Wolfhagen: Unterschied zwischen den Versionen

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(Stadtwüstung Landsberg)
(Politik)
 
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'''Wolfhagen''' mit etwa 13.500 Einwohnern ist die ehemalige Kreisstadt des Kreises Wolfhagen und nach der hessischen Gebietsreform eine Stadt im [[Landkreis Kassel]] in [[Nordhessen]].
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!colspan="2" align=center | <div style="background:#B30000;text-align:center;color: #fff;font-weight:bold;font-size:100%;">Wolfhagen</div>
Der Landkreis Kassel entstand im Rahmen der hessischen Kreisreform mit Wirkung vom 1. August 1972 aus den ehemaligen Kreisen Hofgeismar, Kassel und Wolfhagen.
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== Stadtteile ==
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|colspan="2" align=center | <div style="background:#ffffff;text-align:center;font-weight:bold;font-size:80%;">Wolfhagen - Stadtkirche und Alte Wache</div>
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* [[Wolfhagen]]
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|colspan="2" align=center | <div style="background:#B30000;text-align:center;color: #fff;font-weight:bold;font-size:100%;">Basisdaten</div>
* [[Altenhasungen]]
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* [[Bründersen]]
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| Bundesland (Deutschland)|Bundesland: || [[Hessen]]
* [[Ippinghausen]]
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* [[Istha]]
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| Regierungsbezirk: || [[Regierungsbezirk Kassel|Kassel]]
* [[Gasterfeld]]
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* [[Leckringhausen]]
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| Landkreis: || [[Landkreis Kassel|Kassel]]
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* [[Niederelsungen]]
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| Fläche: || 111,95 qkm
* [[Nothfelden]]
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* [[Philippinenburg]]
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| Einwohner: || 12.802  ''<small>(31. Dezember 2011)</small>''
* [[Philippinenthal]]
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* [[Viesebeck]]
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| Postleitzahl: || 34466
* [[Wenigenhasungen]]
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|}
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| Telefonvorwahl|Vorwahl: || 05692
 
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== Vereine ==
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| Kfz-Kennzeichen: || KS
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|- style="background: #ffffff;"
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| Adresse der Stadtverwaltung: || Burgstr. 33 - 35<br />34466 Wolfhagen
* [[Heimat- und Geschichtsverein 1956 Wolfhagen]]
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|- style="background: #ffffff;"
* [http://www.msc-wolfhagen.de MSC Motorsportclub Wolfhagen e.V. im ADAC]  
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| Website: || [http://www.wolfhagen.de/ www.wolfhagen.de]
* Angelsportverein Landsberg e.V. Wolfhagen
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* Dart-Club Wolfhagen e. V. “Wolfhager Fighters”
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| Bürgermeister: || Reinhard Schaake (parteilos)
* Kirchenchor Wolfhagen
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* Freiwillige Feuerwehr Wolfhagen
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* Kreisjagdverein Wolfhagen
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* Kegelverein KC 82
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* Landfrauenverein Wolfhagen
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* Förderverein Musikschule Wolfhager Land e.V.
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* Ländlicher Reit- und Fahrverein 1949 Wolfhagen e.V.
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* Landseniorenvereinigung Wolfhagen e.V.
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'''Wolfhagen''' mit etwa 13.500 Einwohnern ist die ehemalige Kreisstadt des [[Kreis Wolfhagen|Kreises Wolfhagen]] und nach der hessischen Gebietsreform eine Stadt im [[Landkreis Kassel]] in [[Nordhessen]].
  
== Kirchen ==
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== Geografie ==
* [[St. Maria  Wolfhagen]]
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=== Lage ===
* [[Katholische Kirchengemeinden in Nordhessen]]
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Die Stadt liegt im [[Naturpark Habichtswald]] westlich der Großstadt [[Kassel]].
  
== Sehenswürdigkeiten ==
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Wolfhagen liegt an der Bahnstrecke [[Kassel]] – [[Korbach]], die zum Netz der [[RegioTram]] gehört.
* Evangelische Stadtkirche (dreischiffige gotische Hallenkirche)
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* Evangelische Kirche Altenhasungen (ursprünglich romanische Kirche)
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* Historisches Rathaus (aus dem 16. Jahrhundert)
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* Teile der historischen Stadtmauer
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== Wolfhagen - die historische Fachwerkstadt lädt ein ==
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Die [[Autobahn A 44]] (Dortmund – Kassel) ist in wenigen Minuten über die Bundesstraßen B 450 / B 251 (Abfahrt Zierenberg) zu erreichen.
Wo früher fränkische und sächsische Stammesgrenzen, wo unweit Hessen und Westfalen zusammentreffen, liegt zwischen dem Ederfluß im Süden und der Diemel im Norden die mittelalterliche Fachwerkstadt Wolfhagen. Die Stadt ist das Mittelzentrum des “Wolfhager Landes”.  
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Wolfhagen liegt im Westen des [[Naturpark Habichtswald|Naturparks Habichtswald]] und östlich des [[Langer Wald|Langen Walds]]. Der überwiegend stark bewaldete Höhenzug liegt im Grenzgebiet der Landkreise [[Landkreis_Waldeck-Frankenberg|Waldeck-Frankenberg]] und [[Landkreis_Kassel|Kassel]], Teile des Langen Waldes liegen auch im [[Naturpark Habichtswald]]. 
Eine Kette von Kegel- und Kuppenbergen in sanft geschwungener Linienführung kennzeichnet die Landschaft, teils von grünen Rasenflächen und Büschen bewachsen und weite Aussicht verheißend, teils bewaldet und von Burgen und Türmen bekrönt. Inmitten dieser reizvollen Landschaft liegt Wolfhagen – erstmals 1231 erwähnt – mit seinem alten Stadtkern auf einem Bergrücken. Wie die Küken um die Glucke, so drängen sich die spitzgiebeligen Fachwerkhäuser rings um die St. Anna Kirche mit ihrem weithin die Stadtsilhouette beherrschenden mächtigen Turm und seinem charakteristischen Helm.
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Höhere Erhebungen im Umkreis der Stadt Wolfhagen sind der östlich gelegene [[Ofenberg]] (372.5 m) mit dem Ofenberg-Turm) und der [[Isthaberg]] (523 m hoch).
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Wolfhagen liegt am [[Mühlenwasser]], einem Zufluss der [[Erpe]]. In das Mühlenwasser münden der [[Dusebach|Duse-]] und der [[Limeckebach]].
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=== Nachbargemeinden ===
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Nachbargemeinden sind im Nordwesten die Stadt [[Volkmarsen]] (im [[Landkreis Waldeck-Frankenberg]]), im Norden die Gemeinde [[Breuna]], im Osten die Stadt [[Zierenberg]] und die Gemeinde [[Habichtswald]], im Südosten die Gemeinde [[Schauenburg]] sowie im Süden die Gemeinde [[Bad Emstal]] und die Stadt [[Naumburg]] (alle im [[Landkreis Kassel]]).
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Im Südwesten liegt die Stadt [[Waldeck]] und im Westen die Stadt [[Bad Arolsen]] (beide im [[Landkreis Waldeck-Frankenberg]]).
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=== Stadtteile ===
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Stadtteile von Wolfhagen sind [[Altenhasungen]], [[Bründersen]], [[Ippinghausen]], [[Istha]], [[Gasterfeld]], [[Leckringhausen]], [[Niederelsungen]], [[Nothfelden]], [[Philippinenburg]], [[Philippinenthal]], [[Viesebeck]] und [[Wenigenhasungen]].
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== Fachwerkstadt Wolfhagen - ein Portrait ==
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[[Datei:Wolfhagen1 12092010 1.jpg|thumb|left|250px|Wolfhagen - Altstadt<br/>''<small>(Foto: Günther Pöpperl)</small>'' ]]
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Wo früher fränkische und sächsische Stammesgrenzen, wo unweit Hessen und Westfalen zusammentreffen, liegt zwischen dem Ederfluß im Süden und der Diemel im Norden die mittelalterliche Fachwerkstadt Wolfhagen. Die Stadt ist das Mittelzentrum des “[[Wolfhager Land]]es”.  
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Eine Kette von Kegel- und Kuppenbergen in sanft geschwungener Linienführung kennzeichnet die Landschaft, teils von grünen Rasenflächen und Büschen bewachsen und weite Aussicht verheißend, teils bewaldet und von Burgen und Türmen bekrönt.  
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Inmitten dieser reizvollen Landschaft liegt Wolfhagen – erstmals 1231 erwähnt – mit seinem alten Stadtkern auf einem Bergrücken. Wie die Küken um die Glucke, so drängen sich die spitzgiebeligen Fachwerkhäuser rings um die [[Evangelische Stadtkirche Wolfhagen|St. Anna - Kirche]] mit ihrem weithin die Stadtsilhouette beherrschenden mächtigen Turm und seinem charakteristischen Helm.
 
   
 
   
 
Trotz aller Veränderungen ist das reizvolle Bild einer mittelalterlichen Kleinstadt erhalten geblieben. Viele Bürger haben die Schönheit des Fachwerkhauses wieder entdeckt und ihre Wohn- und Geschäftshäuser im alten Fachwerkstil prachtvoll saniert.
 
Trotz aller Veränderungen ist das reizvolle Bild einer mittelalterlichen Kleinstadt erhalten geblieben. Viele Bürger haben die Schönheit des Fachwerkhauses wieder entdeckt und ihre Wohn- und Geschäftshäuser im alten Fachwerkstil prachtvoll saniert.
 
   
 
   
Manche historische Besonderheit gilt es zu entdecken. So das einstige Leben des Brasilienfahrers Hans Staden oder der “Heilige Schützeberg”, das Wasserschloß Elmarshausen oder die Erzählungen von der Weibertreue der Weidelsburg, der größten Burgruine Nordhessens.
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Manche historische Besonderheit gilt es zu entdecken. So das einstige Leben des Brasilienfahrers [[Hans Staden]] oder der [[Schützeberg|“Heilige Schützeberg”]], das [[Elmarshausen|Wasserschloss Elmarshausen]] oder die Erzählungen von der Weibertreue auf der [[Weidelsburg]], der größten Burgruine Nordhessens.
 
   
 
   
 
Wanderlustigen eröffnet sich eine Wanderlandschaft von Bergkuppen und Wäldern, Tälern und Seen.  
 
Wanderlustigen eröffnet sich eine Wanderlandschaft von Bergkuppen und Wäldern, Tälern und Seen.  
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''Quelle: [http://www.wolfhagen.de/Touristinfo/Die_Stadt/die_stadt.htm www.wolfhagen.de (Touristinfo)]''
 
''Quelle: [http://www.wolfhagen.de/Touristinfo/Die_Stadt/die_stadt.htm www.wolfhagen.de (Touristinfo)]''
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== Beiträge zur Stadtgeschichte ==
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== Geschichte ==
===Der Schützeberg, seine Geschichte und kulturelle Bedeutung für das Wolfhager Land===  
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=== Aus der Stadtgeschichte ===
''hier: Inhaltsverzeichnis der Abhandlung von Hermann Neumeyer in der Chronik zum fünfzigjährigen Bestehen des Heimat- und Geschichtsvereins Wolfhagen'' [[Schützeberg|(> zum Artikel)]]
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[[Bild:Wolfhagen De Merian Hassiae.jpg|thumb|right|250 px|Alte Stadtansicht - Wolfhagen De Merian Hassiae]]
* Das christliche Erbe des Schützebergs
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''"Wolfhagen – ein Wolf, der bei den Rodungsarbeiten, die die Gründung der Stadt zu Beginn des 13. Jahrhunderts vorbereiten sollten, aus dem Hagen sprang, wie man damals einen mit Bäumen bestandenen Bergrücken nannte, so klingt heute noch im Namen der Stadt die alte Sage der Stadtgründung nach. Die Stadtgründung hatte Ludwig IV. veranlasst, Landgraf von Thüringen und Gemahl der Heiligen Elisabeth, um seine Thüringer Landgrafschaft im Westen vor allem gegen die Erzbistümer Mainz und Köln abzusichern. Für die Anlage der Stadt und ihrer landgräflichen Burg wählte er gerade den Muschelkalkrücken aus, der vom südöstlich der Stadt gelegenen Gotzenberg bis weit in die damals noch vorhandenen Sümpfe im  Bereich der heutigen Teich- und Bruchwiesen hineinreichte. Durch diese Spornlage der Stadt war ein natürlicher Verteidigungsschutz gegeben. Die Geländeform des Bergrückens bestimmte auch die Linienführung der mittelalterlichen Straßen, die nach dem landgräflichen Plan jeweils paarweise (Mittelstraße/Burgstraße bzw. Schützeberger Straße/Triangelstraße) auf die Burg ausgerichtet wurden. Hier befand sich auch das Bürgertor, durch das die Bürger der unterhalb der Burg und außerhalb der Stadtmauer gelegenen Vorstadt in die Stadt gelangen konnten. Zum städtischen Mauerring gehörten insgesamt vier befestigte Stadttore und elf Türme, von denen heute noch der Chattenturm an der Nordostecke erhalten ist."''
* Rückschlüsse auf die ursprüngliche Bausubstanz der Erzpriesterkirche
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* Der Übergang von vorchristlichen Naturreligionen zum christlichen Glauben
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* Die Erpriesterkirche auf dem Schützeberg als frühchristliches Mittelzentrum
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* Bedeutungsverlust des Schützebergs durch den Aufstieg des Klosters Hasungen und die Neugründung der Stadt Wolfhagen
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* Argumente für Bonifatius als Gründer der Kirche auf dem Schützeberg
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* Die Petrikirche auf dem Schützeberg als Missionskirche in früh besiedeltem Altsiedelland
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* Niedergang und Zerfall der Kirche auf dem Schützeberg
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* Die heutigen Gegebenheiten auf dem Schützebergplateau
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==='''Elmarshausen'''===
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''(zitiert aus dem Vorwort von [[Hermann Neumeyer]] zum Bildband „Wolfhagen in alten Ansichten“, Sutton-Verlag, Erfurt)''
''(Hermann Neumeyer)''
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'''Allgemeines:'''
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[[Datei:Wolfhagen 13 11 2011.JPG|thumb|left|250 px|Stadtansicht - Wolfhagen <br>''<small> Foto: Günther Pöpperl</small>'']]
  
