SinnLeffers Kassel

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Seit dem Sommer 1991 ist das Modehaus SinnLeffers an der Oberen Königsstraße in Kassel ansässig und fester Bestandteil des Stadtbildes. Für die Innenstadt war das ein Gewinn. Aus dem Billigkaufhaus Bilka wurde durch einen aufwändigen Umbau ein attraktiver Anlaufpunkt für modebewusste Männer, Frauen und Kinder.

Modehaus SinnLeffers am Friedrichsplatz

Modehaus mit Stil

Mit dem Erscheinungsbild im Eröffnungsjahr 1991 hat das Sinn-Leffers-Haus heute allerdings nicht mehr allzu viel gemein. Zuletzt 2003 wurden fünf Millionen in einen großen Umbau investiert, das Haus mit seinen rund 10 000 Quadratmetern Verkaufsfläche wurde umgekrempelt und ganz neu eingerichtet. Mit dem Umbau wurde die Dependance des 1997 aus der Fusion der Modehäuser Sinn und Leffers hervorgegangenen Unternehmens jünger: Mit neuen Markenshops werden seither gezielt junge Kunden angesprochen und unter dem Motto "Modehaus mit Stil" oreintierte sich SinnLeffers neu.

Mode in historischem Ambiente

Das Modehaus steht an Stelle des Roten Palais, der kurfürstlichen Stadtresidenz. Teile der Außenfassade entlang des Friedrichsplatzes sind noch erhalten. Bevor SinnLeffers in das gebäude einzog war die vom deutschen Warenhauskonzern Hertie gegründete Niedrigpreiskaufhauskette Bilka dort ansässig. Die Bilka-Kette umfasste in ihrer besten Zeit in den 1980er-Jahren 53 Filialen in Westdeutschland und in West-Berlin. 1989 beschloss die Muttergesellschaft Hertie die defizitäre Kette loszuwerden. Willige Käufer wurden schnell gefunden: es waren Woolworth und Kaufhalle, die ehemaligen Konkurrenten.

Ehemalige Kaufhalle Bilka am Friedrichsplatz


Knapp an Insolvenz vorbei

2008 hätte das Modehaus am Friedrichsplatz allerdings beinahe für immer die Pforten geschlossen: Sinn-Leffers hatte Anfang August 2008 Insolvenzantrag gestellt. Da verfügte das Modeunternehmen, das im Geschäftsjahr 2007/2008 rund 480 Millionen Euro umgesetzt hatte, noch über annähernd 4100 Mitarbeiter und 47 Kaufhäuser in Deutschland. Das 1850 in Köln gegründete Traditionsunternehmen war wegen hoher Mietkosten und mangelnder Rentabilität in finanzielle Bedrängnis geraten. Durch das Vertrauen der Gläubiger konnte 25 Filialen mit 2500 Mitarbeitern gerettet werden. Die Kasseler Zweigstelle gehört zu den umsatzstärksten Filialen der Kette und hat derzeit 120 Beschäftigte.

Weblinks

SinnLeffers Kassel