Wilhelmshausen: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
(Geschichtliche Daten)
(siehe auch)
 
(55 dazwischenliegende Versionen von 5 Benutzern werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
[[Bild:Wiki194.jpg|right|thumb|500px|Wandertipp: [[Wandern am Rand des Reinhardswaldes]]]]
+
[[Datei:Wilhelmshausen-An der Fulda.JPG|thumb|right|250px|An der [[Fulda (Fluss)|Fulda]] in Wilhelmshausen]]
'''Wilhelmshausen''' ist ein Ortsteil von [[Fuldatal]] mit etwa 1.000 Einwohnern.
+
'''Wilhelmshausen''' ist ein Ortsteil von [[Fuldatal]] mit etwa 1.000 Einwohnern und einer Größe von 451 ha.
  
Der Ort liegt an der [[Fulda (Fluss)|Fulda]].
+
Der Ort wurde im Jahre 1572 unter [[Landgraf Wilhelm IV.]] an der Stelle eines aufgelösten Zisterzienserklosters gegründet.
 +
 
 +
== Geografie ==
 +
Der Ort liegt an der [[Fulda (Fluss)|Fulda]] und im Süden des [[Reinhardswald]]s im [[Landkreis Kassel]].
  
 
== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
Zeile 8: Zeile 11:
 
Der Ort wird um das Jahr [[1150]] erstmals urkundlich erwähnt.
 
Der Ort wird um das Jahr [[1150]] erstmals urkundlich erwähnt.
  
 +
[[Datei:Marienbasilika-Wilhelmshausen11.jpg|thumb|left|300px|Marienbasilika]]
 
Wahrzeichen des Orts ist die Basilika "St. Maria", zugleich auch die Keimzelle des Dörfchens, das sich nach und nach um die Klosteranlage herumgruppierte.  
 
Wahrzeichen des Orts ist die Basilika "St. Maria", zugleich auch die Keimzelle des Dörfchens, das sich nach und nach um die Klosteranlage herumgruppierte.  
  
Ein paar Schritte weiter sind die Spuren der klösterlichen Tradition von dem einst Walierissun, später Walehusen und schließlich Wilhelmshausen genannten Flecken noch zu spüren. An der Ecke der Kötnerei/Holzhauser Straße stand einst das Tor zum Kloster. Und an der Kötnerei selbst lebten die Kötner, die Holzkohle aus dem Wald holten - noch heute führt die Straße bis hinauf zum [[Reinhardswald]].
+
Das ehemalige ''Nonnenkloster Wahlshausen'', das ab 1310 in ein Zisterzienser-Männerkloster umgewandelt wurde, gründeten um das Jahr 1140 Kaiser Konrad III. und der [[Erzbistum Mainz|Erzbischof von Mainz]].  
  
 +
Im Zuge der [[Reformation]] wurde das [[Kloster Wahlshausen]] im Jahre 1527 aufgehoben und das Klostergut fortbetrieben und [[Landgraf Wilhelm IV.]] verwendete das Klostergut zur Anlage des nach ihm benannten Dorfes. 
 +
 +
Das einzige von den Klostergebäuden noch erhaltene Bauwerk ist die ehemalige Klosterkirche „St. Maria“, die im romanischen Baustil entstand. Hier wurde 1239 Graf Bardo von Sichelnstein beigesetzt.
 +
 +
Ein paar Schritte weiter sind die Spuren der klösterlichen Tradition von dem einst ''Walierissun'', später ''Walehusen'' und schließlich ''Wilhelmshausen'' genannten Flecken noch zu spüren. An der Ecke der Kötnerei/ Holzhauser Straße stand einst das Tor zum Kloster. Und an der Kötnerei selbst lebten die Kötner, die Holzkohle aus dem Wald holten - noch heute führt die Straße bis hinauf zum [[Reinhardswald]].
 +
 +
[[Datei:Gasthaus-Wilhelmshausen.JPG|thumb|right|250px|Gasthaus in Wilhelmshausen]]
 
''siehe auch:''
 
''siehe auch:''
* [http://www.fuldatal.de/kommunal/ortsteil/wilhelm/f3hist.htm Informationen zur Ortsgeschichte])
+
* [http://www.fuldatal.de/kommunal/ortsteil/wilhelm/f3hist.htm Informationen zur Ortsgeschichte]
  
 
Heute ist Wilhelmshausen der nördlichste Ortsteil von Fuldatal. Die Gemeinde [[Fuldatal]] entstand im Zuge der hessischen Gebietsreform zu Beginn der 1970-er Jahre durch den Zusammenschluss der früher selbständigen Gemeinden  [[Ihringshausen]], [[Knickhagen]], [[Rothwesten]], [[Simmershausen]] , [[Wahnhausen]] und Wilhelmshausen im ''Fuldatal''.
 
