Wüstungen im Landkreis Kassel: Unterschied zwischen den Versionen

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(Wüstungen im Gebiet des ehemaligen Kreises Hofgeismar)
(Wüstungen im Gebiet des ehemaligen Kreises Wolfhagen)
 
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Das Wort '''Wüstung''' steht für ehemalige Dörfer des Mittelalters, für kleinere und größere Ansiedlungen in der Größe von 6 bis 10 Höfen, die von den Bewohnern aus verschiedenen Gründen verlassen wurden und verfallen sind.  
 
Das Wort '''Wüstung''' steht für ehemalige Dörfer des Mittelalters, für kleinere und größere Ansiedlungen in der Größe von 6 bis 10 Höfen, die von den Bewohnern aus verschiedenen Gründen verlassen wurden und verfallen sind.  
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Wüstungen sind also von der Bevölkerung verlassene Dorfstellen. Insgesamt sind im [[Kreisteil Hofgeismar]] 170 bis 180 Siedlungs- und Wohnplätze nachgewiesen, einschließlich der etwa 60 heute noch bestehenden. 17 wurden schon um das Jahr 500 n. Chr. gegründet. In der Rodungsperiode zwischen 800 und 1300 wuchs die Zahl auf 164. Als die Menschen in die neuen Städte abwanderten, waren um das Jahr 1430 schon 128 wieder verschwunden.
  
 
Die nachfolgende Übersicht über Wüstungen im Gebiet des heutigen [[Landkreis Kassel|Landkreises Kassel]] (entstanden aus den ehemaligen Kreisen [[Kreis Hofgeismar|Hofgeismar]], [[Kreis Wolfhagen|Wolfhagen]] und [[Kreis Kassel|Kassel/ Land]]) erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es soll aber zumindest an einige dieser Ansiedlungen erinnert werden, die sich heute noch oft in Flur- oder Straßenbezeichnungen wiederfinden.
 
Die nachfolgende Übersicht über Wüstungen im Gebiet des heutigen [[Landkreis Kassel|Landkreises Kassel]] (entstanden aus den ehemaligen Kreisen [[Kreis Hofgeismar|Hofgeismar]], [[Kreis Wolfhagen|Wolfhagen]] und [[Kreis Kassel|Kassel/ Land]]) erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es soll aber zumindest an einige dieser Ansiedlungen erinnert werden, die sich heute noch oft in Flur- oder Straßenbezeichnungen wiederfinden.
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* [[Aschendorf]]: Wüstung in der Gemarkung von [[Hofgeismar]] nördlich der Steinmühle, etwa 1,5 km nordöstlich der Altstadt.
 
* [[Aschendorf]]: Wüstung in der Gemarkung von [[Hofgeismar]] nördlich der Steinmühle, etwa 1,5 km nordöstlich der Altstadt.
  
* [[Beltershausen]]: Wüstung im Bereich der heutigen Stadgt [[Naumburg]].
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* [[Bensdorp]] (''auch: Bensdorf''): Wüstung südwestlich von [[Gottsbüren]] und nördlich der [[Sababurg]].
  
 
* [[Bonhausen]]: Wüstung etwa 4,2 km nordwestlich von [[Hofgeismar]] in Richtung [[Lamerden]] und [[Ostheim (Liebenau)|Ostheim]], in der Nähe des [[Arensberg]]s.
 
* [[Bonhausen]]: Wüstung etwa 4,2 km nordwestlich von [[Hofgeismar]] in Richtung [[Lamerden]] und [[Ostheim (Liebenau)|Ostheim]], in der Nähe des [[Arensberg]]s.
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* [[Brunessen]]: Wüstung nördlich des heutigen [[Friedrichsfeld]].
  
 
* [[Büngheim]] (auch ''Bünichheim''): die Wüstung lag südlich des ab dem Jahre 1699 neu entstandenen [[Hugenotten]]dorfs [[Schöneberg]] auf einer kleinen Anhöhe, etwa 2,5 km nordöstlich der Altstadt von [[Hofgeismar]] und östlich der Steinmühle.
 
* [[Büngheim]] (auch ''Bünichheim''): die Wüstung lag südlich des ab dem Jahre 1699 neu entstandenen [[Hugenotten]]dorfs [[Schöneberg]] auf einer kleinen Anhöhe, etwa 2,5 km nordöstlich der Altstadt von [[Hofgeismar]] und östlich der Steinmühle.
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* [[Dahlhusun]]: Wüstung südlich von [[Gottsbüren]].
  
