Waltersbrück: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Zeile 1: Zeile 1:
'''Walterbrück''' ist ein Ortsteil von [[Neuental]] und
+
'''Walterbrück''' ist ein Ortsteil der [[Nordhessen|nordhessischen]] Gemeinde [[Neuental]] mit ca. 462 Einwohner.
liegt im Süden der Borkener Tiefebene sowie an den Ausläufern des Kellerwaldes und des Knüllgebirges.
+
  
== Weblink ==
+
== Lage und Gemarkung ==
* [http://www.neuental.de/w3a/cms/Standard/Portrait/Ortsteile/___/-_w3a2_-%7C%7Cw3a%7C%7Cpublication.jsp%3FPubType%3D100002%26mp%3D1%26mofl%3D1%26mpnl%3D2%252C7%252C7%26d%3D1%26l%3D1%26nf%3D1%26mpp%3Daced0005740014506f7274726169747c7e7c4f7274737465696c65.html Die Ortsteile von Neuental]
+
Waltersbrück liegt im Süden der Borkener Tiefebene am östlichen [[Schwalm|Schwalmufer]] an den Ausläufern des [[Kellerwald|Kellerwaldes]] und des [[Knüll|Knüllgebirges]]. Die Gemarkung hat eine Größe von etwa 580 Hektar.
  
 +
== Geschichte ==
 +
Waltersbrück wird erstmals im Jahr [[1230]] als "Waltersbrugga" urkundlich erwähnt.
  
 +
Der Ort ist Sitz eines Gerichts. Das Gericht wird im Jahr [[1359]] unter den Herren von [[Gilsa (Adelsgeschlecht)|Gilsa]], die die Dörfer [[Gilsa]] und [[Zimmersrode]] zu alleinigem Besitz erhalten und den Herren von Löwenstein-Schweinsberg, die Ahausen, [[Bischhausen]], [[Dorheim]], Gerzhausen, [[Glimmerode]] und [[Schlierbach]] erhalten, aufgeteilt.
  
 +
Ab [[1445]] werden die Herren von [[Gilsa (Adelsgeschlecht)|Gilsa]] vom Stift [[Fritzlar]] mit dem Zehnten zu Waltersbrück belehnt.
 +
 +
[[1558]] wird Hermann von Löwenstein-Schweinsberg durch [[Landgraf Heinrich II.]] mit dem gesamten Gericht Waltersbrück belehnt. Ab [[1569]] stellt sich Waltersbrück unter den Schutz des [[Landgraf|Landgrafen]]. [[1575]], [[1585]] und danach gehört der Ort zum Amt [[Borken]] und hat 45 Hausgesesse.
 +
 +
Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] wird Waltersbrück im Jahr [[1635]] durch bayerische Truppen zerstört.
 +
 +
Mit dem Aussterben der von Löwenstein werden deren Besitzungen in Waltersbrück an die von Hoff verkauft, die [[1657]] mit dem Gericht in Waltersbrück belehnt werden.
 +
 +
[[1724]] leben in Waltersbrück 82 Personen, [[1742]] hat der Ort 47 Häuser. [[1745]] belehnt [[Landgraf Friedrich I.]] seinen Bruder Prinz Georg Karl mit dem Gericht Waltersbrück. Georg Karl stirbt [[1755]] und das Gericht fällt zurück an den [[Landgraf]].
 +
 +
[[1778]] leben in Waltersbrück 252 Menschen. Ab [[1791]] gehört Waltersbrück zum Amt [[Jesberg]], unter den Franzosen wird Waltersbrück dann [[1807]] dem Kanton und Friedensgericht [[Borken]] zugeordnet. Nach Wiederherstellung des [[Kurfürstentum Hessen|Kurfürstentums]] gehört der Ort wieder zum Amt [[Jesberg]] und nach der kurhessischen Verwaltungsreform im Jahr [[1821]] kommt das Dorf zum Kreis [[Fritzlar]] und Justizamt [[Jesberg]], ab [[1867]] dann zum Amtsgericht [[Jesberg]]. [[1885]] hat Waltersbrück 402 Einwohner.
 +
 +
Im Jahr [[1932]] wird der Kreis [[Homberg]] mit dem Kreis [[Fritzlar]] zusammengelegt. Die Gemeinde Waltersbrück gehörte sodann zum neuen [[Landkreis Fritzlar-Homberg|Kreis Fritzlar-Homberg]]. [[1939]] leben in Waltersbrück 379 Einwohner, [[1950]] sind es 606 und [[1961]] hat der Ort 497 Einwohner.
 +
 +
Am 31. Dezember [[1971]] gibt die Gemeinde Waltersbrück ihre Selbständigkeit auf und wird ein Ortsteil der Gemeinde Neuental, die dann ab dem 1. Januar [[1974]] zum neu gebildeten [[Schwalm-Eder-Kreis]] gehört.
 +
 +
== Weblinks ==
 +
* [http://www.neuental.de Offizielle Internetseite der Gemeinde Neuental]
 +
 +
 +
{{Navigation Ortsteile Neuental}}
  
