Willi Goethe: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 16. Januar 2012, 11:41 Uhr

Kassels Goethe hieß Willi

Willi Goethe wurde am 12. Februar 1895 in Hannoversch Münden geboren. Der gelernte Schlosser trat im zweiten Lehrjahr dem Deutschen Metallarbeiterverband und 1919 der SPD bei. Mit der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten wurde es für den Betriebsfunktionär bei der Firma Henschel & Sohn zunehmend schwieriger. Goethe galt als politisch unzuverlässig und wurde prompt gekündigt.

Der Gewerkschaftler kam ins Gefängnis und musste Misshandlungen durch die SS ebenso über sich ergehen lassen wie die Beobachtung durch die Gestapo. Da Goethe seinen gewerkschaftlichen Überzeugungen nicht abschwor, galt er als Marxist.

Gleich nach Kriegsbeginn und nach dem gescheiterten Attentat auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944, verschleppte man ihn in das Konzentrationslager Sachsenhausen. Er überlebte.

1946 ließ sich Willi Goethe für vier Jahre als Stadtverordneter in das Kommunalparlament wählen. Bis zu seinem Tod 1969 arbeitete er als Dezernent für das Feuerlöschwesen und war Mitglied des Ortsbeirats Brasselsberg. Ende November wurde Goethes Nachlass von seinen Kasseler Nachfahren dem historischen Archiv der Stadt übergeben.

Mit Johann Wolfgang von Goethe hat der Ex-Stadtrat eine gemeinsame Wurzel: den von 1604 bis 1686 im thüringischen Berka lebenden Schmied Hans Goethe.