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.... auf den 15 Stufen der Freitreppe auf dem [[Heiligenberg]] Theater gespielt wurde? Die letzte Aufführung erfolgte 1948 mit Hofmannsthals „Jedermann”. Der [[Heiligenbergverein]] erinnerte 2005 nach der Restaurierung der Treppe mit einer Lesung an die Heiligenberg-Spielschar.
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... die [[Gensunger]] [[Molkerei]] [[1890/91]] von dem damaligen [[Bürgermeister]] [[Johann Heinrich Clobes]] erbaut und [[1893]] von [[Heinrich Prinz]] erworben wurde? Dieser erlangte Weltruhm mit dem „[[Prinz Camembert]]”.
 
Durch die Bombardierung der Edertalsperre und die nachfolgende Überschwemmung der Molkerei wurde die Produktion beeinträchtigt. Der Betrieb musste Mitte der 1970er-Jahre ganz eingestellt werden.
 
Durch die Bombardierung der Edertalsperre und die nachfolgende Überschwemmung der Molkerei wurde die Produktion beeinträchtigt. Der Betrieb musste Mitte der 1970er-Jahre ganz eingestellt werden.
 
''Fritz Strack, Gensungen''
 
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... es in [[Gensungen]] [[Braunkohlebergbau]] gegeben hat? [[1554]] erteilte [[Landgraf Philipp]] der Großmütige Christoff Reiche und seinen Zunftgenossen die Erlaubnis, „nach Steinkohlen zu schöpfen” . [[1597]] ist das erste Bergweck am [[Heiligenberg]] angelegt worden. Der Abbau dauerte bis 1953.
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... es in [[Gensungen]] [[Braunkohlebergbau]] gegeben hat? [[1554]] erteilte [[Landgraf Philipp]] der Großmütige Christoff Reiche und seinen Zunftgenossen die Erlaubnis, „nach Steinkohlen zu schöpfen”. [[1597]] ist das erste Bergweck am [[Heiligenberg]] angelegt worden. Der Abbau dauerte bis 1953.
 
Die ehemalige „[[Zeche]]” an der Straße nach [[Heßlar]] mit dem Eingang zum Oskar-Stollen und eine aus Borken zur Verfügung gestellte Kohlenlore an der Heiligenberg-Allee erinnern noch an die 400-jährige Industriegeschichte.
 
Die ehemalige „[[Zeche]]” an der Straße nach [[Heßlar]] mit dem Eingang zum Oskar-Stollen und eine aus Borken zur Verfügung gestellte Kohlenlore an der Heiligenberg-Allee erinnern noch an die 400-jährige Industriegeschichte.
 
''Fritz Strack, Gensungen''
 
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... das am 1. April 1945 völlig ausgebrannte [[Spangenberger Schloss]] durch den beherzten Einsatz des Staatsbaurates [[Dr. Georg Textor]] und durch das Engagement Spangenberger Bürger wieder aufgebaut werden konnte? Mit Hilfe eines vom Heimatverein gegründeten Schlossbaufonds und mit Geld des Landes Hessen konnte 1953 das erste Richtfest für den Kommandantenbau gefeiert werden, dem dann 1955 das Richtfest für den markanten Torturm mit seinen vier Ecktürmchen folgte.
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... im Jahr [[2009]] [[Spangenberg]] auf [[700 Jahre Stadtrechte]] zurückblicken kann. Bereits 1235 waren Burg und Stadt Spangenberg als Lehen der Grafen von Ziegenhain im Besitz der Herren von Treffurt und Spangenberg. Der Text im Marburger Staatsarchiv lautet: 10. 08. [[1309]]: Hermanus miles et Hermanus famulus domini de Spangenberg erteilen den Bürgern in Spangenberg das Jus civile secundum formam et ordinem civium Lyppensium.  
 
... im Jahr [[2009]] [[Spangenberg]] auf [[700 Jahre Stadtrechte]] zurückblicken kann. Bereits 1235 waren Burg und Stadt Spangenberg als Lehen der Grafen von Ziegenhain im Besitz der Herren von Treffurt und Spangenberg. Der Text im Marburger Staatsarchiv lautet: 10. 08. [[1309]]: Hermanus miles et Hermanus famulus domini de Spangenberg erteilen den Bürgern in Spangenberg das Jus civile secundum formam et ordinem civium Lyppensium.  
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... dass der Schauspieler [[Rupert Davis]], der in den englischen Verfilmungen der Simenon-Romane den berühmten Kommissar Maigret darstellte, während des 2. Weltkrieges als kriegsgefangener Offizier auf [[Schloss Spangenberg]] inhaftiert war und [[Spangenberg]] nach dem Krieg mehrmals besuchte?
 