Heute ist Wilhelmshausen der nördlichste Ortsteil von Fuldatal. Die Gemeinde [[Fuldatal]] entstand im Zuge der hessischen Gebietsreform zu Beginn der 1970-er Jahre durch den Zusammenschluss der früher selbständigen Gemeinden  [[Ihringshausen]], [[Knickhagen]], [[Rothwesten]], [[Simmershausen]] , [[Wahnhausen]] und Wilhelmshausen im ''Fuldatal''.
  
 
=== Historische Obermühle und Scheunenmuseum ===
 
=== Historische Obermühle und Scheunenmuseum ===
Die ''Historische Obermühle'' und das Scheunenmuseum (Kötnerei 14) in Wilhelmshausen gehört zu den Sehenswürdigkeiten von [[Fuldatal]].
+
Die ''[[Obermühle in Wilhelmshausen|Historische Obermühle]]'' und das Scheunenmuseum (Kötnerei 14) in Wilhelmshausen gehört zu den Sehenswürdigkeiten von [[Fuldatal]].
  
 
Die stillgelegte Mühle wurde nach dem Hessischen Denkmalschutzgsetz als Kulturdenkmal eingestuft und wird als ein Zeugnis menschlicher Geschichte und Entwicklung erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
 
Die stillgelegte Mühle wurde nach dem Hessischen Denkmalschutzgsetz als Kulturdenkmal eingestuft und wird als ein Zeugnis menschlicher Geschichte und Entwicklung erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
  
In der Museumsscheune sind Ausstellungsgegenstände der bäuerlichen Geschichte zu besichtigen, darunter Dreschflegel, Milchkannen, Mistgabeln, alte Haushaltsgegenstände und viele Utensilien aus dem bäuerlichen Alltag früherer Tage.   
+
In der Museumsscheune sind Ausstellungsgegenstände der bäuerlichen Geschichte zu besichtigen, darunter Dreschflegel, Milchkannen, Mistgabeln, alte Haushaltsgegenstände und viele Utensilien aus dem bäuerlichen Alltag früherer Tage.
 +
 
 +
=== Sprachgrenze ===
 +
Die Mundart des Nachbarorts Holzhausen wurde sprachwissenschaftlich intensiv von Hermann Soost (1920) und Stefan Arend (1990) untersucht. Die Mundart von [[Holzhausen (Immenhausen)|Holzhausen]] zählt noch zu den mitteldeutschen Mundarten, in den Nachbarorten Wilhelmshausen und [[Immenhausen]] wird (wurde) bereits Niederdeutsch gesprochen. <ref>[http://de.wikipedia.org/wiki/Holzhausen_(Immenhausen) Informationen auf de.wikipedia.org]</ref>
 +
 
 +
== Marienbasilika  in Wilhelmshausen ==
 +
[[Datei:Marienbasilika-Wilhelmshausen2.JPG|thumb|right|250px|Marienbasilika]]
  
== Die Marienbasilika  in Wilhelmshausen ==
 
 
=== Geschichtliche Daten ===
 
=== Geschichtliche Daten ===
Die [[Marienbasilika Wilhelmshausen|Marienbasilika in Wilhelmshausen]] (Holzhäuser Straße) wurde ursprünglich in den Jahren 1142 - 50 als Kirche eines Zisterzienserkloster im [[Romanik|romananischen]] Baustil und urspünglich ohne Kirchturm errichtet. In den Jahren 1517 - 27 erfolgte die Auflösung des Klosters, etwa 100 Jahre später (1630 - 32) wurde die Kirche wieder aufgebaut. Im Jahre 1891 erfolgte der Turmanbau und in den Jahren 2002 - 07 eine grundlegende Renovierung. Sehenswert im Innern der Kirche (südliches Querschiff) ist ein Tympanon, das das "Agnus Dei" darstellt. Hinter der Kirche schließt sich ein Kirchgarten an.
+
Die [[Marienbasilika Wilhelmshausen|Marienbasilika in Wilhelmshausen]] (Holzhäuser Straße) wurde ursprünglich in den Jahren 1142 - 50 als Klosterkirche im [[Romanik|romananischen]] Baustil und urspünglich ohne Kirchturm errichtet. In den Jahren 1517 - 27 erfolgte die Auflösung des Klosters, etwa 100 Jahre später (1630 - 32) wurde die Kirche wieder aufgebaut.  
+
 
<div style="margin: 0px 5px 5px 0px; padding: 0.5em 1em 0.5em 1em; border: 1px solid #00349C; background-color:#F3F7EF;">
+
Im Jahre 1891 erfolgte der Turmanbau und in den Jahren 2002 - 07 eine grundlegende Renovierung der Kirche.
 +
 
 +
Sehenswert im Innern der schlicht gehaltenen Kirche ist im südlichen Querschiff ein Tympanon, das das "Agnus Dei" darstellt. Hinter der Kirche schließt sich ein Kirchgarten an.
  
