Wasserfestung Ziegenhain: Unterschied zwischen den Versionen

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Zur Landgrafentreue der Ziegenhainer berichtet ein Heimatlesebuch von 1929 über das geflügelte Wort "Fest wie Ziegenhain" und dass im "Schmalkaldischen Krieg" der Festungskommandant Heinz Lüder in unbestechlicher Hessentreue erklärte: "Nur dem freien Landgrafen gebe ich den Schlüssel der Festung zurück!"
 
Zur Landgrafentreue der Ziegenhainer berichtet ein Heimatlesebuch von 1929 über das geflügelte Wort "Fest wie Ziegenhain" und dass im "Schmalkaldischen Krieg" der Festungskommandant Heinz Lüder in unbestechlicher Hessentreue erklärte: "Nur dem freien Landgrafen gebe ich den Schlüssel der Festung zurück!"
  
In den Jahren 1776 bis 1783 diente die Festung Ziegenhain aLS Sammelstelle für junge hessische Männer, die als Soldaten nach Amerika transportiert wurden. Friedrich II. ist als der Kasseler Landgraf bekannt geworden, der es in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts mit dem Soldatenhandel zugunsten Englands zu großem Reichtum brachte.
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In den Jahren 1776 bis 1783 diente die Festung Ziegenhain als Sammelstelle für junge hessische Männer, die als Soldaten nach Amerika transportiert wurden. Friedrich II. ist als der Kasseler Landgraf bekannt geworden, der es in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts mit dem Soldatenhandel zugunsten Englands zu großem Reichtum brachte.
  
 
Von [[Karlshafen]] reisten die hessischen Soldaten weserabwärts nach Bremen und dann weiter über den Atlantik nach Nord-Amerika, um als Soldaten für England gegen die aufständischen Kolonialisten zu kämpfen.
 
Von [[Karlshafen]] reisten die hessischen Soldaten weserabwärts nach Bremen und dann weiter über den Atlantik nach Nord-Amerika, um als Soldaten für England gegen die aufständischen Kolonialisten zu kämpfen.

Version vom 4. März 2008, 22:42 Uhr

Am Wallgraben von Ziegenhain:
Stolz steht die Kanone am ehemaligen Festungseingang. Sie erinnert an die kriegerischen Zeiten, als die Grafen von Ziegenhain im politischen Geschehen mitmischten.
Foto: Andreas Lages

... oder: "Fest wie Ziegenhain"

Nach dem Tod des letzten Grafen im Jahre 1450 fiel die Grafschaft Ziegenhain an die Landgrafen von Hessen. 1470 wurde die Burg in Ziegenhain zu einem Schloss umgebaut.

Unter Landgraf Philipp I. von Hessen wurde dann mit dem Ausbau zu einer Wasserfestung in den Jahren 1537 bis 1548 begonnen.

Zur Landgrafentreue der Ziegenhainer berichtet ein Heimatlesebuch von 1929 über das geflügelte Wort "Fest wie Ziegenhain" und dass im "Schmalkaldischen Krieg" der Festungskommandant Heinz Lüder in unbestechlicher Hessentreue erklärte: "Nur dem freien Landgrafen gebe ich den Schlüssel der Festung zurück!"

In den Jahren 1776 bis 1783 diente die Festung Ziegenhain als Sammelstelle für junge hessische Männer, die als Soldaten nach Amerika transportiert wurden. Friedrich II. ist als der Kasseler Landgraf bekannt geworden, der es in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts mit dem Soldatenhandel zugunsten Englands zu großem Reichtum brachte.

Von Karlshafen reisten die hessischen Soldaten weserabwärts nach Bremen und dann weiter über den Atlantik nach Nord-Amerika, um als Soldaten für England gegen die aufständischen Kolonialisten zu kämpfen.

Im Jahre 1842 wurde im Schloss Ziegenhain ein Zwangsarbeitergefängnis mit 400 Gefangenen eingerichtet, 1882 ein Gefängnis für weibliche Gefangene.

Heute ist von der Befestigungsanlage noch ein Teil des Wassergrabens vorhanden, Mauern und Wälle sind abgetragen. Das Schloss und ist die Festung Ziegenhain sind schon seit vielen Jahrzehnten wesentlicher Bestandteil der Justizvollzugsanstalt Schwalmstadt-Ziegenhain.

siehe auch

Weblinks