Wolfhagen

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Wolfhagen
Wolfhagen-Stadtansicht.JPG
Wolfhagen - Stadtansicht
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Kassel
Fläche: 111,95 qkm
Einwohner: ca. 13.500
Postleitzahl: 34466
Vorwahl: 05692
Kfz-Kennzeichen: KS
Adresse der
Stadtverwaltung:
Burgstr. 33 - 35
34466 Wolfhagen
Website: www.wolfhagen.de
Bürgermeister: Reinhard Schaake

Wolfhagen mit etwa 13.500 Einwohnern ist die ehemalige Kreisstadt des Kreises Wolfhagen und nach der hessischen Gebietsreform eine Stadt im Landkreis Kassel in Nordhessen.

Die Stadtteile

Stadtteile von Wolfhagen sind Altenhasungen, Bründersen, Ippinghausen, Istha, Gasterfeld, Leckringhausen, Niederelsungen, Nothfelden, Philippinenburg, Philippinenthal, Viesebeck und Wenigenhasungen.

Geografie

Die Stadt liegt im Naturpark Habichtswald westlich der Großstadt Kassel.

Historische Fachwerkstadt Wolfhagen

Wo früher fränkische und sächsische Stammesgrenzen, wo unweit Hessen und Westfalen zusammentreffen, liegt zwischen dem Ederfluß im Süden und der Diemel im Norden die mittelalterliche Fachwerkstadt Wolfhagen. Die Stadt ist das Mittelzentrum des “Wolfhager Landes”.

Eine Kette von Kegel- und Kuppenbergen in sanft geschwungener Linienführung kennzeichnet die Landschaft, teils von grünen Rasenflächen und Büschen bewachsen und weite Aussicht verheißend, teils bewaldet und von Burgen und Türmen bekrönt. Inmitten dieser reizvollen Landschaft liegt Wolfhagen – erstmals 1231 erwähnt – mit seinem alten Stadtkern auf einem Bergrücken. Wie die Küken um die Glucke, so drängen sich die spitzgiebeligen Fachwerkhäuser rings um die St. Anna Kirche mit ihrem weithin die Stadtsilhouette beherrschenden mächtigen Turm und seinem charakteristischen Helm.

Wolfhagen - Altstadt

Trotz aller Veränderungen ist das reizvolle Bild einer mittelalterlichen Kleinstadt erhalten geblieben. Viele Bürger haben die Schönheit des Fachwerkhauses wieder entdeckt und ihre Wohn- und Geschäftshäuser im alten Fachwerkstil prachtvoll saniert.

Manche historische Besonderheit gilt es zu entdecken. So das einstige Leben des Brasilienfahrers Hans Staden oder der “Heilige Schützeberg”, das Wasserschloss Elmarshausen oder die Erzählungen von der Weibertreue auf der Weidelsburg, der größten Burgruine Nordhessens.

Wanderlustigen eröffnet sich eine Wanderlandschaft von Bergkuppen und Wäldern, Tälern und Seen.

Gemütliche Lokale und herzliche Gastfreundschaft laden zum Verweilen ein.

Romantik einer Kleinstadt? Ja, es gibt sie offensichtlich doch noch. Man muß nur einen Sinn dafür haben und schon spürt man sie.

Wolfhagen, die historische Fachwerkstadt lädt Sie ein.

Quelle: www.wolfhagen.de (Touristinfo)