Besondere Probleme der Denkmalspflege in Deutschland stellen die alten Adelsschlösser dar:
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Nach einer Darstellung des [[Heimat- und Geschichtsverein 1956 Wolfhagen|Heimat- und Geschichtsvereins]] war die 1231 von [[Konrad von Thüringen]] gegründete Stadt anfangs mit Wall, Graben und Palisaden umgeben. Schon bald aber wurde diese Befestigung durch eine einen Meter dicke und 4 bis 6 m hohe Steinmauer mit Laufgang ersetzt, die 1302 vollendet war, so daß eine vollständige Befestigungsanlage die Stadt umschloss. Zur Stadtbefestigung gehörten elf Türme. Die ehemalige Burg fiel bereits Ende des 16. Jahrhunderts wüst und wurde Anfang des 17. Jahrhunderts abgerissen.
  
Zuerst waren sie mittelalterliche Höhenburgen.
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Im Jahre 1264 erhielt Wolfhagen Stadtrechte. Aus dem 13. Jahrhundert stammt auch die dreischiffige gotische [[Evangelische Stadtkirche Wolfhagen|Stadtkirche]] (''"[[Evangelische Stadtkirche Wolfhagen|St. Anna- Kirche]]"'').  
  
Durch die Erfindung der Feuerwaffen aber änderte sich die  Verteidigungstechnik.
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Mit dem Bau der Kirche wurde bereits um das Jahr 1225 begonnen, wobei zunächst ein Chor errichtet wurde, der im frühen 15. Jahrhundert durch einen gotischen Chorraum ersetzt worden ist. Bei Renovierungsarbeiten in der Wolfhager Stadtkirche im Jahre 2010 wurden im Chorraum der Kirche Teile eines [[Romanik|romanischen]] Fundaments aus dem 13. Jahrhundert entdeckt. Beim Abtragen der Fußbodenplatten stießen Mitarbeiter der Baufirma auf Fundamentsteine aus der Zeit um 1230.  
  
Seit der Spätgotik und Renaissance befinden sich die Schlösser in Tallage.  
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[[Bild:S2007.wo-mapl.fe.800E.Totale aus Rathausklein.JPG|thumb|right|250px|Der Kirchplatz in Wolfhagen beim Elisabethfest 2007]]
Der Verteidigungscharakter ist seit dieser Zeit oft nur nachempfunden.
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Im Jahre 1235 wurde die Kirche mit der Altarweihe ihrer Bestimmung übergeben. Als „Filiale“ der bereits 752 erbauten Petrikirche auf dem [[Schützeberg]] übernahm die Stadtkirche schon bald eine Mittelpunktfunktion für die Region. Der wieder entdeckte romanische Chorraum wurde im Jahre 1235 vollendet und mit dem Altar am Pfingstfest vom Paderborner Bischof Bernhard geweiht.
  
Viel Raum für ausreichendes Personal, das auch beherbergt werden musste, war vorhanden.
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Heute hat die Kirche die Gestalt einer dreischiffigen, gotischen Hallenkirche. Kirchenbesucher betreten die Kirche durch das gotische Westportal im Turm, dessen unteres Gewölbe um das Jahr 1303 erbaut worden sein soll und der wahrscheinlich in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts fertiggestellt wurde.
  
Man betrieb in der Küche Vorratshaltung, insbesondere für Festlichkeiten.
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Ebenfalls aus dem 14. Jahrhundert stammt die ''Hospitalkapelle'' (auch: Kapelle zum Heiligen Leichnam), die als Wallfahrtskirche außerhalb der Stadt geplant war. Der Bau wurde bereits nach Fertigstellung des Chorraumes eingestellt und die Kapelle diente dem im 14. Jahrhundert in unmittelbarer Nähe errichtete Hospital als Gotteshaus. Im Zuge der [[Reformation]] wurden hier keine Gottesdienste mehr gehalten und das Bauwerk dient heute als Friedhofskapelle.  
  
Die landwirtschaftliche Basis war entscheidend.
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Alte Stiche von ''Dilich'' (1591) und von ''Meißner'' (1608) zeigen das Gebiet rund um Wolfhagen mit dem mächtigen Massiv des Isthaberges, der Weidelsburg und der sich von Ost nach West erstreckenden Stadt mit hoher Stadtmauer, den 11 Türmen und der frühgotischen St. Annen-Kiche.
  
Doch mit der Veränderung des sozialen Gefüges auf dem Lande
+
Starke Zerstörungen der Stadt waren im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] zu verzeichnen. Zum Ende des Kriegs waren die vier Torhäuser an den Stadttoren zerstört, die Stadtmauer an vielen Stellen eingerissen, die Stadtkirche beschädigt und es standen nur noch 69 Häuser.
war teilweise auch die Ausprägung einer gehobenen Wohnkultur
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verbunden.
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Die vormals landwirtschaftliche Basis wurde abgekoppelt.  
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Erst nach dem Krieg errichteten die Bürger der Stadt das historische Rathaus als dreigeschossigen Fachwerkbau in den Jahren 1657 – 1659, als dritten Rathausbau auf historischem Fundament. Erst nach dem Krieg entstanden auch zahlreiche [[Diemelsächsische Fachwerkhäuser|diemelsächsische Fachwerkhäuser]], die noch heute das Stadtbild mit breiten und hohen Giebelfronten zur Strasse hin prägen.
  
Neue Nutzungen wurden angestrebt.
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Der [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährige Krieg]] im 18. Jahrhundert führte zu weiteren Bevölkerungsverlusten, so dass etwa die damalige Fläche der heutigen Gemarkungen Philippinendorf, – thal und –burg fast nur noch brach lag. Solche Brachflächen ließ [[Landgraf Friedrich II.]] erfassen, um sie neu zu besiedeln.  
  
Urkundliche Erwähnung einer Siedlung:
+
[[Bild:Karte_koenigreich_westphalen.png|left|250px]]
1123 Egelmareshusen,
+
Die neuen Siedler wurden begünstigt durch eine mehrjährige Befreiung von Steuern und Kriegsdienst und wurden außerdem mit Startkapital zum Hausbau und für die Anschaffung von Vieh ausgestattet. Allerdings mussten die Siedler Kenntnisse in der Landwirtschaft vorweisen und einen guten Leumund nachweisen. So entstanden in der Nachbarschaft von Wolfhagen die drei „Philippinen-Kolonien“, benannt nach der zweiten Frau des Landgrafen, [[Philippine von Brandenburg-Schwedt]].
1150 Elimareshusen,
+
1255 Eilmarshusen,
+
1314 Elmershusen
+
  
Im 13. Jahrhundert war Elmarshausen im Besitz der Herren von Helfenberg, die es als Lehen der im nordhessisch-niedersächsischen Gebiet reich begüterten Grafen von Everstein hielten.
+
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gehörte Wolfhagen unter französischer Herrschaft zum [[Königreich Westphalen|Königreich Westfalen]], das mit [[Jérôme Bonaparte|König Jérôme]], dem jüngsten Bruder von Napoléon Bonaparte, an der Spitze errichtet wurde. Nach dem Frieden von Tilsit im Jahre (1807) entstand aus dem ehemaligen Herzogtum Braunschweig, Kurhessen und vormals hannoverschen und preußischen Gebietsteilen das Königreich Westphalen mit der Hauptstadt [[Kassel]].  
Im 14. Jahrhundert verkauften die Helfenberger Elmarshausen an die Herren von Gudenberg.
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Lehensherren der Gudenberger für Elmarshausen aber wurden die Herzöge von Braunschweig, die mit den Landgrafen von Hessen gemeinsam das Erbe der Grafen von Everstein angetreten hatten.
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Von den Gudenbergern schließlich kaufte 1515 Hermann von der Malsburg das Gut. Den dazu notwendigen Reichtum hatte er als Hof- und Feldmarschall des Herzogs Ulrich von Württemberg erworben, vor allem, als er dem zunächst aussichtslosen Gefecht von Lauffen doch noch eine siegreiche Wendung gab.
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Herzog Ulrich von Württemberg hatte sich nach seiner Niederlage im Kampf gegen den Schwäbischen Bund, den Wilhelm Hauff in seinem Roman Lichtenstein behandelt, unter den Schutz des Landgrafen Philipp von Hessen begeben und bei ihm im Exil gelebt. Philipp bereitete im Zuge seiner Aktionen gegen die Habsburger, die auch Württemberg in Besitz hielten, den Feldzug zur Wiedergewinnung Württembergs politisch und militärisch vor und ließ ihn unter dem Feldmarschall Hermann von der Malsburg durchführen.
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Die Malsburger behielten Elmarshausen dann über vier Jahrzehnte hinweg und bis noch vor 200 Jahren als braunschweigisches Lehen.
+
Erst durch den Tod von Dr. Otto von der Malsburg 1961 starb die Familie im Mannesstamm aus und die älteste Tochter Freifrau Friederike Elsner von Gronow übernahm den Besitz. Deren Sohn Elmar Elsner von der Malsburg ist der heutige Schlossbesitzer.
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Durch die Verbindung nach Braunschweig lässt sich auch erklären, dass mit dem Wasserschloss Elmarshausen die Weserrenaissance am weitesten nach Süden in das Gebiet der ehemals hessischen Landeshoheit vordringt.
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'''Vor dem Südflügel:'''
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Nach der Völkerschlacht bei Leipzig löste sich das Königreich Westfalen auf. Durch den Wiener Kongress 1814/ 1815 wurden die alten Regierungsstrukturen weitestgehend wiederhergestellt und Veränderungen aus der Zeit des Königreichs Westphalen abgeschafft, die unter anderem in der Einführung der Gewerbefreiheit und des Code Civil zum Ausdruck gekommen waren.
  