 
=== Basilika St. Maria ===
 
=== Basilika St. Maria ===
Zeile 35: Zeile 53:
 
''Sie stimmt den Spaziergänger auf das Dörfchen an der Grenze zu Niedersachsen ein''
 
''Sie stimmt den Spaziergänger auf das Dörfchen an der Grenze zu Niedersachsen ein''
  
Das war kein gutes Zeichen: Einen Tag, bevor der Turm eingeweiht werden sollte, schlug der Blitz ein, und es brannte lichterloh. Sollten die Wilhelmshäuser sich Ende des 19. Jahrhunderts damit abfinden, daß ihre Kirche weitere 700 Jahre ohne weithin sichtbares Wahrzeichen bleiben sollte? Seit der Grundsteinlegung Mitte des zwölften Jahrhunderts war die ehemalige Klosterkirche ohne Turm, weil das bei den Zisterzienser-Mönchen so üblich war. Steht man heute vor den Türen von St. Maria und blickt nach oben, fehlt es einem an nichts: Das im romanischen Stil erbaute Kirchlein hat einen Glockenturm wie andere Gotteshäuser auch.
+
[[Datei:Marienbasilika-Wilhelmshausen-Innenbereich.jpg|thumb|right|250px|Marienbasilika - Innenansicht]]
 +
Das war kein gutes Zeichen: Einen Tag, bevor der Turm eingeweiht werden sollte, schlug der Blitz ein, und es brannte lichterloh. Sollten die Wilhelmshäuser sich Ende des 19. Jahrhunderts damit abfinden, daß ihre Kirche weitere 700 Jahre ohne weithin sichtbares Wahrzeichen bleiben sollte? Seit der Grundsteinlegung Mitte des zwölften Jahrhunderts war die ehemalige Klosterkirche ohne Turm, weil das bei den Zisterzienser-Mönchen so üblich war.  
 +
 
 +
Steht man heute vor den Türen von St. Maria und blickt nach oben, fehlt es einem an nichts: Das im romanischen Stil erbaute Kirchlein hat einen Glockenturm wie andere Gotteshäuser auch.
  
 
Die Vergangenheit ist nicht nur in dem als dreischiffige Basilika erbauten Andachtsraum noch spürbar. Auch wenn man außen ein wenig herumspaziert, ist beispielsweise bei einem Blick zum Nachbargrundstück noch zu erkennen, daß sich hier die Küchentrakte befunden haben müssen. Und könnte die Anordnung der Birken im Kirchgarten gar der Kreuzgang gewesen sein?
 
Die Vergangenheit ist nicht nur in dem als dreischiffige Basilika erbauten Andachtsraum noch spürbar. Auch wenn man außen ein wenig herumspaziert, ist beispielsweise bei einem Blick zum Nachbargrundstück noch zu erkennen, daß sich hier die Küchentrakte befunden haben müssen. Und könnte die Anordnung der Birken im Kirchgarten gar der Kreuzgang gewesen sein?
  
 
St. Maria ist nicht nur das Wahrzeichen des 650-Einwohner zählenden nördlichsten Ortsteils von [[Fuldatal]], sie ist auch die Keimzelle des Dörfchens, das sich nach und nach um die Klosteranlage herumgruppierte. Bei der 850-Jahr-Feier im Jahr [[2000]] wurde der hübsche, von Birken gesäumte Kirchgarten zum Treffpunkt.
 
