren eine technische Leistung aus dem 14. Jahrhundert.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... Roland Freisler, späterer Präsident des Volksgerichtshofes, am 15. März 1936 in Homberg eine Wahlkampfkundgebung im Walterschen Saal abhielt? "Als der Saal bis in den letzten Winkel besetzt war, mussten Hunderte von Volksgenossen wieder umkehren", war zu lesen.
    Thomas Schattner, Wabern

  • ... die Stadt Homberg seit Beginn der Aufzeichnung - 1270 bis heute - 93 regierende und 62 zweite Bürgermeister hatte? Somit ist der amtierende Bürgermeister der 155. in der Geschichte der Stadt.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... um das Jahr 1762 in den Jahresrechnungen der Stadt immer wieder ein "Neujahrsgeschenk" auftaucht? Der Rentmeister und der Bürgermeister erhielten zum Jahreswechsel je fünf Albus und ein Paar Handschuhe.
    Oskar Breiding, Homberg

  • ... 1938 durch eine überdurchschnittliche Maikäferplage eine "Mobilmachung für den Maikäferkrieg" beschlossen wurde?
    Friedrich Dreytza, Türmer von Homberg

Jesberg


  • ... im Jahr 1635 der bayrische General von Bönninghausen und seine Truppen das Dorf Jesberg und seine Umgebung durch Brand und Mord weitgehend zerstörte?
    Lothar Klitsch, Geschichtsverein Jesberg

  • ... die reizende Komtesse Lucy de Cavat, die Freundin des Königs Lustig (Bruder von Napoleon Bonaparte), auf der Fahrt nach Kassel, im Tal der Gilsa, von unbekannten, rohen Elementen überfallen und respektlos belästigt wurde?
    Lothar Klitsch, Geschichtsverein Jesberg


  • ... Jesberg und die älteste Apotheke Deutschlands (steht am Marktplatz in Trier) beide erstmals im Jahre 1241 urkundlich erwähnt wurden?
    Lothar Klitsch, Geschichtsverein Jesberg

  • ... die Burg Jesberg einige Jahrhunderte lang eine bedeutende Festungsanlage der Mainzer Erzbischöfe im Kampf gegen die Hessischen Landgrafen war?
    Lothar Klitsch, Geschichtsverein Jesberg

  • ... eine Tochter des Prinzen Maximilian von Hessen (Erbauer des nach ihm benannten Schlosses in Jesberg) mit dem Prinzen Heinrich von Preußen (einem Bruder von Friedrich dem Großen) vermählt war?
    Lothar Klitsch, Geschichtsverein Jesberg

  • ... die Burg Jesberg während der ca. 400 Jahre andauernden Kämpfe zwischen den Mainzer Erzbischhöfen und den thüringischen bzw. hessischen Landgrafen einer der Hauptstützpunkte des Mainzer Erzbistums war?
    Lothar Klitsch, Geschichtsverein Jesberg

Knüllwald


  • ... das aus Eichenholz gefertigte Tor zum Berndshäuser Wehrkirchhof aus dem Jahre 1452 stammt und somit seit mehr als 550 Jahren Wind und Wetter getrotzt hat?
    Roland Siebert, Dorheim

  • ... der spätere Terrorist Andreas Baader im Sommer 1969 zusammen mit der später ebenfalls in Stuttgart-Stammheim inhaftierten Gudrun Ensslin im Beiserhaus in Rengshausen war? Ihr Ziel war einerseits eine Revolutionierung des Erziehungswesens in den Heimen, andererseits rekrutierte man Nachwuchs für die eigenen politischen Ziele außerhalb des Heimwesens.
    Thomas Schattner, Wabern

  • ... vor 35 Jahren die Dörfer Beiseförth und Rengshausen an der Spitze aller ländlichen Fremdenverkehrsorte in Nordhessen lagen, wobei Rengshausen im oberen Beisetal mit etwa 70.000 Übernachtungen aufwarten konnte?
    Roland Siebert, Neuental