Kirchen

Sehenswürdigkeiten

Elmarshausen
  • Aussichtsturm auf dem Ofenberg (373 m)
  • Chattenturm nördlich vom Schützeberger Tor (auch: Kattenturm, ein erhaltener Stadtturm mit Resten der historischen Stadtmauer)
  • Altes Rathaus (das Gebäude hinter der St. Anna - Kirche war bis 1967 Sitz der Stadtverwaltung und beherbergt heute ein Hotel und Restaurant)
  • Evangelische Stadtkirche Wolfhagen (eine dreischiffige gotische Hallenkirche aus dem 13. Jahrhundert, ist das Wahrzeichen der Stadt)
  • Evangelische Kirche Altenhasungen (ursprünglich romanische Kirche aus dem 11. Jahrhundert)
  • Evangelische Kirche Bründersen (erbaut 1543, umfassend erneuert 1742)
  • Evangelische Kirche Ippinghausen (barocke Saalkirche, erbaut 1772)
  • Evangelische Kirche Istha (barocke Saalkirche mit romanischem Turm)
  • Hugenottenkirche Leckringhausen (1774 eingeweiht)
  • Marktplatz mit der "Alten Wache", dem "Märchenbrunnen" und dem historischen Rathaus (aus dem 16. Jahrhundert)
  • Schützeberg
  • Weidelsburg (oberhalb von Ippinghausen, größte Burgruine Nordhessens)
  • Wasserschloss Elmarshausen

siehe auch:

Stadtgeschichte

Aus der Stadtgeschichte

"Wolfhagen – ein Wolf, der bei den Rodungsarbeiten, die die Gründung der Stadt zu Beginn des 13. Jahrhunderts vorbereiten sollten, aus dem Hagen sprang, wie man damals einen mit Bäumen bestandenen Bergrücken nannte, so klingt heute noch im Namen der Stadt die alte Sage der Stadtgründung nach. Die Stadtgründung hatte Ludwig IV. veranlasst, Landgraf von Thüringen und Gemahl der Heiligen Elisabeth, um seine Thüringer Landgrafschaft im Westen vor allem gegen die Erzbistümer Mainz und Köln abzusichern. Für die Anlage der Stadt und ihrer landgräflichen Burg wählte er gerade den Muschelkalkrücken aus, der vom südöstlich der Stadt gelegenen Gotzenberg bis weit in die damals noch vorhandenen Sümpfe im Bereich der heutigen Teich- und Bruchwiesen hineinreichte. Durch diese Spornlage der Stadt war ein natürlicher Verteidigungsschutz gegeben. Die Geländeform des Bergrückens bestimmte auch die Linienführung der mittelalterlichen Straßen, die nach dem landgräflichen Plan jeweils paarweise (Mittelstraße/Burgstraße bzw. Schützeberger Straße/Triangelstraße) auf die Burg ausgerichtet wurden. Hier befand sich auch das Bürgertor, durch das die Bürger der unterhalb der Burg und außerhalb der Stadtmauer gelegenen Vorstadt in die Stadt gelangen konnten. Zum städtischen Mauerring gehörten insgesamt vier befestigte Stadttore und elf Türme, von denen heute noch der Chattenturm an der Nordostecke erhalten ist."

(zitiert aus dem Vorwort von Hermann Neumeyer zum Bildband „Wolfhagen in alten Ansichten“, Sutton-Verlag, Erfurt)

Alte Stadtansicht - Wolfhagen De Merian Hassiae

Im Jahre 1264 erhielt Wolfhagen Stadtrechte. Aus dem 13. Jahrhundert stammt auch die dreischiffige gotische Stadtkirche ("St. Anna- Kirche").

Alte Stiche von Dilich (1591) und von Meißner (1608) zeigen das damalige Gebiet rund um Wolfhagen, das mächtige Massiv des Isthaberges, die Weidelsburg und die sich von Ost nach West erstreckende Stadt mit den hohen Stadtmauern, den 11 Türmen und der frühgotischen St. Annen-Kiche.

Mit dem Bau der Kirche wurde bereits um das Jahr 1225 begonnen, wobei zunächst ein Chor errichtet wurde, der im frühen 15. Jahrhundert durch einen gotischen Chorraum ersetzt worden ist. Im Jahre 1235 wurde die Kirche mit der Altarweihe ihrer Bestimmung übergeben.

