Theodor Rocholl: Unterschied zwischen den Versionen

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(Leben und Werk)
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Aus der unmittelbaren Umgebung von [[Hofgeismar]] gehören zu seinen Werken Bilder mit einem meisterhaften Umgang mit dem Licht (wie etwa „Stute im Mauerpark“), die das Pferd als Teil der Natur und Sinnbild von Kraft und Anmut darstellen.  
 
Aus der unmittelbaren Umgebung von [[Hofgeismar]] gehören zu seinen Werken Bilder mit einem meisterhaften Umgang mit dem Licht (wie etwa „Stute im Mauerpark“), die das Pferd als Teil der Natur und Sinnbild von Kraft und Anmut darstellen.  
  
Im Reinhardswald entstanden bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts prächtige und stimmungsvolle Bilder, auch von Malerkollegen wie Eugen Bracht, Adalbert Metzger, Peter Paul Müller oder Carl Bantzer. Theodor Rocholl kam schon in seinen Studentenjahren, seit 1872 auf seinen Wanderungen von [[Göttingen]], wo sein Vater zu dieser Zeit Pfarrer war, in den [[Reinhardswald]] und wohnte oft im ehemaligen Gasthaus Malzfeld am Fuße der [[Sababurg]]. Lange Jahre später heiratete er am 26. August 1923 in [[Gottsbüren]] eine Tochter der Gastwirtsfamilie, die - nach der Scheidung von seiner ersten Frau - seine zweite Frau wurde. Im Alter von über 70 Jahren wurde er 1925 noch einmal Vater eines Sohnes (Rudolf, geb. 1925).   
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Im Reinhardswald entstanden bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts prächtige und stimmungsvolle Bilder, auch von Malerkollegen wie Eugen Bracht, Adalbert Metzger, Peter Paul Müller oder Carl Bantzer. Theodor Rocholl kam schon in seinen Studentenjahren, seit 1872 auf seinen Wanderungen von [[Göttingen]], wo sein Vater zu dieser Zeit Pfarrer war, in den [[Reinhardswald]] und wohnte oft im ehemaligen Gasthaus Malzfeld am Fuße der [[Sababurg]]. Lange Jahre später heiratete er am 26. August 1923 in [[Gottsbüren]] eine Tochter der Gastwirtsfamilie, die - nach der Scheidung von seiner ersten Frau - seine zweite Frau wurde. Im Alter von über 70 Jahren wurde er noch einmal Vater eines Sohnes (Rudolf, geb. 1925).   
  
 
Aufgrund seines Engagements und der Mithilfe des Forstrats Backhaus aus [[Hombressen]] oder des Leiters der "Staatlichen Stelle für Naturdenkmalpflege", Geheimrat Hugo Conwentz, entstand bereits ab dem Jahre 1907 in der Nähe der [[Sababurg]] der [[Urwald Sababurg]] mit alten Eichen- und Buchenbeständen in einem Bereich zwischen dem Mauerpark und der [[Holzape]].  
 
Aufgrund seines Engagements und der Mithilfe des Forstrats Backhaus aus [[Hombressen]] oder des Leiters der "Staatlichen Stelle für Naturdenkmalpflege", Geheimrat Hugo Conwentz, entstand bereits ab dem Jahre 1907 in der Nähe der [[Sababurg]] der [[Urwald Sababurg]] mit alten Eichen- und Buchenbeständen in einem Bereich zwischen dem Mauerpark und der [[Holzape]].  

Version vom 17. Januar 2008, 01:35 Uhr

Theodor Rocholl wurde am 11. Juni 1854 im nordhessischen Sachsenberg bei Waldeck geboren und starb am 13. September 1933 in Düsseldorf. Er war Maler, Grafiker und Schriftsteller. Bekannt wurde "der Schlachtenmaler" besonders durch seine Bildberichterstattung aus mehreren Kriegen. Er gehörte aber auch zu den Initiatoren des nordhessischen Naturschutzgebietes Urwald Sababurg und schuf dort zahlreiche Tier-, Wald- und Landschaftsbilder.

Leben und Werk

Nach dem Studium in Dresden, München und Düsseldorf nahm Rocholl im Jahre 1897 als Bildberichterstatter am türkisch-griechischen Feldzug teil, ebenso 1910-1911 am türkisch-albanischen Krieg und 1914–1918 am Ersten Weltkrieg. Nach dem Ersten Weltkrieg wandte sich der bekannte Militär- und Schlachtenmaler dann wieder verstärkt der Landschafts- und Pferdemalerei zu, wobei seine Bilder eine eindringliche Harmonie und Frieden ausstrahlen.

Aus der unmittelbaren Umgebung von Hofgeismar gehören zu seinen Werken Bilder mit einem meisterhaften Umgang mit dem Licht (wie etwa „Stute im Mauerpark“), die das Pferd als Teil der Natur und Sinnbild von Kraft und Anmut darstellen.

Im Reinhardswald entstanden bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts prächtige und stimmungsvolle Bilder, auch von Malerkollegen wie Eugen Bracht, Adalbert Metzger, Peter Paul Müller oder Carl Bantzer. Theodor Rocholl kam schon in seinen Studentenjahren, seit 1872 auf seinen Wanderungen von Göttingen, wo sein Vater zu dieser Zeit Pfarrer war, in den Reinhardswald und wohnte oft im ehemaligen Gasthaus Malzfeld am Fuße der Sababurg. Lange Jahre später heiratete er am 26. August 1923 in Gottsbüren eine Tochter der Gastwirtsfamilie, die - nach der Scheidung von seiner ersten Frau - seine zweite Frau wurde. Im Alter von über 70 Jahren wurde er noch einmal Vater eines Sohnes (Rudolf, geb. 1925).

Aufgrund seines Engagements und der Mithilfe des Forstrats Backhaus aus Hombressen oder des Leiters der "Staatlichen Stelle für Naturdenkmalpflege", Geheimrat Hugo Conwentz, entstand bereits ab dem Jahre 1907 in der Nähe der Sababurg der Urwald Sababurg mit alten Eichen- und Buchenbeständen in einem Bereich zwischen dem Mauerpark und der Holzape.

Neben den unterhalb der Sababurg weidenden Pferden des Gestüts Beberbeck oder den Bildern aus dem bäuerlichen Milieu der Gegend rund um die Stadt Hofgeismar, gehörten Bilder aus den geheimnisvollen Buchen-, Eichen- und Farnwäldern des Reinhardswalds zu den bevorzugten Motiven Theodor Rocholls.

Literatur

  • Eduard Brauns, Die Sababurg und der Reinhardswald, Geschichte und Gegenwart, 2. Auflage, Kassel 1975
  • Helmut Burmeister, Theodor Rocholls zweite Liebe, in: Jahrbuch des Landkreises Kassel 2005, S. 99 ff.

Theodor Rocholl im Stadtmuseum Hofgeismar

Hofgeismar - Stadtmuseum

Neben interessanten Sonderausstellungen bietet das Stadtmuseum in Hofgeismar (Petriplatz 2) eine Dauerausstellung mit Werken des Künstlers Theodor Rocholl.

Weblink