  • ... der Knüllwalder Ortsteil Berndshausen früher eine riedeselsche Enklave im Amt Homberg war? Deshalb besaß Berndshausen auch bis ins 19. Jahrhundert hinein ein eigenes Gefängnis und ein Brauhaus. Diese beiden Gebäude fielen erst Anfang der Siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts der damaligen Dorfsanierung zum Opfer.
    Roland Siebert, Neuental

  • ... 1971 mit dem Altmüller Fritz Kaiser (Henne Mühle) der letzte "Beisemüller" seinen Mahlbetrieb einstellte und damit die mehr als 600 Jahre andauernde Mühlenindustrie an der Beise mit insgesamt 25 Mühlen an dem nur 19 Kilometer langen Bach Geschichte geworden war?
    Roland Siebert, Neuental

  • ... der Eselspfad über den Rommelsberg seinen Namen den Lasttieren verdankt, die über hunderte von Jahren Frucht- und Mehlsäcke zwischen den Rengshäuser Mühlen und der Ortschaft Lichtenhagen, teilweise ohne menschliche Führung, hin- und hertrugen?
    Roland Siebert, Neuental

... am 10. April 1875 der erste Spatenstich zur Berlin-Coblenzer-Eisenbahn erfolgte? Am 20. April geschah solches am Tunnel zwischen Remsfeld und Oberbeisheim.
Oskar Breiding, Homberg


Körle


  • ... es seit dem 10. Januar 1931 eine Bücherei in Körle gibt?
    Andrea Grenzebach, Gemeinde Körle

  • ... Körle um 1620 bis zur Erweiterung des Melsunger Gerichtsbezirks einen eigenen Gerichtsbezirk hatte?
    Andrea Grenzebach, Gemeinde Körle

Malsfeld



  • ... es in Zionville, Tennessee (USA) eine "Familie Edward Mosheim" gibt? Die Familie besuchte mich 1998 und 1999 in Mosheim.
    Ernst-August Trieschmann, Mosheim

  • ... vor 35 Jahren die Dörfer Beiseförth und Rengshausen an der Spitze aller ländlichen Fremdenverkehrsorte in Nordhessen lagen, wobei Rengshausen im oberen Beisetal mit etwa 70.000 Übernachtungen aufwarten konnte?
    Roland Siebert, Neuental

Melsungen

Das Melsunger Rathaus

  • ... im Mittelalter der alte Stadtkern Melsungens von einer etwa sechs Meter hohen Ringmauer umschlossen war - mit Türmen, Toren, Mauer-(Schieß-)schlitzen und einem ungedeckten Wehrgang, der an der Innenseite des gesamten Mauerringes entlang führte?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... früher alljährlich ein "Marktmeister" gewählt wurde, der für Ordnung auf den Märkten sorgte? Einen solchen stellt vermutlich die geschnitzte Figur am Haus Ecke Marktplatz und Brückenstraße (Café) in Melsungen dar.
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... die zum Tode Verurteilten im Amt Melsungen nicht grundsätzlich am Galgen aufgehängt wurden? Dokumente im Staatsarchiv Marburg belegen, dass der Kasseler Henker zumindest einmal eine Frau verbrannt und ein anderes Mal ertränkt hat.
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... man im Amt Melsungen mit der Todesstrafe nicht kleinlich war? Der Galgen stand zunächst am Melgershäuser Weg, später am Galgenberg.
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... im Spätmittelalter in Melsungen - am Karlshagen, am Kolberg und am Wengesberg - Wein angebaut worden ist?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... man bei der Sanierung des um 1600 gebauten Melsunger Fachwerkhauses "Vorderes Eisfeld 7" eine alte Wärmeanlage gefunden hat? Sie besteht aus 26 eingebauten Tonkrügen und kann heute im Melsunger Heimatmuseum besichtigt werden.
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen


  • ... es im Stadtkern von Melsungen im Jahre 1850 laut den Aufzeichnungen 406 Wohnhäuser gegeben hat, in denen 2886 Christen und 76 Juden gewohnt haben? Ihre höchste Zahl erreichte die jüdische Gemeinde im Jahr 1880 mit 188 Mitgliedern.
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... es im Melsunger Casino, der heutigen Stadthalle, früher verboten war, mit Sporen zu tanzen? Laut Beschluss aus dem Jahr 1870 war ebenso das Tabakrauchen verboten "bei Versammlungen, an denen auch Damen teilnehmen".
    Horst Rüdiger, Melsungen