... dass der Schauspieler [[Rupert Davis]], der in den englischen Verfilmungen der Simenon-Romane den berühmten Kommissar Maigret darstellte, während des 2. Weltkrieges als kriegsgefangener Offizier auf [[Schloss Spangenberg]] inhaftiert war und [[Spangenberg]] nach dem Krieg mehrmals besuchte?
 
''Fides Baumgart, Spangenberg''
 
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... [[1880]] im [[Wallgraben]] des [[Spangenberger Schlosses]] eine nicht waidgerechte Jagd abgehalten wurde? Oberförster von Marschall hatte einen Saufang anlegen lassen. Die darin gefangenen Wildschweine wurden in den Wallgraben geschafft und durften von Sonntagsjägern abgeschossen werden. Fehlschüsse kosteten eine Mark. Vom Erlös wurde ein vergnügtes Jagdessen finanziert.
 
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... es am Wahrzeichen [[Eschwege]]s, dem [[Großer Leuchtberg|Großen Leuchtberg]], einen Spangenberg-Brunnen gibt. Er wurde um [[1920]] gestiftet und erinnert an den Landbaumeister [[Anton Jacob Spangenberg]] (1796 -­ 1882), der bereits 1825 für die Eschweger Bevölkerung einen ersten „Volksgarten” schuf und später mit der Erschließung der beiden Leuchtberge und der [[Werratalaue]] ein noch heute vorbildliches Naherholungsgebiet ausbaute.  
 
... es am Wahrzeichen [[Eschwege]]s, dem [[Großer Leuchtberg|Großen Leuchtberg]], einen Spangenberg-Brunnen gibt. Er wurde um [[1920]] gestiftet und erinnert an den Landbaumeister [[Anton Jacob Spangenberg]] (1796 -­ 1882), der bereits 1825 für die Eschweger Bevölkerung einen ersten „Volksgarten” schuf und später mit der Erschließung der beiden Leuchtberge und der [[Werratalaue]] ein noch heute vorbildliches Naherholungsgebiet ausbaute.  
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... nach den überlieferten Protokollen  mit Wirkung vom 19. Oktober 1866 die noch bestehende Garnison mit ihrem Kommandanten, dem Major [[Georg August Gissot]], zwar noch preußisch vereidigt, aber bereits [[1867]] aufgelöst wurde.
 
... nach den überlieferten Protokollen  mit Wirkung vom 19. Oktober 1866 die noch bestehende Garnison mit ihrem Kommandanten, dem Major [[Georg August Gissot]], zwar noch preußisch vereidigt, aber bereits [[1867]] aufgelöst wurde.
 
''Fides Baumgart, Spangenberg''
 
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... [[Spangenberg]] mit der Verleihung der Stadtrechte im Jahre[[ 1350]] durch den [[Landgrafen Heinrich II]] auch die Befugnis zum [[Bierbrauen]] übertragen wurde? Erst 1847 wurde das Brauhaus, das auf dem nach diesem benannten „[[Brauhausplatz]]” stand, wegen Baufälligkeit abgerissen.
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... [[1880]] im [[Wallgraben]] des [[Spangenberger Schlosses]] eine nicht waidgerechte Jagd abgehalten wurde? Oberförster von Marschall hatte einen Saufang anlegen lassen. Die darin gefangenen Wildschweine wurden in den Wallgraben geschafft und durften von Sonntagsjägern abgeschossen werden. Fehlschüsse kosteten eine Mark. Vom Erlös wurde ein vergnügtes Jagdessen finanziert.
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''Heinz Buhre, Spangenberg''
  
 
... im Mittelalter der alte Stadtkern [[Melsungen|Melsungens]] von einer etwa sechs Meter hohen [[Ringmauer]]  umschlossen war - mit Türmen, Toren, Mauer-(Schieß-)schlitzen und einem ungedeckten [[Wehrgang]], der an der Innenseite des gesamten [[Mauerring|Mauerringes]] entlang führte?  
 