St. Maria ist nicht nur das Wahrzeichen des 650-Einwohner zählenden nördlichsten Ortsteils von [[Fuldatal]], sie ist auch die Keimzelle des Dörfchens, das sich nach und nach um die Klosteranlage herumgruppierte. Bei der 850-Jahr-Feier im Jahr [[2000]] wurde der hübsche, von Birken gesäumte Kirchgarten zum Treffpunkt.
</div>
 
  
== Dorferneuerung ==
+
== Literatur ==
Als [[1994]] mit der Dorferneuerung begonnen wurde, hat sich die Gemeinde auch des Mühlbachs angenommen. Ein rotes Geländer säumt den Hang von der Straße zum Bach, der Bürgersteig wurde neu gepflastert - die Wilhelmshäuser Vereine und Verbände hätten sich bei der Gestaltung stark eingebracht.
+
* Region Kassel Land e.V. (Hrsg.), Unterwegs im Reinhardswald - 52 Wege und Ziele, Wolfhagen 2011
 +
 
 +
== Mühlbach und Dorferneuerung ==
 +
Als [[1994]] mit der Dorferneuerung begonnen wurde, hat sich die Gemeinde auch des Mühlbachs angenommen. Ein rotes Geländer säumt den Hang von der Straße zum Bach, der Bürgersteig wurde neu gepflastert - die Wilhelmshäuser Vereine und Verbände hatten sich bei der Gestaltung stark eingebracht.
  
 
Rechts und links der Kötnerei lohnt der Blick auf liebevoll renovierte alte Fachwerkhäuser, inmitten eines verwilderten Wiesengrundstücks steht sogar noch ein alter Ofen zum Brotbacken, behütet in einem Hexenhäuschen.
 
Rechts und links der Kötnerei lohnt der Blick auf liebevoll renovierte alte Fachwerkhäuser, inmitten eines verwilderten Wiesengrundstücks steht sogar noch ein alter Ofen zum Brotbacken, behütet in einem Hexenhäuschen.
Zeile 49: Zeile 72:
 
Doch Wilhelmshausen ist nicht nur Fachwerk mit viel Garten und Grün. Symbol für das Neue ist auch das per Solarthermik beheizte Dorfgemeinschaftshaus an der Schlesierstraße.
 
Doch Wilhelmshausen ist nicht nur Fachwerk mit viel Garten und Grün. Symbol für das Neue ist auch das per Solarthermik beheizte Dorfgemeinschaftshaus an der Schlesierstraße.
  
Steht man hinter dem Dorfgemeinschaftshaus und blickt in Richtung [[Reinhardswald]], hat man die allerneuesten Bauten Wilhelmshausens vor Augen: das Neubaugebiet Am Rehwinkel. Bauland ist dort jedoch kaum zu bekommen, denn Wohnen in Wilhelmshausen ist beliebt. Nicht zuletzt bei Menschen, die im benachbarten Bundesland [[Niedersachsen]] arbeiten. Denn [[Hann. Münden]] ist von Wilhelmshausen fünf Kilometer entfernt. Nach [[Kassel]] sind es 17 Kilometer.
+
Steht man hinter dem Dorfgemeinschaftshaus und blickt in Richtung [[Reinhardswald]], hat man die allerneuesten Bauten Wilhelmshausens vor Augen: das Neubaugebiet Am Rehwinkel. Bauland ist dort jedoch kaum zu bekommen, denn Wohnen in Wilhelmshausen ist beliebt. Nicht zuletzt bei Menschen, die im benachbarten Bundesland [[Niedersachsen]] arbeiten. Denn [[Hann. Münden]] ist von Wilhelmshausen nur fünf Kilometer entfernt. Nach [[Kassel]] sind es 17 Kilometer.
  
== Radwanderweg ==
+
== Verlauf der Fulda ==
* [[Fulda-Weser-Radweg]] (ca. 255 km)
+
[[Poppenhausen (Wasserkuppe)]] | [[Gersfeld]] | [[Fulda (Stadt)|Bronnzell]] | [[Eichenzell]] | [[Fulda (Stadt)|Fulda]] | [[Niederaula]] | [[Bad Hersfeld]] | [[Mecklar]] | [[Blankenheim]] | [[Breitenbach (Bebra)|Breitenbach]] | [[Bebra]] | [[Lispenhausen]] | [[Rotenburg]] | [[Braach]] | [[Baumbach]] | [[Niederellenbach]] | [[Konnefeld]] | [[Morschen]] | [[Binsförth]] | [[Beiseförth]] | [[Malsfeld]] | [[Melsungen]] | [[Schwarzenberg]] | [[Röhrenfurth]] | [[Lobenhausen]] | [[Körle]] | [[Wagenfurth]] | [[Grebenau]] | [[Büchenwerra]] | [[Guxhagen]] | [[Guntershausen]] | [[Fuldabrück]] | [[Bergshausen]] | [[Kassel]] | [[Spiekershausen]] | [[Wahnhausen]] | [[Speele]] | [[Wilhelmshausen]] | [[Bonaforth]] | [[Hann. Münden]]
 +
== Radwandern und Wandern ==
 +
=== Radwandern ===
 +
* [[Fulda-Weser-Radweg]]
  