Bereits zur Zeit der Gudenberger Mitte des 15. Jahrhunderts wurde mit dem Bau einer Burg begonnen, nachdem dort schon seit 100 Jahren eine dem heiligen Andreas geweihte Kapelle stand. Von diesem Bau ist nur der Südflügel im Kern bis heute erhalten geblieben.
+
Wolfhagen war dann bis [[1821]] landgräflich, später kurfürstlich-hessische Amtsstadt. Am 21. August [[1821]] entstand durch [[Kurfürst|kurfürstliches]] Organisationsedikt aus dem Amt [[Naumburg]], dem Amt [[Volkmarsen]], dem Amt Wolfhagen, der Vogtei [[Altenhasungen|Hasungen]] des Amtes [[Wilhelmshöhe]] und Teilen des Amtes [[Zierenberg]] der ehemalige [[Kreis Wolfhagen]] mit der Kreisstadt Wolfhagen.
Dieser Gudenbergischen Burg kam auch eine politische Bedeutung zu, denn sie lag nur wenige hundert Meter östlich neben der wichtigen Verkehrsstraße von Paderborn nach Fritzlar. Auf der ältesten deutschen Straßenkarte von 1641 ist diese Straße mit Elmarshausen verzeichnet. Sie wurde von der Kunstanstalt Kragemann in Fürth neu gedruckt.
+
Von dem Südflügel als Frühwerk der Renaissance jedoch  sind die durch Rundbögen nach oben abgeschlossenen kleinen Giebel um 1800 zur Zeit des beginnenden Klassizismus abgerissen und durch flache Dreiecksgiebel ersetzt.
+
  
Der eigentliche Erbauer des Schlosses ist Hermann von der Malsburg. Ihm verdankt es im Wesentlichen sein heutiges Aussehen als Wasserschloss der Renaissance.
+
Mit der Annexion [[Kurfürstentum Hessen|Kurhessens]] durch Preußen [[1866]] wurde auch der ehemalige Kreis Wolfhagen [[Preußen|preußisch]] und im Jahre [[1867]] Teil des neugeschaffenen [[Regierungsbezirk Kassel|Regierungsbezirks Kassel]] der preußischen [[Provinz Hessen-Nassau]].
Bis 1563 führte sein Sohn Christoph von der Malsburg des Schlossbau zu Ende.
+
Christoph von der Malsburg beschäftigte den Baumeister, Steinmetz und Bildhauer Jörg Unkair. Dieser kam aus Lustnau, heute ein Stadtteil von Tübingen, und hatte bereits an den spätgotischen Teilen des Kreuzganges vom Kloster Bebenhausen und des Tübinger Schlosses gearbeitet.
+
Danach arbeitete er am Herzogsschloss in Celle, am Rathaus und Schloss in Stadthagen und am Detmolder Schloss und trug zur Entwicklung des Stils der Weserrenaissance bei.
+
In Elmarshausen lässt sich durch zahlreiche seiner Steinmetzzeichen belegen, dass vor allem die rundbogigen kleinen Giebel mit den aufgesetzten Kugeln seine Handschrift tragen.
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Weitere Renaissanceelemente sind der quadratische Eckturm an der Südwestecke, die flach vorspringenden Fenstererker an der Süd- und Westseite, der Kragerker und der im Achteck vorspringende Erker an der Ostseite. Die Treppentürme sind jedoch mit barocken Hauben überdeckt. Ebenfalls barock ist der zweigeschossige Vorbau an der Südseite.
+
  
'''Im Innenhof:'''
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[[Bild:Wolfhagen-Altstadt.JPG|thumb|right|250px|Wolfhagen - Altstadt]]
 +
Ab dem Jahr 1897 führte eine Eisenbahnstrecke aus Richtung [[Volkmarsen]] nach Wolfhagen und weiter in Richtung [[Kassel]].
  
Zunächst haben wir eine Dreiflügelanlage, die zuerst nach Norden nur durch eine Schildmauer abgesperrt war,  um einen rechteckigen Hof. Später wurde vor dieser Schildmauer auf der Innenhofseite ein Wirtschaftsgebäude als Verbindungsbau mit einem offenem Laubengang errichtet und dabei das spätgotische Fenster der Pförtnerwohnung im angrenzenden Ostflügel einfach zugemauert. Dieser Laubengang wurde 1881 durch eine massive Außenmauer in neugotischen Formen ersetzt.
+
Beim [[Novemberprogrom 1938]] wurde in Wolfhagen in der Nacht zum 11. November 1938 der jüdische Friedhof zerstört, Grabsteine umgestoßen und demoliert. Die Synagoge wurde niedergebrannt, das Schulhaus verwüstet. Ein Wohnhaus, in dem eine jüdische Familie lebte, wurde in Brand gesetzt. Zahlreiche Juden hatten Wolfhagen noch rechtzeitig verlassen können, einige aber wurden ermordet. Heute ist der Jüdische Friedhof eine stille Gedenkstätte. Im ersten Jahr nach dem Krieg wurden 17 Grabsteine, die noch zu retten waren, wieder aufgestellt. Aus den Trümmern wurden eine Mauer und ein Gedenkstein errichtet. <ref>[http://www.hna.de/lokales/wolfhagen/juden-zahlten-einen-hohen-preis-3131151.html HNA-online vom 25.9.2013: Jüdische Friedhöfe im Wolfhager Land]</ref>
Durch den Westflügel und Ostflügel ist der Innenhof durch Tore zugänglich. Im Ostflügel, dem Kapellenbau, wurde auch die Burgkapelle im 18. Jahrhundert zu einer barocken Schlosskapelle mit Orgelempore, Herrschaftslogen und hölzernen Mittelsäulen im toskanischen Stil umgebaut.
+
  
'''An der Erpebrücke:'''
+
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] war Wolfhagen in den Jahren [[1945]] bis [[1972]] erneut Kreisstadt des ehemaligen [[Kreis Wolfhagen|Kreises Wolfhagen]] (mit ehemaligen PKW-Kennzeichen: WOH) und im Jahre [[1992]] auch Hessentagsstadt.
  
Die ehemalige Zehntscheune befindet sich im Süden der Schlossanlage und steht mit der Westwand am Graben.
+
Am 1. August 1972 entstand im Zuge der hessischen Gebietsreform aus den ehemaligen Kreisen Wolfhagen, [[Kreis Hofgeismar|Hofgeismar]] und [[Kreis Kassel|Kassel]] der heutige [[Landkreis Kassel]].
Der barocke Fachwerkbau der Mühle schließt sich südlich an die Zehntscheune an.
+
Gegenüber der Südwestecke des Schlosses befindet sich das Gärtnerhaus mit einem sehr steilem Walmdach.
+
  
'''Am Friedhof:'''
+
Mit einem Appell auf dem historischen Marktplatz in Wolfhagen verabschiedeten sich die Soldaten des Panzerbataillons 64 im November 2007 von der Garnisonsstadt Wolfhagen und verließen zum 30. Juni 2008 die Pommernkaserne.
  
Der Friedhof ist mit einer Bruchsteinmauer umfriedet. Bemerkenswert ist das Grabmal für Georg Franz Wilhelm und Carl Hermann Prollius, gestorben 1791. Auf einem doppelt abgetrepptem Sockel ruht ein Obeliskstumpf, der von einer Urne bekrönt ist.
+
=== Der Schützeberg ===
Weiter sind fünf Grabsteine aus dem 18. Jahrhundert mit ovalen Grabschriftkartuschen aus Sandstein vorhanden.
+
[[Bild:Sch%C3%BCtzeberg1.JPG|thumb|250px|right|Der [[Schützeberg]] zwischen Wolfhagen und Nothfelden ist ein zentraler Ort des [[Eco-Pfad Kulturgeschichte Wolfhagen|Eco-Pfads Kulturgeschichte Wolfhagen]].]]
  
===Stadtwüstung Landsberg===
+
Ein Text auf einer Tafel auf dem [[Schützeberg]] erinnert an dessen historische Bedeutung:<br />
''(Hermann Neumeyer)''
+
''“Hier oben auf dem [[Schützeberg]] nahm im 8. Jahrhundert das Christentum im Wolfhager Land seinen Anfang. Sehr wahrscheinlich weihte hier im Jahr 752 Bonifatius persönlich auf seinem Missionszug zu den Friesen die erste Kirche auf dem Schützeberg, die er als Eigenkirche in Besitz nahm, und taufte hier auch die ersten Menschen des späteren Wolfhager Landes.
  
'''Überlieferte Bezeichnungen:'''
+
Über seinen Nachfolger Lullus gelangte die Kirche als Schenkung an Karl den Großen, der sie 782 an das Petersstift in Fritzlar weitergab. Innerhalb des Archidiakonats Fritzlar war die Pfarrkirche St. Petri auf dem Schützeberg spätestens 1131 auch Sitz eines Erzpriesters. Ihm waren 13 Tochterkirchen ringsum den Schützeberg unterstellt. So war der Schützeberg, an dessen Hang sich bis zur Gründung der Stadt Wolfhagen im Jahr 1231 auch das Dorf Schützeberg befand, lange Zeit der religiöse Mittelpunkt des Wolfhager Landes. ...
  
„ Der Landsberg“, Vor dem Landsberge“, „Hinterm Landsberge“,
+
''In den Reformationsjahren 1526/27 wurde die Kirche aufgegeben und der Sitz der Pfarrei Schützeberg nach Altenhasungen verlegt. ... Danach aber verfiel die Kirche und ihre Reste wurden gewaltsam abgebrochen. ...“''
Gaststätte „Zur Stadt Landsberg“
+
  
'''Ausgrabungen und Vermessungen:'''
+
=== Eco-Pfad Kulturgeschichte ===
 +
[[Bild:Elmarsh%C3%A4user_Br%C3%BCcke1.jpg|thumb|right|250px|Brücke zum Wasserschloss Elmarshausen]]
 +
Der [[Eco-Pfad Kulturgeschichte Wolfhagen]] führt in die Umgebung der Stadt Wolfhagen.
  
1817: Oberst Johann Ludwig Kellermann aus Kassel nahm mit der Schrittvermessung die Doppelwallanlage auf.
+
Stationen sind der ehemalige Standort des rituellen Tauchbads der jüdischen Gemeinde, die Spuren eines mittelalterlichen Dorfs (erstmals 1015 erwähnt), das [[Wasserschloss Elmarshausen]], der [[Schützeberg]] (ehemals der Standort der ältesten Kirche im Wolfhager Land), die Schützeberger Mühle, die "Kolonien" sowie die Vertriebenengedenkstätte am [[Ofenberg]].
  
1836-1838:  Unter der Leitung von Dr. Georg Landau (erste
+
Der [[Landkreis Kassel]] und die Stadt Wolfhagen unterstützen das Projekt finanziell und durch die Vorbereitung und Bereitstellung der erforderlichen Flächen und Wege.  
Stadtgeschichte von Wolfhagen) fanden umfassende Ausgrabungen des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde in Kassel statt.
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Dabei half auch Pfarrer Kraushaar aus Niederelsungen.
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Aufgrund der Grabungsergebnisse fertigte der Kasseler Architekt H. Reusse einen Lageplan an.
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1964-66:  Ausgrabung einer Hausstätte (Nr. 9) durch den Verein Kreisheimatmuseum Wolfhagen unter der Leitung von Gerhard Wittenberg aus Kassel,
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Die Ausgestaltung vor Ort liegt in den Händen des [[Heimat- und Geschichtsverein Wolfhagen|Heimat- und Geschichtsvereins Wolfhagen]].
Vermessung durch Werner Most vom Katasteramt Wolfhagen mit Berücksichtigung der Grabungsergebnisse von Landau
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'''Stadtgründung'''
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'''''siehe dazu auch:'''''
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* [[Beiträge zur Stadtgeschichte Wolfhagen]]
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* [[Eco-Pfad Kulturgeschichte Wolfhagen]]
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* [[Heimat- und Geschichtsverein 1956 Wolfhagen]]
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* [[Historischer Radwanderweg des Heimat- und Geschichtsvereins Wolfhagen]]
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* [[Schützeberg]]
  
[[Bild:Waldeck_1789.gif|thumb|right|300 px|Das ehemalige Fürstentum Waldeck]]
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=== Ehemalige jüdische Gemeinde ===
Das Landsberger Stadtsiegel mit achteckigem Waldecker Stern und
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[[Bild:1158237151-345383473_344.9.jpg|thumb|250px|right|An der ehemaligen Mikwe der [[Jüdische Gemeinde Wolfhagen|Jüdischen Gemeinde]] in Wolfhagen]]
Kreuz (Kloster Arolsen, dessen Vögte die früheren Schwalenberger und späteren Waldecker Grafen waren) zwischen zwei Löwen
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Bis [[1938]]/ [[1939|39]] bestand in Wolfhagen eine [[Jüdische Gemeinde Wolfhagen|jüdische Gemeinde]], deren Geschichte vermutlich bis zum Mittelalter zurückgeht. Eine neuzeitliche Gemeinde entstand im 17. Jahrhundert, der im 19. Jahrhundert bis zu 258 Personen (im Jahre [[1861]]) angehörten. Etwa 40 Wohnhäuser waren in dieser Zeit in jüdischem Besitz, die alle im Zentrum der Stadt lagen.  
wurde in Bruchstücken im Haus Nr. 9 gefunden.
+
Wahrscheinlich geht das Waldecker Siegel auf Graf Volkwin IV. zurück, der es 1226 zum ersten Mal benutzte.
+
Die Gründung Landsbergs durch die Schwalenberger Grafen steht im Zusammenhang mit der Absicht der Schwalenberger und späteren Waldecker, ihr Gebiet zwischen der Burg Waldeck und dem Diemeltal bei Volkmarsen zu sichern, insbesondere den Besitz und die Rechte des Klosters Arolsen.
+
Dafür gewann man Bewohner aus Isekenhagen (heute noch Flurbezeichnung Ischenhagen), Ehringen und Viesebeck.
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Diese Sicherung zielte vor allem gegen die Landgrafenschaft Thüringen, die zur selben Zeit ihr westliches Bollwerk Wolfhagen errichtete und aus der gegen Ende des 13. Jahrhunderts die hessische Landgrafenschaft durch Heinrich I., das Kind der Sophie von Brabant und gleichzeitig Enkel der heiligen Elsabeth und ihres Mannes Ludwig IV., hervorging.
+
  