Bartenwetzerbrücke in Melsungen
  • ... wie die Buchstaben "W. G. N. B. D. B. S. V. S. D. M. K." an einem Stein der Bartenwetzerbrücke in Melsungen gedeutet werden? "Wo Gott nicht bauet, da bauen sie umsunst, segne diese meine Kunst."
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... früher Stadt und Gericht Melsungen dem Landgrafen "kriegsfähige" Männer zur Verfügung stellen mussten? 1456 waren das zum Beispiel 120 Männer aus Melsungen, 30 aus Körle und 20 aus Malsfeld.
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... Landgraf Moritz der Gelehrte nach seiner Abdankung im Jahr 1627 fünf Jahre im Melsunger Schloss lebte und eine Reihe von Zeichnungen und Skizzen hinterlassen hat, die Aufschluss geben über das damalige Melsungen?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... das romanische Portal im Turmbereich der Melsunger Stadtkirche und ein steinernes Haus an der Cyllsgasse die ältesten noch erhaltenen Bauwerke der Innenstadt Melsungen sind?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

Morschen


  • ... in Konnefeld neben Düngegips auch Alabaster für Kunst und Gebrauch abgebaut wurde? Als "Hessischer Marmor" wurde Alabaster in Altmorschen bis etwa um 1930 zu Kunst- und Gebrauchsgegenständen verarbeitet.
    Peter Naumann, Hilgershausen

  • ... Rührfix-Erfinder August Heinzerling in den Kriegsjahren 1943/44 einen Geheimauftrag bekam? Er sollte ein Getriebe mit ganz bestimmten Eigenschaften konstruieren, ohne dessen Verwendungszweck zu kennen. Erst viele Jahre später erfuhr Heinzerling, dass dieses Getriebe eines der wichtigsten Antriebselemente der V-2-Rakete war, die Wernher von Braun entwickelt hatte.
    Heinz Heinzerling, Altmorschen

  • ... das Kloster Haydau in Morschen die einzige noch vollständig erhaltene vierflügelige Klosteranlage in Hessen ist? Alle Flügel sind begehbar und können zu den verschiedensten Veranstaltungen und Funktionen genutzt werden.
    Dr. Ulrike Seethaler, Heina

  • ... das ehemalige Kloster Haydau ab 1857 die erste agrikulturchemische Versuchsanstalt Hessens beherbergte? Der leitende Chemiker wohnte damals im Ostflügel.
    Dr. Ulrike Seethaler, Heina

Neuental


  • ... während der Notzeiten im 1. Weltkrieg die Zimmersröder Schüler 1916 in zwei Tagen u.a. sechs Zentner Hagebutten, 150 Pfund Holunderbeeren und 1918 4,5 Zentner Bucheckern sammelten?
    Roland Siebert, Neuental

  • ... der Zimmersröder Lehrer Speck im Jahr 1882 nach 60-jähriger Dienstzeit erst mit 80 Jahren in Pension ging? Und das durfte er auch nur, weil sein Nachfolger sich verpflichtet hatte, Lehrer Specks jährliche Pension von 120 Mark zu bezahlen. Die Gemeinde Zimmersrode befand sich (schon) damals in einem "notorischen Notstand".
    Roland Siebert, Neuental

Neukirchen



Niedenstein


  • ... in Altenburg, in Niedenstein und in Ungedanken einmal mehr als ein Fünftel der Einwohnerschaft jüdisch war?
    Horst Krause-Willenberg, Gedenkstätte Breitenau

  • ... es um 1825 im Kreis Fritzlar fast in jedem Ort eine Baumschule zur Hebung des Obstbestandes gab? Als mustergültig wurden die Baumschulen von Niedenstein und Metze angesehen.
    August Bollerhey, Wehren