 
* [[Diethardessen]] (auch ''Dytwartsin, Thowordessen, Thiatwardessun''): Wüstung im Bereich der Stadt [[Grebenstein]], aus Richtung der Stadt kurz vor [[Burguffeln]]. Das Dorf in der Nähe der [[Esse]] wurde urkundlich bereits im Jahre 1015 erwähnt.
 
* [[Diethardessen]] (auch ''Dytwartsin, Thowordessen, Thiatwardessun''): Wüstung im Bereich der Stadt [[Grebenstein]], aus Richtung der Stadt kurz vor [[Burguffeln]]. Das Dorf in der Nähe der [[Esse]] wurde urkundlich bereits im Jahre 1015 erwähnt.
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* [[Elliksen]]: die Wüstung im Bereich der Stadt [[Grebenstein]] wir im [[Grebenstein]]er Salbuch von 1554 nur noch als Flurnamen genannt. Das Dorf lag unterhalb der Ölmühle nördlich von [[Grebenstein]] an der [[Esse]].
 
* [[Elliksen]]: die Wüstung im Bereich der Stadt [[Grebenstein]] wir im [[Grebenstein]]er Salbuch von 1554 nur noch als Flurnamen genannt. Das Dorf lag unterhalb der Ölmühle nördlich von [[Grebenstein]] an der [[Esse]].
  
* [[Exen]]: Wüstung in der Gemarkung von [[Trendelburg]].
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* [[Exen]]: Wüstung in der Gemarkung von [[Trendelburg]], südlich des heutigen [[Friedrichsfeld]].
  
 
* [[Friesenh(a)usen]]: die Wüstung lag etwa 3 km südwestlich von [[Hofgeismar]] in Richtung [[Niedermeiser]] zum [[Rosenberg]] hin.
 
* [[Friesenh(a)usen]]: die Wüstung lag etwa 3 km südwestlich von [[Hofgeismar]] in Richtung [[Niedermeiser]] zum [[Rosenberg]] hin.
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* [[Haldungen]] (am Mühlenberg): Wüstung im Bereich des heutigen [[Hofgeismar]]er Stadtteils [[Hümme]], etwa 5,7 km nordnordöstlich von [[Hofgeismar]].
 
* [[Haldungen]] (am Mühlenberg): Wüstung im Bereich des heutigen [[Hofgeismar]]er Stadtteils [[Hümme]], etwa 5,7 km nordnordöstlich von [[Hofgeismar]].
* [[Hildesheim]]: Wüstung südlich des Ortskerns der [[1687]] gegründeten Hugenotten- und Waldenserkolonie [[Mariendorf]],1155 wüst.
 
  
 
* [[Helkersen]]: Wüstung südlich der Stadt [[Grebenstein]] und "unweit [[Frankenhausen]]" in der Gemarkung [[Burguffeln]].
 
* [[Helkersen]]: Wüstung südlich der Stadt [[Grebenstein]] und "unweit [[Frankenhausen]]" in der Gemarkung [[Burguffeln]].
  
 
* [[Helpoldessen]]: Wüstung im Bereich der Stadt [[Immenhausen]]. Das Dorf lag südlich von [[Grebenstein]], etwa dort wo der Carlsdorfer Weg die Fröhleinbrücke über die Holzkape überquert, auf halbem Weg nach [[Immenhausen]]. Urkundlich wird das Dorf im Jahre [[1210]] erwähnt und [[1455]] bereits als Wüstung beschrieben.  
 
* [[Helpoldessen]]: Wüstung im Bereich der Stadt [[Immenhausen]]. Das Dorf lag südlich von [[Grebenstein]], etwa dort wo der Carlsdorfer Weg die Fröhleinbrücke über die Holzkape überquert, auf halbem Weg nach [[Immenhausen]]. Urkundlich wird das Dorf im Jahre [[1210]] erwähnt und [[1455]] bereits als Wüstung beschrieben.  
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* [[Herboldissen]]: Wüstung nahe dem heutigen [[Veckerhagen]].
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* [[Hildesheim]]: Wüstung südlich des Ortskerns der [[1687]] gegründeten Hugenotten- und Waldenserkolonie [[Mariendorf]],1155 wüst.
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* [[Homburen]]: Wüstung westlich von [[Wülmersen]].
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* [[Horode]]: Wüstung nahe dem heutigen [[Veckerhagen]].
  