== Wandertipps ==
+
[[Bild:Wiki194.jpg|right|thumb|500px|Wandertipp: Wandern am Rand des Reinhardswalds]]
[[Bild:Wiki175.jpg|right|thumb|500px|Wandertipp]]
+
=== Wandertipps ===
[[Bild:Wiki192.jpg|right|thumb|500px|Wandertipp]]
+
* [[Wandertipp: Auf den Spuren des Bergbaus|Wandertipp 1: Auf den Spuren des Bergbaus]]: Der Ausflug beginnt in [[Reinhardshagen]], Ortsteil [[Veckerhagen]], am Wilhelmplatz. Im idyllischen Mühlbachtal erreicht man auf dem Steinköhlerpfad Wilhelmshausen.
* [[Wandertipp: Auf den Spuren des Bergbaus]]: Der Ausflug beginnt in [[Reinhardshagen]], Ortsteil [[Veckerhagen]], am Wilhelmplatz. Im idyllischen Mühlbachtal erreicht man auf dem Steinköhlerpfad Wilhelmshausen.
+
* [[Durch Wald und Elsterbachtal|Wandertipp 2: Durch Wald und Elsterbachtal]]: die Wanderung ist eine Rundwanderung, sie beginnt und endet in Wilhelmshausen.
* [[Durch Wald und Elsterbachtal]]: die Wanderung ist eine Rundwanderung, sie beginnt und endet in Wilhelmshausen.
+
* [[Wandern am Rand des Reinhardswaldes|Wandertipp 3: Wandern am Rand des Reinhardswalds]]: Start ist auf dem Fuldauferweg in Wilhelmshausen - Auf dem Fulda-Uferweg führt die Wanderung zum Ortsausgang Richtung [[Kassel]] zurück, quert die Straße und führt über den asphaltierten Radweg hinter dem letzten Haus. Es geht flach einige hundert Meter weiter, vorüber am Reiterhof, dann führt der Weg sich windend bergauf. Auf der Höhe (211 Meter) führt der Weg rechts bis zum Waldrand, an dem eine Baracke steht. Davor beginnt das Wanderzeichen Dreieck, dem man auf dem Waldweg über die in einer Kurve führende Straße folgt. Der weitere Verlauf der Wanderung führt bis [[Holzhausen (Immenhausen)|Immmenhausen]] Kirche und danach bis nach [[Simmershausen]].
* [[Wandern am Rand des Reinhardswaldes]]: Start ist auf dem Fuldauferweg in Wilhelmshausen - Auf dem Fulda-Uferweg führt die Wanderung zum Ortsausgang Richtung [[Kassel]] zurück, quert die Straße und führt über den asphaltierten Radweg hinter dem letzten Haus. Es geht flach einige hundert Meter weiter, vorüber am Reiterhof, dann führt der Weg sich windend bergauf. Auf der Höhe (211 Meter) führt der Weg rechts bis zum Waldrand, an dem eine Baracke steht. Davor beginnt das Wanderzeichen Dreieck, dem man auf dem Waldweg über die in einer Kurve führende Straße folgt. Der weitere Verlauf der Wanderung führt bis [[Holzhausen (Immenhausen)|Immmenhausen]] Kirche und danach bis nach [[Simmershausen]].
+
* [[Auf nach Spiekershausen|Wandertipp 4: Von Hann. Münden nach Spiekershausen]]
* [[Auf nach Spiekershausen]]
+
 
 +
=== Weitere Wanderungen ===
 +
[[Datei:Eco-Pfad Knickhagen-Wilhelmshausen .JPG|thumb|right|250px|Am Eco-Pfad Knickhagen-Wilhelmshausen]]
 +
* [[Eco-Pfad Knickhagen-Wilhelmshausen]]
 +
* Im Wanderführer der Region Kassel Land e.V. ("Unterwegs im Reinhardswald - 52 Wege und Ziele", Wolfhagen 2011) wird eine attraktive Wanderung zum [[Gahrenberg]] beschrieben, die am Parkplatz der Kirche (Holzhäuser Strasse) beginnt und endet. Er führt durch das Mühlbachtal zum Gahrenberg und im zweiten Teil vorbei an den "Heiligenlägerteichen" durch das Tal des Elsterbachs nach Wilhelmshausen zurück.
 +
* Ein weiterer Rundweg führt von Wilhelmshausen über das Mühlbachtal nach [[Holzhausen (Immenhausen)|Holzhausen]] und über die [[Termenei]] nach Wilhelmshausen zurück.
  