Heute hat die Kirche die Gestalt einer dreischiffigen, gotischen Hallenkirche. Kirchenbesucher betreten die Kirche durch das gotische Westportal im Turm, dessen unteres Gewölbe um das Jahr 1303 erbaut worden sein soll und der wahrscheinlich in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts fertiggestellt wurde.

Schon zu Beginn des 14. Jahrhunderts umschloss eine vollständige Befestigungsanlage die Stadt. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt aber vollständig zerstört, bis auf Teile der Stadtkirche.

Wolfhagen war bis 1821 landgräflich, später kurfürstlich-hessische Amtsstadt. Am 21. August 1821 entstand dann durch kurfürstliches Organisationsedikt aus dem Amt Naumburg, dem Amt Volkmarsen, dem Amt Wolfhagen, der Vogtei Hasungen des Amtes Wilhelmshöhe und Teilen des Amtes Zierenberg der ehemalige Kreis Wolfhagen mit der Kreisstadt Wolfhagen.

Mit der Annexion Kurhessens durch Preußen 1866 wurde auch der ehemalige Kreis Wolfhagen preußisch und im Jahre 1867 Teil des neugeschaffenen Regierungsbezirks Kassel der preußischen Provinz Hessen-Nassau.

Von 1945 bis 1972 war Wolfhagen erneut Kreisstadt des ehemaligen Kreises Wolfhagen (mit ehemals eigenem PKW-Kennzeichen: WOH) und im Jahre 1992 auch Hessentagsstadt.

Am 1. August 1972 entstand im Zuge der hessischen Gebietsreform aus den ehemaligen Kreisen Wolfhagen, Hofgeismar und Kassel der heutige Landkreis Kassel.

Der Schützeberg

Ein Text auf einer Tafel auf dem Schützeberg erinnert an dessen historische Bedeutung:
“Hier oben auf dem Schützeberg nahm im 8. Jahrhundert das Christentum im Wolfhager Land seinen Anfang. Sehr wahrscheinlich weihte hier im Jahr 752 Bonifatius persönlich auf seinem Missionszug zu den Friesen die erste Kirche auf dem Schützeberg, die er als Eigenkirche in Besitz nahm, und taufte hier auch die ersten Menschen des späteren Wolfhager Landes. Über seinen Nachfolger Lullus gelangte die Kirche als Schenkung an Karl den Großen, der sie 782 an das Petersstift in Fritzlar weitergab. Innerhalb des Archidiakonats Fritzlar war die Pfarrkirche St. Petri auf dem Schützeberg spätestens 1131 auch Sitz eines Erzpriesters. Ihm waren 13 Tochterkirchen ringsum den Schützeberg unterstellt. So war der Schützeberg, an dessen Hang sich bis zur Gründung der Stadt Wolfhagen im Jahr 1231 auch das Dorf Schützeberg befand, lange Zeit der religiöse Mittelpunkt des Wolfhager Landes. ...

In den Reformationsjahren 1526/27 wurde die Kirche aufgegeben und der Sitz der Pfarrei Schützeberg nach Altenhasungen verlegt. ... Danach aber verfiel die Kirche und ihre Reste wurden gewaltsam abgebrochen. ...“

Eco-Pfade „Schützeberg-Elmarshausen“ und „Landsberg-Rödersen“

Die Vorbereitungen zur Anlage der Eco-Pfade "SchützebergElmarshausen" und "Landsberg - Rödersen" haben begonnen.

Der Landkreis Kassel und die Stadt Wolfhagen unterstützen diese Projekte finanziell und durch die Vorbereitung und Bereitstellung der erforderlichen Flächen und Wege.