 
* [[Lutwardessen]] ist der überlieferte Name der Ortswüstung des [[1074]] erwähnten Kirchdorfes ''Luituuardeshusun'' im [[Landkreis Kassel]] ([[Altkreis Wolfhagen]]) und lag zwischen [[Dörnberg]] und [[Zierenberg]].
 
* [[Lutwardessen]] ist der überlieferte Name der Ortswüstung des [[1074]] erwähnten Kirchdorfes ''Luituuardeshusun'' im [[Landkreis Kassel]] ([[Altkreis Wolfhagen]]) und lag zwischen [[Dörnberg]] und [[Zierenberg]].
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* [[Lübecke]]: Wüstung in der Nähe des heutigen [[Hombressen]].
 
* [[Lübecke]]: Wüstung in der Nähe des heutigen [[Hombressen]].
  
* [[Markessen]]: Markessen war die Siedlung eines lokalen Rittergeschlechts ([[Familie von Markessen]]) im [[Reinhardswald]] und bis zum 14. Jahrhundert bewohnt. Die Siedlung lag früher an einer Furt im [[Holzape]]tal.
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* [[Markessen]]: Markessen war die Siedlung eines lokalen Rittergeschlechts ([[Familie von Markessen]]) im [[Reinhardswald]] und bis zum 14. Jahrhundert bewohnt. Die Siedlung lag an einer Furt im [[Holzape]]tal.
  
 
* [[Nettelbeck]]: Wüstung im Bereich der Stadt [[Grebenstein]]. Nettelbeck lag nördlich von Grebenstein, etwas oberhalb des Nesselbachs. Auch eine Familie ''von Nettelbeck'', die zur Bürgerschaft von [[Hofgeismar]] gehörte, wurde ab dem 13. Jahrhundert erwähnt.
 
* [[Nettelbeck]]: Wüstung im Bereich der Stadt [[Grebenstein]]. Nettelbeck lag nördlich von Grebenstein, etwas oberhalb des Nesselbachs. Auch eine Familie ''von Nettelbeck'', die zur Bürgerschaft von [[Hofgeismar]] gehörte, wurde ab dem 13. Jahrhundert erwähnt.
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* [[Reinersen]]: Wüstung im Bereich der Städte [[Immenhausen]] und [[Grebenstein]]. Bereits im Jahre 1455 heißt es im Salbuch von Grebenstein: „"Dis ist nun ein wustunge genant Reinhardessenn.“
 
* [[Reinersen]]: Wüstung im Bereich der Städte [[Immenhausen]] und [[Grebenstein]]. Bereits im Jahre 1455 heißt es im Salbuch von Grebenstein: „"Dis ist nun ein wustunge genant Reinhardessenn.“
  
* [[Rixen]]: die Wüstung lag 2,5 km westlich von der Stadt [[Grebenstein]]. An der Stelle des ehemaligen mittelalterlichen Dorfes Rixen, das bereits Anfang des 12. Jahrhunderts urkundlich erwähnt wurde, offenbar aber schon Anfang des 15. Jahrhunderts von seinen Bewohnern aufgegeben und „wüst“ geworden war, entstand zur Zeit des [[Landgraf Friedrich II.|Landgrafen Friedrich II.]] in den Jahren 1776/ 77 das Dorf [[Friedrichsthal]].
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* [[Rixen]]: die Wüstung lag 2,5 km westlich von der Stadt [[Grebenstein]]. An der Stelle des ehemaligen mittelalterlichen Dorfes Rixen, das bereits Anfang des 12. Jahrhunderts urkundlich erwähnt wurde, offenbar aber schon Anfang des 15. Jahrhunderts von seinen Bewohnern aufgegeben und „wüst“ geworden war, entstand zur Zeit des [[Landgraf Friedrich II.|Landgrafen Friedrich II.]] in den Jahren 1776/ 77 das Dorf [[Friedrichsthal]].  
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* [[Rotbrachtessen]]: Wüstung nördlich von [[Gottsbüren]].
  
 
* [[Rothiereshusun]] (auch ''Rodersen''): Wüstung im Bereich der heutigen [[Röddenhöfe]] bei [[Hofgeismar]], wo einst die Jagdhundmeute für die fürstlichen Jagden im [[Reinhardswald]] untergebracht war.
 
* [[Rothiereshusun]] (auch ''Rodersen''): Wüstung im Bereich der heutigen [[Röddenhöfe]] bei [[Hofgeismar]], wo einst die Jagdhundmeute für die fürstlichen Jagden im [[Reinhardswald]] untergebracht war.
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* [[Sudheim (bei Hofgeismar)|Sudheim]]: Wüstung in der Gemarkung von [[Hofgeismar]], etwa 1,5 km südsüdöstlich der Altstadt.
 
