VFL Wolfsanger

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Chronik des Vereins für Laienspiele Kassel-Wolfsanger 1961 e.V.

Die Anfänge

Am 8.April 1961 entschloss sich eine Gruppe von 52 Laienspielern in Wolfsanger, in der Gaststätte „Graue Katze“, einen Verein zu gründen. So entstand der heutige VfL. In den ersten Vorstand wurden folgende Mitglieder gewählt: 1.Vorsitzender: Horst Ravior Spielleiter: Heinrich Saalfeld 2.Vorsitzender: Willi Laubert Musikalische Spielleitung: Bernhard Dippel Kassierer: Georg Stida Souffleuse: Elisabeth Dippel Schriftführer: Margot Ravior Pressewart: Hans Morgenstern Von Anfang an war dieser Verein Mitglied im „Landesverband hessischer Volksbühnen und Laienspieler“, dessen Satzung man übernahm. Im Sommer 1961 wurde der Verein auch Mitglied im „Bund deutscher Amateurtheater“. Der Verein setzte die Aktivitäten der vormaligen Laienspielgruppe fort und führte im Oktober 1961 in der Gaststätte „Hahn“ die Operette „Oh selige, goldene Jugendzeit“ auf. Im Rahmen des Spielgruppenaustausches wurde diese Operette im Dezember 1961 auch in Wölfershausen aufgeführt. Trotz intensiver Werbung durch die „Laienbühne 1956 Wölfershausen“ war diese erste Auswärtsveranstaltung eine finanzielle Pleite. Bei 40 Besuchern betrugen die Einnahmen der Veranstaltung gerade einmal 60 DM. Im Gegensatz dazu betrugen die Ausgaben des Vereins für das Anmieten eines Omnibus, die musikalischen Aufführungsrechte, Kostüme und Maske 315 DM.

Man ließ sich dadurch aber nicht beirren und auch im Jahr 1962 wurde fleißig geprobt. Im September 1962 wurde zur Landesverbandstagung in Frankenberg das hessische Volksstück „Wie die Alten sungen ...“ mit Tanz und Gesang aufgeführt. Da das Publikumsinteresse an Operetten und Theaterstücken schon zu dieser Zeit nachgelassen hatte, folgte man dem Trend der Zeit zum Feiern und rief die „Karnevalsgesellschaft im VfL“ ins Leben. So fand bereits im Jahre 1963 die erste Karnevalssitzung des Vereins in der Kulturhalle Wolfsanger vor 54 zahlenden Zuschauern statt. Im gleichen Jahr wurde dann auch schon die erste Auswärtsveran-staltung in Gertenbach durchgeführt. Musikalisch wurden der VFL in dieser Zeit von der Kapelle „Warnecke“ begleitet. Man konzentrierte sich aber nicht nur auf den Karneval. So wurde im Sommer 1963 die Operette „Das Mädel vom Neckarstrand“ einstudiert und aufgeführt. In der Kulturhalle Wolfsanger veranstaltete man ein Sommerfest. 1964 kamen neben Gertenbach auch Karnevalsveranstaltungen in Obervorschütz und Hofgeismar hinzu. Der Verein nahm am Umzug des Hessentages teil. 1965 war ein Jahr der Investitionen. Von den erzielten Erlösen wurde ein Klavier gekauft. Im April 1967 wurde mit Hans Werner Haas ein neuer 1.Vorsitzender gewählt. Dieser trat aber bereits nach kurzer Zeit zurück und nach einer kommissarischen Leitung unter Bernhard Oetzel übernahm wieder Horst Ravior dieses Amt. Ein Jahr später wurde das bisherige Vereinslokal „Raabe“ aufgegeben und man traf sich beim „Neuen Patten“. Auch im Jahr 1968 machte sich der VfL über die Grenzen Kassels hinaus einen Namen. Man veranstaltete „Bunte Abende“ in Breuna, Bad Soden-Allendorf, Röhrda und Notfelden. In Wolfsanger richtete der VfL 1968 die „Spanschlauch-Kirmes“ aus. Im darauffolgenden Jahr kamen mit Deisel und Heldra neue Veranstaltungsorte hinzu. Aus dieser Zeit stammt eine Protokollnotiz, dass es „dem Verein nicht mehr möglich sei, den Wein, der auf der Bühne getrunken wurde, zu zahlen!