 
== siehe auch ==
 
== siehe auch ==
 +
[[Datei:Marienbasilika-Wilhelmshausen-DSC 0307.jpg|thumb|right|250px|Klosterkirche St Maria in Wilhelmshausen]]
 +
* [[Charlotte Schütz]]
 +
* [[Eco-Pfad Knickhagen-Wilhelmshausen]]
 
* [[Elsterbachtal]]
 
* [[Elsterbachtal]]
 +
* [[Fulda (Fluss)|Fulda]]
 +
* [[Gahrenberg]]
 +
* [[Grabhügel der Bronzezeit zwischen Wilhelmshausen und Knickhagen]]
 
* [[Hannoversche Südbahn]]
 
* [[Hannoversche Südbahn]]
 +
* [[Obermühle in Wilhelmshausen|Historische Obermühle und Scheunenmuseum in Wilhelmshausen]]
 +
* [[Marienbasilika Wilhelmshausen|Marienbasilika in Wilhelmshausen]]
 
* [[Reinhardswald]]
 
* [[Reinhardswald]]
 +
* [[Termenei]]
 +
 +
== Weblinks und Quellen ==
 +
 +
=== Quellen ===
 +
<references/>
  
== Weblinks ==
+
=== Weblinks ===
 
* [http://www.fuldatal.de Fuldatal]
 
* [http://www.fuldatal.de Fuldatal]
 
* [http://www.fuldatal.de/kommunal/ortsteil/Wilhelm/Wilhelmshausen.htm Wilhelmshausen]
 
* [http://www.fuldatal.de/kommunal/ortsteil/Wilhelm/Wilhelmshausen.htm Wilhelmshausen]
 
* [http://www.ekkh.de/gemeinden/wilhelmshausen.php Homepage der evangelischen Kirchengemeinde mit Fotos von Kirche und Stadt]
 
* [http://www.ekkh.de/gemeinden/wilhelmshausen.php Homepage der evangelischen Kirchengemeinde mit Fotos von Kirche und Stadt]
 +
* [http://www.kirche-holzhausen.de/index.php?item=022 www.kirche-holzhausen.de]
 
* [http://www.foerderverein-marienbasilika-wilhelmshausen.de/4555.html Förderverein Marienbasilika Wilhelmshausen]
 
* [http://www.foerderverein-marienbasilika-wilhelmshausen.de/4555.html Förderverein Marienbasilika Wilhelmshausen]
 
* [http://www.gum-fuldatal.de/ Geschichts- und Museumsverein Fuldatal]
 
* [http://www.gum-fuldatal.de/ Geschichts- und Museumsverein Fuldatal]
Zeile 76: Zeile 122:
  
  
 
+
<br clear="all">
 
{{Navigation Landkreis Kassel}}
 
{{Navigation Landkreis Kassel}}
  
 
[[Kategorie:Landkreis Kassel]]
 
[[Kategorie:Landkreis Kassel]]
 
[[Kategorie:Nordhessen]]
 
[[Kategorie:Nordhessen]]

Aktuelle Version vom 3. April 2014, 23:44 Uhr

An der Fulda in Wilhelmshausen

Wilhelmshausen ist ein Ortsteil von Fuldatal mit etwa 1.000 Einwohnern und einer Größe von 451 ha.

Der Ort wurde im Jahre 1572 unter Landgraf Wilhelm IV. an der Stelle eines aufgelösten Zisterzienserklosters gegründet.

Geografie

Der Ort liegt an der Fulda und im Süden des Reinhardswalds im Landkreis Kassel.

Geschichte

Aus der Ortsgeschichte

Der Ort wird um das Jahr 1150 erstmals urkundlich erwähnt.

Marienbasilika

Wahrzeichen des Orts ist die Basilika "St. Maria", zugleich auch die Keimzelle des Dörfchens, das sich nach und nach um die Klosteranlage herumgruppierte.

Das ehemalige Nonnenkloster Wahlshausen, das ab 1310 in ein Zisterzienser-Männerkloster umgewandelt wurde, gründeten um das Jahr 1140 Kaiser Konrad III. und der Erzbischof von Mainz.

Im Zuge der Reformation wurde das Kloster Wahlshausen im Jahre 1527 aufgehoben und das Klostergut fortbetrieben und Landgraf Wilhelm IV. verwendete das Klostergut zur Anlage des nach ihm benannten Dorfes.