* [[Sudheim (bei Hofgeismar)|Sudheim]]: Wüstung in der Gemarkung von [[Hofgeismar]], etwa 1,5 km südsüdöstlich der Altstadt.
  
* [[Sulzen]]: Wüstung in der Gemarkung von [[Trendelburg]].
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* [[Sulzen]] (''auch: Sulten''): Wüstung in der Gemarkung von [[Trendelburg]].
  
* [[Siechenkirche bei Trendelburg|Trende]]: Wüstung in der Gemarkung von [[Trendelburg]].Erhalten ist die Ruine der '''Siechenkirche'''.
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* [[Siechenkirche bei Trendelburg|Trende]]: Wüstung in der Gemarkung von [[Trendelburg]].Erhalten ist die Ruine der [[Siechenkirche]].
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* [[Thonhusun]]: Wüstung südlich von [[Gottsbüren]].
  
 
* [[Wat(t)berg]]: Wüstung in der Gemarkung von [[Hofgeismar]].
 
* [[Wat(t)berg]]: Wüstung in der Gemarkung von [[Hofgeismar]].
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* [[Wedekessen]]: Wüstung südwestlich von [[Helmarshausen]].
  
 
* [[Westheim]]: Wüstung in der Gemarkung von [[Hofgeismar]], etwa 1,5 km nordwestlich der Altstadt.
 
* [[Westheim]]: Wüstung in der Gemarkung von [[Hofgeismar]], etwa 1,5 km nordwestlich der Altstadt.
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* [[Wichmanessen]]: Wüstung nördlich von [[Gottsbüren]].
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* [[Wulfredeskerke]] ?: Kirchenwüstung im Bereich der [[Sababurg]].
  
 
== Wüstungen im Gebiet des ehemaligen Kreises Kassel (Land) ==
 
== Wüstungen im Gebiet des ehemaligen Kreises Kassel (Land) ==
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* [[Druchtolveshusen]]:hochmittelalterliche Wüstung, wahrscheinlich am Rinnbach südlich der Ortslage [[Ahnatal]] - [[Heckershausen]]. Genaue Lage nicht bekannt.
 
* [[Druchtolveshusen]]:hochmittelalterliche Wüstung, wahrscheinlich am Rinnbach südlich der Ortslage [[Ahnatal]] - [[Heckershausen]]. Genaue Lage nicht bekannt.
 
* [[Siersen]] : Wüstung westlich der Ortslage von [[Ahnatal]] - [[Weimar]]. Die Lage des ehemaligen Ortes ist bekannt.
 
* [[Siersen]] : Wüstung westlich der Ortslage von [[Ahnatal]] - [[Weimar]]. Die Lage des ehemaligen Ortes ist bekannt.
* [[Ruchotsen]] : Wüstung südwestlich von [[Ahnatal]] - [[Weimar]]. Die genaue Lage des ehemaligen Ortes ist nicht bekannt.
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* [[Ruchotsen]] : Wüstung südwestlich von [[Ahnatal]] - [[Weimar]] im Grenzbereich zur Forst-[[Gemarkung Kassel-Habichtswald]], Stadt [[Kassel]], Stadtbezirk [[Harleshausen]]. Die genaue Lage des ehemaligen Ortes ist nicht bekannt.
* [[Altenfeld]] :Wüstung im "Altenfelder Grund" ostsüdöstlich von [[Espenau]]-[[Hohenkirchen]] in der Feldmark in Richtung [[Fuldatal]]-[[Rothwesten]].Ehemals mittelalterlicher Gutshof mit Wallfahrtskapelle. Die Lage des ehemaligen Ortes ist bekannt.
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* [[Altenfeld]] :Wüstung im "Altenfelder Grund" ostsüdöstlich von [[Espenau]]-[[Hohenkirchen]] in der Feldmark in Richtung [[Fuldatal]]-[[Rothwesten]].Ehemals mittelalterlicher Gutshof mit Wallfahrtskapelle. Die genaue Lage des ehemaligen Ortes ist bekannt.
  
 
* [[Hadebrachtshausen]] : Wüstung in der Ortslage von [[Espenau]]-[[Mönchehof]]. Die Lage des ehemaligen Ortes ist bekannt.
 
