St. Maria (Rosenkranzkirche): Unterschied zwischen den Versionen

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Die [[St. Maria (Rosenkranzkirche)]] gehört zum  Pastoralverbund St. Maria, Kassel-West.  
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Die [[St. Maria]] (Rosenkranzkirche)Die Pfarrkirche St. Maria, schon seit ihrer Weihe im Jahre 1901 Rosenkranzkirche ge¬nannt, prägt den Bebelplatz und gehört zu den herausragenden Bauwerken des Vorderen Westens. Es war nicht einfach, sich von der Muttergemeinde St. Elisabeth am innerstädti¬schen Friedrichsplatz zu lösen und eine selbst¬ständige Gemeinde zu bilden. Wie selbstver¬ständlich gehörten die Katholiken Kassels weit über die Stadtgrenzen hinaus zu St. Elisabeth. Doch mit dem in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts einsetzenden wirtschaftlichen Aufschwung und der damit einhergehenden Erweiterung der Stadt nach Westen stieg der katholische Anteil der Bevölkerung rasant. 1892 lebten unter den 7000 Einwohnern Wehl-heidens schon 650 Katholiken, die sich bereits als eigene Gemeinde verstanden. Das Grund¬stück für den Kirchbau, das man in Aussicht genommen hatte, erwies sich jedoch bald als zur Bebauung ungeeignet. Umso glücklicher der Umstand, dass der Kasseler Unterneh¬mer und Investor Sigmund Aschrott der Ge¬meinde kostenlos den Grund und Boden zur Verfügung stellte, auf dem die Kirche heute steht. Sie wurde nach Plänen des Regierungs¬baumeisters Georg Kegel in nur zweijähriger Bauzeit errichtet.
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Sigmund Aschrott erschloss das Gebiet ent¬lang der heutigen Friedrich-Ebert-Straße, das so genannte Hohenzollernviertel, und setzte damit einen deutlichen städtebaulichen Ak¬zent. Noch heute imponieren die Häuser der Gründerzeit mit ihren großen Wohnungen und schönen Fassaden. Zur Patronin ihrer neuen Kirche wählten Wehlheidens Katho¬liken Maria, die Königin des Rosenkranzes. Das Gotteshaus wurde gegen Ende des Zwei¬ten Weltkrieges durch Bombentreffer teilweise zerstört und war erst Ende 1949 wieder her¬gestellt.
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Das Gemeindeleben erfuhr im Laufe der vie¬len Jahrzehnte ein ähnliches Schicksal wie das Gotteshaus. Abhängig von der politischen und innerkirchlichen Lage gab es ein Auf und Ab, doch der Gemeindekern geriet nie in Gefahr. Dieser Spannungsbogen wird sichtbar in den
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Die Pfarrkirche St. Maria, schon seit ihrer Weihe im Jahre 1901 Rosenkranzkirche ge¬nannt, prägt den Bebelplatz und gehört zu den herausragenden Bauwerken des Vorderen Westens. Es war nicht einfach, sich von der Muttergemeinde St. Elisabeth am innerstädti¬schen Friedrichsplatz zu lösen und eine selbst¬ständige Gemeinde zu bilden. Wie selbstver¬ständlich gehörten die Katholiken Kassels weit über die Stadtgrenzen hinaus zu St. Elisabeth. Doch mit dem in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts einsetzenden wirtschaftlichen Aufschwung und der damit einhergehenden Erweiterung der Stadt nach Westen stieg der katholische Anteil der Bevölkerung rasant. 1892 lebten unter den 7000 Einwohnern Wehl-heidens schon 650 Katholiken, die sich bereits als eigene Gemeinde verstanden. Das Grund¬stück für den Kirchbau, das man in Aussicht genommen hatte, erwies sich jedoch bald als zur Bebauung ungeeignet. Umso glücklicher der Umstand, dass der Kasseler Unterneh¬mer und Investor Sigmund Aschrott der Ge¬meinde kostenlos den Grund und Boden zur Verfügung stellte, auf dem die Kirche heute steht. Sie wurde nach Plänen des Regierungs¬baumeisters Georg Kegel in nur zweijähriger Bauzeit errichtet.
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Sigmund Aschrott erschloss das Gebiet ent¬lang der heutigen Friedrich-Ebert-Straße, das so genannte Hohenzollernviertel, und setzte damit einen deutlichen städtebaulichen Ak¬zent. Noch heute imponieren die Häuser der Gründerzeit mit ihren großen Wohnungen und schönen Fassaden. Zur Patronin ihrer neuen Kirche wählten Wehlheidens Katho¬liken Maria, die Königin des Rosenkranzes. Das Gotteshaus wurde gegen Ende des Zwei¬ten Weltkrieges durch Bombentreffer teilweise zerstört und war erst Ende 1949 wieder her¬gestellt.
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Das Gemeindeleben erfuhr im Laufe der vie¬len Jahrzehnte ein ähnliches Schicksal wie das Gotteshaus. Abhängig von der politischen und innerkirchlichen Lage gab es ein Auf und Ab, doch der Gemeindekern geriet nie in Gefahr. Dieser Spannungsbogen wird sichtbar in den
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gehört zum  Pastoralverbund St. Maria, Kassel-West.  
  