“. Fortan musste jedes Mitglied des Elferrates pro Veranstaltung einen Betrag von 2,00 DM selbst bezahlen. Die 70er Jahre Die bis in die heutige Zeit reichende Tradition der Teilnahme an den Zisselumzügen wurde bereits in der damaligen Zeit erfolgreich gepflegt. So gelang es in den Jahren 1970-1972 dreimal hintereinander, den 1.Preis bei der Prämierung der Festwagen zu gewinnen. In der Session 1972/73 wurde in der Kulturhalle eine Wohltätigkeitsveranstaltung zugunsten behinderter Kinder organisiert und durchgeführt. Weiter ging es mit Veranstaltungen in den Jahren 1973 (Großenritte, Helleböhn, Breuna und Baunatal) und 1974 (Malsfeld, Großalmerode und Rommerode). Im Dezember 1974 wurde im Rahmen der Weihnachtsfeier des BC Sport im Hotel „Hessenland“ ein großer bunter Abend veranstaltet. In den Folgejahren der 70er folgten Auftritte in Wabern, Elbenberg, Röhrda, Spangenberg, Neumorschen, Ottrau, Zierenberg und Gudensberg. Neben diesen Veranstaltungen war der eigentliche Höhepunkt immer unser Heimspiel in der Kulturhalle Wolfsanger. Ende der 70er Jahre begann man damit, regelmäßig einen „Altennachmittag“ zu veranstalten. Dieser hat sich im Laufe der Jahre über den „Seniorenkarneval“, zu unserem heutigen „Familienkarneval für Jung und Alt“ entwickelt. Gerhard Fischmann führte unseren Verein als 1.Vorsitzender durch dieses Jahrzehnt. Ihm zur Seite stand Bernhard Dippel als musikalischer Leiter. Durch die vielen Veranstaltungen, die den Verein endgültig über Kassels Grenzen hinaus bekannt machten, führten die Sitzungspräsidenten Dieter Wanzek und Werner Gossmann. Begleitet wurden wir in dieser Zeit von den Kapellen „Herbert Warnecke“, den „Los Centavos“ und der „Christian Schönberg Combo“. Neben den in Wort und Bild bereits erwähnten Mitgliedern, standen für uns in diesen Jahren u.a. auf der Bühne: W.Goos, I.Lehmann, A.Schütze, M.Homburg, G.Pasche K.Nagel und U.Westermann, sowie die damaligen Mitglieder der Funkengarden und des Elferrates.

Die 80er Jahre 1980 wurden die Aktiven des VfL auf einer ganzen Reihe von Veranstaltungen gefordert. Neben den Auftritten in Gudensberg, Ottrau und Röhrda wurden mehrere eintrittsfreie Altennachmittage im Gemeindezentrum, bei der AWO und der Postgewerkschaft durchgeführt. Daneben gestalteten wir Weihnachtsfeiern in Wolfsanger und der Kirche in Vellmar. Im Herbst wurde in Wolfsanger ein Oktoberfest mit allen Vereinen aus dem Stadtteil veranstaltet. Stellvertretend für alle seien aus dieser Zeit die Aktiven Gerhard Fischmann, W.Goos, Konrad Nagel, Marlene Homburg, Christel Kluwe-Krause, Ursula Westermann und Norbert Lehmann genannt. Die Garden führten zu dieser Zeit einfache Namen: Es gab die „kleine Garde“ und die „große Garde“. Aber auch nebenher konnte der VfL schon früher kräftig feiern. Auch im folgenden Jahr wurde wieder eine Reihe von Veranstaltungen durchgeführt. So gab es Auftritte in Röhrda, in der „Kupferkanne“ in Fuldabrück, einen „Bunten Abend“ in Dennhausen und ein Altennachmittag der SPD in Helleböhn. Ein Höhepunkt des Jahres waren die Feierlichkeiten „1180 Jahr Wolfsanger“ mit dem großen Landfestzug. Auch am Zisselumzug nahm man 1981 wieder mit zahlreichen Aktiven teil. In der Bütt konnte man zu den Pointen von Pfarrer Schwarze schmunzeln. 