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(Trutzhain)
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Alter/Jahre: 56, Einwohner: 793, Fläche/Hektar: 50, Vereine: 3. ''(Stand 2008)''
 
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== Geschichte ==
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Flüchtlinge und Heimatvertriebene aus Schlesien, Ostpreußen, Westpreußen, Pommern, dem Sudetenland und anderen Gebieten im Osten fanden ab 1948 in dem ehemaligen Gefangenenlager in Trutzhain eine neue Heimat. Nach der Räumung des Lagers nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs siedelten sich hier Flüchtlinge an und es entstand ab dem Jahr 1951 das Dorf Trutzhain.
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Die Siedlung wurde das erste Gewerbegebiet im Altkreis [[Ziegenhain]].
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Der Ort erhielt den Beinamen "Ruhrpott der Schwalm", weil die rd. 500 Flüchtlinge und Vertriebene in kürzester Zeit Betriebe gründeten und über 200 Arbeitsplätze schufen.
  
 
== Museum für den Frieden ==
 
== Museum für den Frieden ==
In [[Gedenkstätte Trutzhain|Trutzhain]] befand sich zur Zeit des Zweiten Weltkrieges ein Gefangenenlager. Daran erinnert das „Museum für den Frieden“.
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An das Kriegsgefangenenlager in [[Gedenkstätte Trutzhain|Trutzhain]] aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs erinnert heute das „Museum für den Frieden“.
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== Quinauer Wallfahrt ==
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Seit 1949/1950 wird an jedem ersten Sonntag im Juli die ''Quinauer Wallfahrt'' in Trutzhain begangen. Heimatvertriebene aus Komotau hatten die Wallfahrt bereits zur Zeit der Flüchtlingssiedlung, noch vor der Dorfgründung, nach Trutzhain gebracht.  
  
Nach der Räumung des Lagers nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs siedelten sich hier Flüchtlinge an und es entstand ab dem Jahr 1951 das Dorf Trutzhain.
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In der Wallfahrtskirche Maria-Hilf ist das Gnadenbild der schwangeren Madonna zu sehen. Die Wallfahrt in Trutzhain ist die einzige Wallfahrt in [[Nordhessen]] und die zentrale Veranstaltung der [[Schwalm|Schwälmer]] Katholiken.  
  
Flüchtlinge und Heimatvertriebene aus Schlesien, Ostpreußen, Westpreußen, Pommern, dem Sudetenland und anderen Gebieten im Osten fanden ab 1948 in dem ehemaligen Lager eine neue Heimat. Sie machten aus dem Kriegsgefangenenlager ein Dorf. Die Siedlung wurde das erste Gewerbegebiet im Altkreis Ziegenhain. Der Ort erhielt den Beinamen "Ruhrpott der Schwalm", weil die rd. 500 Flüchtlinge und Vertriebene in kürzester Zeit Betriebe gründeten und über 200 Arbeitsplätze schufen.
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Im Jahre 2006 wurde der katholische Pfarrverbund ''Maria Hilf'', [[Schwalmstadt]] errichtet. Ihm gehören vier katholische Pfarrkuratien und drei Seelsorgestellen im Altkreis [[Ziegenhain]] an, darunter die katholische Pfarrkuratie [[Maria Hilf Schwalmstadt-Trutzhain]]. Der Verbund erhielt den Namen ''Maria Hilf'' zu Ehren der Gottesmutter, die in der Trutzhainer Wallfahrtskirche beheimatet ist.
  
Seit 1949/1950 wird an jedem ersten Sonntag im Juli die Quinauer Wallfahrt in Trutzhain begangen. Heimatvertriebene Komotauer (Komotau)hatten die Wallfahrt bereits zur Zeit der Flüchtlingssiedlung, noch vor der Gemeindewerdung, nach Trutzhain gebracht. In der Wallfahrtskirche Maria-Hilf ist das Gnadenbild der schwangeren Madonna zusehen. Die Wallfahrt in Trutzhain ist die einzige Wallfahrt in Nordhessen und die zentrale Veranstaltung der Schwälmer Katholiken. 2006 wurde der Pfarrverbund Maria Hilf, Schwalmstadt, errichtet. Ihm gehören 4 katholische Pfarrkuratien und 3 Seelsorgestellen im Altkreis Ziegenhain an. Der Verbund erhielt den Namen Maria Hilf, zu Ehren der Gottesmutter die in der Trutzhainer Wallfahrtskirche beheimatet ist.
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== siehe auch ==
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* [[Gedenkstätte Trutzhain]]
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* [[[[Maria Hilf Schwalmstadt-Trutzhain|Wallfahrtskirche Maria Hilf Schwalmstadt-Trutzhain]]
  
 
== Weblinks ==
 
== Weblinks ==

Version vom 16. August 2008, 16:39 Uhr

Trutzhain ist ein Stadtteil von Schwalmstadt im Schwalm-Eder-Kreis in Nordhessen.

Alter/Jahre: 56, Einwohner: 793, Fläche/Hektar: 50, Vereine: 3. (Stand 2008)

Geschichte

Flüchtlinge und Heimatvertriebene aus Schlesien, Ostpreußen, Westpreußen, Pommern, dem Sudetenland und anderen Gebieten im Osten fanden ab 1948 in dem ehemaligen Gefangenenlager in Trutzhain eine neue Heimat. Nach der Räumung des Lagers nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs siedelten sich hier Flüchtlinge an und es entstand ab dem Jahr 1951 das Dorf Trutzhain.

Die Siedlung wurde das erste Gewerbegebiet im Altkreis Ziegenhain.

Der Ort erhielt den Beinamen "Ruhrpott der Schwalm", weil die rd. 500 Flüchtlinge und Vertriebene in kürzester Zeit Betriebe gründeten und über 200 Arbeitsplätze schufen.

Museum für den Frieden

An das Kriegsgefangenenlager in Trutzhain aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs erinnert heute das „Museum für den Frieden“.

Quinauer Wallfahrt

Seit 1949/1950 wird an jedem ersten Sonntag im Juli die Quinauer Wallfahrt in Trutzhain begangen. Heimatvertriebene aus Komotau hatten die Wallfahrt bereits zur Zeit der Flüchtlingssiedlung, noch vor der Dorfgründung, nach Trutzhain gebracht.

In der Wallfahrtskirche Maria-Hilf ist das Gnadenbild der schwangeren Madonna zu sehen. Die Wallfahrt in Trutzhain ist die einzige Wallfahrt in Nordhessen und die zentrale Veranstaltung der Schwälmer Katholiken.

Im Jahre 2006 wurde der katholische Pfarrverbund Maria Hilf, Schwalmstadt errichtet. Ihm gehören vier katholische Pfarrkuratien und drei Seelsorgestellen im Altkreis Ziegenhain an, darunter die katholische Pfarrkuratie Maria Hilf Schwalmstadt-Trutzhain. Der Verbund erhielt den Namen Maria Hilf zu Ehren der Gottesmutter, die in der Trutzhainer Wallfahrtskirche beheimatet ist.

siehe auch

Weblinks



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