Schwalm

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Ein Begriff der im wahrsten Sinn des Wortes zweideutig ist. Zum einen ein meist im Frühjahr ergiebiger nördlicher Vogelsbergabfluss, der die Eder und somit die für Kassel so bedeutende Fulda auffüllt; der aber früher vor dem Bau der "Hochwasserschutzanlagen" vor und nach Schwalmstadt öfter die Unterlieger mit über die Ufer tretenden Wassermassen ängstigte und oft auch schädigte.

Zum anderen gibt es die als ländlich kulturell hautsächlich wegen ihrer auffallend prägnannten Tracht sehr bekannte "Region Schwalm", mit Zentrum südlich der ehemaligen Kreisstadt Ziegenhain. Diese gehört heute und ist deren Verwaltungssitz, zu Schwalmstadt mit der zweiten "Hauptgemeinde", der alten Stadt Treysa - Eisenbahnern sehr gut vertraut; aber auch als Krankenhaus- und Psychiatriestandort weit über Nordhessen bekannt. Auch schon die Kasseler Landgrafen wussten den Wert des Gebietes um die alte Wasserfestung der "Grafen von Ziegenhain" sehr zu schätzen. - siehe hierzu auch Nordhessen -

In 1929 wurde in einem Heimatkundebuch auf das Kasseler Museum Hessisches Landesmuseum "verwiesen" und dort stand, dass in diesem Museum eine "Stube in einem Schwälmer Bauernhaus "ausgestellt" sei.

Über den Fluss und die Region "Schwalm" wird eingehend unter dem "Eintrag Nordhessen berichtet; hierbei kommt auch die "Borkener Region" mit Bergbau- und Kraftwerksvergangenheit nicht zu kurz.

Mit der Region Schwalm ist auch noch eine bekannte Person der Kasseler Kurfürstlichen Zeit eng verbunden; dies ist der Jura-Professor, Politiker, Staatsmann und Literat Ernst Koch, seinerzeit 1852 in Borken-Singlis geboren und hat als Kind auch in Neukirchen in der Schwalm einige Jahre gelebt.

- H.-J.Schulz,28.4.06 -