1982 wurde ein „Bunter Abend“ der Schreinerinnung im Hotel „Hessenland“, das Unterhaltungsprogramm für das 75.Jubiläum der SPD Wolfsanger/Hasenhecke in der Gaststätte „Hahn“, sowie ein weiterer „Bunter Abend“ der Fallschirmspringer im Phillip-Scheidemann-Haus durchgeführt. Im Sommer wurde ein großes Grillfest für alle Mitglieder organisiert. In diesem Jahr gelang es, eine 3.Garde, bestehend aus jungen Nachwuchstänzerinnen zu gründen. So konnten 1983 bei den Auftritten in Röhrda und Wabern erstmals 3 Garden das Publikum unterhalten. Neben der erwähnten Nachwuchsgarde waren dies die etwas reifere Damengarde, sowie die „Große Garde“ („Rote Funken“). Dem Publikum wurde traditionell Livegesang von Karin Strahl und Gerhard Fischmann dargeboten. Als Vorläufer zu den in der heutigen Zeit immer noch beliebten Gesangsparodien des Männerballetts parodierten 1983 einige Mitglieder die damals hochaktuelle „Neue Deutsche Welle“. Ein Dauerbrenner in der Bütt war unser Ehrenmitglied Markus Kramer, der zu jedem Klamauk bereit war. Mitte der 80er Jahre gelang es dem VfL, vermehrt junge Mitglieder in das Programm einzubinden. Die gestandenen Sängerinnen Christel Kluwe-Krause und Karin Strahl bekamen mit Simone Krause Nachwuchs an ihre Seite gestellt. In der Bütt erschienen neben Markus Kramer, Werner Gossmann und dem Duo Ursel Westermann / Marlene Homburg nun auch Michael und Peter Hellbach unter den Pseudonymen „Pit & Pat“. Auch Thomas Kramer unternahm dort seine ersten Gehversuche. Sie alle sollten sich in den Folgejahren als Dauerbrenner etablieren. 1985 konnte der Sitzungspräsident Konrad Nagel erstmals ein Männerballett mit dem Tanz „Can Can“ ansagen. Aus dieser Gruppe entwickelte sich in den folgenden 2 Jahren unter Führung von Peter Hellbach die Stammbesetzung des heutigen Männerballetts, welches 1987 mit dem „Kosakentanz“ seinen ersten Auftritt feierte. In 2012 wird das 25jährige Bühnenjubiläum des Männerballetts Anlass zu Feierlichkeiten sein. Zu einem legendären Ruf kam in dieser Zeit unser Zeremonienmeister Willi Riede. Zu jedem Einmarsch wurde er von begeisterten Publikum mit lauten „Willi Willi“ Rufen begrüßt. Ebenfalls in dieser Zeit wurde neben dem Livegesang, den Tänzen der Garden und den bewährten Büttenreden eine neue Vortragsform fester Bestandteil des VfL-Programms: die Gesangsparodie! Zunächst waren es aber nicht die Mitglieder des Männerballetts, sonder Aktive aus der Bütt und den Garden. 1986 feierte der VfL das 25jährige Vereinsjubiläum in der Kulturhalle. Zu dieser Zeit hatte der Verein bereits mehr als 130 Mitglieder. Markus Kramer übernahm für viele folgende Jahre das Amt des Sitzungspräsidenten und verschaffte dem VfL mit der Veranstaltung der Firma Goldwell im „Maritim“-Hotel in Braunlage für mehrere Jahre einen lukrativen und zuverlässigen Auftraggeber. Auch die legendäre „Sektbar“ - Anziehungsmagnet für viele Besucher - wurde in den 80ern erstmals eröffnet. Auf engstem Raum feierte man dort bis in die frühen Morgenstunden. 1987 übernahmen die „Massaratis“ die musikalische Begleitung des VfL. Aus der „Kleinen“ und der „Großen Garde“ wurden die „Blauen“ und die „Roten Funken“ Ende des Jahrzehnts wechselte der Vereinsvorsitz nach ca. 20 Jahren von Gerhard Fischmann auf Horst Raabe. Die Mitglieder trafen sich nach einem kurzen Intermezzo in der Gaststätte „Teuteberg“ nun im neuen Vereinslokal „Sporting Park“.