Die Ausgestaltung der Eco-Pfade vor Ort liegt in den Händen des Heimat- und Geschichtsvereins Wolfhagen.

http://kassellexikon.hna.de/images/7/7c/Denkmal_f%C3%BCr_Tilemann_von_Elhen_vor_dem_Regionalmuseum_Wolfhagen.JPG
Tilemann von Elhen vor dem Regionalmuseum

siehe dazu auch:

Regionalmuseum Wolfhager Land

Das Regionalmuseum in Wolfhagen konnte ab dem Jahre 1981 sein neues Domizil im Renthof am Uslarplatz beziehen. Zeugnisse der Regionalgeschichte werden heute in den Sammlungen „Alter Renthof“ (Vor- und Frühgeschichte, Burg und Stadt im Mittelalter, Der Bürger in der Gesellschaft, Kirche im Mittelalter, Handwerk und Zünfte, Handwerksstätten, Im Ackerbürgerhaus) und „Zehntscheune“ (Haus und Fachwerkarchitektur, Geologie und Geomorphologie, Alltagskultur und Bilderwelt, Stadtmodell und Ludowingerbuch) sowie der Hans Staden – Abteilung gezeigt.

siehe dazu auch:

Wanderausstellung 2007: Elisabeth von Thüringen

http://kassellexikon.hna.de/images/d/d4/Logo.jpg

Der 800. Geburtstag der heiligen Elisabeth von Thüringen wurde im Jahre 2007 auch in Wolfhagen gefeiert verbunden mit der Wanderausstellung "Krone, Brot und Rosen".

Die Gründung von Wolfhagen erfolgte bereits zur Zeit von Landgraf Ludwig IV. von Thüringen, mit dem Elisabeth verheiratet war. Während der Regentschaft seines jüngeren Bruders Konrad im Jahre 1231 wurde Wolfhagen dann erstmals als landgräfliche kleinere Stadt erwähnt.

Stadtverordnetenversammlung

Ergebnis der Kommunalwahl 26. März 2006 % Sitze
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 41,8 13
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 49,3 15
F.D.P. WOH-Liste/F.D.P 5,6 2
Grüne Bündnis 90/Die Grünen 3,4 1

Die Stadtverordnetenversammlung ist das höchste Organ der Stadt Wolfhagen.

Sie trifft alle wichtigen Entscheidungen und erlässt die Satzungen ("Gesetze") der Stadt.

Zur Vorbereitung dieser Entscheidungen bildet die Stadtverordnetenversammlung verschiedene Ausschüsse in den einzelne Themen vorbereitet werden, um sie dann in der Stadtverordnetenversammlung zur Abstimmung vorlegen zu können.

Städtepartnerschaften

  • Tergnier (Frankreich, seit 1981)
  • Ohrdruf (Thüringen, seit 1990)
  • Heldrungen (Thüringen), seit Beginn der 1960-er Jahre besteht eine Partnerschaft der Evangelischen Kirchengemeinde Wolfhagen mit der Evangelischen Kirchengemeinde Heldrungen.

Veranstaltungen

  • Wolfhager Viehmarkt
  • Johannifest
  • Michaelismarkt
  • Weihnachtsmarkt

Vereine

  • Dart-Club Wolfhagen e. V. “Wolfhager Fighters”
  • Kirchenchor Wolfhagen
  • Freiwillige Feuerwehr Wolfhagen
  • Kreisjagdverein Wolfhagen
  • Kegelverein KC 82
  • Landfrauenverein Wolfhagen
  • Laufteam Wolfhagen e.V.
  • Förderverein Musikschule Wolfhager Land e.V.
  • Ländlicher Reit- und Fahrverein 1949 Wolfhagen e.V.
  • Landseniorenvereinigung Wolfhagen e.V.


Verkehrsanbindung

Der Kirchplatz in Wolfhagen beim Elisabethfest 2007

Wolfhagen liegt an der Bahnstrecke KasselKorbach, die zum Netz der RegioTram gehört.

Die Autobahn A 44 (Dortmund – Kassel) ist in wenigen Minuten über die Bundesstraßen B 450 / B 251 (Abfahrt Zierenberg) zu erreichen.

siehe auch

Weblinks



Städte und Gemeinden im Landkreis Kassel
WappenLkKassel.jpg

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