Wesertor

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Der Kasseler Stadtteil Wesertor reicht vom östlichen Fulda-Ufer und von der Innenstadt Richtung Nordosten bis zum Stadtteil Wolfsanger/ Hasenhecke.

Er entstand 1980 aus den Bezirken Altstadt und Wesertor und hat seinen Namen vom historischen Weser-Thor erhalten, dass einst am heutigen Katzensprung stand.

Bevölkerung

(Stand: 31. Dezember)

2005: 9127 Einwohner

2010: 9029 Einwohner (Ausländeranteil: 2576 Einwohner = 28,5 Prozent)

Brüderkirche und Neue Brüderkirche

Die Brüderkirche mit Renthof
(Foto: Günther Pöpperl)

Die Alte Brüderkirche am Altmarkt wurde während des Krieges zerstört und danach wieder aufgebaut. Sie ist die älteste Kirche in Kassel, erbaut von 1292 bis 1376.

Heute wird sie von einer Stiftung verwaltet und kann für besondere Anlässe gemietet werden. Der Kirchengemeinde steht die Alte Brüderkirche für besondere Gottesdienste wie die Osternacht, Heiligabend oder Trauungen weiter zur Verfügung.

An die Alte Brüderkirche schließt der Renthof an; es handelt sich um die Reste eines Karmeliterklosters.

Die Neue Brüderkirche wurde zusammen mit dem Gemeindehaus an der Weserstraße 26 als Kirchengemeindezentrum errichtet und 1971 eingeweiht.

Gemeindehaus und Kirche sind im Stil der siebziger Jahre als Flachdachgebäude gebaut worden. Auf den Bau eines Kirchturmes hatte der damalige Kirchenvorstand verzichtet und den dafür vorgesehenen Betrag der Kirchlichen Entwicklungshilfe zum Bau einer Schule in Afrika übergeben.

Insel Finkenherd

Blick von der Insel Finkenherd

Die Insel Finkenherd besteht aus der ehemaligen Flusswehr "Großer Finkenherd" und der Sandwehr, die heute miteinander verbunden sind. Der Große Finkenherd war zwischen 1547 und 1767 Teil der Festungsanlage von Kassel. Kassel. Der Älteste Teil des Finkenherds ist die Südspitze des Großen Finkenherds von 1547, welche aus massiven Steinen besteht und als Eisbrecher für die Ahnaberger Mühle diente. Nach Anlage der Bastion Ahnaberg (Heute Autovermietung Sixt)im Jahre 1569 wurde zwischen 1573 und 1581 die heute noch sichtbare Flusswehr erbaut. 1625 wurde zum weiteren Schutz des Wassergrabens, der an der Bastion Ahnaberg den Mühlgraben berührte, ein weiteres Vorwerk vor den Großen Finkenherd gelegt. Heute befindet sich auf diesem eine Grünanlage, die über eine Holzbrücke mit dem Finkenherd verbunden ist. Gegenüber vom Großen Finkenherd am anderen Fuldaufer befand sich der "Kleine Finkenherd" mit der "Unterneustädter Mühle". Woher der Name "Finkenherd" stammt ist unklar. Vielleicht wurden dort Vögel gefangen. Der Name kann aber auch mit den kleinen Kanonen zusammenhängen, die auf den beiden Anlagen standen. So gibt es das Wort "Funken" für die Artillerie, der die Anlagen gehörte. Zwischen Artilleriestraße und Fulda befand sich damals die Artilleriekaserne der Stadt und des Landes.

Auf der kleinen Insel nahe des Altmarkts befinden sich heute

  • der evangelische Kindergarten Kita am Finkenherd von der Altstädter Gemeinde Neue Brüderkirche,
  • die Früchteverwertung Sonbosa,
  • das Inselrestaurant Finkenherd:
    Das Ausflugslokal verfügt über einen Biergarten mit Blick auf die Fulda
  • das Gelände und Gebäude des Vereins Kanusport Kassel e.V..

Militäranlagen

Im Bereich des Stadtteils standen ehemals die Artillerie-Kaserne, die Festungsanlagen, das Zuchthaus und die Gießerei, aus welcher die Firma Henschel & Sohn entstand.

siehe auch

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Parteien

Weblinks


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