TSV Arenborn: Unterschied zwischen den Versionen

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Der '''TSV Arenborn''' ist ein Sportverein wurde im Jahr [[1909]] in [[Arenborn]] gegründet.  
  
 
== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
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=== Turner wurden Handballer ===
 
'''Vor 50 Jahren feierte der TSV Arenborn sein 50-jähriges Bestehen'''
 
  
[[Arenborn]]. Von der Ortsmitte geht es 200 Meter mehr oder minder steil bergan. Vorbei an der Grillhütte gelangt man auf den rings von Bäumen umstandenen Sportplatz des [[Bramwald]]dörfchens Arenborn. Er liegt heute ein wenig im Dornröschenschlaf. Sportliche Aktivitäten: Fehlanzeige. Immerhin wird er regelmäßig gemäht. Vor 50 Jahren, im Sommer 1959, war das noch ganz anders. Da feierte der TSV Arenborn hoch oben über dem Dorf sein 50-jähriges Bestehen.  
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Neben dem offiziellen Festakt zum 50. Geburtstag des Vereins im Jahr [[1959]] gab es zum Jubiläum unter anderem ein Handballturnier. In [[Arenborn]] spielte man 1959 allerdings erst seit sechs Jahren Handball. [[1953]] wurde die Sparte ins Leben gerufen und auch der Sportplatz angelegt.  
  
Neben dem offiziellen Festakt gab es zum Jubiläum unter anderem ein Handballturnier. Natürlich Handball, werden viele sagen, die sich ein wenig auskennen, denn diese Sportart hat an der Oberweser Tradition. In [[Arenborn]] spielte man 1959 allerdings erst seit sechs Jahren Handball. 1953 wurde die Sparte ins Leben gerufen und auch der Sportplatz angelegt. Die Spielstätte des TSV war bei den Gegnern nicht gerade beliebt. Schräg ist der Sportplatz. "Furchtbar, da rollt der Ball von ganz alleine runter", befanden die Gegenspieler.  
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Wenn man vom Handball zu damaliger Zeit redet, dann vom Großfeldhandball auf einem mindestens 45 mal 90 Meter großen Rasenplatz. Gespielt wurde wie beim Fußball mit elf Spielern pro Mannschaft. Angefangen mit dem Handballspielen hatten man in den größeren Dörfern an der Oberweser, [[Gieselwerder]], [[Oedelsheim]] und [[Vernawahlshausen]], bereits in den 1920er- und 1930er-Jahren.  
  
Wenn man vom Handball zu damaliger Zeit redet, dann vom Großfeldhandball auf einem mindestens 45 mal 90 Meter großen Rasenplatz. Gespielt wurde wie beim Fußball mit elf Spielern pro Mannschaft. Angefangen mit dem Handballspielen hatten man in den größeren Dörfern an der Oberweser, [[Gieselwerder]], [[Oedelsheim]] und [[Vernawahlshausen]], bereits in den 1920er und 1930er Jahren.  
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Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde die Sportart dann richtig populär. Der Triumphzug des Handballs ging einher mit dem Niedergang des Geräteturnens. War bis Anfang der 1950er-Jahre noch der Kampf an Reck, Barren und Pauschenpferd der Sport Nummer 1, änderte sich das in den folgenden Jahren rasant. Einige schwere Sportunfälle trugen das ihrige zum Ende des Turnens bei.  
  
Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Sportart dann richtig populär. Der Triumphzug des Handballs ging einher mit dem Niedergang des Geräteturnens. War bis Anfang der 1950er Jahre noch der Kampf an Reck, Barren und Pauschenpferd der Sport Nummer eins, änderte sich das in den folgenden Jahren rasant. Einige schwere Sportunfälle trugen das ihrige zum Ende des Turnens bei.  
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Auch in [[Arenborn]] war es [[1948]] ein Unfall am Reck, der das Ende der Turnära einleitete. Kurz versuchte man sich im Tischtennis, bis man zum Handball kam. Zu großen Erfolgen hat es im kleinen Dorf nie gereicht. Trotzdem spielte man beim TSV unverdrossen weiter Handball.  
  
Auch in [[Arenborn]] war es 1948 ein Unfall am Reck, der das Ende der Turnära einleitete. Kurz versuchte man sich im Tischtennis, bis man zum Handball kam. Zu großen Erfolgen hat es im kleinen damals 350- und heute 250-Seelen-Dorf nie gereicht. Von den arrivierten Nachbarvereinen wurde man meist belächelt.
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[[1978]] folgte der Zusammenschluss mit dem [[TuSpo Oedelsheim]] zur SG Oberweser. Die Liaison hielt bis [[1988]], dann stieg der TSV mangels Masse aus. Der TuSpo fand [[1991]] mit dem [[TSV Gieselwerder]] einen neuen Partner. Es entstand die HSG Oberweser. Seit 2003 wurde unter dem Namen HSG Wesertal Handball gespielt. Mit im Boot waren der [[MTV Vernawahlshausen]] und der [[SC Bodenfelde]].  
 
