Trutzhain: Unterschied zwischen den Versionen

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Im Jahre 2006 wurde der katholische Pfarrverbund ''Maria Hilf'', [[Schwalmstadt]] errichtet. Ihm gehören vier katholische Pfarrkuratien und drei Seelsorgestellen im Altkreis [[Ziegenhain]] an, darunter die katholische Pfarrkuratie [[Maria Hilf Schwalmstadt-Trutzhain]]. Der Verbund erhielt den Namen ''Maria Hilf'' zu Ehren der Gottesmutter, die in der Trutzhainer Wallfahrtskirche verehrt wird. Eine weitere Besonderheit ist, dass die Quinauer Wallfahrt in Trutzhain und im tschechischen Quinau (Kvetnov) gefeiert wird und beide Gemeinden miteinander in Kontakt stehen.
 
Im Jahre 2006 wurde der katholische Pfarrverbund ''Maria Hilf'', [[Schwalmstadt]] errichtet. Ihm gehören vier katholische Pfarrkuratien und drei Seelsorgestellen im Altkreis [[Ziegenhain]] an, darunter die katholische Pfarrkuratie [[Maria Hilf Schwalmstadt-Trutzhain]]. Der Verbund erhielt den Namen ''Maria Hilf'' zu Ehren der Gottesmutter, die in der Trutzhainer Wallfahrtskirche verehrt wird. Eine weitere Besonderheit ist, dass die Quinauer Wallfahrt in Trutzhain und im tschechischen Quinau (Kvetnov) gefeiert wird und beide Gemeinden miteinander in Kontakt stehen.
  
2008 entwarfen Studenten der Kasseler Werkakademie für Gestaltung Messgewänder für die Quinauer Wallfahrt in Trutzhain. In der Projektarbeit entstanden sechs einzigartige Gewänder, die auch in der Ausstellung und im Katalog zum 11. Hessischen Gestaltungspreis gezeigt wurden. Eigens für die Gewänder wurden auch die Stoffe entworfen und von der Trutzhainer Weberei Rudolf Egelkraut gefertigt. Maßschneidermeisterin Ingeborg Bechstedt nähte die Gewänder. Fachlich wurde das Projekt von dem Textildesigner Reimer Hennings und theologisch von Pfarrer Diethelm Vogel begleitet.
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2008 entwarfen Studenten der [[Kasseler Werkakademie für Gestaltung]] Messgewänder für die Quinauer Wallfahrt in Trutzhain. In der Projektarbeit entstanden sechs einzigartige Gewänder, die auch in der Ausstellung und im Katalog zum 11. Hessischen Gestaltungspreis gezeigt wurden. Eigens für die Gewänder wurden auch die Stoffe entworfen und von der Trutzhainer Weberei Rudolf Egelkraut gefertigt. Maßschneidermeisterin Ingeborg Bechstedt nähte die Gewänder. Fachlich wurde das Projekt von dem Textildesigner Reimer Hennings und theologisch von Pfarrer Diethelm Vogel begleitet.
  
 
== siehe auch ==
 
== siehe auch ==

Version vom 24. Februar 2009, 21:46 Uhr

Trutzhain ist ein Stadtteil von Schwalmstadt im Schwalm-Eder-Kreis in Nordhessen.

Der ab dem Jahre 1951 entstandene Ort mit knapp 800 Einwohnern hat eine Fläche von 50 ha.

Geschichte

Flüchtlinge und Heimatvertriebene aus Schlesien, Ostpreußen, Westpreußen, Pommern, dem Sudetenland und anderen Gebieten im Osten fanden ab 1948 in dem ehemaligen Gefangenenlager in Trutzhain eine neue Heimat. Nach der Räumung des Lagers nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs siedelten sich hier Flüchtlinge dauerhaft an und es entstand ab dem Jahr 1951 das Dorf Trutzhain.

Die Siedlung wurde das erste Gewerbegebiet im Altkreis Ziegenhain.

Der Ort erhielt den Beinamen "Ruhrpott der Schwalm", weil die rd. 500 Flüchtlinge und Vertriebene in kürzester Zeit Betriebe gründeten und über 200 Arbeitsplätze schufen.

Unter anderem entstand in Trutzhain bereits Anfang 1948 die Weberei Egelkraut - zunächst mit fünf Handwebstühlen und zwei kleinen Schaftwebstühlen - als Rudolf Egelkraut KG. Daraus entstand ein Betrieb, der bis heute für qualitativ hochwertige Stoffprodukte bekannt ist.

Museum für den Frieden

An das Kriegsgefangenenlager in Trutzhain aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs erinnert heute das „Museum für den Frieden“.

Quinauer Wallfahrt

Seit 1949/1950 wird an jedem ersten Sonntag im Juli die Quinauer Wallfahrt in Trutzhain begangen. Heimatvertriebene aus Komotau hatten die Wallfahrt bereits zur Zeit der Flüchtlingssiedlung, noch vor der Dorfgründung, nach Trutzhain gebracht.

In der Wallfahrtskirche Maria-Hilf ist das Gnadenbild der schwangeren Madonna zu sehen. Die Wallfahrt in Trutzhain ist die einzige Wallfahrt in Nordhessen und die zentrale Veranstaltung der Schwälmer Katholiken.

Im Jahre 2006 wurde der katholische Pfarrverbund Maria Hilf, Schwalmstadt errichtet. Ihm gehören vier katholische Pfarrkuratien und drei Seelsorgestellen im Altkreis Ziegenhain an, darunter die katholische Pfarrkuratie Maria Hilf Schwalmstadt-Trutzhain. Der Verbund erhielt den Namen Maria Hilf zu Ehren der Gottesmutter, die in der Trutzhainer Wallfahrtskirche verehrt wird. Eine weitere Besonderheit ist, dass die Quinauer Wallfahrt in Trutzhain und im tschechischen Quinau (Kvetnov) gefeiert wird und beide Gemeinden miteinander in Kontakt stehen.

2008 entwarfen Studenten der Kasseler Werkakademie für Gestaltung Messgewänder für die Quinauer Wallfahrt in Trutzhain. In der Projektarbeit entstanden sechs einzigartige Gewänder, die auch in der Ausstellung und im Katalog zum 11. Hessischen Gestaltungspreis gezeigt wurden. Eigens für die Gewänder wurden auch die Stoffe entworfen und von der Trutzhainer Weberei Rudolf Egelkraut gefertigt. Maßschneidermeisterin Ingeborg Bechstedt nähte die Gewänder. Fachlich wurde das Projekt von dem Textildesigner Reimer Hennings und theologisch von Pfarrer Diethelm Vogel begleitet.

siehe auch

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