Das einzige von den Klostergebäuden noch erhaltene Bauwerk ist die ehemalige Klosterkirche „St. Maria“, die im romanischen Baustil entstand. Hier wurde 1239 Graf Bardo von Sichelnstein beigesetzt.

Ein paar Schritte weiter sind die Spuren der klösterlichen Tradition von dem einst Walierissun, später Walehusen und schließlich Wilhelmshausen genannten Flecken noch zu spüren. An der Ecke der Kötnerei/ Holzhauser Straße stand einst das Tor zum Kloster. Und an der Kötnerei selbst lebten die Kötner, die Holzkohle aus dem Wald holten - noch heute führt die Straße bis hinauf zum Reinhardswald.

Gasthaus in Wilhelmshausen

siehe auch:

Heute ist Wilhelmshausen der nördlichste Ortsteil von Fuldatal. Die Gemeinde Fuldatal entstand im Zuge der hessischen Gebietsreform zu Beginn der 1970-er Jahre durch den Zusammenschluss der früher selbständigen Gemeinden Ihringshausen, Knickhagen, Rothwesten, Simmershausen , Wahnhausen und Wilhelmshausen im Fuldatal.

Historische Obermühle und Scheunenmuseum

Die Historische Obermühle und das Scheunenmuseum (Kötnerei 14) in Wilhelmshausen gehört zu den Sehenswürdigkeiten von Fuldatal.

Die stillgelegte Mühle wurde nach dem Hessischen Denkmalschutzgsetz als Kulturdenkmal eingestuft und wird als ein Zeugnis menschlicher Geschichte und Entwicklung erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

In der Museumsscheune sind Ausstellungsgegenstände der bäuerlichen Geschichte zu besichtigen, darunter Dreschflegel, Milchkannen, Mistgabeln, alte Haushaltsgegenstände und viele Utensilien aus dem bäuerlichen Alltag früherer Tage.

Sprachgrenze

Die Mundart des Nachbarorts Holzhausen wurde sprachwissenschaftlich intensiv von Hermann Soost (1920) und Stefan Arend (1990) untersucht. Die Mundart von Holzhausen zählt noch zu den mitteldeutschen Mundarten, in den Nachbarorten Wilhelmshausen und Immenhausen wird (wurde) bereits Niederdeutsch gesprochen. [1]

Marienbasilika in Wilhelmshausen

Marienbasilika

Geschichtliche Daten

Die Marienbasilika in Wilhelmshausen (Holzhäuser Straße) wurde ursprünglich in den Jahren 1142 - 50 als Klosterkirche im romananischen Baustil und urspünglich ohne Kirchturm errichtet. In den Jahren 1517 - 27 erfolgte die Auflösung des Klosters, etwa 100 Jahre später (1630 - 32) wurde die Kirche wieder aufgebaut.

Im Jahre 1891 erfolgte der Turmanbau und in den Jahren 2002 - 07 eine grundlegende Renovierung der Kirche.

Sehenswert im Innern der schlicht gehaltenen Kirche ist im südlichen Querschiff ein Tympanon, das das "Agnus Dei" darstellt. Hinter der Kirche schließt sich ein Kirchgarten an.

Basilika St. Maria

Das Herzstück des Fuldataler Ortsteils Wilhelmshausen ist die Kirche St. Maria

Sie stimmt den Spaziergänger auf das Dörfchen an der Grenze zu Niedersachsen ein

Marienbasilika - Innenansicht

Das war kein gutes Zeichen: Einen Tag, bevor der Turm eingeweiht werden sollte, schlug der Blitz ein, und es brannte lichterloh. Sollten die Wilhelmshäuser sich Ende des 19. Jahrhunderts damit abfinden, daß ihre Kirche weitere 700 Jahre ohne weithin sichtbares Wahrzeichen bleiben sollte? Seit der Grundsteinlegung Mitte des zwölften Jahrhunderts war die ehemalige Klosterkirche ohne Turm, weil das bei den Zisterzienser-Mönchen so üblich war.

Steht man heute vor den Türen von St. Maria und blickt nach oben, fehlt es einem an nichts: Das im romanischen Stil erbaute Kirchlein hat einen Glockenturm wie andere Gotteshäuser auch.

Die Vergangenheit ist nicht nur in dem als dreischiffige Basilika erbauten Andachtsraum noch spürbar. Auch wenn man außen ein wenig herumspaziert, ist beispielsweise bei einem Blick zum Nachbargrundstück noch zu erkennen, daß sich hier die Küchentrakte befunden haben müssen. Und könnte die Anordnung der Birken im Kirchgarten gar der Kreuzgang gewesen sein?