Die Waldecker stützten sich auf das Erzbistum Mainz, auf dessen Seite auch die Grafen von Everstein als Herren der 50 Jahre später errichteten Burg Rödersen (Wohnturm, Pferdestell- und Wächterwohnungsgebäude vom Kreisheimatmuseum Wolfhagen 1959 bis 1963 ausgegraben) und der Kugelsburg standen.
+
An Einrichtungen bestanden eine Synagoge, eine jüdische Schule (Elementarschule/ öffentliche israelitische Volksschule bis 1933), ein rituelles Bad (unter dem Schulhaus) und ein jüdischer Friedhof in der Wilhelmstraße.  
Zu Mainz gehörten ferner die Städte Naumburg (unter Volkwin IV. zu Waldeck gehörig), Fritzlar, Hofgeismar, Heiligenstadt usw.
+
Gegner der Waldecker bzw. des Erzbistums Mainz waren ferner das Erzbistum Köln, das nach dem Sturz Heinrichs des Löwen seine Macht im östlich angrenzenden Bereich vergrößerte, wobei es schließlich auch Volkmarsen beherrschte, und das Bistum Paderborn, das vor den Waldecker Grafen bereits Korbach besessen hatten und durch Helmarshausen, die Krukenburg und die Desenburg mit Warburg von der sicheren Diemelgrenze die südlich angrenzenden Gebiete bedrohte.  
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'''Zerstörung Landsbergs'''
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In der Mittelstraße unweit vom Marktplatz und von der Stadtkirche entfernt, stand die Synagoge, die [[1938]] zerstört und in Brand gesetzt wurde. Die Tora-Rolle, die fünf Bücher Moses und die Psalmen wurden geschändet und durch die Gassen in die Landgrafenstraße geschleift.
  
1230/31 wird in einer in Wolfhagen vollzogenen Beurkundung eines Zehnten erwähnt, natürlich in lateinischer Sprache, dass die Beurkundung zu der Zeit geschah, als Landsberg verwüstet wurde.
+
51 Menschen wurden wegen ihres jüdischen Glaubens zu Unrecht verfolgt, vertrieben, deportiert und getötet.
Die Frage bleibt, ob Landsberg freiwillig oder zwangsweise geräumt wurde oder ob es gar durch feindliche, d. h. landgräflich thüringisch/hessische Truppen eingenommen wurde.
+
Sowohl Landau als auch Wittenberg fanden Brandreste (verkohlte Erbsen und verkohltes Getreide), so dass eine Zerstörung durch Feindeinwirkung wohl anzunehmen ist, wobei hierbei zweifelsfrei thüringisch/hessische Truppen eine entscheidende Rolle gespielt haben dürften.
+
  
'''Der weitere Weg der Bewohner Landsbergs'''
+
In der Nacht zum 11. November wurde auch der jüdische Friedhof zerstört, Grabsteine umgestoßen und demoliert. Heute ist der Jüdische Friedhof eine stille Gedenkstätte. Im ersten Jahr nach dem Krieg wurden 17 Grabsteine, die noch zu retten waren, wieder aufgestellt. Aus den Trümmern wurden eine Mauer und ein Gedenkstein errichtet.
  
Im 14. Jahrhundert gehört die Stadtmark aufgrund der vorhandenen Urkunden immer noch den Waldecker Grafen, d. h. ein nachhaltiger Gebietsverlust durch feindliche Eroberung war nicht die Folge der Zerstörung der Stadt Landsberg.
+
=== Regionalmuseum Wolfhager Land ===
Noch im 14. Jahrhundert unterhalten die Waldecker Grafen hier einen Meierhof.  
+
[[Bild:Denkmal_f%C3%BCr_Tilemann_von_Elhen_vor_dem_Regionalmuseum_Wolfhagen.JPG|thumb|right|250px|Tilemann von Elhen - Denkmal vor dem Regionalmuseum Wolfhagen]]
Das steht auch im Einklang mit der Einordnung von Tonscherbenfunden aus dem Haus Nr. 9.
+
Das Regionalmuseum in Wolfhagen konnte ab dem Jahre 1981 sein neues Domizil im Renthof am Uslarplatz beziehen.
Auch eine teilweise Wiederbesiedlung im 14. Jahrhundert kann nicht ganz ausgeschlossen werden.
+
 
1537 und 1555 zählt der Landsberg dann aber bereits schon als Gehölz zur Feldmark Ehringen und zum hessischen Amt Wolfhagen.
+
Zeugnisse der Regionalgeschichte werden heute in den Sammlungen „Alter Renthof“ (Vor- und Frühgeschichte, Burg und Stadt im Mittelalter, Der Bürger in der Gesellschaft, Kirche im Mittelalter, Handwerk und Zünfte, Handwerksstätten, Im Ackerbürgerhaus) und „Zehntscheune“ (Haus und Fachwerkarchitektur, Geologie und Geomorphologie, Alltagskultur und Bilderwelt, Stadtmodell und Ludowingerbuch) sowie der [[Hans Staden]] – Abteilung gezeigt.
Was aber geschah mit den Bewohnern von Landsberg ?
+
 
Immerhin waren sie Städter mit einigen Privilegien,  
+
Die Zehnstscheune ist ein Sandsteinbau aus dem 18. Jahrhundert und beherbergt unter anderem ein Stadtmodell von Wolfhagen im Maßstab 1:500 aus der Zeit um 1550.
was nicht nur ihr Stadtsiegel ausweist,  
+
 
sondern auch ihr Reichtum auf der Grundlage  einiger Keramikfunde, die von weitreichenden Handelsbeziehungen zeugen.
+
In der Außenstelle des Museums im Dorfgemeinschaftshaus von [[Burghasungen]] wird an das einst wichtige [[Kloster Hasungen|Benediktinerkloster Hasungen]] in anschaulicher Weise erinnert.
Insgesamt wurden 1940 Scherbenstücke von über 50 verschiedenen Gefäßen geborgen.
+
 
Aufgrund des Stadtsiegels hat eine sogenannte communio civium bestanden, d. h. eine Form von Bürgerschaft mit festgelegten Rechten.  
+
Anlaß zur Gründung des ''Stifts Hasungen'' und des späteren Klosters war das Grab des heiligen ''Heimerad'', der hier wirkte. Nach seinem Tod  entwickelte sich im Mittelalter ein bekannter Wallfahrtsort. Hier ließ Erzbischof Siegfried I. von Mainz neben dem Grab ein Kanonikerstift gründen und eine Kirche erbauen, die im Jahre 1074 eingeweiht wurde.
Sie kann nicht ohne weiteres aufgelöst werden.
+
 
Da der Stadtgründer mit dem Waldecker Graf feststeht,  
+
'''''siehe dazu auch:'''''
muss ihre Neuansiedlung an einem nahen Ort der waldeckischen Grafschaft erfolgt sein.  
+
* [[Hans Staden]]
Dafür kann aufgrund der Urkundenlage nur Bifangen (heute eine Wüstung zwischen Gasterfeld und Landau) in Frage kommen.  
+
* [[Hans Staden: Wahrhaftige Historia]]
Denn die überlieferte Verfassung Bifangens trägt alle Merkmale einer Stadtfassung.
+
* [[Regionalmuseum Wolfhagen]]
Wenn auf der Wüstungsfläche Bifangens heute keine besonderen Spuren einer städtischen Befestigung auszumachen sind,  
+
 
dürfte das ein Hinweis darauf sein, dass man diesen Siedlungsplatz aufgrund der offenen Lage auf einer Hochfläche nicht als endgültig ansah.
+
=== Wanderausstellung 2007: Elisabeth von Thüringen ===
So siedelte man die Bewohner Bifangens 1290 nach Landau um.
+
Der 800. Geburtstag der heiligen [[Elisabeth von Thüringen]] wurde im Jahre 2007 auch in Wolfhagen gefeiert verbunden mit der Wanderausstellung "Krone, Brot und Rosen".
Einen Teil von ihnen hatte man auch schon vorher in Freienhagen angesiedelt.
+
 
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Die Gründung von Wolfhagen erfolgte bereits zur Zeit von [[Landgraf Ludwig IV. von Thüringen]], mit dem Elisabeth verheiratet war. Während der Regentschaft seines jüngeren Bruders [[Konrad von Thüringen|Konrad]] im Jahre 1231 wurde Wolfhagen dann erstmals als landgräfliche kleinere Stadt erwähnt.
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=== Zur Stadtgeschichte ===
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* [[Übersicht von Regiowiki-Artikeln zur Stadtgeschichte von Wolfhagen]]
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* [[Jüdische Friedhöfe im Wolfhager Land]]
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== Kirchen ==
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[[Datei:Wolfhagen3 12092010.jpg|thumb|right|250px|Stadtkirche Wolfhagen<br/>''<small>(Foto: Günther Pöpperl)</small>'' ]]
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* [[Evangelische Stadtkirche Wolfhagen]]
 +
* [[Evangelische Kirche Altenhasungen]]
 +
* [[Evangelische Kirche Altenstädt]]
 +
* [[Evangelische Kirche Bründersen]]
 +
* [[Evangelische Kirche Ippinghausen]]
 +
* [[Evangelische Kirche Istha]]
 +
* [[Hugenottenkirche Leckringhausen]]
 +
* [[Evangelische Kirche Niederelsungen]]
 +
* [[Evangelische Kirche Nothfelden]]
 +
* [[Evangelische Kirche Viesebeck]]
 +
* [[Evangelische Kirche Wenigenhasungen]]
 +
* [[St. Maria  Wolfhagen|Katholische Kirchengemeinde St. Maria  Wolfhagen]]
 +
 
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== Kunst und Kultur ==
 +
* [[Kulturhalle Wolfhagen]], Kurfürstenstraße 20
 +
* [[Kulturzelt Wolfhagen]]
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* [[Waldbühne Niederelsungen]] (Spielgemeinschaft Waldbühne Erich Oberlist Niederelsungen e.V.)
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 +
== Literatur ==
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 +
* Dr. Paul Görlich, Wolfhagen – Geschichte einer nordhessischen Stadt, Wolfhagen 1980
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* Wolfgang Halfar, Landgraf Konrad schenkt dem Kloster Hasungen einen Bauplatz in Wolfhagen, in: Jahrbuch für den Landkreis Kassel 2008, S. 148 ff.
 +
* Karl Hassenpflug, Kloster Hasungen, in: Heimatjahrbuch für das Wolfhager Land 1, 1958
 +
* Volker Knöppel, Der Hasunger Berg – Überlegungen zur Christianisierung des Wolfhager Landes, in: Jahrbuch für den Landkreis Kassel 2002, S. 107 ff.
 +
* Bernd Klinkhardt, Die Gründung der nordhessischen Stadt Wolfhagen und ihre urkundliche Ersterwähnung am 13. August 1231, in: Jahrbuch für den Landkreis Kassel 2008, S. 135 ff.
 +
* [http://www.vhghessen.de/inhalt/dig_bib/Supplemente_ZHG/Alte_Folge/Band_06_AF_1855/Lynker_Geschichte_der_Stadt_Wolfhagen.pdf Karl Lynker, Geschichte der Stadt Wolfhagen nach urkundlichen und gedruckten Quellen, 1855 (pdf)]
 +
* Karl Lyncker, Die Wüstung Schützeberg bei Wolfhagen, in: Zeitschrift des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde von 1853
 +
* [[Hermann Neumeyer]], [[Beiträge zur Stadtgeschichte Wolfhagen]]
 +
* Gustav Siegel, Geschichte der Stadt Wolfhagen in Hessen, Wolfhagen 1929
 +
* Dr. Klaus Sippel, Der Schützeberg bei Wolfhagen, in: Jahrbuch des Landkreises Kassel 2001, S. 115 ff.
 +
* Wilhelm Winter, Lageplan des Friedhofs auf dem Schützeberg, Wolfhagen 1985
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== Medien ==
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[[Bild:Red-hna vor ort-geschaeftsstellen-wolfhagen onlineBild.jpg|thumb|right|250px|[[HNA]]-Geschäftsstelle in Wolfhagen]]
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* [[HNA]] - Ausgabe Wolfhagen
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== Medizinische Versorgung ==
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=== Dr. med. Christian Gröll ===
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[[Dr. Christian Gröll|Dr. med. Christian Gröll]] gehört zum Ärzte-Team der [[Orthopädische Praxisklinik Baunatal]].
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== Museen ==
 +
* [[Regionalmuseum Wolfhager Land]]
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* [[Klostermuseum Hasungen]]
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== ÖPNV ==
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Wolfhagen liegt an der [[Bahnstrecke Volkmarsen–Vellmar-Obervellmar]], heute ein Teil des Netzes der nordhessischen [[RegioTram]] im [[NVV]], die seit dem 10. Dezember [[2006]] zwischen Wolfhagen und [[Kassel]] verkehrt.
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== Persönlichkeiten ==
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[[Bild:Grabstein_der_Agnes_von_B%C3%BCrgeln_in_der_Wolfhager_Stadtkirche.jpg|thumb|100px|right|Epitaph der Agnes von Bürgeln in der [[Evangelische Stadtkirche Wolfhagen|Stadtkirche Wolfhagen]]]]
 +
* [[Conrad Abée]] - kurhessischer Politiker und ab 1860 Justizminister
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* [[Ingrid Bauer]] - Künstlerin
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* [[Agnes von Bürgeln]]
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* [[Tilemann von Elhen]] - Chronist
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* [[Wilhelm Fischer]]
 +
* [[Marie-Pascale Devignon-Tripp]] - Künstlerin
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* [[Gisela Petschner]] - Künstlerin
 +
* [[Lothar Spohr]] - Künstler
 +
* [[Holger Trimhold]] - Fußballspieler und Trainer
 +
* [[Monique Vater]] - Künstlerin
 +
* [[Wilhelm Winter]] - Wolfhager Heimatforscher
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== Politik ==
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=== Bürgermeister ===
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Bürgermeister von Wolfhagen ist [[Reinhard Schaake]].
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=== Kommunalwahl und Stadtverordnetenversammlung ===
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'''''Kommunalwahl 2016:'''''
 +
* SPD: 37,7% (-3,3% / 12 Sitze)
 +
* CDU: 30,7% (+0,5% / 10 Sitze)
 +
* BWB: 17,5% (5,3% / 5 Sitze)
 +
* GRÜNE: 11,1% (-3,1% / 3 Sitze)
 +
* AGW: 3,0% (+3,0% / 1 Sitz)
 +
 