* [[Hadebrachtshausen]] : Wüstung in der Ortslage von [[Espenau]]-[[Mönchehof]]. Die Lage des ehemaligen Ortes ist bekannt.
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* [[Stückkirchen]] : Kirchenruine der Wüstung "Hagen" (auch Hessenhagen) unter Wald in der Gemeinde [[Söhrewald]] östlich oberhalb zwischen [[Wattenbach]] und [[Wellerode]]
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* Lobesrode : Wüstung oberhalb von [[St. Ottilien]] in der Gemeinde [[Helsa]] am Sankt-Ottilien-Berg, die genaue Lage des Ortes ist nicht bekannt.
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== Wüstungen im Gebiet des ehemaligen Kreises Wolfhagen ==
 
== Wüstungen im Gebiet des ehemaligen Kreises Wolfhagen ==
 
* [[Landsberg|Stadtwüstung Landsberg]]; überlieferte Flurbezeichnungen sind: „Der Landsberg“, Vor dem Landsberge“ oder „Hinterm Landsberge“.
 
* [[Landsberg|Stadtwüstung Landsberg]]; überlieferte Flurbezeichnungen sind: „Der Landsberg“, Vor dem Landsberge“ oder „Hinterm Landsberge“.
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* [[Beltershausen]] Wüstung in der Gemarkung der Stadt [[Naumburg]].
 
* [[Lutwardessen]] Wüstung in der Gemarkung von [[Zierenberg]]
 
* [[Lutwardessen]] Wüstung in der Gemarkung von [[Zierenberg]]
 
* [[Bifangen]]; [[Wüstung]] zwischen [[Gasterfeld]] und [[Landau]]. Die Wüstung befindet sich auf waldeckischem Gebiet in der Gemarkung von [[Landau]], heute ein Stadtteil von [[Bad Arolsen]] im Landkreis [[Waldeck-Frankenberg]].
 
* [[Bifangen]]; [[Wüstung]] zwischen [[Gasterfeld]] und [[Landau]]. Die Wüstung befindet sich auf waldeckischem Gebiet in der Gemarkung von [[Landau]], heute ein Stadtteil von [[Bad Arolsen]] im Landkreis [[Waldeck-Frankenberg]].
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== siehe auch ==
 
== siehe auch ==
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* [[Eco-Pfad Gottsbüren]]
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* [[Wüstungen in der Stadt Kassel]]
 
* [[Wüstung]]
 
* [[Wüstung]]
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== Weblinks ==
 
== Weblinks ==

Aktuelle Version vom 27. Juli 2020, 20:20 Uhr

Siedlungen im nördlichen Reinhardswald um 1330

Das Wort Wüstung steht für ehemalige Dörfer des Mittelalters, für kleinere und größere Ansiedlungen in der Größe von 6 bis 10 Höfen, die von den Bewohnern aus verschiedenen Gründen verlassen wurden und verfallen sind.

Wüstungen sind also von der Bevölkerung verlassene Dorfstellen. Insgesamt sind im Kreisteil Hofgeismar 170 bis 180 Siedlungs- und Wohnplätze nachgewiesen, einschließlich der etwa 60 heute noch bestehenden. 17 wurden schon um das Jahr 500 n. Chr. gegründet. In der Rodungsperiode zwischen 800 und 1300 wuchs die Zahl auf 164. Als die Menschen in die neuen Städte abwanderten, waren um das Jahr 1430 schon 128 wieder verschwunden.

Die nachfolgende Übersicht über Wüstungen im Gebiet des heutigen Landkreises Kassel (entstanden aus den ehemaligen Kreisen Hofgeismar, Wolfhagen und Kassel/ Land) erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es soll aber zumindest an einige dieser Ansiedlungen erinnert werden, die sich heute noch oft in Flur- oder Straßenbezeichnungen wiederfinden.