Die 90er Jahre Das Jahrzehnt begann mit einem Paukenschlag: Aufgrund des 2.Golfkrieges fiel 1991 bundesweit der Karneval aus! Obwohl das Programm einstudiert und die Kostüme geschneidert waren, kam es nicht zu den geplanten Auftritten. Da in diesem Jahr der VfL sein 30jähriges Bestehen verzeichnen konnte, entschied man sich dafür, diesen runden Geburtstag im Rahmen eines Oktoberfestes in der Kulturhalle mit Gästen zu feiern. Diese, aus der Not geborene Veranstaltung war sehr erfolgreich und hatte über mehrere Jahre, zunächst in der Kulturhalle, später in der Gaststätte „Hahn“ Bestand. 1991 wurde diese Gaststätte das neue Vereinslokal des VfL. Da die „Heimveranstaltungen“ des VfL, die „Große Prunk- und Fremdensitzung“ am Samstagabend, der Kinderkarneval am Montagnachmittag und der „Rosenmontagsball“ in dieser Zeit stets ausverkauft waren, wurde regelmäßig bei „Hahns“ eine gut besuchte Zusatzveranstaltung durchgeführt. Daneben wurde traditionell kostenlose Veranstaltungen in der Kirche, in Altenheimen und bei der AWO durchgeführt. Weitere Veranstaltungsorte waren u.a. Bovenden, Ermschwerd und der „Lindenhof“ in Harleshausen. In den 90ern wurde oft an 5 hintereinander-liegenden Wochenenden Karneval gefeiert. Unvergessen sind die Busfahrten nach Bovenden. Musikalisch wurden wir in diesem Jahrzehnt von den „El Rico’s“ begleitet. Neben den „Blauen Funken“ betraten neue Tanzgarden die Bühne. 1991 gründete sich die Gruppe „Mascerade“. Mehrere Jahre gehörten sie regelmäßig zu den Höhepunkten des Programms. Zum Ende des Jahrzehnts wechselten sie in die „Parodiensparte“ und einige Damen dieser Formation stehen noch heute mit den „Mama’s und Papa’s“ auf der Bühne.

1994 gründeten Heike Baumgart und Karin Weking eine neue Nachwuchsgarde: Die „VfL-Sternchen“ ! Bis in die heutige Zeit erfreut diese Tanzgarde das Publikum immer wieder aufs neue. Die VfL-Garde war für viele Jahre ein weiteres Aushängeschild unseres Vereins. Mit „Le Petit“ gründete sich auch eine neue Nachwuchsgarde um unser damaliges Tanzmariechen Bianca Dietloff. Sie besetzten die Altersgruppe zwischen der VfL-Garde und den VfL-Sternchen. Das Männerballett entwickelte von Jahr zu Jahr neue Ideen und war aus dem Programm nicht mehr wegzudenken. In der Bütt erfreuten uns u.a. neben „Pit & Pat“, Ellen Krollpfeifer, Willi Dippel als „Protokoller“ und Peter Hellbach. Für die Stimmungslieder stand neben Gerhard Fischmann, der mit seinem Lied „In Wulfesanger feiern wir“ einen Evergreen schuf, Christel Kluwe-Krause und ihre Tochter Simone Krause am Mikrofon. Die Sitzungspräsidentschaft wechselte zwischen Markus Kramer, Peter Hellbach, Hermann Fischer und Sven Degethoff. Unterstützt wurden sie dabei von unserer Zeremonienmeisterin Gisela Wengefeld.

