Wolfsanger: Unterschied zwischen den Versionen

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Im Jahre 1019 schenkt Kaiser Heinrich II. den Ort Wolfsanger an das [[Kloster Kaufungen]]. <br/>Wolfsanger erhält das Recht zur Abhaltung eines Wochenmarktes am Sonnabend und eines dreitägigen Jahrmarkts zum Johannisfest.<br/>
 
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== Bombenangriff ==
 
== Bombenangriff ==

Version vom 25. Februar 2008, 03:41 Uhr

Wolfsanger
Wolfsanger.jpg
Basisdaten
Geographische Koordinaten: 51° 12′ N, 08° 56′ O
Fläche: km2
Eingemeindung: 1936
Einwohner: 6.795
(Stand 1. Juni 2007)
Politik
Ortsvorsteher: Alfred Langner (SPD)
Sitzverteilung im Ortsbeirat (2006):
CDU SPD Grüne
3 5 1

Wolfsanger ist ein Bezirk Kassels im nordöstlichen Stadtteil Wolfsanger/ Hasenhecke.

Wolfsanger (Wulvisanger)

Wolfsangers erste Erwähnung geschieht in einer Urkunde Kaiser Karl des Großen vom 01.12.811, ausgestellt zu Aachen.
Es ist damit der älteste Vorort Kassels und 100 Jahre älter als Kassel selbst.

Im Jahre 1019 schenkt Kaiser Heinrich II. den Ort Wolfsanger an das Kloster Kaufungen.
Wolfsanger erhält das Recht zur Abhaltung eines Wochenmarktes am Sonnabend und eines dreitägigen Jahrmarkts zum Johannisfest.
Wolfsanger war auch Gerichtsstätte, bereits um 1100 wurde hier Recht gesprochen.

Eingemeindung

Wolfsanger wurde 1936 in die Stadt Kassel eingemeindet.

Obwohl 1936 eingemeindet, konnte sich Wolfsanger seinen dörflichen Charakter vorerst erhalten. Im damaligen Ort gab es 28 Bauernhöfe und ca. 270 Wohnhäuser die meisten davon waren in einfacher Fachwerkbauweise errichtet.

Die Dorfkirche

Die alte Dorfkirche (Johannis-Kirche) wurde 1725 von Landbaumeister Giovanni Ghezzi mit Unterstützung des Landgrafen Karl gebaut.
Sie ist die Nachfolgerin einer älteren Johanneskirche, die schon im Jahre 1019 erwähnt wurde.

Der Standplatz der Kirche ist der Opferberg. In unittelbarer Nähe der Kirche befand sich der Osterbrunnen.

Am Opferberg befand sich vermutlich in vorchristlicher Zeit eine alte Feuer- und Opferstätte.

Wenige hundert Meter östlich lag der „Metzelstein“.

Über dem Haupteingang der Kirche gibt es eine Inschrift in lateinischer Sprache, die auf den Bauherrn und das Baujahr hinweist.

Johannis-Kirche vor der Zerstörung 1943

Inschrift:

CAROLUS HASSORUM PRINCEPS CELSISSIMUS AEDEM HANO IUSSIT SULTUS SUPPEDITANDO STRUI RITE DEO CULTUS SACER UT PRAESTETUR IN ILLA ET VERBO PASCI GREX PIUS INDE QUEAT: COMMUNI OBSEQUIO SUNT HINC FUNDAMINA LACTA EXSTRUCTA AEDILIS DEXTERITATE DOMUS DESUPER ADSPIRANS DIVINI FLAMINIS AURA COELESTI COETUM DUCE FIDEQUE BEET:

MDCCXXV

Über den zugemauerten früheren kleineren Unterdorfeingang der Kirche finden wir eine weitere Inschrift, diesmal auf Deutsch die auf den damaligen Pfarrer und den Baumeister hinweist:

STEH LESER; STEH UND LAS DIR DAS ZUR NACHRICHT SAGEN; WENN DU MICH ETWAN SOLST UM MEINEN MEISTER FRAGEN; MICH BAUTE GHEZZI FLEIS IN EINEM HALBEN JAHR

A__L__S G__L__E__IC__H H__I__ER __VVI__E__D__EK__I__N__D__ DER ZE__I__TEN PFARRER __VV__AR.

WÜNSCH ABER AUCH MIT MIR; DAS DIE IN SEGEN STEHEN; DIE SEELICH AUS UND EIN DURCH MEINE THORE GEHEN

Die Jahreszahl 1725 ergibt sich aus der Summe der unterstrichenen lateinischen Zahlen.

Bombenangriff

Das bis dahin so bekannte und vertraute Ortsbild sollte sich radikal ändern als neben Kassel auch Wolfsanger am 03. Oktober 1943 bombadiert wurde. Wolfsanger wurde durch Brand und Sprengbomben schwer getroffen.

Ein großer Teil der Überlebenden wurde nach den Angriffen evakuiert. Es waren nur noch wenige Häuser bewohnbar. Auch das Haus meiner Urgroßeltern in der heutigen Fuldatalstraße 124 wurde schwer getroffen.

Nur die Grundmauern blieben stehen, ein Wiederaufbau war möglich. Meine Mutter erzählte mir das sie als Kind mitgeholfen hat das Haus wieder aufzubauen.

Quelle: Heimatfreunde Wolfsanger

Feuerwehr

Wolfsanger besitzt eine Freiwillige Feuerwehr:

siehe auch

Externe Links

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