Willi Belz: Unterschied zwischen den Versionen

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Nach [[Kassel]] zurückgekehrt, findet das KPD- und spätere DKP-Mitglied seine Berufung im Journalismus, unter anderem als Redakteur der Sozialistischen Volkszeitung. Unter dem Titel Die Standhaften veröffentlicht Belz [[1960]] eine Dokumentation zum antifaschistischen Widerstand. Es folgt die zweibändige lokalgeschichtliche Arbeit Kassel [[1945]] - was kam danach?, in der er die Nachkriegsgeschichte der Fuldastadt beleuchtet. Willi Belz belässt es jedoch nicht bei der Analyse politischer Vorgänge. Jahrzehntelang mischt er sich ein, kandidiert bei Wahlen für KPD, Deutsche Friedensunion, Aktion Demokratischer Fortschritt und die DKP.
 
Nach [[Kassel]] zurückgekehrt, findet das KPD- und spätere DKP-Mitglied seine Berufung im Journalismus, unter anderem als Redakteur der Sozialistischen Volkszeitung. Unter dem Titel Die Standhaften veröffentlicht Belz [[1960]] eine Dokumentation zum antifaschistischen Widerstand. Es folgt die zweibändige lokalgeschichtliche Arbeit Kassel [[1945]] - was kam danach?, in der er die Nachkriegsgeschichte der Fuldastadt beleuchtet. Willi Belz belässt es jedoch nicht bei der Analyse politischer Vorgänge. Jahrzehntelang mischt er sich ein, kandidiert bei Wahlen für KPD, Deutsche Friedensunion, Aktion Demokratischer Fortschritt und die DKP.
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Version vom 17. März 2007, 18:32 Uhr

Ein standhafter Zeitzeuge

//Willi Belz starb 2003 im Alter von 88 Jahren

Die letzte öffentliche Rede von Willi Belz datiert auf den 30. Januar 2003. Anlässlich des 70. Jahrestages der nationalsozialistischen Machtergreifung erinnerte er noch einmal an das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte, warnte einmal mehr vor Krieg, Terror und Willkürherrschaft.

Willi Belz starb am 16. Mai 2003 im Alter von 88 Jahren. Er war ein Opfer der Nazis, und gerade das machte ihn glaubwürdig. Noch im hohen Alter besucht der Mitgründer der Kasseler Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes Schulen und erzählt den jungen Leuten die Geschichte seines (politischen) Lebens.

Schon in der Weimarer Zeit engagiert sich der Sohn einer Arbeiterfamilie in der kommunistischen Jugendbewegung. 1933 - die Nazis haben seinen Vater Konrad Belz ins Konzentrationslager (KZ) Breitenau verschleppt - arbeitet er in der illegalen Bezirksleitung der KPD. Allerdings nicht lange. Im Oktober 1933 wird auch Willi Belz verhaftet. Drei Jahre, bis zum Herbst 1936, sitzt er im KZ Lichtenburg. Seine politische Arbeit setzt der überzeugte Kommunist dennoch fort - bis er zur Wehrmacht eingezogen wird. Er verweigert sich jedoch Hitlers Eroberungskrieg. An der Ostfront läuft Belz zur Roten Armee über und schließt sich dem Nationalkomitee Freies Deutschland an.

Nach Kassel zurückgekehrt, findet das KPD- und spätere DKP-Mitglied seine Berufung im Journalismus, unter anderem als Redakteur der Sozialistischen Volkszeitung. Unter dem Titel Die Standhaften veröffentlicht Belz 1960 eine Dokumentation zum antifaschistischen Widerstand. Es folgt die zweibändige lokalgeschichtliche Arbeit Kassel 1945 - was kam danach?, in der er die Nachkriegsgeschichte der Fuldastadt beleuchtet. Willi Belz belässt es jedoch nicht bei der Analyse politischer Vorgänge. Jahrzehntelang mischt er sich ein, kandidiert bei Wahlen für KPD, Deutsche Friedensunion, Aktion Demokratischer Fortschritt und die DKP.