Das neue Jahrtausend 2000 - 2011 Im Jahr 2000 erschien der erste „Narrenkurier“. Diese Zeitschrift wird von den Mitgliedern und den Bewohnern von Wolfsanger und darüber hinaus geschätzt, erfährt man darin doch immer Aktuelles vom VfL. Vor Ihnen liegt die mittlerweile 31. Auflage dieses Vereinsheftes. Auch in den ersten Jahren des neuen Jahrtausends war der VfL auf Reisen. Es wurden Veranstaltungen in Bovenden, im Hotel „Tannenhof“ in Elmshagen und im „Lindenhof“ in Harleshausen durchgeführt. Erstmals stand Stefanie Weking als junge Nachwuchssängerin auf der Bühne. Bis zum heutigen Tag hat sie Jahr für Jahr bewiesen, dass sie keine Eintagsfliege ist. Im gleichen Jahr gründeten sich auch die „Mama’s und Papa’s“. Fünf Pärchen aus der Gruppe „Mascerade“ und dem Männerballett starteten 2000 mit dem „Bayerntanz“. Auch diese Gruppe existiert, wenn auch in veränderter Besetzung, heute noch. 2001 wurde mit Ralf Gabor, einem Mitglied des Männerballetts, ein neuer Sitzungspräsident gefunden. Horst Raabe übernahm wieder den Posten des 1.Vorsitzenden. Die Tanzgruppe „Le Petit“ benannte sich um in „United Girls“ und die heutigen „Hummeln“ wurden als „Hummelnest“ gegründet. In der Bütt sorgten neben Markus Kramer auch Peter Hellbach und Rosi Freiberg für die „Lacher“ im Publikum. In diesem Jahr wurde auch das 40jährige Jubiläum des VfL in der Gaststätte „Hahn“ gefeiert. Für die musikalische Unterhaltung der Festlichkeiten sorgten „Manni Schmelz und die 3 Tenöre“. Der Verein zählte 2001 bereits 152 Mitglieder. Eine besondere Ehre wurde unserem Ehrenvorsitzenden Gerhard Fischmann zuteil. Für seine Verdienste um den VfL und den nordhessischen Karneval wurde ihm von OB Lewandowski in einer Feierstunde im Schloss „Bellevue“ der Ehrenbrief des Landes Hessen überreicht. Im Jahre 2002 wurden dann auch eine männliche Nachwuchsgarde, die „Räuberbande“ gegründet. Auch diese Gruppe besteht heute noch. In den Jahren 2002/2003 wurden dann nur noch vereinzelte Auswärtsveranstaltungen im „Tannenhof“ und in Ahnatal durchgeführt. Geringes Zuschauerinteresse sorgte dafür, das diese Veranstaltungsorte aufgegeben werden mussten. Dafür wurde im Herbst 2003 das Programm für die „1.Herbstschau mit Oktoberfest“ der Gewerbetreibenden aus Wolfsanger in der Kulturhalle gestaltet. Bei diesem Heimspiel war dann wieder „volles Haus“ zu verzeichnen. Als weitere Verstärkung unserer Gesangssolisten konnte zu Beginn des neuen Jahrtausends das ehemalige Mitglied Carmen Zeising reaktiviert werden. Sie sorgte in den nächsten Jahre für regelmäßige Höhepunkte in unserem Karnevalsprogramm. Aber es gab nicht nur Licht im VfL. Für Schatten sorgte neben den wegbrechenden Auswärtsveranstaltung auch die von Jahr zu Jahr rückläufige Besucherzahl unseres „Rosenmontagsballs“. Die Menschen waren nicht mehr bereit, für das Feiern an einem Montagabend Urlaub zu nehmen, geschweige denn am nächsten Tag an der Arbeit „blau“ zu machen. So wurde im Vorstand beschlossen, das Karnevalswochenende umzugestalten. Der Kinderkarneval wurde von dem Montagnachmittag auf den Freitagnachmittag vorverlegt und anstelle eines „Rosenmontagsballs“ wurde am Freitagabend eine Weiberfastnacht geplant. Der für Freitag untypische Tag der Weiberfastnacht musste sein, da wir am Donnerstag die Halle noch nicht zur Verfügung gestellt bekamen. Daher wurde die Weiberfastnacht in „Zickenball“ umgetauft. Mit gemischten Gefühlen - gerade ältere Mitglieder standen dieser Umgestaltung skeptisch gegenüber – wurde im Jahr 2004 auf die Resonanz des 1.Zickenballes geschaut. Unser Publikum lies uns aber nicht im Stich. Schon im ersten Jahr war Besucherzahl grandios. Mittlerweile ist die