[[Kategorie:Schwalm-Eder-Kreis]]
 
 
[[Kategorie:Nordhessen]]
 
[[Kategorie:Nordhessen]]
 +
[[Kategorie:Schwalm-Eder-Kreis]]
 +
[[Kategorie:Schwalm-Eder]]
 +
[[Kategorie:Neuental]]

Version vom 12. Januar 2008, 02:36 Uhr

Walterbrück ist ein Ortsteil der nordhessischen Gemeinde Neuental mit ca. 462 Einwohner.

Lage und Gemarkung

Waltersbrück liegt im Süden der Borkener Tiefebene am östlichen Schwalmufer an den Ausläufern des Kellerwaldes und des Knüllgebirges. Die Gemarkung hat eine Größe von etwa 580 Hektar.

Geschichte

Waltersbrück wird erstmals im Jahr 1230 als "Waltersbrugga" urkundlich erwähnt.

Der Ort ist Sitz eines Gerichts. Das Gericht wird im Jahr 1359 unter den Herren von Gilsa, die die Dörfer Gilsa und Zimmersrode zu alleinigem Besitz erhalten und den Herren von Löwenstein-Schweinsberg, die Ahausen, Bischhausen, Dorheim, Gerzhausen, Glimmerode und Schlierbach erhalten, aufgeteilt.

Ab 1445 werden die Herren von Gilsa vom Stift Fritzlar mit dem Zehnten zu Waltersbrück belehnt.

1558 wird Hermann von Löwenstein-Schweinsberg durch Landgraf Heinrich II. mit dem gesamten Gericht Waltersbrück belehnt. Ab 1569 stellt sich Waltersbrück unter den Schutz des Landgrafen. 1575, 1585 und danach gehört der Ort zum Amt Borken und hat 45 Hausgesesse.

Im Dreißigjährigen Krieg wird Waltersbrück im Jahr 1635 durch bayerische Truppen zerstört.

Mit dem Aussterben der von Löwenstein werden deren Besitzungen in Waltersbrück an die von Hoff verkauft, die 1657 mit dem Gericht in Waltersbrück belehnt werden.

1724 leben in Waltersbrück 82 Personen, 1742 hat der Ort 47 Häuser. 1745 belehnt Landgraf Friedrich I. seinen Bruder Prinz Georg Karl mit dem Gericht Waltersbrück. Georg Karl stirbt 1755 und das Gericht fällt zurück an den Landgraf.

1778 leben in Waltersbrück 252 Menschen. Ab 1791 gehört Waltersbrück zum Amt Jesberg, unter den Franzosen wird Waltersbrück dann 1807 dem Kanton und Friedensgericht Borken zugeordnet. Nach Wiederherstellung des Kurfürstentums gehört der Ort wieder zum Amt Jesberg und nach der kurhessischen Verwaltungsreform im Jahr 1821 kommt das Dorf zum Kreis Fritzlar und Justizamt Jesberg, ab 1867 dann zum Amtsgericht Jesberg. 1885 hat Waltersbrück 402 Einwohner.

Im Jahr 1932 wird der Kreis Homberg mit dem Kreis Fritzlar zusammengelegt. Die Gemeinde Waltersbrück gehörte sodann zum neuen Kreis Fritzlar-Homberg. 1939 leben in Waltersbrück 379 Einwohner, 1950 sind es 606 und 1961 hat der Ort 497 Einwohner.

Am 31. Dezember 1971 gibt die Gemeinde Waltersbrück ihre Selbständigkeit auf und wird ein Ortsteil der Gemeinde Neuental, die dann ab dem 1. Januar 1974 zum neu gebildeten Schwalm-Eder-Kreis gehört.

Weblinks


Ortsteile der Gemeinde Neuental
Wiki376.jpg

Bischhausen | Dorheim | Gilsa | Neuenhain | Römersberg | Schlierbach | Waltersbrück | Zimmersrode