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Trotzdem spielte man beim TSV unverdrossen weiter Handball. 1978 folgte der Zusammenschluss mit dem [[TuSpo Oedelsheim]] zur SG Oberweser. Die Liaison hielt bis 1988, dann stieg der TSV mangels Masse aus. Der TuSpo fand 1991 mit dem [[TSV Gieselwerder]] einen neuen Partner. Es entstand die HSG Oberweser. Seit 2003 wird unter dem Namen HSG Wesertal Handball gespielt. Mit im Boot sind seither der [[MTV Vernawahlshausen]] und der [[SC Bodenfelde]].  
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Der Übergang vom Großfeldhandball zum Hallenhandball vollzog sich übrigens als langsamer Prozess. Seit Anfang der 1970er Jahre ging man im Winter in die Halle, im Sommer wurde auf den Sportplätzen gespielt. Ab Mitte der 1970er schlief dann der Großfeldbetrieb so langsam ein.
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Trotzdem sich der TSV aus dem Handballgeschäft zurückgezogen hat - seit mehreren Jahren wird wieder Tischtennis gespielt -, ist in Arenborn die Begeisterung für diesen Sport ungebrochen groß. Neben mehreren Talenten im Jugendbereich der HSG Wesertal kommen auch die Landesliga-Spieler Florian Müller und Jasmin Lamers sowie Trainer Jürgen Herbold aus dem Bramwalddorf. Dessen Bruder, Uli Herbold, ist Torwartrainer bei Landesligist Eschweger TSV. ''(zno)''
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(''Artikel aus HNA-online vom 27.5.2009)''
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== siehe auch ==
 
== siehe auch ==
 
* [[Arenborn]]
 
* [[Arenborn]]
  
== Weblinks ==
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== Weblinks und Quellen ==
 
* [http://www.oberweser-arenborn.de/ www.oberweser-arenborn.de]
 
* [http://www.oberweser-arenborn.de/ www.oberweser-arenborn.de]
 
* [http://www.oberweser.de/rathaus/Stadtteile_Kommunen/Default.htm Ortsteile von Oberweser]
 
* [http://www.oberweser.de/rathaus/Stadtteile_Kommunen/Default.htm Ortsteile von Oberweser]
 
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<references/>
  
 
[[Kategorie:Landkreis Kassel]]
 
[[Kategorie:Landkreis Kassel]]
 
[[Kategorie:Sport]]
 
[[Kategorie:Sport]]

Version vom 24. April 2015, 11:31 Uhr

Der TSV Arenborn ist ein Sportverein wurde im Jahr 1909 in Arenborn gegründet.

Geschichte

Neben dem offiziellen Festakt zum 50. Geburtstag des Vereins im Jahr 1959 gab es zum Jubiläum unter anderem ein Handballturnier. In Arenborn spielte man 1959 allerdings erst seit sechs Jahren Handball. 1953 wurde die Sparte ins Leben gerufen und auch der Sportplatz angelegt.

Wenn man vom Handball zu damaliger Zeit redet, dann vom Großfeldhandball auf einem mindestens 45 mal 90 Meter großen Rasenplatz. Gespielt wurde wie beim Fußball mit elf Spielern pro Mannschaft. Angefangen mit dem Handballspielen hatten man in den größeren Dörfern an der Oberweser, Gieselwerder, Oedelsheim und Vernawahlshausen, bereits in den 1920er- und 1930er-Jahren.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Sportart dann richtig populär. Der Triumphzug des Handballs ging einher mit dem Niedergang des Geräteturnens. War bis Anfang der 1950er-Jahre noch der Kampf an Reck, Barren und Pauschenpferd der Sport Nummer 1, änderte sich das in den folgenden Jahren rasant. Einige schwere Sportunfälle trugen das ihrige zum Ende des Turnens bei.

Auch in Arenborn war es 1948 ein Unfall am Reck, der das Ende der Turnära einleitete. Kurz versuchte man sich im Tischtennis, bis man zum Handball kam. Zu großen Erfolgen hat es im kleinen Dorf nie gereicht. Trotzdem spielte man beim TSV unverdrossen weiter Handball.

1978 folgte der Zusammenschluss mit dem TuSpo Oedelsheim zur SG Oberweser. Die Liaison hielt bis 1988, dann stieg der TSV mangels Masse aus. Der TuSpo fand 1991 mit dem TSV Gieselwerder einen neuen Partner. Es entstand die HSG Oberweser. Seit 2003 wurde unter dem Namen HSG Wesertal Handball gespielt. Mit im Boot waren der MTV Vernawahlshausen und der SC Bodenfelde.

siehe auch

Weblinks und Quellen