St. Maria ist nicht nur das Wahrzeichen des 650-Einwohner zählenden nördlichsten Ortsteils von Fuldatal, sie ist auch die Keimzelle des Dörfchens, das sich nach und nach um die Klosteranlage herumgruppierte. Bei der 850-Jahr-Feier im Jahr 2000 wurde der hübsche, von Birken gesäumte Kirchgarten zum Treffpunkt.

Literatur

  • Region Kassel Land e.V. (Hrsg.), Unterwegs im Reinhardswald - 52 Wege und Ziele, Wolfhagen 2011

Mühlbach und Dorferneuerung

Als 1994 mit der Dorferneuerung begonnen wurde, hat sich die Gemeinde auch des Mühlbachs angenommen. Ein rotes Geländer säumt den Hang von der Straße zum Bach, der Bürgersteig wurde neu gepflastert - die Wilhelmshäuser Vereine und Verbände hatten sich bei der Gestaltung stark eingebracht.

Rechts und links der Kötnerei lohnt der Blick auf liebevoll renovierte alte Fachwerkhäuser, inmitten eines verwilderten Wiesengrundstücks steht sogar noch ein alter Ofen zum Brotbacken, behütet in einem Hexenhäuschen.

Doch Wilhelmshausen ist nicht nur Fachwerk mit viel Garten und Grün. Symbol für das Neue ist auch das per Solarthermik beheizte Dorfgemeinschaftshaus an der Schlesierstraße.

Steht man hinter dem Dorfgemeinschaftshaus und blickt in Richtung Reinhardswald, hat man die allerneuesten Bauten Wilhelmshausens vor Augen: das Neubaugebiet Am Rehwinkel. Bauland ist dort jedoch kaum zu bekommen, denn Wohnen in Wilhelmshausen ist beliebt. Nicht zuletzt bei Menschen, die im benachbarten Bundesland Niedersachsen arbeiten. Denn Hann. Münden ist von Wilhelmshausen nur fünf Kilometer entfernt. Nach Kassel sind es 17 Kilometer.

Verlauf der Fulda

Poppenhausen (Wasserkuppe) | Gersfeld | Bronnzell | Eichenzell | Fulda | Niederaula | Bad Hersfeld | Mecklar | Blankenheim | Breitenbach | Bebra | Lispenhausen | Rotenburg | Braach | Baumbach | Niederellenbach | Konnefeld | Morschen | Binsförth | Beiseförth | Malsfeld | Melsungen | Schwarzenberg | Röhrenfurth | Lobenhausen | Körle | Wagenfurth | Grebenau | Büchenwerra | Guxhagen | Guntershausen | Fuldabrück | Bergshausen | Kassel | Spiekershausen | Wahnhausen | Speele | Wilhelmshausen | Bonaforth | Hann. Münden

Radwandern und Wandern

Radwandern

Wandertipp: Wandern am Rand des Reinhardswalds

Wandertipps

Weitere Wanderungen

Am Eco-Pfad Knickhagen-Wilhelmshausen
  • Eco-Pfad Knickhagen-Wilhelmshausen
  • Im Wanderführer der Region Kassel Land e.V. ("Unterwegs im Reinhardswald - 52 Wege und Ziele", Wolfhagen 2011) wird eine attraktive Wanderung zum Gahrenberg beschrieben, die am Parkplatz der Kirche (Holzhäuser Strasse) beginnt und endet. Er führt durch das Mühlbachtal zum Gahrenberg und im zweiten Teil vorbei an den "Heiligenlägerteichen" durch das Tal des Elsterbachs nach Wilhelmshausen zurück.
  • Ein weiterer Rundweg führt von Wilhelmshausen über das Mühlbachtal nach Holzhausen und über die Termenei nach Wilhelmshausen zurück.

siehe auch

Klosterkirche St Maria in Wilhelmshausen

Weblinks und Quellen

Quellen

  1. Informationen auf de.wikipedia.org

Weblinks



Städte und Gemeinden im Landkreis Kassel
WappenLkKassel.jpg

Ahnatal | Bad Emstal | Bad Karlshafen | Baunatal | Breuna | Calden | Espenau | Fuldabrück | Fuldatal | Grebenstein | Habichtswald | Helsa | Hofgeismar | Immenhausen | Kaufungen | Liebenau | Lohfelden | Naumburg | Nieste | Niestetal | Oberweser | Reinhardshagen | Schauenburg | Söhrewald | Trendelburg | Vellmar | Wahlsburg | Wolfhagen | Zierenberg