... im Mittelalter der alte Stadtkern [[Melsungen|Melsungens]] von einer etwa sechs Meter hohen [[Ringmauer]]  umschlossen war - mit Türmen, Toren, Mauer-(Schieß-)schlitzen und einem ungedeckten [[Wehrgang]], der an der Innenseite des gesamten [[Mauerring|Mauerringes]] entlang führte?  

Version vom 13. Februar 2007, 15:13 Uhr

.... auf den 15 Stufen der Freitreppe auf dem Heiligenberg Theater gespielt wurde? Die letzte Aufführung erfolgte 1948 mit Hofmannsthals „Jedermann”. Der Heiligenbergverein erinnerte 2005 nach der Restaurierung der Treppe mit einer Lesung an die Heiligenberg-Spielschar. Fritz Strack, Gensungen

... die Gensunger Molkerei 1890/91 von dem damaligen Bürgermeister Johann Heinrich Clobes erbaut und 1893 von Heinrich Prinz erworben wurde? Dieser erlangte Weltruhm mit dem „Prinz Camembert”. Durch die Bombardierung der Edertalsperre und die nachfolgende Überschwemmung der Molkerei wurde die Produktion beeinträchtigt. Der Betrieb musste Mitte der 1970er-Jahre ganz eingestellt werden. Fritz Strack, Gensungen

... es in Gensungen Braunkohlebergbau gegeben hat? 1554 erteilte Landgraf Philipp der Großmütige Christoff Reiche und seinen Zunftgenossen die Erlaubnis, „nach Steinkohlen zu schöpfen”. 1597 ist das erste Bergweck am Heiligenberg angelegt worden. Der Abbau dauerte bis 1953. Die ehemalige „Zeche” an der Straße nach Heßlar mit dem Eingang zum Oskar-Stollen und eine aus Borken zur Verfügung gestellte Kohlenlore an der Heiligenberg-Allee erinnern noch an die 400-jährige Industriegeschichte. Fritz Strack, Gensungen

... das am 1. April 1945 völlig ausgebrannte Spangenberger Schloss durch den beherzten Einsatz des Staatsbaurates Dr. Georg Textor und durch das Engagement Spangenberger Bürger wieder aufgebaut werden konnte? Mit Hilfe eines vom Heimatverein gegründeten Schlossbaufonds und mit Geld des Landes Hessen konnte 1953 das erste Richtfest für den Kommandantenbau gefeiert werden, dem dann 1955 das Richtfest für den markanten Torturm mit seinen vier Ecktürmchen folgte. Fides Baumgart, Spangenberg


... im Jahr 2009 Spangenberg auf 700 Jahre Stadtrechte zurückblicken kann. Bereits 1235 waren Burg und Stadt Spangenberg als Lehen der Grafen von Ziegenhain im Besitz der Herren von Treffurt und Spangenberg. Der Text im Marburger Staatsarchiv lautet: 10. 08. 1309: Hermanus miles et Hermanus famulus domini de Spangenberg erteilen den Bürgern in Spangenberg das Jus civile secundum formam et ordinem civium Lyppensium. Fides Baumgart, Spangenberg

... dass der Schauspieler Rupert Davis, der in den englischen Verfilmungen der Simenon-Romane den berühmten Kommissar Maigret darstellte, während des 2. Weltkrieges als kriegsgefangener Offizier auf Schloss Spangenberg inhaftiert war und Spangenberg nach dem Krieg mehrmals besuchte? Fides Baumgart, Spangenberg

... es am Wahrzeichen Eschweges, dem Großen Leuchtberg, einen Spangenberg-Brunnen gibt. Er wurde um 1920 gestiftet und erinnert an den Landbaumeister Anton Jacob Spangenberg (1796 -­ 1882), der bereits 1825 für die Eschweger Bevölkerung einen ersten „Volksgarten” schuf und später mit der Erschließung der beiden Leuchtberge und der Werratalaue ein noch heute vorbildliches Naherholungsgebiet ausbaute. Fides Baumgart, Spangenberg

... die Überführung des Kurhessischen Fürstenschlosses Spangenberg in preußischen Besitz im Jahr 1866 ohne Sang und Klang über die Bühne ging. Fides Baumgart, Spangenberg