 +
'''''Stadtverordnetenversammlung:'''''
 +
Die Stadtverordnetenversammlung ist das höchste Organ der Stadt Wolfhagen.  
 +
 
 +
Sie trifft alle wichtigen Entscheidungen und erlässt die Satzungen ("Gesetze") der Stadt.
 
   
 
   
'''Am Haus Nr. 9'''
+
Zur Vorbereitung dieser Entscheidungen bildet die Stadtverordnetenversammlung verschiedene Ausschüsse, in denen einzelne Themen vorbereitet werden, um sie dann in der Stadtverordnetenversammlung zur Abstimmung vorlegen zu können.
  
Merkmale der Stadt Landsberg:
+
'''''Politische Parteien:'''''
 +
* [[SPD Wolfhagen]]
 +
* [[CDU Wolfhagen]]
 +
* [http://www.bwb-wolfhagen.de Bündnis Wolfhager Bürger (BWB)]
 +
* [[Bündnis 90/Die Grünen - OV Wolfhagen]]
  
Städtische Siedlungsfläche 7,7 ha (mittelalterliche Kleinstadt)
+
== Schulen ==
 +
* [[Herwig-Blankertz-Schule (Landkreis Kassel)|Herwig-Blankertz-Schule]]
 +
* [[Wilhelm-Flichner-Gesamtschule in Wolfhagen|Wilhelm-Flichner-Gesamtschule]]
 +
* [[Grundschule Ippinghausen]]
 +
* [[Grundschule Wolfhagen]]
 +
* [[Erpetalschule Wolhagen]]
  
Bei der Zerstörung bereits nach etwa fünf Jahren war erwartungsgemäß nur etwa die Hälfte der Stadt bebaut.
+
== Sehenswürdigkeiten ==
Die Befestigung der Stadt mit Wall (an besonders gefährdeten Stellen Doppelwall) und Graben war nahezu abgeschlossen.
+
=== Sehenswürdigkeiten am Ort ===
Mit einer späteren Ummauerung wäre beim Fortbestand der Stadt zu rechnen gewesen.
+
[[Bild:Schloss Elmarshausen.jpg|thumb|right|250px|Elmarshausen]]
Die heutigen drei Einschnitte in die Wallanlage (Ehringer Tor, Viesebecker Tor, Elmarshäuser Tor) waren auch ursprünglich (mit hölzernen Stadttoren) vorhanden und stellten die Anschlüsse an die Straßenverbindungen (über den Ischenhagen und über die Terrassen des Erpetales) her.
+
* Aussichtsturm auf dem [[Ofenberg]] (373 m)
 +
* [[Altes Rathaus in Wolfhagen]] (das Gebäude nahe der [[St. Anna - Kirche Wolfhagen|St. Anna - Kirche]] war bis 1967 Sitz der Stadtverwaltung und beherbergt heute ein Hotel und Restaurant)
 +
* [[Chattenturm]] nördlich vom Schützeberger Tor (auch: ''Kattenturm'', ein erhaltener Stadtturm mit Resten der historischen Stadtmauer)
 +
* [[Evangelische Stadtkirche Wolfhagen]] (eine dreischiffige gotische Hallenkirche aus dem 13. Jahrhundert, ist das Wahrzeichen der Stadt)
 +
* [[Evangelische Kirche Altenhasungen]] (ursprünglich romanische Kirche aus dem 11. Jahrhundert)
 +
* [[Evangelische Kirche Bründersen]] (erbaut 1543, umfassend erneuert 1742)
 +
* [[Evangelische Kirche Ippinghausen]] (barocke Saalkirche, erbaut 1772)
 +
* [[Evangelische Kirche Istha]] (barocke Saalkirche mit romanischem Turm)
 +
* [[Hugenottenkirche Leckringhausen]] (1774 eingeweiht)
 +
* [[Flugplatz Graner Berg]]
 +
* [[Geopark-Region Wolfhager Land]]
 +
* ''Hospitalkapelle'', heute: Friedhofskapelle - ursprünglich ''„Kapelle zum heiligen Leichnam”'' - erstmals 1332 urkundlich erwähnt
 +
* Marktplatz mit [http://www.wolfhagen.de/de/tourismus/sehenswuerdigkeiten/altes_rathaus_maerchenkeller.php Historischem Rathaus aus dem 16. Jahrhundert] (und Grimms Märchenkeller), mit der "Alten Wache" und dem "Märchenbrunnen"
 +
* [[Schützeberg]]
 +
* [[Weidelsburg]] (oberhalb von [[Ippinghausen]], größte Burgruine Nordhessens)
 +
* [[Wasserschloss Elmarshausen]]
  
Länge der Wallanlage 1,1 km
+
''siehe dazu:''
 +
* [http://www.wolfhagen.de/de/tourismus/sehenswuerdigkeiten.php Sehenswürdigkeiten in Wolfhagen]
  
Höhenunterschied zwischen Wallkrone und Grabensohle etwa 5 bis 6 m
+
=== Sehenswürdigkeiten in der Umgebung ===
Trockengraben
+
* [[Übersicht: Sehenswürdigkeiten im Landkreis Kassel]]
  
Quelle (mit 40 – 50 m3  sicher ausreichend zur Trinkwasserversorgung)
+
== siehe auch ==
ca. 50 m unterhalb in der Nähe der heutigen Eisenbahntrasse
+
* [[Bahnhof Wolfhagen]]
(Vieh konnte an der Erpe getränkt werden)
+
[[Datei:Histori-radweg.jpg|thumb|right|250 px|[[Historischer Radwanderweg des Heimat- und Geschichtsvereins Wolfhagen]]]]
 +
[[Bild:Burg-wolfhagen-09.jpg|thumb|250px|right|Zehntscheune]]
 +
* [[Bahnstrecke Volkmarsen–Vellmar-Obervellmar]]
 +
* [[Beiträge zur Stadtgeschichte Wolfhagen]]
 +
* [[Burg Wolfhagen]]
 +
* [[Burgruine Helfenberg]]
 +
* [[Eco-Pfad Kulturgeschichte Wolfhagen]]
 +
* [[Eisenbahnstrecke Volkmarsen – Wolfhagen - Obervellmar]]
 +
* [[Evangelische Stadtkirche Wolfhagen]]
 +
* [[Evangelischer Kirchenkreis Wolfhagen]]
 +
* [[Festberg bei Wolfhagen|Festberg]] (Naturschutzgebiet)
 +
* [[Flugplatz Graner Berg]]
 +
* [[Geopark GrenzWelten]]
 +
* [[Graner Berg]]
 +
* [[Granfeld]]
 +
* [[Hans Staden]]
 +
* [[Historischer Radwanderweg Wolfhagen]]
 +
* [[Hugenottenkirche Leckringhausen]]
 +
* [[Isthaberg]]
 +
* [[Jüdische Gemeinde Wolfhagen]]
 +
* [[Jüdische Friedhöfe im Wolfhager Land]]
 +
* [[Kloster Hasungen]]
 +
* [[Konrad von Thüringen]]
 +
* [[Kreisklinik Wolfhagen]]
 +
* [[Kulturhalle Wolfhagen]]
 +
* [[Kulturzelt Wolfhagen]]
 +
* [[Märchenbrunnen Wolfhagen]]
 +
* [[Mühlenwasser]]
 +
* [[MUNA Wolfhagen]]
 +
* [[Naturpark Habichtswald]]
 +
* [[Ofenberg]]
 +
* [[Philippinenburg | Philippinenburg, -thal und -dorf]]
 +
* [[Pommernkaserne Wolfhagen]]
 +
* [[Regionalmuseum Wolfhager Land]]
 +
* [[Waldbühne Niederelsungen]]
 +
* [[Schützeberg]]
 +
* [[Stadtwald Wolfhagen]]
 +
* [[Stadtwerke Wolfhagen]]
 +
* [[Landsberg|Stadtwüstung Landsberg]]
 +
* [[Tilemann von Elhen]]
 +
* [[Wasserschloss Elmarshausen]]
 +
* [[Weidelsburg]]
 +
* [[Wüstung Gran]]
 +
* [[Wüstung Langel]]
 +
* [[Wüstung Todenhausen]]
 +
* [[Zehntscheune Wolfhagen]]
  
Die dunkelroten, bankigen, klippenbildenden und wabenförmig verwitternden Wilhelmshausener Schichten in der Sollingfolge des oberen Buntsandsteins lieferten wie im Aufstieg zum Wolfhager Stadtwald nicht nur Bau- und Werksteine für den Hausbau, sondern besitzen auch wasserstauende Tonschichten für Quellen.
+
== Stadtwappen ==
 +
Stadtwappen am Chattenturm: Ein Wolf springt durch den "Hagen" (= Wald) - so stellt das Stadtwappen die Gründungsgeschichte der Stadt dar.  
  
Die Erdmassen des Grabenaushubs wurden unmittelbar angrenzend zum Aufschütten des Walles verwendet.
+
== Städtepartnerschaften ==
15300 Kubikmeter Boden wurden bewegt.  
+
[[Datei:Wolfhagen2 12092010.jpg|thumb|right|250px|Wolfhagen - Altstadt<br/>''<small>(Foto: Günther Pöpperl)</small>'' ]]
Das bedeutete bei ca. 50 Arbeitskräften eine Bauzeit der Wallanlage von etwa zwei bis drei Jahren.
+
* [http://www.ccct.fr/ Tergnier] (Frankreich, seit 1981)
Landau legte Mauerreste von 24 Gebäuden frei.
+
* [http://www.ohrdruf.de/ Ohrdruf] (Thüringen, seit 1990)
Nach Most sind Spuren von weiteren 33 Gebäuden erkennbar.
+
* [http://www.comune.meldola.fo.it/ Meldola] (Italien seit 2008)
Dazu kommen 15 vermutete Gebäudestellen.
+
* Heldrungen (Thüringen): seit Beginn der 1960-er Jahre besteht eine Partnerschaft der Evangelischen Kirchengemeinde Wolfhagen mit der Evangelischen Kirchengemeinde Heldrungen.
  
