Spangenberg

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Spangenberg
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Schloss Spangenberg (Foto: zzh)
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Schwalm-Eder-Kreis
Einwohner: 6.410 (2007)
Postleitzahl: 34286
Vorwahl: 05663
Kfz-Kennzeichen: HR
Gemeindeverwaltung: Marktplatz 1
Website: www.spangenberg.de
Bürgermeister: Peter Tigges

Spangenberg ist eine Kleinstadt in Nordhessen mit etwa 6.500 Einwohner.

Seit dem 12. Januar 2000 trägt die Stadt offiziell die Bezeichnung "Liebenbachstadt".

Die Stadtteile

Neben der Kernstadt Spangenberg gehören zur Stadt die Ortsteile Bergheim, Bischofferode, Elbersdorf, Herlefeld, Kaltenbach, Landefeld, Metzebach, Mörshausen, Nausis, Pfieffe, Schnellrode, Vockerode-Dinkelberg und Weidelbach.

Geografie

Die Kleinstadt in Kurhessischen Bergland liegt südöstlich von Kassel und westlich des Stölzinger Gebirges. Durch das Stadtgebiet fliesst die Pfieffe.

Geschichte

Im Jahr 2009 kann Spangenberg auf 700 Jahre Stadtrechte zurückblicken.

Bereits 1235 waren Burg und Stadt Spangenberg als Lehen der Grafen von Ziegenhain im Besitz der Herren von Treffurt und Spangenberg.

Der Text im Marburger Staatsarchiv lautet: "10. 08. 1309: Hermanus miles et Hermanus famulus domini de Spangenberg erteilen den Bürgern in Spangenberg das Jus civile secundum formam et ordinem civium Lyppensium."

Fides Baumgart, Spangenberg

Bis heute erhalten ist im Herzen der Fachwerkstadt die mittelalterliche Stadtkirche St. Johannes, heute das Gotteshaus der evangelischen Kirchengemeinde.

Das oberhalb der Stadt auf einem Berg errichtete Schloss Spangenberg wurde wahrscheinlich von Hermann I. von Treffurt ab dem Jahr 1214 als Schutzburg für die alte Handelsstraße "Durch die langen Hessen" errichtet. Er wird 1235 urkundlich als Besitzer der Burg erwähnt und hatte die Burg von den Grafen von Ziegenhain zu Lehen erhalten. Seither nannten sich die Herren von Treffurt auch Herren von Spangenberg. Der über 100 Meter tiefe Burgbrunnen dürfte wohl schon bei der Erbauung der Burg angelegt worden sein.

Im Jahre 1350 verkaufte Ritter Hermann IX. Burg, Amt und Stadt Spangenberg an den hessischen Landgrafen Heinrich II. für 8.000 Mark Silber. Seither war Spangenberg hessisch und die Burg diente nich manchem hessischen Landgrafen als Residenz und Jagdschloss.

Nach dem Siebenjährigen Krieg wurde die Festung in ein Staatsgefängnis umgewandelt, in dem vorwiegend Offiziere, während der Verfassungsunruhen in Kurhessen aber auch politische Häftlinge untergebracht wurden. Das Gefängnis wurde nach dem Ende des kurhessischen Staates von den Preußen 1866 aufgelöst. Sodann wurden nur noch die wichtigsten Unterhaltungsmaßnahmen durchgeführt und das Schloss begann zuzuwachsen. Im Deutsch-Französischen Krieg (1870/ 71)wurden nochmals französische Kriegsgefangene im Schloss untergebracht.

In den Jahren 1907/ 08 erfolgte ein Umbau des Schlosses zur preußische Forstschule. Hierbei wurde darauf geachtet den Charakter der Gebäude zu erhalten. Am 15. Juni 1913 besuchte Kaiser Wilhelm II. die Forstschule in Spangenberg. Über 1.200 Forstbeamte wurden in Spangenberg in 32 Jahren ausgebildet.

Im Zweiten Weltkrieg wurden im Schloss wieder Kriegsgefangene untergebracht. Diesmal waren es englische Offiziere. Ende März 1945 wurde das Schloss geräumt. Kurz darauf wurde das Schloss von amerikanischen Fliegern beschossen und brannte bis auf die Mauern aus. Das Schloss war danach eine Ruine.

In den Jahren des Wiederaufbaus wurde dann auch, unter großer Anteilnahme der Spangenberger Bürger, mit dem Wiederaufbau des Schlosses durch das Land Hessen begonnen. Leiter des Wiederaufbaus war Dr. Georg Textor. Der Heimatverein Spangenberg gründete einen Schlossbaufonds und so konnte bereits 1953 das erste Richtfest für den Kommandantenbau gefeiert werden. 1955 folgte das Richtfest des markanten Torturms.

Das Schloss wird seither als Hotelbetrieb und Tagungsstätte genutzt. Nach dem Wiederaufbau des ehemaligen Zeughauses im Jahr 1983 wurde dort ein Jagdmuseum eingerichtet.

Jubiläumsjahr 2009

Kirchen

Museen

Sehenswürdigkeiten

  • Schloss Spangenberg; im 13. Jahrhundert durch die Ritter von Treffurt auf einem Kalksteinkegel errichtet. Die Verbindung der Städte Spangenberg und Treffurt besteht daher schon seit dem Mittelalter, seit dem 30. September 1990 auch in Form einer Städtepartnerschaft.
  • Altstadt von Spangenberg mit zahlreichen Fachwerkhäusern und Resten der früheren Stadtbefestigung;
  • Marktplatzbrunnen mit dem Denkmal der Liebenden Kuno und Else;
  • Hospital und die Kirche St. Elisabeth aus dem 14. Jahrhundert.

siehe auch

Wandern

Weblinks


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