 
Dem Pastoralverbund St. Maria, Kassel-West gehören noch weitere Pfarreien an:
 
Dem Pastoralverbund St. Maria, Kassel-West gehören noch weitere Pfarreien an:

Version vom 7. Januar 2008, 23:24 Uhr

Die St. Maria (Rosenkranzkirche)Die Pfarrkirche St. Maria, schon seit ihrer Weihe im Jahre 1901 Rosenkranzkirche ge¬nannt, prägt den Bebelplatz und gehört zu den herausragenden Bauwerken des Vorderen Westens. Es war nicht einfach, sich von der Muttergemeinde St. Elisabeth am innerstädti¬schen Friedrichsplatz zu lösen und eine selbst¬ständige Gemeinde zu bilden. Wie selbstver¬ständlich gehörten die Katholiken Kassels weit über die Stadtgrenzen hinaus zu St. Elisabeth. Doch mit dem in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts einsetzenden wirtschaftlichen Aufschwung und der damit einhergehenden Erweiterung der Stadt nach Westen stieg der katholische Anteil der Bevölkerung rasant. 1892 lebten unter den 7000 Einwohnern Wehl-heidens schon 650 Katholiken, die sich bereits als eigene Gemeinde verstanden. Das Grund¬stück für den Kirchbau, das man in Aussicht genommen hatte, erwies sich jedoch bald als zur Bebauung ungeeignet. Umso glücklicher der Umstand, dass der Kasseler Unterneh¬mer und Investor Sigmund Aschrott der Ge¬meinde kostenlos den Grund und Boden zur Verfügung stellte, auf dem die Kirche heute steht. Sie wurde nach Plänen des Regierungs¬baumeisters Georg Kegel in nur zweijähriger Bauzeit errichtet. Sigmund Aschrott erschloss das Gebiet ent¬lang der heutigen Friedrich-Ebert-Straße, das so genannte Hohenzollernviertel, und setzte damit einen deutlichen städtebaulichen Ak¬zent. Noch heute imponieren die Häuser der Gründerzeit mit ihren großen Wohnungen und schönen Fassaden. Zur Patronin ihrer neuen Kirche wählten Wehlheidens Katho¬liken Maria, die Königin des Rosenkranzes. Das Gotteshaus wurde gegen Ende des Zwei¬ten Weltkrieges durch Bombentreffer teilweise zerstört und war erst Ende 1949 wieder her¬gestellt. Das Gemeindeleben erfuhr im Laufe der vie¬len Jahrzehnte ein ähnliches Schicksal wie das Gotteshaus. Abhängig von der politischen und innerkirchlichen Lage gab es ein Auf und Ab, doch der Gemeindekern geriet nie in Gefahr. Dieser Spannungsbogen wird sichtbar in den Die Pfarrkirche St. Maria, schon seit ihrer Weihe im Jahre 1901 Rosenkranzkirche ge¬nannt, prägt den Bebelplatz und gehört zu den herausragenden Bauwerken des Vorderen Westens. Es war nicht einfach, sich von der Muttergemeinde St. Elisabeth am innerstädti¬schen Friedrichsplatz zu lösen und eine selbst¬ständige Gemeinde zu bilden. Wie selbstver¬ständlich gehörten die Katholiken Kassels weit über die Stadtgrenzen hinaus zu St. Elisabeth. Doch mit dem in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts einsetzenden wirtschaftlichen Aufschwung und der damit einhergehenden Erweiterung der Stadt nach Westen stieg der katholische Anteil der Bevölkerung rasant. 1892 lebten unter den 7000 Einwohnern Wehl-heidens schon 650 Katholiken, die sich bereits als eigene Gemeinde verstanden. Das Grund¬stück für den Kirchbau, das man in Aussicht genommen hatte, erwies sich jedoch bald als zur Bebauung ungeeignet. Umso glücklicher der Umstand, dass der Kasseler Unterneh¬mer und Investor Sigmund Aschrott der Ge¬meinde kostenlos den Grund und Boden zur Verfügung stellte, auf dem die Kirche heute steht. Sie wurde nach Plänen des Regierungs¬baumeisters Georg Kegel in nur zweijähriger Bauzeit errichtet. Sigmund Aschrott erschloss das Gebiet ent¬lang der heutigen Friedrich-Ebert-Straße, das so genannte Hohenzollernviertel, und setzte damit einen deutlichen städtebaulichen Ak¬zent. Noch heute imponieren die Häuser der Gründerzeit mit ihren großen Wohnungen und schönen Fassaden. Zur Patronin ihrer neuen Kirche wählten Wehlheidens Katho¬liken Maria, die Königin des Rosenkranzes. Das Gotteshaus wurde gegen Ende des Zwei¬ten Weltkrieges durch Bombentreffer teilweise zerstört und war erst Ende 1949 wieder her¬gestellt. Das Gemeindeleben erfuhr im Laufe der vie¬len Jahrzehnte ein ähnliches Schicksal wie das Gotteshaus. Abhängig von der politischen und innerkirchlichen Lage gab es ein Auf und Ab, doch der Gemeindekern geriet nie in Gefahr. Dieser Spannungsbogen wird sichtbar in den