Schwalmstadt



  • ... am 26. März 193x die Stadt Ziegenhain rappelvoll war? Über 10.000 Menschen bevölkerten die Straßen und waren von weither angereist. Und das nur, weil sich Reichsbauernführer Richard Walther Darré angekündigt hatte.
    Thomas Schattner, Wabern

Schwarzenborn



Spangenberg


Schloss Spangenberg
  • ... das am 1. April 1945 völlig ausgebrannte Spangenberger Schloss durch den beherzten Einsatz des Staatsbaurates Dr. Georg Textor und durch das Engagement Spangenberger Bürger wieder aufgebaut werden konnte? Mit Hilfe eines vom Heimatverein gegründeten Schlossbaufonds und mit Geld des Landes Hessen konnte 1953 das erste Richtfest für den Kommandantenbau gefeiert werden, dem dann 1955 das Richtfest für den markanten Torturm mit seinen vier Ecktürmchen folgte.
    Fides Baumgart, Spangenberg

  • ... im Jahr 2009 Spangenberg auf 700 Jahre Stadtrechte zurückblicken kann. Bereits 1235 waren Burg und Stadt Spangenberg als Lehen der Grafen von Ziegenhain im Besitz der Herren von Treffurt und Spangenberg. Der Text im Marburger Staatsarchiv lautet: 10. August 1309: "Hermanus miles et Hermanus famulus domini de Spangenberg erteilen den Bürgern in Spangenberg das Jus civile secundum formam et ordinem civium Lyppensium".
    Fides Baumgart, Spangenberg

  • ... der Schauspieler Rupert Davis, der in den englischen Verfilmungen der Simenon-Romane den berühmten Kommissar Maigret darstellte, während des 2. Weltkrieges als kriegsgefangener Offizier auf Schloss Spangenberg inhaftiert war und Spangenberg nach dem Krieg mehrmals besuchte?
    Fides Baumgart, Spangenberg


  • ... es am Wahrzeichen Eschweges, dem "Großen Leuchtberg", einen Spangenberg-Brunnen gibt. Er wurde um 1920 gestiftet und erinnert an den Landbaumeister Anton Jacob Spangenberg (1796 bis­ 1882), der bereits 1825 für die Eschweger Bevölkerung einen ersten "Volksgarten" schuf und später mit der Erschließung der beiden Leuchtberge und der Werratalaue ein noch heute vorbildliches Naherholungsgebiet ausbaute.
    Fides Baumgart, Spangenberg


  • ... nach den überlieferten Protokollen mit Wirkung vom 19. Oktober 1866 die noch bestehende Garnison mit ihrem Kommandanten, dem Major Georg August Gissot, zwar noch preußisch vereidigt, aber bereits 1867 aufgelöst wurde.
    Fides Baumgart, Spangenberg


  • ... Spangenberg mit der Verleihung der Stadtrechte im Jahre 1350 durch Landgraf Heinrich II. auch die Befugnis zum Bierbrauen übertragen wurde? Erst 1847 wurde das Brauhaus, das auf dem nach diesem benannten "Brauhausplatz" stand, wegen Baufälligkeit abgerissen.
    Heinz Buhre,Spangenberg

  • ... bereits im 19. Jahrhundert in Nordhessen die Wildschweine immer mehr Schäden auf den Feldern verursachten? Im Spangenberger Schloss wurde eine Hundemeute gehalten, die bei den Saujagden zur Unterstützung der Jäger im Regierungsbezirk Kassel bis in die Neunziger Jahre des 19. Jahrhunderts eingesetzt wurde.
    Heinz Buhre,Spangenberg

  • ... 1880 im Wallgraben des Spangenberger Schlosses eine nicht waidgerechte Jagd abgehalten wurde? Oberförster von Marschall hatte einen Saufang anlegen lassen. Die darin gefangenen Wildschweine wurden in den Wallgraben geschafft und durften von Sonntagsjägern abgeschossen werden. Fehlschüsse kosteten eine Mark. Vom Erlös wurde ein vergnügtes Jagdessen finanziert.
    Heinz Buhre, Spangenberg