Bevölkerungszahl zur Zeit der Zerstörung vermutlich nicht über zweihundert
+
== Tradition und Veranstaltungen ==
 +
* [[Adventsmarkt in Wolfhagen]]
 +
* [[Osterfeuer in Istha]]
 +
* [[Hugenottenfest in Leckringhausen]]
 +
* [[Johannifest in Wolfhagen|Johannifest]]
 +
* [[Kulturzelt (Wolfhagen)|Kulturzelt Wolfhagen]]
 +
* [[Michaelismarkt in Wolfhagen|Michaelismarkt]]
 +
* [[Kartoffelfest in Bründersen]]
 +
* [[Schützenfest in Wenigenhasungen]]
 +
* [[Weizenkirmes in Istha]]
 +
* [[Wolfhager Viehmarkt]]
 +
* Ritterspiele zu Nothfelden
  
Heute sind nur noch rechteckige (6 bis 7 m lang, 4 bis 5 m breit) bzw. quadratische Kellerfundamente teilweise erhalten.
+
== Vereine ==
Die darüber errichteten Geschosse können auch größer gewesen sein.
+
=== Freiwillige Feuerwehr Wolfhagen ===
Die Keller waren durch Außentreppen an der von der Straße abgekehrten Seite zugänglich.
+
[[Datei:Wolfhagen-0219.jpg|thumb|right|250px|Verwaltungsgebäude des Landkreises Kassel in Wolfhagen]]
Die Häuser standen mit der Längsseite parallel zur Straße.
+
* [http://www.florian-wolfhagen.de/index.php?navID=28 Altenhasungen]
Die Straßen (vom Ehringer Tor jeweils zum Viesebecker und Elmarshäuser Tor) waren unbefestigt und konnten durch erhaltene Furchen teilweise rekonstruiert werden. Damit sind sie nicht identisch mit den jetzigen Wegen.
+
* [http://www.feuerwehr-bruendersen.de/ Bründersen]
 +
* [http://www.feuerwehr-ippinghausen.de/ Ippinghausen]
 +
* [http://www.feuerwehr-istha.de/ Istha]
 +
* [http://www.feuerwehr-niederelsungen.de/ Niederelsungen]
 +
* [http://www.florian-wolfhagen.de/index.php?navID=33 Nothfelden]
 +
* [http://www.florian-wolfhagen.de/index.php?navID=34 Philippinenburg]
 +
* [http://www.florian-wolfhagen.de/index.php?navID=35 Viesebeck]
 +
* [http://www.florian-wolfhagen.de/index.php?navID=36 Wenigenhasungen]
 +
* [http://www.florian-wolfhagen.de/index.php?navID=37 Wolfhagen-Mitte]
  
== Weblinks ==
+
=== Weitere Vereine ===
 +
[[Datei:Schlepperfreunde Wolfhagen Normag Zorge 1952.jpg|thumb|right|250px|Ausstellung der Schlepperfreunde Wolfhagen<br> Marke: Normag-Zorge  - Typ: NG 16 -  Ps: 15 -  Baujahr 1952 - Besitzer Arne Heinemann <br/>''<small>(Foto: Günther Pöpperl)</small>'']]
 +
* Angelsportverein Landsberg e.V. Wolfhagen
 +
* [[AWO]] - Arbeiterwohlfahrt | [http://www.wolfhagen.de/de/soziales/behinderte/behinderten_gruppen.php ''Link'']
 +
* [http://www.kein-windrad-im-wald.de Bürgerinitiative Wolfhager Land "Keine Windräder in unseren Wäldern"]
 +
* CVJM Wolfhagen e.V.
 +
* Dart-Club Wolfhagen e. V. “Wolfhager Fighters”
 +
* Förderverein Musikschule Wolfhager Land e. V.
 +
* [http://www.fk-62.de Freundeskreis Panzergrenadierbataillon 62 e.V.]
 +
* [[Heimat und Geschichtsverein 1956 Wolfhagen]]
 +
* [[Heimat- und Geschichtsverein 1956 Wolfhagen]]
 +
* [[HSG Hoof/ Sand/ Wolfhagen]]
 +
* Kegelverein KC 82
 +
* Kirchenchor Wolfhagen
 +
* Kreisjagdverein Wolfhagen
 +
* Landfrauenverein Wolfhagen
 +
* Ländlicher Reit- und Fahrverein 1949 Wolfhagen e.V.
 +
* Landseniorenvereinigung Wolfhagen e.V.
 +
* Laufteam Wolfhagen e.V.
 +
* [[LSV Wolfhagen]]
 +
* MSC Motorsportclub Wolfhagen e.V. | [http://www.msc-wolfhagen.de ''Link'']
 +
* Schlepperfreunde Wolfhagen
 +
* VfL Wolfhagen e.V. | [http://www.vfl-wolfhagen.de/ ''Link'']
 +
 
 +
== Verkehrsanbindung ==
 +
 
 +
=== Bahn ===
 +
Der Bahnhof Wolfhagen wurde am 1. September 1897 als Personen- und Güterbahnhof eröffnet. Von hier verkehren:
 +
* die [[Kurhessenbahn]] und
 +
* die [[Regiotram]] - (RT 4 von Wolfhagen bis [[Hauptbahnhof|Kassel-Hauptbahnhof]])
 +
 
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=== Strasse ===
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* Die [[Autobahn A 44]] (Dortmund−Kassel) verläuft auch durch das Wolfhager Land (Auffahrt Zierenberg).
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* Die Stadt liegt an der [[Bundesstraße B 450]].
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== Wandern und Radwandern ==
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[[Bild:Ecopfad.jpg|thumb|250px|right|Eco-Pfad - Streckenverlauf]]
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=== Radwandern ===
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* [[Historischer Radwanderweg des Heimat- und Geschichtsvereins Wolfhagen]]
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=== Wandern ===
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* [[Eco-Pfad Kulturgeschichte Wolfhagen]]: Der rund acht Kilometer lange Eco-Pfad, ''Bonifatiusweg'' genannt, führt vom Bahnhof über den ''Judenbrunnen'' nach [[Elmarshausen]], von dort über den [[Schützeberg]] und die Papiermühle Scheuermann zum [[Ofenberg]] und zurück zum Bahnhof.
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* [[Habichtswaldsteig]]: der 85 Kilometer lange Wanderweg in [[Nordhessen]] vom [[Edersee]] nach [[Habichtswald]] und [[Zierenberg]] führt auch an Wolfhagen vorbei.
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* Märchenlandweg: Die "Etappe 17" des [[Märchenlandweg]]s verläuft von [[Naumburg]] über [[Ippinghausen]] und das Hugenottendorf [[Leckringhausen]] nach Wolfhagen. Am Symbol für das von Wolfhagen ausgewählte Märchen „Der Wolf und die sieben Geißlein“, dem neugestalteten Brunnen auf dem historischen Marktplatz der Fachwerkstadt, beginnt die "Etappe 18", die von Wolfhagen über den [[Ofenberg]] (mit Aussichtsturm und "Wolfsschänke") nach [[Niederelsungen]] (bis zur [[Waldbühne Niederelsungen|Waldbühne Erich Oberlist]]) führt.
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* [http://www.wandern-kurhessen.de/kassel/007_Wandervorschlaege/wandern_mit_der_HNA/Datum/HNA%20Wanderberichte/2012/034_Tour_rund_um_Wolfhagen.pdf Tour rund um Wolfhagen auf www.wandern-kurhessen.de]
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* [[Wanderweg Wolfsfährte]]: die Kernstadt Wolfhagen und die Stadtteile werden über diesen Wanderweg miteinander verbunden. Das Symbol der „Wolfstatze“ führt Wanderer zu allen regionalen Besonderheiten der Stadt, zu den schönsten Aussichtsplätze und den interessantesten Orten der Natur.  | [http://www.wolfsfährte.de/die-wolfsfaehrte ''Link'']
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== Wussten Sie schon ... ==
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... dass 1632 landgräfliche Soldaten, die die bei [[Volkmarsen]] lagernden Kaiserlichen Truppen verjagen sollten, in Wolfhagen hängen blieben, da plünderten und zündelten?
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''Herbert Jacob Geschichtsverein, Wolfhagen''
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== Weblinks und Quellen ==
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=== Weblinks ===
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!colspan="2" align=center | <div style="border:1px solid #ccc; background: #fff; border-right:3px solid #ccc; border-bottom:3px solid #ccc; text-align: left; padding:3px; float:right; font-size: smaller; line-height: 1.3; margin-right: 4px; width: 50 px;">
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[http://www.ekkw.de/wolfhagen/gemeinden/index.html '''Karte''' - Wolfhagen und Umgebung auf www.ekkw.de]
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* [http://www.wolfhagen.de/ Wolfhagen]
 
* [http://www.wolfhagen.de/ Wolfhagen]
* [http://regiowiki.hna.de/CDU CDU Landkreis Kassel]
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* [http://www.kirche-wolfhagen.de Evangelische Kirchengemeinde Wolfhagen]
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* [http://www.wolfhagen.de/de/stadtleben/kirchen/roemisch_kath_gemeinde.php Kath. Kirchengemeinde St. Maria, Wolfhagen]
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* [http://www.alemannia-judaica.de/wolfhagen_friedhof.htm Jüdischer Friedhof in Wolfhagen]
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* [http://www.regionalmuseum-wolfhager-land.de/ Regionalmuseum Wolfhager Land]
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* [http://www.fk-62.de/ Freundeskreis Panzergrenadierbataillon 62 e.V.]
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* [http://www.msc-wolfhagen.de MSC Motorsportclub Wolfhagen e.V. im ADAC]
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* [http://www.bwb-wolfhagen.de Bündnis Wolfhager Bürger (BWB)]
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* [http://www.cduwolfhagen.de/ CDU Wolfhagen]
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* [http://www.fdp-kassel-land.de/ FDP Landkreis Kassel]
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* [http://www.spd-kassel-land.de/ SPD Landkreis Kassel]
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* [http://www.hosawo.de/ Handballspielgemeinschaft Hoof/Sand/Wolfhagen]
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* [http://www.vfl-wolfhagen.de/ VfL Wolfhagen]
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* [http://www.alemannia-judaica.de/wolfhagen_synagoge.htm Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde Wolfhagen]
  
  
  
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Aktuelle Version vom 20. Mai 2018, 20:15 Uhr

Wolfhagen
Kirche Wolfhagen 0031.jpg
Wolfhagen - Stadtkirche und Alte Wache
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Kassel
Fläche: 111,95 qkm
Einwohner: 12.802 (31. Dezember 2011)
Postleitzahl: 34466
Vorwahl: 05692
Kfz-Kennzeichen: KS
Adresse der Stadtverwaltung: Burgstr. 33 - 35
34466 Wolfhagen
Website: www.wolfhagen.de
Bürgermeister: Reinhard Schaake (parteilos)

Wolfhagen mit etwa 13.500 Einwohnern ist die ehemalige Kreisstadt des Kreises Wolfhagen und nach der hessischen Gebietsreform eine Stadt im Landkreis Kassel in Nordhessen.

Geografie

Lage

Die Stadt liegt im Naturpark Habichtswald westlich der Großstadt Kassel.

Wolfhagen liegt an der Bahnstrecke KasselKorbach, die zum Netz der RegioTram gehört.

Die Autobahn A 44 (Dortmund – Kassel) ist in wenigen Minuten über die Bundesstraßen B 450 / B 251 (Abfahrt Zierenberg) zu erreichen.

Wolfhagen liegt im Westen des Naturparks Habichtswald und östlich des Langen Walds. Der überwiegend stark bewaldete Höhenzug liegt im Grenzgebiet der Landkreise Waldeck-Frankenberg und Kassel, Teile des Langen Waldes liegen auch im Naturpark Habichtswald.

Höhere Erhebungen im Umkreis der Stadt Wolfhagen sind der östlich gelegene Ofenberg (372.5 m) mit dem Ofenberg-Turm) und der Isthaberg (523 m hoch).

Wolfhagen liegt am Mühlenwasser, einem Zufluss der Erpe. In das Mühlenwasser münden der Duse- und der Limeckebach.

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden sind im Nordwesten die Stadt Volkmarsen (im Landkreis Waldeck-Frankenberg), im Norden die Gemeinde Breuna, im Osten die Stadt Zierenberg und die Gemeinde Habichtswald, im Südosten die Gemeinde Schauenburg sowie im Süden die Gemeinde Bad Emstal und die Stadt Naumburg (alle im Landkreis Kassel).

Im Südwesten liegt die Stadt Waldeck und im Westen die Stadt Bad Arolsen (beide im Landkreis Waldeck-Frankenberg).

Stadtteile

Stadtteile von Wolfhagen sind Altenhasungen, Bründersen, Ippinghausen, Istha, Gasterfeld, Leckringhausen, Niederelsungen, Nothfelden, Philippinenburg, Philippinenthal, Viesebeck und Wenigenhasungen.

