Schwalm-Eder-Kreis

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Schwalm - Eder - Kreis
Homberg Panorama.jpg
Blick auf die Kreisstadt Homberg (Efze)
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Fläche: 1.538,55 km²
Einwohner: etwa 190.000
Website: www.schwalm-eder-kreis.de

Der Schwalm-Eder-Kreis liegt in Nordhessen in einem Dreieck zwischen den Städten Kassel, Marburg und Bad Hersfeld und hat etwa 190.000 Einwohner.

Auf einer Fläche von 1538 qkm erstreckt sich das Kreisgebiet vom Zusammenfluss der Eder und der Fulda im Norden über des Stölzinger Gebirge im Osten, die Schwalm und das Knüllgebirge im südlichen Bereich und den Kellerwald im Westen.

Kreisstadt ist Homberg (Efze).

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Fritzlar mit Dom
Blick auf Melsungen
Blick auf Gudensberg

Das Gebiet des heutigen Schwalm-Eder-Kreises blickt auf eine lange Siedlungsgeschichte zurück. Das Steinkammergrab in Züschen (östlich des Fritzlarer Stadtteils Züschen) ist eines der bedeutensten vorgeschichtlichen Bodendenkmäler in Mitteleuropa und stammt aus dem 3. bis 4. Jahrtausend vor Christus.

Im Bereich der heutigen Stadt Melsungen - bereits im Jahre 802 erstmals urkundlich erwähnt - entstand schon früh eine bedeutende Siedlung an der Kreuzung dreier wichtiger Handelsstraßen, dem "Sälzerweg" (West-Ost), der "Nürnberger Straße" (Nord-Süd) und der Straße "Durch die langen Hessen". Zur Jahreswende von 1189 auf 1190 ist die Herrschaft des Erzbischofs Konrad von Mainz über „burgus Milsungen“ urkundlich belegt, der Melsungen auch die Stadtrechte verlieh.

Ein Großteil des heutigen Kreisgebiets war über Jahrhunderte hinweg ein ständiger Streitpunkt zwischen der Landgrafschaft Hessen und dem Erzbistum Mainz.

Bereits seit dem 11. Jahrhundert gehörte die Stadt Fritzlar zum Erzbistum Mainz. Sie wurde Anfang des 12. Jahrhunderts als Kaufmannsstadt neben dem alten Siedlungskern planmäßig neu gegründet und erreichte besonders im 13. und 14. Jahrhundert ihre Blütezeit.

Aufgrund der ständigen Auseinandersetzungen zwischen dem Erzbistum Mainz und der Landgrafschaft Hessen entstanden im Bereich der mainzischen Stadt eine ganze Reihe von Wehrtürmen (etwa der Graue Turm von 1274) und Landwarten. Auch sie änderten allerdings nicht an der späteren militärischen Niederlage der Mainzer Erzbischöfe gegen die hessischen Landgrafen im 15. Jahrhundert, unter anderem mit einem entscheidenden Sieg von Landgraf Ludwig I. am 23. Juli 1427 bei Kleinenglis. Nach dem Augsburger Religionsfrieden blieb Fritzlar mit den benachbarten Dörfern Ungedanken und Rothhelmshausen mainzisch und katholisch, was zu einer zunehmenden konfessionellen und damit auch ökonomische Isolierung der Stadt in einem protestantisch geprägten Umland führte.

Ein weiterer Teil des heutigen Kreisgebiets gehörte zur ehemaligen Grafschaft Ziegenhain. Besonders im 12. Jahrhundert bauten die Grafen von Ziegenhain ein grosses Herrschaftsgebiet zwischen dem Burgwald und dem Knüll auf.

Nach dem Tod des letzten Grafen im Jahre 1450 fiel die Grafschaft Ziegenhain an die Landgrafen von Hessen. 1470 wurde die Burg in Ziegenhain zu einem Schloss umgebaut. Im gleichen Jahr begannen die Planungen Ziegenhain zu einer Wasserfestung umzubauen, was aber erst unter Landgraf Philipp I. von 1537 bis 1545 verwirklicht wurde. Bereits im Jahre 1526 wurde die Landgrafschaft Hessen 1526 unter seiner Herrschaft in Folge der Homberger Synode protestantisch. Hessen gehörte neben Sachsen und Württemberg zu den mächtigen Vorkämpfern der Reformation im Deutschen Reich.

Geschichtsträchtig ist auch das Gebiet um das Städtchen Gudensberg, für viele die eigentliche Wiege Hessens, denn unterhalb der Obernburg in der Mader Heide ließ Sophie von Brabant, Tochter der Heiligen Elisabeth, ihren vierjährigen Sohn Heinrich von den örtlichen Rittern und Adelsleuten nach dem Ende der Thüringer Herrschaft zum ersten hessischen Landgrafen wählen.

Zur Zeit des Kurfürstenturms Hessen entstanden 1821 die Landkreise Fritzlar, Homberg, Melsungen und Ziegenhain (heute ein Stadtteil von Schwalmstadt). Auch nach der Annexion des Kurfürstentums durch Preußen im Jahre 1866 wurden die Kreise weitergeführt und waren ein Teil der Provinz Hessen-Nassau. 1932 wurden dann die beiden Kreise Fritzlar und Homberg zum Landkreis Fritzlar-Homberg vereinigt.

Im Zuge der hessischen Gebietsreform zu Beginn der 1970-er Jahre entstand aus den ehemaligen Kreisen Melsungen und Ziegenhain sowie dem Landkreis Fritzlar-Homberg zum 1. Januar 1974 der "Schwalm-Eder-Kreis" mit der Kreisstadt Homberg (Efze).

