Werra

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Der Weserstein in Hann. Münden

Die Werra ist einer der beiden Quellflüsse der Weser.

In Hann. Münden trifft die Werra mit der Fulda zusammen und bildet mit ihr die Weser.

Flussquellen und Namensursprung

Eine der beiden Werraquellen

Die Quellen der Werra

Über die genaue Quelle der Werra wird gestritten. Die erste gefasste Quelle aus dem Jahre 1897 im Bereich von Thüringer Wald und Thüringer Schiefergebirge liegt am Zeupelsberg bei Fehrenbach in 797 m Höhe, die Schrödersche Quellfassung.

Eine zweite gefasste Quelle aus dem Jahre 1910 liegt am Bleßberg bei Siegmundsburg in 800 m Höhe.

Entsprechend unterschiedlich fallen auch die Angaben zur Länge der Werra aus, die mit 298 km aber auch 292 km angegeben wird.

Die Werra, der "Wiesenfluss"

Der Namensursprung bezieht sich sowohl bei der Werra als auch bei der Weser auf Wisuraha (Wiesenfluss). Das niederdeutsche vollzog die Lautverschiebung nicht mit, es blieb bei Weser, im Oberdeutschen wurde das "s" zu "r" und somit zu Werra.

In der Folge wurden Fulda und Werra als Flüsse angesehen, die ab Hann. Münden zusammen die Weser bilden.

Flussverlauf

Die alte Werrabrücke in Hann. Münden

Auf ihrem Weg von den beiden Werraquellen in Südthüringen bis nach Hann. Münden erreicht die Werra bei Philippsthal erstmals Hessen, um etwas weiter bei Heringen-Widdershausen erneut die Grenze nach Thüringen und hier den westlich aufragenden Seulingswald zu passieren.

Über Gerstungen erreicht der Fluss bei Herleshausen-Wommen erneut das Bundesland Hessen. Über Treffurt und Wanfried-Heldra, unterhalb des Heldrasteins, fließt die Werra entlang des Stölzinger Gebirges und über eine breite Flussniederung bei Eschwege nach Bad Sooden-Allendorf.

Weiter verläuft der Fluss nördlich am Kaufunger Wald, erreicht die Kernstadt von Witzenhausen, bildet anschließend bis Hedemünden die Grenze von Hessen und Niedersachsen, durchfließt den Naturpark Münden und trifft in Hann. Münden mit der Fulda zusammen.


Historische Postkarte - Am Weserstein in Hann. Münden

Inschrift auf dem Weserstein in Hann. Münden vom 31. Juli 1899:

"Wo Werra sich und Fulda küssen.
Sie ihren Namen büßen müssen.
Und hier entsteht durch diesen Kuss.
Deutsch bis zum Meer der Weserfluss."

Den Zusammenfluss von Werra und Fulda in Hann. Münden bezeichnet man auch als "Weserursprung". Das Flusssystem aus Werra, Fulda und Weser besitzt mit 744 km den längsten deutschen Flusslauf.

Flusslängen:
Weser: 452 km
Werra: 292 bzw. 298 km (je nach Quelle)
Fulda: 218 km.

Wandern und Radwandern

Rundwanderung um den Hanstein

Ein Wandervorschlag vom Hessisch-Waldeckischen Gebirgsverein Kassel

Ausgangspunkt für unsere Wanderung ist der Witzenhausener Ortsteil Werleshausen. Ein Parkplatz ist im Ort an der Wendeschleife für Busse vorhanden.

In Richtung B 27 verlassen wir den Ort auf der Landstraße mit dem Wegzeichen E (Ebenhöhe). Bald können wir an einer Lücke der Leitplanke nach rechts in den Pfad zur Hasenkanzel/Ebenhöhe einsteigen und uns langsam am Hang in Serpentinen zur Hasenkanzel hinaufarbeiten. Unter uns sehen wir die Werra, und an der Hasenkanzel haben wir den Ludwigstein in voller Schönheit vor uns. Hier besteht Rastmöglichkeit.

Rundwanderung um den Hanstein

Es geht weiter in Richtung Ebenhöhe/Sportplatz. Auf der Schotterstraße nähern wir uns, teilweise mit herrlichen Ausblicken, der Verbindungsstraße Neuseesen, B 27. Hier ist auch der Rettungspunkt ESW 141. Jetzt die Straße überqueren und auf dem südöstlichen Hangweg in Richtung Nordosten bis zur hessisch-thüringischen Landesgrenze gehen (keine Wanderzeichen). Auf dem letzten Wegstück sehen wir links von uns auf der Höhe des Waldes die Grenzsteine, die dem Weg den Namen gaben.

Am Trigonometrischen Punkt Höhe 343 überschreiten wir die Grenze und wandern auf dem ehemaligen Kolonnenweg etwa 500 Meter nach Norden. Am Waldstück rechts abbiegen und zuerst durch den Wald, später durch die Felder, bewegen wir uns auf Bornhagen zu. Am Ortsrand von Bornhagen stoßen wir am Sportplatz auf die Markierung des Eichsfeld Rundweges, das Mainzer Rad. Dieses Zeichen leitet uns durch den Ort hinauf nach Rimbach mit der Burg Hanstein. Ein Besuch der Burg kann nur empfohlen werden.

Unser weiterer Weg geht in Richtung Junkerkuppe/Teufelskanzel über den öffentlichen Parkplatz. Jetzt haben wir als Richtung den Hinweis Lindewerra-Blick mit den Rundwegen 5 und 7 zu beachten, und bald können wir den schönen Blick in das Werratal genießen. Wir folgen dem Hinweis Lindewerra und wandern auf der Höhe des Waldes bergab. Nach etwa 800 Metern geht rechts ein unscheinbarer Weg (Markierung undeutlicher weißer Punkt) ab, der oberhalb eines Bachlaufes zum Waldrand mit Viehschuppen und Rastplatz führt. Auf fester Straße wandern wir bergab, unterqueren die Eisenbahn und sehen vor uns Werleshausen.

Nach dieser schönen Wanderung haben wir uns eine Einkehr im Gasthaus redlich verdient.

Hessisch-Waldeckischer Gebirgsverein Kassel: Wilhelmsstr. 19, Telefon 05 61-5 29 70 60. Öffnungszeiten: Dienstag und Donnerstag 14 bis 16 Uhr, Mittwoch 10 bis 13 Uhr, Freitag 13 bis17 Uhr. www.wandern-nordhessen.de und www.wandern-kurhessen.de

Radwandern

Der ca. 377 km lange Werra-Radweg verläuft entlang der Werra in Thüringen, Hessen und Niedersachsen.

Er führt von den beiden Werraquellen in Fehrenbach und Siegmundsburg bis nach Hann. Münden.

Streckenabschnitte von Eisenach nach Hann. Münden:

Siehe auch

Weblinks