... nach den überlieferten Protokollen mit Wirkung vom 19. Oktober 1866 die noch bestehende Garnison mit ihrem Kommandanten, dem Major Georg August Gissot, zwar noch preußisch vereidigt, aber bereits 1867 aufgelöst wurde. Fides Baumgart, Spangenberg

... Spangenberg mit der Verleihung der Stadtrechte im Jahre 1350 durch den Landgrafen Heinrich II auch die Befugnis zum Bierbrauen übertragen wurde? Erst 1847 wurde das Brauhaus, das auf dem nach diesem benannten „Brauhausplatz” stand, wegen Baufälligkeit abgerissen. Heinz Buhre,Spangenberg

... 1880 im Wallgraben des Spangenberger Schlosses eine nicht waidgerechte Jagd abgehalten wurde? Oberförster von Marschall hatte einen Saufang anlegen lassen. Die darin gefangenen Wildschweine wurden in den Wallgraben geschafft und durften von Sonntagsjägern abgeschossen werden. Fehlschüsse kosteten eine Mark. Vom Erlös wurde ein vergnügtes Jagdessen finanziert. Heinz Buhre, Spangenberg

... im Mittelalter der alte Stadtkern Melsungens von einer etwa sechs Meter hohen Ringmauer umschlossen war - mit Türmen, Toren, Mauer-(Schieß-)schlitzen und einem ungedeckten Wehrgang, der an der Innenseite des gesamten Mauerringes entlang führte? Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

... dass im Spätmittelalter in Melsungen - am Karlshagen, am Kolberg und am Wengesberg - Wein angebaut worden ist? Dr. Ehrhart Appell, Melsungen


... man bei der Sanierung des um 1600 gebauten Melsunger Fachwerkhauses Vorderes Eisfeld 7 eine alte Wärme-Anlage gefunden hat? Sie besteht aus 26 eingebauten Tonkrügen und kann heute im Melsunger Heimatmuseum besichtigt werden. Dr. Ehrhart Appell, Melsungen


... dass auf dem Heiligenberg in Gensungen Jahreszahlen eingemeißelt sind? 1954 Errichtung des äußeren Tores als Denkmal für die Heimat-Vertriebenen, 1960 Bau der Gensunger Spitze, 1964 Bau der Kelm-Hütte, 1978 Vollendung der Nordmauer, 2003 Beginn der systematischen Restaurierung, 2005 Vollendung der Südmauer, 2005 Vollendung und Einweihung der Treppe. Fritz Strack, Gensungen

... dass Rührfix-Erfinder August Heinzerling in den Kriegsjahren 1943/44 einen Geheimauftrag bekam? Er sollte ein Getriebe mit ganz bestimmten Eigenschaften konstruieren, ohne dessen Verwendungszweck zu kennen. Erst viele Jahre später erfuhr Heinzerling, dass dieses Getriebe eines der wichtigsten Antriebselemente der V-2-Rakete war, die Wernher von Braun entwickelt hatte. Heinz Heinzerling, Altmorschen


... Schwarzenborn das Holz, Ziegenhain den Stolz, Neukirchen das Geld, aber Trees, aber Trees die Welt hat? Anneliese Heipel-Biedebach, Schwalmstadt

... das bis zum Jahr 1972 ca. ein Viertel des heutigen Gesamtgeländes des Flugplatzes Fritzlar sich im Gemarkungsgebiet der damals noch selbstständigen Gemeinde Zennern befunden hat, ehe im Zuge der Gebietsreform eine entsprechende Arrondierung vorgenommen wurde. Klaus Leise, Genschichtsverein Fritzlar

... dass die königlich preußische Regierung zu Cassel es im Jahre 1907, also vor genau 100 Jahren, durch Verordnung gestattete, dass in besonderen Ausnahmefällen verheiratete Lehrerinnen widerruflich im Schuldienst beschäftigt werden können? Roland Siebert, Dorheim

... dass am 10. Februar 1907 zum ersten Mal ein katholischer Gottesdienst in Gudensberg stattfand? Dafür hatte Kaufmann Trossbach in seinem Hinterhaus eine Kapelle eingerichtet. Lieselotte Habenicht, Deute

... das 1274 das Amt des Stadtschreibers (Archivars) in Fritzlar erstmals erwähnt wird? Clemens Lohmann, Stadtarchivar Fritzlar