Wüstungen im Gebiet des ehemaligen Kreises Hofgeismar

  • Aschendorf: Wüstung in der Gemarkung von Hofgeismar nördlich der Steinmühle, etwa 1,5 km nordöstlich der Altstadt.
  • Büngheim (auch Bünichheim): die Wüstung lag südlich des ab dem Jahre 1699 neu entstandenen Hugenottendorfs Schöneberg auf einer kleinen Anhöhe, etwa 2,5 km nordöstlich der Altstadt von Hofgeismar und östlich der Steinmühle.
  • Diethardessen (auch Dytwartsin, Thowordessen, Thiatwardessun): Wüstung im Bereich der Stadt Grebenstein, aus Richtung der Stadt kurz vor Burguffeln. Das Dorf in der Nähe der Esse wurde urkundlich bereits im Jahre 1015 erwähnt.
  • Gauze: an die mittelalterliche Wüstung erinnert in Carlsdorf die Straßenbezeichnung „Gauzetor“. Das Hugenottendorf Carlsdorf - heute ein Stadtteil von Hofgeismar - entstand ab dem Jahre 1686 im Bereich einer Wüstung am westlichen Rande des Reinhardswaldes. Ursprünglich gab es hier ein Dorf, das mit den Namen Gotresdeshusun oder Gothardessen (später auch Gauze) schon im Jahre 965 erwähnt wird aber bereits vor dem Jahr 1430 von seinen Bewohnern aufgegeben wurde.
  • Guderode: Wüstung in der Gemarkung von Hofgeismar, 1,3 km westsüdwestlich von der Stadt entfernt.
  • Helpoldessen: Wüstung im Bereich der Stadt Immenhausen. Das Dorf lag südlich von Grebenstein, etwa dort wo der Carlsdorfer Weg die Fröhleinbrücke über die Holzkape überquert, auf halbem Weg nach Immenhausen. Urkundlich wird das Dorf im Jahre 1210 erwähnt und 1455 bereits als Wüstung beschrieben.
  • Hildesheim: Wüstung südlich des Ortskerns der 1687 gegründeten Hugenotten- und Waldenserkolonie Mariendorf,1155 wüst.
  • Kelze (Ober- und Niederkelze): Wüstung im Bereich des ab 1699 neu entstandenen Hugenottendorfs Kelze, die aus Oberkelze und Niederkelze bestand. Das ehemalige mittelalterliche Dorf Oberkelze wurde erstmals im Jahre 1146 urkundlich erwähnt.
  • Nettelbeck: Wüstung im Bereich der Stadt Grebenstein. Nettelbeck lag nördlich von Grebenstein, etwas oberhalb des Nesselbachs. Auch eine Familie von Nettelbeck, die zur Bürgerschaft von Hofgeismar gehörte, wurde ab dem 13. Jahrhundert erwähnt.
  • Nordgeismar: die Wüstung lag etwa 2,4 km nordöstlich von der Stadt Hofgeismar entfernt, nördlich der Steinmühle und südlich der Hagenmühle am Schöneberg.
  • Reinersen: Wüstung im Bereich der Städte Immenhausen und Grebenstein. Bereits im Jahre 1455 heißt es im Salbuch von Grebenstein: „"Dis ist nun ein wustunge genant Reinhardessenn.“
  • Rixen: die Wüstung lag 2,5 km westlich von der Stadt Grebenstein. An der Stelle des ehemaligen mittelalterlichen Dorfes Rixen, das bereits Anfang des 12. Jahrhunderts urkundlich erwähnt wurde, offenbar aber schon Anfang des 15. Jahrhunderts von seinen Bewohnern aufgegeben und „wüst“ geworden war, entstand zur Zeit des Landgrafen Friedrich II. in den Jahren 1776/ 77 das Dorf Friedrichsthal.
  • Strofort (Alten- und Kirchstrofort): die Wüstung lag an der Esse zwischen den Städten Hofgeismar und Grebenstein, etwa 4 km südöstlich aus Richtung Hofgeismar. Im 12. Jahrundert wird auch der Ritter Eberhard von Stroverde mehrfach urkundlich als mainzischer Zeuge erwähnt.
  • Sudheim: Wüstung in der Gemarkung von Hofgeismar, etwa 1,5 km südsüdöstlich der Altstadt.
  • Westheim: Wüstung in der Gemarkung von Hofgeismar, etwa 1,5 km nordwestlich der Altstadt.

Wüstungen im Gebiet des ehemaligen Kreises Kassel (Land)

  • Umbach: Wüstung bei Heiligenrode. Heute erinnern noch die Flurnamen "Umbach" und "Im wüsten Hof" an das einstmals hier gelegene Dorf.
  • Altenfeld :Wüstung im "Altenfelder Grund" ostsüdöstlich von Espenau-Hohenkirchen in der Feldmark in Richtung Fuldatal-Rothwesten.Ehemals mittelalterlicher Gutshof mit Wallfahrtskapelle. Die genaue Lage des ehemaligen Ortes ist bekannt.
  • Lobesrode : Wüstung oberhalb von St. Ottilien in der Gemeinde Helsa am Sankt-Ottilien-Berg, die genaue Lage des Ortes ist nicht bekannt.

Wüstungen im Gebiet des ehemaligen Kreises Wolfhagen

Im Bereich der Stadt Wolfhagen lagen:

siehe auch


Weblinks