Straßenbahn in Kassel: Unterschied zwischen den Versionen

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Im Stadtbild sind die Straßenbahnen heute selbstverständlich, und ohne ihre [[Tram]] können sich die meisten Kassel nicht vorstellen. Aber bis zum modernen Schienenfahrzeug, wie es die Menschen in [[Kassel]] heute kennen, war es ein langer Weg.
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Alles begann damit, dass, nachdem Kassel [[1866]] preußisch geworden war, in der Stadt so etwas wie [[Fremdenverkehr]] entstand. Der [[Bergpark Wilhelmshöhe]], der [[Herkules]], das [[Schloss Wilhelmshöhe]] waren attraktive Besuchsziele, da lohnte es sich bald, eine Transportmöglichkeit nach [[Wilhelmshöhe]] und zurück einzurichten.
  
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Zunächst verband ein Pferdeomnibus die [[Innenstadt]] mit dem Bergpark, in den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts. Dann nahm sich ein Kasseler Buchhändler, [[Georg Wiegand]], der Sache an. Weil er in Deutschland weder einen Investor noch die nötigen Finanzmittel auftreiben konnte, wandte er sich an eine Londoner Firma, ihn beim Bau einer Straßenbahnverbindung zu unterstützen. Die Cassel Tramway Company Ltd. wurde gegründet und die sechs Kilometer lange Strecke vom [[Königsplatz]] bis fast zum Schloss gebaut. Ab Juli [[1877]] verkehrte eine Dampf-Straßenbahn auf dieser Strecke.
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* Uwe Feldner: Stadt-LEXIKON - (Fast) alles über KASSEL, erschienen im [[Herkules Verlag]]
  
[[Kategorie:Stadt Kassel/Verkehr]]  [[Kategorie:Landkreis Kassel]] [[Kategorie:Stadt Kassel/Geschichte]][[Kategorie:Baunatal]]
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[[Kategorie: Feldners Kassellexikon]] [[Kategorie: Stadt Kassel]] [[Kategorie:Verkehr]]  [[Kategorie:Landkreis Kassel]] [[Kategorie:Geschichte]][[Kategorie:Baunatal]]

Version vom 3. März 2009, 16:55 Uhr

Im Stadtbild sind die Straßenbahnen heute selbstverständlich, und ohne ihre Tram können sich die meisten Kassel nicht vorstellen. Aber bis zum modernen Schienenfahrzeug, wie es die Menschen in Kassel heute kennen, war es ein langer Weg. Alles begann damit, dass, nachdem Kassel 1866 preußisch geworden war, in der Stadt so etwas wie Fremdenverkehr entstand. Der Bergpark Wilhelmshöhe, der Herkules, das Schloss Wilhelmshöhe waren attraktive Besuchsziele, da lohnte es sich bald, eine Transportmöglichkeit nach Wilhelmshöhe und zurück einzurichten.

Zunächst verband ein Pferdeomnibus die Innenstadt mit dem Bergpark, in den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts. Dann nahm sich ein Kasseler Buchhändler, Georg Wiegand, der Sache an. Weil er in Deutschland weder einen Investor noch die nötigen Finanzmittel auftreiben konnte, wandte er sich an eine Londoner Firma, ihn beim Bau einer Straßenbahnverbindung zu unterstützen. Die Cassel Tramway Company Ltd. wurde gegründet und die sechs Kilometer lange Strecke vom Königsplatz bis fast zum Schloss gebaut. Ab Juli 1877 verkehrte eine Dampf-Straßenbahn auf dieser Strecke.

Ein paar Jahre später richtete eine weitere Firma eine Straßenbahnverbindung ein: eine Pferdebahnstrecke, die den Hauptbahnhof berührte und in die Holländische Straße führte. 1897 übernahm die Große Casseler Straßenbahn AG, die Urgroßmutter der Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG), den Straßenbahnbetrieb und baute ihn weiter aus. Im ersten Halbjahr 1898 stellte sie den Betrieb der Dampf-Straßenbahnen ein, die Strecken wurden elektrifiziert.

Links

Quelle

  • Uwe Feldner: Stadt-LEXIKON - (Fast) alles über KASSEL, erschienen im Herkules Verlag