Fachwerkstadt Wolfhagen - ein Portrait

Wolfhagen - Altstadt
(Foto: Günther Pöpperl)

Wo früher fränkische und sächsische Stammesgrenzen, wo unweit Hessen und Westfalen zusammentreffen, liegt zwischen dem Ederfluß im Süden und der Diemel im Norden die mittelalterliche Fachwerkstadt Wolfhagen. Die Stadt ist das Mittelzentrum des “Wolfhager Landes”.

Eine Kette von Kegel- und Kuppenbergen in sanft geschwungener Linienführung kennzeichnet die Landschaft, teils von grünen Rasenflächen und Büschen bewachsen und weite Aussicht verheißend, teils bewaldet und von Burgen und Türmen bekrönt.

Inmitten dieser reizvollen Landschaft liegt Wolfhagen – erstmals 1231 erwähnt – mit seinem alten Stadtkern auf einem Bergrücken. Wie die Küken um die Glucke, so drängen sich die spitzgiebeligen Fachwerkhäuser rings um die St. Anna - Kirche mit ihrem weithin die Stadtsilhouette beherrschenden mächtigen Turm und seinem charakteristischen Helm.

Trotz aller Veränderungen ist das reizvolle Bild einer mittelalterlichen Kleinstadt erhalten geblieben. Viele Bürger haben die Schönheit des Fachwerkhauses wieder entdeckt und ihre Wohn- und Geschäftshäuser im alten Fachwerkstil prachtvoll saniert.

Manche historische Besonderheit gilt es zu entdecken. So das einstige Leben des Brasilienfahrers Hans Staden oder der “Heilige Schützeberg”, das Wasserschloss Elmarshausen oder die Erzählungen von der Weibertreue auf der Weidelsburg, der größten Burgruine Nordhessens.

Wanderlustigen eröffnet sich eine Wanderlandschaft von Bergkuppen und Wäldern, Tälern und Seen.

Gemütliche Lokale und herzliche Gastfreundschaft laden zum Verweilen ein.

Romantik einer Kleinstadt? Ja, es gibt sie offensichtlich doch noch. Man muß nur einen Sinn dafür haben und schon spürt man sie.

Wolfhagen, die historische Fachwerkstadt lädt Sie ein.

Quelle: www.wolfhagen.de (Touristinfo)

Geschichte

Aus der Stadtgeschichte

Alte Stadtansicht - Wolfhagen De Merian Hassiae

"Wolfhagen – ein Wolf, der bei den Rodungsarbeiten, die die Gründung der Stadt zu Beginn des 13. Jahrhunderts vorbereiten sollten, aus dem Hagen sprang, wie man damals einen mit Bäumen bestandenen Bergrücken nannte, so klingt heute noch im Namen der Stadt die alte Sage der Stadtgründung nach. Die Stadtgründung hatte Ludwig IV. veranlasst, Landgraf von Thüringen und Gemahl der Heiligen Elisabeth, um seine Thüringer Landgrafschaft im Westen vor allem gegen die Erzbistümer Mainz und Köln abzusichern. Für die Anlage der Stadt und ihrer landgräflichen Burg wählte er gerade den Muschelkalkrücken aus, der vom südöstlich der Stadt gelegenen Gotzenberg bis weit in die damals noch vorhandenen Sümpfe im Bereich der heutigen Teich- und Bruchwiesen hineinreichte. Durch diese Spornlage der Stadt war ein natürlicher Verteidigungsschutz gegeben. Die Geländeform des Bergrückens bestimmte auch die Linienführung der mittelalterlichen Straßen, die nach dem landgräflichen Plan jeweils paarweise (Mittelstraße/Burgstraße bzw. Schützeberger Straße/Triangelstraße) auf die Burg ausgerichtet wurden. Hier befand sich auch das Bürgertor, durch das die Bürger der unterhalb der Burg und außerhalb der Stadtmauer gelegenen Vorstadt in die Stadt gelangen konnten. Zum städtischen Mauerring gehörten insgesamt vier befestigte Stadttore und elf Türme, von denen heute noch der Chattenturm an der Nordostecke erhalten ist."

(zitiert aus dem Vorwort von Hermann Neumeyer zum Bildband „Wolfhagen in alten Ansichten“, Sutton-Verlag, Erfurt)

Stadtansicht - Wolfhagen
Foto: Günther Pöpperl

Nach einer Darstellung des Heimat- und Geschichtsvereins war die 1231 von Konrad von Thüringen gegründete Stadt anfangs mit Wall, Graben und Palisaden umgeben. Schon bald aber wurde diese Befestigung durch eine einen Meter dicke und 4 bis 6 m hohe Steinmauer mit Laufgang ersetzt, die 1302 vollendet war, so daß eine vollständige Befestigungsanlage die Stadt umschloss. Zur Stadtbefestigung gehörten elf Türme. Die ehemalige Burg fiel bereits Ende des 16. Jahrhunderts wüst und wurde Anfang des 17. Jahrhunderts abgerissen.

Im Jahre 1264 erhielt Wolfhagen Stadtrechte. Aus dem 13. Jahrhundert stammt auch die dreischiffige gotische Stadtkirche ("St. Anna- Kirche").

Mit dem Bau der Kirche wurde bereits um das Jahr 1225 begonnen, wobei zunächst ein Chor errichtet wurde, der im frühen 15. Jahrhundert durch einen gotischen Chorraum ersetzt worden ist. Bei Renovierungsarbeiten in der Wolfhager Stadtkirche im Jahre 2010 wurden im Chorraum der Kirche Teile eines romanischen Fundaments aus dem 13. Jahrhundert entdeckt. Beim Abtragen der Fußbodenplatten stießen Mitarbeiter der Baufirma auf Fundamentsteine aus der Zeit um 1230.

Der Kirchplatz in Wolfhagen beim Elisabethfest 2007

Im Jahre 1235 wurde die Kirche mit der Altarweihe ihrer Bestimmung übergeben. Als „Filiale“ der bereits 752 erbauten Petrikirche auf dem Schützeberg übernahm die Stadtkirche schon bald eine Mittelpunktfunktion für die Region. Der wieder entdeckte romanische Chorraum wurde im Jahre 1235 vollendet und mit dem Altar am Pfingstfest vom Paderborner Bischof Bernhard geweiht.

Heute hat die Kirche die Gestalt einer dreischiffigen, gotischen Hallenkirche. Kirchenbesucher betreten die Kirche durch das gotische Westportal im Turm, dessen unteres Gewölbe um das Jahr 1303 erbaut worden sein soll und der wahrscheinlich in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts fertiggestellt wurde.

Ebenfalls aus dem 14. Jahrhundert stammt die Hospitalkapelle (auch: Kapelle zum Heiligen Leichnam), die als Wallfahrtskirche außerhalb der Stadt geplant war. Der Bau wurde bereits nach Fertigstellung des Chorraumes eingestellt und die Kapelle diente dem im 14. Jahrhundert in unmittelbarer Nähe errichtete Hospital als Gotteshaus. Im Zuge der Reformation wurden hier keine Gottesdienste mehr gehalten und das Bauwerk dient heute als Friedhofskapelle.

Alte Stiche von Dilich (1591) und von Meißner (1608) zeigen das Gebiet rund um Wolfhagen mit dem mächtigen Massiv des Isthaberges, der Weidelsburg und der sich von Ost nach West erstreckenden Stadt mit hoher Stadtmauer, den 11 Türmen und der frühgotischen St. Annen-Kiche.

Starke Zerstörungen der Stadt waren im Dreißigjährigen Krieg zu verzeichnen. Zum Ende des Kriegs waren die vier Torhäuser an den Stadttoren zerstört, die Stadtmauer an vielen Stellen eingerissen, die Stadtkirche beschädigt und es standen nur noch 69 Häuser.

Erst nach dem Krieg errichteten die Bürger der Stadt das historische Rathaus als dreigeschossigen Fachwerkbau in den Jahren 1657 – 1659, als dritten Rathausbau auf historischem Fundament. Erst nach dem Krieg entstanden auch zahlreiche diemelsächsische Fachwerkhäuser, die noch heute das Stadtbild mit breiten und hohen Giebelfronten zur Strasse hin prägen.

Der Siebenjährige Krieg im 18. Jahrhundert führte zu weiteren Bevölkerungsverlusten, so dass etwa die damalige Fläche der heutigen Gemarkungen Philippinendorf, – thal und –burg fast nur noch brach lag. Solche Brachflächen ließ Landgraf Friedrich II. erfassen, um sie neu zu besiedeln.

Karte koenigreich westphalen.png

Die neuen Siedler wurden begünstigt durch eine mehrjährige Befreiung von Steuern und Kriegsdienst und wurden außerdem mit Startkapital zum Hausbau und für die Anschaffung von Vieh ausgestattet. Allerdings mussten die Siedler Kenntnisse in der Landwirtschaft vorweisen und einen guten Leumund nachweisen. So entstanden in der Nachbarschaft von Wolfhagen die drei „Philippinen-Kolonien“, benannt nach der zweiten Frau des Landgrafen, Philippine von Brandenburg-Schwedt.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gehörte Wolfhagen unter französischer Herrschaft zum Königreich Westfalen, das mit König Jérôme, dem jüngsten Bruder von Napoléon Bonaparte, an der Spitze errichtet wurde. Nach dem Frieden von Tilsit im Jahre (1807) entstand aus dem ehemaligen Herzogtum Braunschweig, Kurhessen und vormals hannoverschen und preußischen Gebietsteilen das Königreich Westphalen mit der Hauptstadt Kassel.

Nach der Völkerschlacht bei Leipzig löste sich das Königreich Westfalen auf. Durch den Wiener Kongress 1814/ 1815 wurden die alten Regierungsstrukturen weitestgehend wiederhergestellt und Veränderungen aus der Zeit des Königreichs Westphalen abgeschafft, die unter anderem in der Einführung der Gewerbefreiheit und des Code Civil zum Ausdruck gekommen waren.

Wolfhagen war dann bis 1821 landgräflich, später kurfürstlich-hessische Amtsstadt. Am 21. August 1821 entstand durch kurfürstliches Organisationsedikt aus dem Amt Naumburg, dem Amt Volkmarsen, dem Amt Wolfhagen, der Vogtei Hasungen des Amtes Wilhelmshöhe und Teilen des Amtes Zierenberg der ehemalige Kreis Wolfhagen mit der Kreisstadt Wolfhagen.

Mit der Annexion Kurhessens durch Preußen 1866 wurde auch der ehemalige Kreis Wolfhagen preußisch und im Jahre 1867 Teil des neugeschaffenen Regierungsbezirks Kassel der preußischen Provinz Hessen-Nassau.

Wolfhagen - Altstadt

Ab dem Jahr 1897 führte eine Eisenbahnstrecke aus Richtung Volkmarsen nach Wolfhagen und weiter in Richtung Kassel.

Beim Novemberprogrom 1938 wurde in Wolfhagen in der Nacht zum 11. November 1938 der jüdische Friedhof zerstört, Grabsteine umgestoßen und demoliert. Die Synagoge wurde niedergebrannt, das Schulhaus verwüstet. Ein Wohnhaus, in dem eine jüdische Familie lebte, wurde in Brand gesetzt. Zahlreiche Juden hatten Wolfhagen noch rechtzeitig verlassen können, einige aber wurden ermordet. Heute ist der Jüdische Friedhof eine stille Gedenkstätte. Im ersten Jahr nach dem Krieg wurden 17 Grabsteine, die noch zu retten waren, wieder aufgestellt. Aus den Trümmern wurden eine Mauer und ein Gedenkstein errichtet. [1]

Nach dem Zweiten Weltkrieg war Wolfhagen in den Jahren 1945 bis 1972 erneut Kreisstadt des ehemaligen Kreises Wolfhagen (mit ehemaligen PKW-Kennzeichen: WOH) und im Jahre 1992 auch Hessentagsstadt.

Am 1. August 1972 entstand im Zuge der hessischen Gebietsreform aus den ehemaligen Kreisen Wolfhagen, Hofgeismar und Kassel der heutige Landkreis Kassel.

Mit einem Appell auf dem historischen Marktplatz in Wolfhagen verabschiedeten sich die Soldaten des Panzerbataillons 64 im November 2007 von der Garnisonsstadt Wolfhagen und verließen zum 30. Juni 2008 die Pommernkaserne.

Der Schützeberg

Der Schützeberg zwischen Wolfhagen und Nothfelden ist ein zentraler Ort des Eco-Pfads Kulturgeschichte Wolfhagen.

