Vellmar

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Vellmar ist eine Stadt mit 19.314 Einwohnern (Juli 2006) im Landkreis Kassel in Nordhessen.

Ortsteile

Geschichte

Ein Geschenk als Gütesiegel

Am 30. August 1975 wurden Vellmar die Stadtrechte verliehen

Eine Stadt ist keine Gemeinde mehr, kein Dorf, keine Siedlung. In Teilen mag ein dörflicher Charakter, die freundschaftliche Nachbarschaft einer Siedlung gepflegt werden. Das wird dann in einem größeren kommunalen Gebilde als sympathisch und als Vorzug des bestehenden Gemeinwesens angesehen. All dies ist in Vellmar anzutreffen. Aber auch das Selbstbewusstsein, in einer Stadt mit einer ganz eigenen Entwicklung zu leben, die nicht erst mit dem 30. August 1975 einsetzte.

Damals feierte man nördlich des Oberzentrums Kassel gerade sein 1200-jähriges Bestehen. Zum Festakt in der Kulturhalle Niedervellmar hatte Ministerpräsident Albert Osswald eine besondere Urkunde mitgebracht. Er verlieh Vellmar die Stadtrechte. Die waren das Geschenk der Landesregierung und ein Gütesiegel für eine außergewöhnlich gute Entwicklung der Kommune.

Deren Geschichte hatte genau genommen vor mehr als einem Jahrtausend angefangen. Im Brevarium sancti Lulli, dem Hersfelder Güterverzeichnis, wird Filmare erwähnt. Danach kann die Existenz von Filmare am 5. Januar 775 nachgewiesen werden.

Am 1. Juli 1967 schlossen sich Niedervellmar und Frommershausen zusammen, am 1. Dezember 1970 kam Obervellmar hinzu. Zu dieser Zeit hatte sich Vellmar West aus der kleinen Siedlung am Kiefernweg zu einem neuen, weiteren Stadtteil entwickelt. Die Menschen kannten sich, zum Beispiel aus dem Siedlerbund in Vellmar-West, der dort alle vereinte. Mit der Position des geeinigten Vellmars wollte man auch Begehrlichkeiten des Oberzentrums und somit eine Eingemeindung abwehren. So wuchs mit Vellmar zusammen, was zwar Ende der 70er-Jahre noch räumlich voneinander getrennt war.

Vom Bahnhof in Espenau-Mönchehof überar zum Altmarkt in Kassel

Vellmar legte eine rasante Entwicklung hin. Viele Bürger kehrten dem Oberzentrum den Rücken, um in Vellmar ein Haus zu bauen. Diese Tatsache veranlasste das Landesamt zum Frühjahr 1971 von Amts wegen festzustellen: Vellmar hat 10000 Einwohner, auch wenn dazu noch einige Bürger fehlten. Diese Marke war bei der anstehenden Kommunalwahl nach der Gebietsreform zum Beispiel für die Anzahl der zu wählenden Volksvertreter wichtig. Zahlreiche Projekte wurden anschließend auf den Weg gebracht, eine Infrastruktur aufgebaut.

Wandertipps

Der Wanderweg verläuft unter anderem über die Vellmarer Höhe, vorbei am Vellmarer Wasserwerk, den Breiten Stein zum Bleichplatz in Simmershausen.

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