Winder hau ab: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 16. September 2006, 07:56 Uhr

Winder mach´s endlisch gud!

Dr Winder iss en harder Kerle mit Eggen un mit Kanden. De Kinner, hie un doh, enn awwer oft moh lusdich fanden. Doch in dissem Johre will hä einfach nidd verschwinnen un manchesmoh duhd sich `en leiser Fluch mit ämme verbinnen. Najoh, bis Midde März kann emme hier, uff deudschen Ärden, nidd einfach so gekündischd währen. Doch dann, dass iss joh au allen Lieden bekannd, dr Buhre sinne Pääre anschbannd. Doh nach mussde sonsd de Johre kinner meh frieren un au de Heizung konnde sich regenerieren. Alle freuden sich, das an`nen Äsden de Knosben uffschbrangen un de Vöjel dahden widder ze Singen anfangen. Awwer Amsel, Drossel, Fing un au de Meise hahlen allewille ähre Schnäbel un das is schei... schade. Se woll`n au gar nidd richtisch fliejen, se honn Angesd das se au de Vochrelgribbe kriejen. Nur de Dande Lilli unse -Schduwwendiescher- iss `en wahrer Üwwerfliejer ähren Pelz den modzd säh schon voren Sommer uff. So gehd ´s bie allem was krieschd un fliejen duhd, im Johr moh runner un moh ruff. Au dr Oba lääschd´sinn Ulsder schon zweimoh zerügge in ´nen Schrank, doch der is noch offen: Gott sies gedangd! Rinn in de Karduffeln un widder russ, hoffendlisch is es mid dissem Winder bahle uss. Wenn dr Waldmeisder blühen duhd un dr Maikranz erschd gebunnen, honn mäh de Frühjohrsmüdischkeid au glisch üwwerwunnen. `En Gedischd vom Sommer will ich dann schriewen, biem WOLLEN musses awwer erschd moh bliewen...

Dr Henner.

    • Für Leute, die der Fullebrücken-Sprache nicht mächtig sind:**


Winter ade

Der Winter ist ein harter Mann mit Ecken und mit Kanten. Die Kinder, hier und dort, ihn aber oft mal lustig fanden. Doch Heuer will er einfach nicht verschwinden und manchmal tut sich ein leiser Fluch mit ihm verbinden. Gewiss bis Mitte März kann ihm hier auf deutschen Erden nicht einfach so gekündigt werden. Doch dann, dass ist allgemein bekannt, der Bauer seine Rösslein einspannt. Danach musste bisher keiner mehr frieren und die Heizung konnte sich regenerieren. Alles freute sich, dass an den Ästen die Knospen aufsprangen und die Vögel wieder das Singen anfangen. Doch Amsel, Drossel, Fink und die Meise halten den Schnabel und das ist schei... schade. Wollen auch gar nicht richtig fliegen, sie haben Angst, dass sie die Vogelgrippe kriegen. Nur Tante Lilli unser -Stubentiger- ist ein wahrer Überflieger ihr Pelz motzt sie schon für den Sommer auf. So ist bei allem was kreucht und fleucht der Jahreslauf. Auch der Opa legte das Winterfell schon zweimal in den Schrank, doch der ist noch offen: Gott sei Dank! Rein in die Kartoffeln und wieder raus, hoffentlich ist es mit diesem Winter endlich aus. Wenn der Waldmeister blüht und der Maikranz erst gebunden, haben wir die Frühjahrsmüdigkeit auch überwunden ein Gedicht vom Sommer will ich dann schreiben, Beim WOLLEN muss es aber erst mal bleiben...

Hans- Peter Pütz.