Treysa: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 16. August 2008, 15:02 Uhr

Treysa
Stadtkirche-Treysa.jpg
Stadtkirche in Treysa
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Schwalm-Eder
Stadt: Schwalmstadt
Einwohner: 8.975
Postleitzahl: 34613
Telefonvorwahlen: 06691
Kfz-Kennzeichen: HR
Adresse der
Verwaltung:
Marktplatz 1
34613 Schwalmstadt
Bürgermeister: Wilhelm Kröll (SPD)
Ortsvorsteherin: Christel Östreich (SPD)

Treysa ist ein Stadtteil der nordhessischen Kleinstadt Schwalmstadt im Schwalm-Eder-Kreis mit ca. 8970 Einwohnern. In Treysa gibt es 23 Vereine.

Die Stadt Schwalmstadt entstand im Jahre 1970, als die beiden Städte Treysa und Ziegenhain mit den umliegenden Dörfern zusammengefasst wurden.

Der Stadtteil Treysa verfügt über einen Bahnhof.

Das Diakoniezentrum Hephata ist am Ort mit Einrichtungen für behinderte Menschen vertreten.

Gemarkung

Die Gemarkung Treysa hat eine Fläche von etwa 1.775 Hektar.

Geschichte

Stadtrechte erhielt Treysa zwischen 1229 und 1270.

Die Martinskirche (heute: Totenkirche) wurde ab dem Jahre 1230 erbaut und 1265 fertiggestellt. Die Ruine der Kirche ist heute das Wahrzeichen der Stadt. Die einstmals große Basilika entstand im Übergang von der Romanik zur Gotik, und war bis zur Reformation als Stadtpfarrkirche dem heiligen Martin geweiht. Die in der Folgezeit im wesentlichen noch für Begräbnisgottesdienste genutzte Kirche ("Totenkirche") verfiel zunehmend. Stadtkirche wurde die ehemalige Klosterkirche.

Im Jahre 1864 wurde in Treysa das Kurhessische Diakonissenhaus im Herzen des kurhessischen Landes gegründet. Gründer war aber nicht ein Hesse, sondern der Angehörige einer hugenottischen Familie: Pfarrer Franz von Roques. Über die folgenden 20 Jahre hinweg erwies sich der Standort Treysa jedoch als zu weit abgelegen, sodass zur Existenzsicherung eine Verlegung des Mutterhauses nach Kassel erwogen und schließlich auch durchgeführt wurde.

Verhandlungen zur Gründung der Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) fanden im August 1945 in Treysa statt. Die "Kirchenkonferenz von Treysa" führte zum Zusammenschluss der lutherischen, reformierten und (evangelisch) unierten Landeskirchen.

Rathaus in Treysa

Eisenbahnstrecken

Der Bau der Bahnstrecke Frankfurt-Gießen-Kassel (die "Main-Weser-Bahn") erfolgte in den Jahren 1846 - 1852. Treysa erhielt damals seinen ersten Bahnhof (den „Alten Bahnhof“) ein klassizistische Backsteingebäude vor der Stadt, das in den Jahren 1847/ 48 nach Plänen des bekannten Kasseler Architekten Julius Eugen Ruhl errichtet wurde.

Von der einstigen Eisenbahnstrecke der „Kanonenbahn“ verblieb zuletzt nur der Abschnitt Treysa – Ziegenhain-Nord – Frielendorf Homberg (Efze).

Ein zweiter Bahnhof in Treysa entstand im Zuge des Neubaus einer weiteren Eisenbahn-Strecke aus Richtung Bad Hersfeld.

Seit dem 31. Juli 1907 gab es die Eisenbahnstrecke der "Knüllwaldbahn" von Treysa über Niederaula bis nach Bad Hersfeld; am 1. Juni 1984 wurde zwischen Oberaula und Treysa der Personenverkehr und Ende 1995 der Güterverkehr eingestellt. Danach folgte noch eine gelegentliche Nutzung durch eine Museumsbahn, bis schließlich 2007 der Abbau der Schienen erfolgte und die Bahntrasse in einen Radweg umgewandelt wurde.

Nach wie vor gibt es einen Eisenbahnanschluss in Richtung Kassel und Marburg. Und am Bahnhof Schwalmstadt-Treysa gibt es auch Anschluss für die Reisenden mit dem Regionalexpress an den „Rotkäppchen-Bus“ zum weiteren Schwalmstädter Stadtteil Ziegenhain.

Totenkirche in Treysa

Treysaer Hutzelkirmes

Die Treysaer Hutzelkirmes gehört zu den grossen Heimatfesten in Nordhessen.

Sie findet in jedem Jahr am zweiten Wochenende im August auf dem Gelände der Totenkirche statt.

Siehe auch

Weblinks


Stadtteile der Stadt Schwalmstadt

Allendorf | Ascherode | Dittershausen | Florshain | Frankenhain | Michelsberg | Niedergrenzebach | Rörshain | Rommershausen | Treysa | Trutzhain | Wiera | Ziegenhain