Nachfrage nach Karten für diese Veranstaltung so groß, das im Vorverkauf dieses Jahres, trotz eingeschränkter Kartenkontingente je Interessent nach 20 Minuten(!) beendet werden musste, da alle Karten vergriffen waren. In 2004 wurde Markus Kramer neuer 1.Vorsitzender des Vereins. Neben den Veranstaltungen in der Kulturhalle und in der Gaststätte „Hahn“ wurde das 2.Oktoberfest gefeiert. In der Bütt wurden 2001 mit Michael Hellbach und Thomas Kramer zwei neu Sterne geboren. Als „Pittina & Patricia“ begeistern sie uns seither Jahr für Jahr. Nach 14 Jahren endete 2004 die erfolgreich Zusammenarbeit mit den „El Ricos“. Mit der Formation „Black & Blue“ wurde 2005 eine neue Tanzband gefunden. Neben dem 3.Oktoberfest in der Kulturhalle konnte im Dezember mit dem „1.Hallenzauber des TSV“ in Ihringshausen eine gut besuchte Veranstaltung durchgeführt werden. Anstelle einer Weihnachtsfeier, wurde in 2005 die 1. Winterwanderung mit zahlreichen Mitgliedern durchgeführt. Einige reife Damen des Vereins fühlten sich so fit, das sie als neugegründete „Senoras“ auf der Bühne das Tanzbein schwingen wollten. Der Erfolg gab ihnen recht. Nach nur einem Jahr trennten wir uns wieder von der Band „Black & Blue“ und verpflichteten 2006 das „Duo Madison“ für den Samstag und Sonntag, sowie DJ Marco Kempinski für den Zickenball. Der Versuch eines neuen Auswärtsengagement in „Kaiser’s Sternstunde“ in Vollmarshausen war aufgrund nur weniger, verkaufter Karten seitens des Veranstalters nicht erfolgreich. Im Jahre 2008 hieß es dann Abschied nehmen. Gerhard Fischmann ging nach vielen erfolgreichen Jahren in den wohlverdienten Bühnenruhestand. Diese Lücke konnten wir aber durch Simone Seuffert nahtlos schließen. Sie kehrte nach ihren Babypausen wieder auf die Bühne zurück. Ein weiteres Mal wurden wir in die Sporthalle Eichhecke in Ihringshausen bestellt, um dort vor großer Kulisse den 2.Hallenzauber zur Weihnachtszeit zu gestalten. Da die Gaststätte „Hahn“ geschlossen wurde, bezogen wir mit dem Gasthaus „Löbel“ ein neues Vereinslokal. In diesem Jahr wurde auch unsere jüngste Tanzgarde, die „Bambinis“ gegründet. Auch sie stehen seither jedes Jahr auf der Bühne. Da die Aufgaben der Vereinsführung mit den Jahren gewachsen waren, wurde eine Satzungsänderung beschlossen. Bei den Neuwahlen zum geschäftsführenden Vorstand wurden zusätzlich 4 stimmberechtigte Beisitzer gewählt. Im Jahre 2009 kündigten wir unsere Mitgliedschaft in den Laienspielverbänden und traten sowohl dem „Karneval Verband Kurhessen e.V.“ und dem „Bund deutscher Karneval e.V.“ bei. Im letzten Jahr wurde Stefan Messerschmidt zum neuen Vorsitzenden des Vereins gewählt und Markus Kramer gründete den „Ältestenrat“, der sich regelmäßig zu Wanderungen und gemütlichen Beisammensein trifft.

In diesem Jahr konnten wir mit der „Tanzmusik XXL“ eine neue Band verpflichten. Insgesamt waren die letzten zwei Jahre wieder sehr erfolgreich, denn es gelang uns, alle Karten, sowohl für den „Zickenball“, als auch für unsere Samstagabendveranstaltung bereits im Vorverkauf zu verkaufen. Neben den karnevalistischen Aktivitäten wurden von unserem Vergnügungsausschuss regelmäßig Sommerfeste veranstaltet. Als Höhepunkte ist das Zeltlager an der Stockellache (2005) und der Besuch der Königsalm (2010) zu nennen. Aber auch auf dem Sportplatz in Wolfsanger und in diversen Grillhütten kamen immer viele Mitglieder mit ihren Familien zusammen. Unter der Regie von Karin Kramer wurden auch Busfahrten nach „Fort Fun“, Stukenbrock, Thüringen und in den Vogelbergkreis unternommen. Alle zwei Jahre nimmt der Verein – wie auch in diesem Jahr – mit einer großen Anzahl Aktiver am Zisselumzug teil.