  • ... bis zum Bau der Hochdruckwasserleitung auf dem Grundstück der Spangenberger Stadtschule zwei Feuerlöschteiche angelegt waren? Der eine befand sich unweit vom Eulenturm und wurde aus der Glasebachleitung gespeist; der zweite auf dem Platz des heutigen Schulgebäudes bekam sein Wasser vom Liebenbach. Der erste hieß auch Brauteich, weil aus ihm das Wasser zum Bierbrauen geholt wurde. Bei Feuersbrünsten wurden die Teiche geöffnet, so dass das Wasser bergab laufen konnte.
    Heinz Buhre, Spangenberg

  • ... es in Spangenberg viele Kalköfen gab? Die Typenvielfalt solcher Öfen war gerade in Nordhessen außerordentlich groß. In Spangenberg gab es um 1900 neben einfachen Öfen auch Zwillingskalköfen. In den Öfen wurde der einheimische Muschelkalk gebrannt, der mit Wasser "gelöscht" in Ätzkalk verwandelt wurde. Mit Sand und Wasser angerührt und vermauert, erhärtete durch die in der Luft befindliche Kohlensäure der Kalk zu kohlensaurem Kalk.
    Peter Naumann, Hilgershausen

Wabern

Karlshof in Wabern

  • ... Wabern Anfang Dezember 1912 im Rübendreck erstickte? Zusätzliche beträchtliche Arbeit musste nun auf dem Fabrikgelände geleistet werden da "die Rüben derart mit Schmutz behaftet angeliefert werden, dass die Reinigung bedeutende Mehrkosten verursacht". Gleichzeitig stockte die Anlieferung der Rüben, weil die Bauern sich einfach außer Stande sahen, die auf den Feldern liegenden Rüben abzutransportieren. Die Böden waren so durchgeweicht, dass Pferde und Wagen schlicht darin versanken.
    Thomas Schattner, Wabern

  • ... bereits Anfang Dezember 1926 der erste Flugtag auf dem Mosenberg stattfand? Seinerzeit waren die maßgeblichen Akteure auf dem Fluggelände noch Hersfelder, Fuldaer und Dörnberger Segelflugpioniere, die sich dafür einsetzten, dass eine Segelflugschule im Kreisgebiet errichtet wurde. Das dauerte allerdings bis zum 24. Mai 1932, erst nun konnte das Segelfluggelände seiner Bestimmung übergeben werden.
    Thomas Schattner, Wabern

  • ... bis zum Jahr 1972 etwa ein Viertel des heutigen Gesamtgeländes des Flugplatzes Fritzlar sich im Gemarkungsgebiet der damals noch selbstständigen Gemeinde Zennern befunden hat, ehe im Zuge der Gebietsreform eine entsprechende Arrondierung vorgenommen wurde.
    Klaus Leise, Genschichtsverein Fritzlar

  • ... im 18. Jahrhundert an der Straße von Niedermöllrich nach Niedervorschütz eine "Kaffeebrücke" gebaut wurde. Dieser Wasserdurchlass an der heutigen Bundesstraße 254 wurde von ertappten Schmugglern, die beim Kaffeeschmuggel durch das "Bonnerholz" erwischt und mit Wegebauarbeiten bestraft wurden, errichtet.
    Heinz Freudenstein Heimatfreunde Gudensberg

  • ... die vierjährige Dorothe von Schlözer von einer Reise mit der Postkutsche im Jahr 1774 in ihrem Tagebuch Kassel erwähnt, den Ausspann in Wabern wo ihr die Suppe nicht schmeckte und anderen Tages die Weiterfahrt nach Jesberg. Dies kluge Mädchen war schon als Siebzehnjährige der erste weibliche Doktor der Philosophie.
    August Bollerhey, Wehren

  • ... es im Februar 1909 erstmals Pläne gab, in Wabern eine höhere Schule zu errichten?

Auf einer Versammlung am 26. Februar war man schon fast euphorisch, denn man rechnete mit 100 Schülern, die auf den Übergang zum Gymnasium und Realschule, zur Oberschule und zur höheren Mädchenschule dort vorbereitet werden sollten. Die Pläne wurden jedoch nie realisiert.
Thomas Schattner, Wabern