Westuffeln: Unterschied zwischen den Versionen

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(Geschichte)
(Wilhelmsthaler Mineralbrunnen)
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Das genaue Baujahr der mittelalterlichen Dorfkirche ist nicht bekannt. Nur der Kirchturm ist von dieser frühromanischen Kirche noch erhalten geblieben, die in Westuffeln zwischen dem 10. und 12. Jahrhundert errichtet worden ist und damals dem heiligen Johannes geweiht wurde. Das heutige Kirchenschiff im neugotischen Stil wurde ab dem Jahre 1882 errichtet und am 18. März 1883 eingeweiht. Bei einer umfassenden Restaurierung im Jahre 1982 erhielt die Kirche auch eine Heizung.
 
Das genaue Baujahr der mittelalterlichen Dorfkirche ist nicht bekannt. Nur der Kirchturm ist von dieser frühromanischen Kirche noch erhalten geblieben, die in Westuffeln zwischen dem 10. und 12. Jahrhundert errichtet worden ist und damals dem heiligen Johannes geweiht wurde. Das heutige Kirchenschiff im neugotischen Stil wurde ab dem Jahre 1882 errichtet und am 18. März 1883 eingeweiht. Bei einer umfassenden Restaurierung im Jahre 1982 erhielt die Kirche auch eine Heizung.
  
== Wilhelmsthaler Mineralbrunnen ==  
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=== Wilhelmsthaler Mineralbrunnen ===  
 
Bereits Anfang der 1960-er Jahre stieß man in  der Gemarkung von Westuffeln auf Mineralwasser, das heute von der [[Wilhelmsthaler Mineralbrunnen GmbH]] abgefüllt wird und als „Caldener“ oder „Wilhelmsthaler“ Mineralwasser erhältlich ist.
 
Bereits Anfang der 1960-er Jahre stieß man in  der Gemarkung von Westuffeln auf Mineralwasser, das heute von der [[Wilhelmsthaler Mineralbrunnen GmbH]] abgefüllt wird und als „Caldener“ oder „Wilhelmsthaler“ Mineralwasser erhältlich ist.
  
 
156000 Liter Mineralwasser in der Woche werden nach einem Bericht in [[HNA]] - online vom 17.1.2008 im ''Wilhelmsthaler Mineralbrunnen'' abgefüllt. Im Sommer ist der Umsatz etwa doppelt so hoch wie in den Wintermonaten.
 
156000 Liter Mineralwasser in der Woche werden nach einem Bericht in [[HNA]] - online vom 17.1.2008 im ''Wilhelmsthaler Mineralbrunnen'' abgefüllt. Im Sommer ist der Umsatz etwa doppelt so hoch wie in den Wintermonaten.
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=== Kalksandsteinbrüche ===
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Das in den Kalksteinbrüchen bei Westuffeln gewonnene Material ist auch für den Straßenbau im Raum Kassel bestimmt.
  
 
== Wussten Sie schon ... ==
 
== Wussten Sie schon ... ==

Version vom 9. Mai 2008, 13:43 Uhr

Die evangelische Kirche in Westuffeln

Westuffeln ist ein Ortsteil von Calden mit mehr als 1.600 Einwohnern.

Der Ort liegt an der Nebelbeeke, die beim Nachbarort Obermeiser in die Warme mündet.

Geschichte

Aus der Ortsgeschichte

Der landwirtschaftlich geprägte Ort wird als „Ufelohun“ erstmals in einer Urkunde des Klosters Fulda aus dem 9. Jahrhundert erwähnt, wobei allerdings "ufloun et altera ufloun" (= Uffeln und das andere Uffeln) gemeint sein können, wie es in einer weiteren Urkunde aus dem Jahre 965 heisst. Die beiden "Uffeln" (Westuffeln und Burguffeln) im ehemaligen Kreis Hofgeismar können jedenfalls beide auf eine weit mehr als 1000 Jahre alte Entstehungsgeschichte zurückblicken.

In der Zeit von 900-1294 lag der Ort in wechselndem Herrschaftsbereich der Grafen von Warburg, des Erzbistum Mainz und des Erzistum Paderborn bevor er hessisch wurde. Lehnsherren waren die Herren von Schartenberg und Grope von Gudenberg (bis zum Jahre 1383) sowie die Herren von der Malsburg bis in das 19. Jarhundert hinein.

Das Dorf gehörte bis 1484 zum Amt Schartenberg und ab 1484 bis 1835 zum Amt Zierenberg, bevor der Ort dem Kreis Hofgeismar angehörte.

Seit der hessischen Gebietreform zu Beginn der 1970-er Jahre ist Westuffeln ein Ortsteil der Großgemeinde Calden eingegliedert und gehört zum Landkreis Kassel.

Ausführlich zur Geschichte des Orts informiert u. a. die Zeittafel des Geschichtsvereins Westuffeln.

Die evangelische Dorfkirche

Das genaue Baujahr der mittelalterlichen Dorfkirche ist nicht bekannt. Nur der Kirchturm ist von dieser frühromanischen Kirche noch erhalten geblieben, die in Westuffeln zwischen dem 10. und 12. Jahrhundert errichtet worden ist und damals dem heiligen Johannes geweiht wurde. Das heutige Kirchenschiff im neugotischen Stil wurde ab dem Jahre 1882 errichtet und am 18. März 1883 eingeweiht. Bei einer umfassenden Restaurierung im Jahre 1982 erhielt die Kirche auch eine Heizung.

Unternehmen am Ort

Wilhelmsthaler Mineralbrunnen

Bereits Anfang der 1960-er Jahre stieß man in der Gemarkung von Westuffeln auf Mineralwasser, das heute von der Wilhelmsthaler Mineralbrunnen GmbH abgefüllt wird und als „Caldener“ oder „Wilhelmsthaler“ Mineralwasser erhältlich ist.

156000 Liter Mineralwasser in der Woche werden nach einem Bericht in HNA - online vom 17.1.2008 im Wilhelmsthaler Mineralbrunnen abgefüllt. Im Sommer ist der Umsatz etwa doppelt so hoch wie in den Wintermonaten.

Kalksandsteinbrüche

Das in den Kalksteinbrüchen bei Westuffeln gewonnene Material ist auch für den Straßenbau im Raum Kassel bestimmt.

Wussten Sie schon ...

... dass die alte Sonntagsglocke der Westuffelner Kirche um 1200 in Bienenkorbform gegossen wurde und unter Denkmalschutz stand ?

Nachdem sie bereits zum Ende des 1. Weltkriegs zum Einschmelzen für die Rüstung vom Kirchturm geholt und abtransportiert worden war, 1920 jedoch wieder zurückkehrte, wurde sie 1944 mit einer weiteren Glocke erneut abgeholt und vermutlich auf dem Hamburger „Glockenfriedhof“ zerbombt.

Die andere Glocke wurde 1948 von den Westuffelnern Heinrich Pfläging und Heinrich Grebe dort entdeckt und wieder nach Westuffeln gebracht.

(Wolfgang Lange, Geschichtsverein Westuffeln)

Weblinks