gehört zum  Pastoralverbund St. Maria, Kassel-West. 

Dem Pastoralverbund St. Maria, Kassel-West gehören noch weitere Pfarreien an:

Geschichte

Die Pfarrkirche St. Maria, schon seit ihrer Weihe im Jahre 1901 Rosenkranzkirche genannt, prägt den Bebelplatz und gehört zu den herausragenden Bauwerken des Vorderen Westens.

In den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts einsetzenden wirtschaftlichen Aufschwung und der damit einhergehenden Erweiterung der Stadt nach Westen stieg der katholische Anteil der Bevölkerung rasant. Das Grundstück für den Kirchbau, das man in Aussicht genommen hatte, erwies sich jedoch bald als zur Bebauung ungeeignet.

Umso glücklicher der Umstand, dass der Kasseler Unternehmer und Investor Sigmund Aschrott der Gemeinde kostenlos den Grund und Boden zur Verfügung stellte, auf dem die Kirche heute steht. Sie wurde nach Plänen des Regierungsbaumeisters Georg Kegel in nur zweijähriger Bauzeit errichtet. Sigmund Aschrott erschloss das Gebiet ent¬lang der heutigen Friedrich-Ebert-Straße, das so genannte Hohenzollernviertel, und setzte damit einen deutlichen städtebaulichen Akzent. Noch heute imponieren die Häuser der Gründerzeit mit ihren großen Wohnungen und schönen Fassaden. Zur Patronin ihrer neuen Kirche wählten Wehlheidens Katholiken Maria, die Königin des Rosenkranzes. Das Gotteshaus wurde gegen Ende des Zweiten Weltkrieges durch Bombentreffer teilweise zerstört und war erst Ende 1949 wieder hergestellt. Das Gemeindeleben erfuhr im Laufe der vielen Jahrzehnte ein ähnliches Schicksal wie das Gotteshaus. Abhängig von der politischen und innerkirchlichen Lage gab es ein Auf und Ab, doch der Gemeindekern geriet nie in Gefahr.

Ansprechpartner und Sprechzeiten

St. Maria (Rosenkranzkirche)

  • Anschrift
  • Katholische Kirchengemeinde St. Maria
  • Kirchweg 71
  • 34119 Kassel
  • Telefon: 0561.15 013
  • eMail: pfarrbuero@st.marien-kassel.de
  • Internet: www.st-marien-kassel.de
  • Pfarrer
  • Msgr. Reinhold Kircher
  • Kaplan
  • Pfarrer Dr. Innocent Oyibo
  • Diakon
  • Michael Kräbs
  • Pfarrbüro

Sekretärin: Hiltraud Middeke Mo., Di. 9.00-12.00 Uhr Mittwoch 9.00-10.00 Uhr Do., Fr. 12.30-16.00 Uhr

siehe auch

Weblinks