Kirchen und Sehenswürdigkeiten

Museum der Schwalm in Ziegenhain

siehe auch:

Persönlichkeiten

Politik

Frank-Martin Neupärtl

Landrat

Landrat im Schwalm-Eder-Kreis ist Frank-Martin Neupärtl (SPD).

Kreistag

Der Kreistag des Schwalm-Eder-Kreises hat 71 Sitze, die bei der Kommunalwahl im Jahre 2006 wie folgt vergeben wurden:


Parteien

CDU Schwalm-Eder


SPD-Unterbezirk Schwalm-Eder

Vorlage:Navigation Die SPD im Schwal-Eder-Kreis

Bündnis 90/ Die Grünen im Schwalm-Eder-Kreis

Bündnis 90  Die Grünen

Kreisverband Schwalm-Eder

Holger Braun
Bahnhofstraße 1
34590 Wabern
Tel.: 05683-924903
Kontakt: E-Mail

siehe dazu: Bündnis 90/ Die Grünen (Schwalm-Eder-Kreis)

Wahlkreise

Dr. Edgar Franke - Mitglied des Deutschen Bundestages

DR. Edgar Franke ist Bundestagsabgeordneter (SPD) für den Wahlkreis 171 Schwalm-Eder / Waldeck-Frankenberg

Dr. Edgar Franke (SPD) ist Mitglied des Deutschen Bundestages für den Wahlkreis 171 Schwalm-Eder / Waldeck-Frankenberg

Weitere Informationen über Dr. Edgar Franke HIER und auf der Internetseite des Abgeordneten: Dr. Edgar Franke (MdB)



Radwandern und Wandern

Auf dem Radweg R1 an der Fulda in Richtung Melsungen, im Hintergrund Schwarzenberg

Radwandern

Der Schwalm-Eder-Kreis hat seit 1990 ein regionales Radroutennetz entwickelt, dass im Jahr 2006 bereits 11 Routen umfasste. Zusätzliche verlaufen durch den Landkreis drei hessische Radfernwege. In Planung befinden sich darüber hinaus neun nationale Radrouten, von denen zwei auch in den Schwalm-Eder-Kreis führen. Der Schwalm-Radweg ist das neueste Großprojekt. Er verläuft von der Quelle im Vogelsberg südlich von Alsfeld bis zur Mündung in die Eder bei Felsberg über ca. 100 km und schafft damit eine zusätzliche Nord-Süd-Route durch Hessen.

Wandern

Das Projekt Ars Natura dient der Schaffung und Erhaltung zweier Kunstwanderwege. Der erste, drei Kilometer lange Teilabschnitt am Heiligenberg zwischen Felsberg und Melsungen wurde am 15. September 2001 eröffnet. Inzwischen führen Tagestouren im Schwalm-Eder-Kreis von Felsberg-Gensungen über Melsungen und Spangenberg bis nach Fritzlar und Bad Zwesten, vorbei an Kunstwerken aus natürlichen Materialien, die den Dialog zwischen Kunst und Umwelt in den Vordergrund stellen.

Wandertipp: Auf dem Lochbachpfad zum Wildpark Knüll

Weitere Wandertipps:

Sehenswürdigkeiten

Sport

Melsunger Turngemeinde 1861 e.V.

Der Melsunger Turngemeinde (MT Melsungen) ist der größte Sportverein in Melsungen mit den Abteilungen Basketball, Bridge, Jedermannsport, Judo, Leichtathletik, Radsport, Rehabilitation, Schwimmen, Ski und Inline, Triathlon, Turnen und Volleyball.

Die bekannteste und wohl erfolgreichste Abteilung des Melsunger Turnvereins ist die Abteilung Handball. Die Mannschaft spielt in der 1. Handballbundesliga.

Städte und Gemeinden

Webcams

Wirtschaft

B.Braun Melsungen AG

Prof. Dr. h. c. Ludwig Georg Braun

B. Braun Melsungen AG
Die nicht börsennotierte B. Braun Melsungen AG stellt Produkte für Kliniken, Arztpraxen, Chirurgie und Pflege her. Hinzu kommen Dienstleistungen, etwa Geräte und Stationen für die Dialyse.
Wachstum: Ludwig Georg Braun wurde 1977 Vorstandssprecher, 1991 Vorstandsvorsitzender. Seit 1977 stieg der Umsatz von 517 Millionen Mark (264 Mio. Büro) auf 4,03 Milliarden Büro. Die Zahl der Beschäftigten hat sich weltweit mehr als verzehnfacht.
Weltweit: Neue Werke entstanden unter anderem in den USA, in Malaysia, Indien, Russland und Vietnam. Der Kauf des US Infusionsspezialisten McGaw 1997 für 550 Millionen Mark (281 Mio. Büro) war die größte Übernahme.
Beschäftigung: In zwei Standortsicherungsverträgen verpflichteten sich die Melsunger Beschäftigten in je fünf Jahren 520 und 546 unentgeltlich zusätzliche Arbeitsstunden zu leisten und trugen damit zu hohen Investitionen bei. So entstanden etwa in Melsungen Werke für Infüsions- und Nährlösungen.
Investitionen: 2008 startete ein Investitionsprogramm von 1,4 Millliarden Büro. Die Hälfte davon floss nach Deutschland. 2011 soll ein zweites Programm mit einem Volumen von 1,6 Mrd. Euro folgen.
Quelle: HNA-Artikel vom 19.9.2010 von Barbara Will

siehe auch

Badesee Stockelache

Wussten Sie schon ... ?

Weblinks




Städte und Gemeinden im Schwalm-Eder-Kreis
WappenSchwalmEderKreis.jpg

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