Ein Text auf einer Tafel auf dem Schützeberg erinnert an dessen historische Bedeutung:
“Hier oben auf dem Schützeberg nahm im 8. Jahrhundert das Christentum im Wolfhager Land seinen Anfang. Sehr wahrscheinlich weihte hier im Jahr 752 Bonifatius persönlich auf seinem Missionszug zu den Friesen die erste Kirche auf dem Schützeberg, die er als Eigenkirche in Besitz nahm, und taufte hier auch die ersten Menschen des späteren Wolfhager Landes.

Über seinen Nachfolger Lullus gelangte die Kirche als Schenkung an Karl den Großen, der sie 782 an das Petersstift in Fritzlar weitergab. Innerhalb des Archidiakonats Fritzlar war die Pfarrkirche St. Petri auf dem Schützeberg spätestens 1131 auch Sitz eines Erzpriesters. Ihm waren 13 Tochterkirchen ringsum den Schützeberg unterstellt. So war der Schützeberg, an dessen Hang sich bis zur Gründung der Stadt Wolfhagen im Jahr 1231 auch das Dorf Schützeberg befand, lange Zeit der religiöse Mittelpunkt des Wolfhager Landes. ...

In den Reformationsjahren 1526/27 wurde die Kirche aufgegeben und der Sitz der Pfarrei Schützeberg nach Altenhasungen verlegt. ... Danach aber verfiel die Kirche und ihre Reste wurden gewaltsam abgebrochen. ...“

Eco-Pfad Kulturgeschichte

Brücke zum Wasserschloss Elmarshausen

Der Eco-Pfad Kulturgeschichte Wolfhagen führt in die Umgebung der Stadt Wolfhagen.

Stationen sind der ehemalige Standort des rituellen Tauchbads der jüdischen Gemeinde, die Spuren eines mittelalterlichen Dorfs (erstmals 1015 erwähnt), das Wasserschloss Elmarshausen, der Schützeberg (ehemals der Standort der ältesten Kirche im Wolfhager Land), die Schützeberger Mühle, die "Kolonien" sowie die Vertriebenengedenkstätte am Ofenberg.

Der Landkreis Kassel und die Stadt Wolfhagen unterstützen das Projekt finanziell und durch die Vorbereitung und Bereitstellung der erforderlichen Flächen und Wege.

Die Ausgestaltung vor Ort liegt in den Händen des Heimat- und Geschichtsvereins Wolfhagen.

siehe dazu auch:

Ehemalige jüdische Gemeinde

An der ehemaligen Mikwe der Jüdischen Gemeinde in Wolfhagen

Bis 1938/ 39 bestand in Wolfhagen eine jüdische Gemeinde, deren Geschichte vermutlich bis zum Mittelalter zurückgeht. Eine neuzeitliche Gemeinde entstand im 17. Jahrhundert, der im 19. Jahrhundert bis zu 258 Personen (im Jahre 1861) angehörten. Etwa 40 Wohnhäuser waren in dieser Zeit in jüdischem Besitz, die alle im Zentrum der Stadt lagen.

An Einrichtungen bestanden eine Synagoge, eine jüdische Schule (Elementarschule/ öffentliche israelitische Volksschule bis 1933), ein rituelles Bad (unter dem Schulhaus) und ein jüdischer Friedhof in der Wilhelmstraße.

In der Mittelstraße unweit vom Marktplatz und von der Stadtkirche entfernt, stand die Synagoge, die 1938 zerstört und in Brand gesetzt wurde. Die Tora-Rolle, die fünf Bücher Moses und die Psalmen wurden geschändet und durch die Gassen in die Landgrafenstraße geschleift.

51 Menschen wurden wegen ihres jüdischen Glaubens zu Unrecht verfolgt, vertrieben, deportiert und getötet.

In der Nacht zum 11. November wurde auch der jüdische Friedhof zerstört, Grabsteine umgestoßen und demoliert. Heute ist der Jüdische Friedhof eine stille Gedenkstätte. Im ersten Jahr nach dem Krieg wurden 17 Grabsteine, die noch zu retten waren, wieder aufgestellt. Aus den Trümmern wurden eine Mauer und ein Gedenkstein errichtet.

Regionalmuseum Wolfhager Land

Tilemann von Elhen - Denkmal vor dem Regionalmuseum Wolfhagen

Das Regionalmuseum in Wolfhagen konnte ab dem Jahre 1981 sein neues Domizil im Renthof am Uslarplatz beziehen.

Zeugnisse der Regionalgeschichte werden heute in den Sammlungen „Alter Renthof“ (Vor- und Frühgeschichte, Burg und Stadt im Mittelalter, Der Bürger in der Gesellschaft, Kirche im Mittelalter, Handwerk und Zünfte, Handwerksstätten, Im Ackerbürgerhaus) und „Zehntscheune“ (Haus und Fachwerkarchitektur, Geologie und Geomorphologie, Alltagskultur und Bilderwelt, Stadtmodell und Ludowingerbuch) sowie der Hans Staden – Abteilung gezeigt.

Die Zehnstscheune ist ein Sandsteinbau aus dem 18. Jahrhundert und beherbergt unter anderem ein Stadtmodell von Wolfhagen im Maßstab 1:500 aus der Zeit um 1550.

In der Außenstelle des Museums im Dorfgemeinschaftshaus von Burghasungen wird an das einst wichtige Benediktinerkloster Hasungen in anschaulicher Weise erinnert.

Anlaß zur Gründung des Stifts Hasungen und des späteren Klosters war das Grab des heiligen Heimerad, der hier wirkte. Nach seinem Tod entwickelte sich im Mittelalter ein bekannter Wallfahrtsort. Hier ließ Erzbischof Siegfried I. von Mainz neben dem Grab ein Kanonikerstift gründen und eine Kirche erbauen, die im Jahre 1074 eingeweiht wurde.

siehe dazu auch:

Wanderausstellung 2007: Elisabeth von Thüringen

Der 800. Geburtstag der heiligen Elisabeth von Thüringen wurde im Jahre 2007 auch in Wolfhagen gefeiert verbunden mit der Wanderausstellung "Krone, Brot und Rosen".

Die Gründung von Wolfhagen erfolgte bereits zur Zeit von Landgraf Ludwig IV. von Thüringen, mit dem Elisabeth verheiratet war. Während der Regentschaft seines jüngeren Bruders Konrad im Jahre 1231 wurde Wolfhagen dann erstmals als landgräfliche kleinere Stadt erwähnt.

Zur Stadtgeschichte

Kirchen

Stadtkirche Wolfhagen
(Foto: Günther Pöpperl)

Kunst und Kultur

Literatur

  • Dr. Paul Görlich, Wolfhagen – Geschichte einer nordhessischen Stadt, Wolfhagen 1980
  • Wolfgang Halfar, Landgraf Konrad schenkt dem Kloster Hasungen einen Bauplatz in Wolfhagen, in: Jahrbuch für den Landkreis Kassel 2008, S. 148 ff.
  • Karl Hassenpflug, Kloster Hasungen, in: Heimatjahrbuch für das Wolfhager Land 1, 1958
  • Volker Knöppel, Der Hasunger Berg – Überlegungen zur Christianisierung des Wolfhager Landes, in: Jahrbuch für den Landkreis Kassel 2002, S. 107 ff.
  • Bernd Klinkhardt, Die Gründung der nordhessischen Stadt Wolfhagen und ihre urkundliche Ersterwähnung am 13. August 1231, in: Jahrbuch für den Landkreis Kassel 2008, S. 135 ff.
  • Karl Lynker, Geschichte der Stadt Wolfhagen nach urkundlichen und gedruckten Quellen, 1855 (pdf)
  • Karl Lyncker, Die Wüstung Schützeberg bei Wolfhagen, in: Zeitschrift des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde von 1853
  • Hermann Neumeyer, Beiträge zur Stadtgeschichte Wolfhagen
  • Gustav Siegel, Geschichte der Stadt Wolfhagen in Hessen, Wolfhagen 1929
  • Dr. Klaus Sippel, Der Schützeberg bei Wolfhagen, in: Jahrbuch des Landkreises Kassel 2001, S. 115 ff.
  • Wilhelm Winter, Lageplan des Friedhofs auf dem Schützeberg, Wolfhagen 1985

Medien

HNA-Geschäftsstelle in Wolfhagen
  • HNA - Ausgabe Wolfhagen

Medizinische Versorgung

Dr. med. Christian Gröll

Dr. med. Christian Gröll gehört zum Ärzte-Team der Orthopädische Praxisklinik Baunatal.

Museen

ÖPNV

Wolfhagen liegt an der Bahnstrecke Volkmarsen–Vellmar-Obervellmar, heute ein Teil des Netzes der nordhessischen RegioTram im NVV, die seit dem 10. Dezember 2006 zwischen Wolfhagen und Kassel verkehrt.

Persönlichkeiten

Epitaph der Agnes von Bürgeln in der Stadtkirche Wolfhagen

Politik

Bürgermeister

Bürgermeister von Wolfhagen ist Reinhard Schaake.

Kommunalwahl und Stadtverordnetenversammlung

Kommunalwahl 2016:

  • SPD: 37,7% (-3,3% / 12 Sitze)
  • CDU: 30,7% (+0,5% / 10 Sitze)
  • BWB: 17,5% (5,3% / 5 Sitze)
  • GRÜNE: 11,1% (-3,1% / 3 Sitze)
  • AGW: 3,0% (+3,0% / 1 Sitz)

Stadtverordnetenversammlung: Die Stadtverordnetenversammlung ist das höchste Organ der Stadt Wolfhagen.

Sie trifft alle wichtigen Entscheidungen und erlässt die Satzungen ("Gesetze") der Stadt.

Zur Vorbereitung dieser Entscheidungen bildet die Stadtverordnetenversammlung verschiedene Ausschüsse, in denen einzelne Themen vorbereitet werden, um sie dann in der Stadtverordnetenversammlung zur Abstimmung vorlegen zu können.

Politische Parteien:

Schulen

Sehenswürdigkeiten

Sehenswürdigkeiten am Ort

Elmarshausen

siehe dazu:

Sehenswürdigkeiten in der Umgebung

siehe auch

Zehntscheune

Stadtwappen

Stadtwappen am Chattenturm: Ein Wolf springt durch den "Hagen" (= Wald) - so stellt das Stadtwappen die Gründungsgeschichte der Stadt dar.

Städtepartnerschaften

Wolfhagen - Altstadt
(Foto: Günther Pöpperl)
  • Tergnier (Frankreich, seit 1981)
  • Ohrdruf (Thüringen, seit 1990)
  • Meldola (Italien seit 2008)
  • Heldrungen (Thüringen): seit Beginn der 1960-er Jahre besteht eine Partnerschaft der Evangelischen Kirchengemeinde Wolfhagen mit der Evangelischen Kirchengemeinde Heldrungen.

Tradition und Veranstaltungen

Vereine

Freiwillige Feuerwehr Wolfhagen

Verwaltungsgebäude des Landkreises Kassel in Wolfhagen

Weitere Vereine

Ausstellung der Schlepperfreunde Wolfhagen
Marke: Normag-Zorge - Typ: NG 16 - Ps: 15 - Baujahr 1952 - Besitzer Arne Heinemann
(Foto: Günther Pöpperl)

Verkehrsanbindung

Bahn

Der Bahnhof Wolfhagen wurde am 1. September 1897 als Personen- und Güterbahnhof eröffnet. Von hier verkehren:

Strasse

Wandern und Radwandern

Eco-Pfad - Streckenverlauf

Radwandern

Wandern

Wussten Sie schon ...

... dass 1632 landgräfliche Soldaten, die die bei Volkmarsen lagernden Kaiserlichen Truppen verjagen sollten, in Wolfhagen hängen blieben, da plünderten und zündelten?

Herbert Jacob Geschichtsverein, Wolfhagen

Weblinks und Quellen

Quellen

  1. HNA-online vom 25.9.2013: Jüdische Friedhöfe im Wolfhager Land

Weblinks



Stadtteile der Stadt Wolfhagen

Altenhasungen | Bründersen | Gasterfeld | Ippinghausen | Istha | Leckringhausen | Niederelsungen | Nothfelden | Philippinenburg | Philippinenthal | Viesebeck | Wenigenhasungen | Wolfhagen


Städte und Gemeinden im Landkreis Kassel
WappenLkKassel.jpg

Ahnatal | Bad Emstal | Bad Karlshafen | Baunatal | Breuna | Calden | Espenau | Fuldabrück | Fuldatal | Grebenstein | Habichtswald | Helsa | Hofgeismar | Immenhausen | Kaufungen | Liebenau | Lohfelden | Naumburg | Nieste | Niestetal | Oberweser | Reinhardshagen | Schauenburg | Söhrewald | Trendelburg | Vellmar | Wahlsburg | Wolfhagen | Zierenberg