Schrecksbach

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Schrecksbach ist eine Gemeinde im Schwalm-Eder-Kreis in Nordhessen.

Geschichte

Eingebettet im Schwalmtal am Fuße der Gonzenburg wurde "Sreggesbaha am Sualmanaha-Fluß" erstmals am 31. August 782 urkundlich erwähnt.

Diese Urkunde ist jedoch wahrscheinlich eine Fälschung aus dem 11. Jahrhundert (etwa um 1050) und sollte vermutlich dazu dienen, die Zehentberechtigung des Stiftes Hersfeld bis an die Schwalm seit Karl dem Großen beweisen. Um 1140 wird Schrecksbach erneut erwähnt. In einer Urkunde übertrug hier Clementia, die Witwe des verstorbenen Vogts Gozmar, dem Kloster Fulda das Dorf "Screkesbach". Die Urkunde ist jedoch nicht genauer zu datieren und liefert somit kein brauchbares Datum für eine Jahrhundertfeier. Als erstes festes Jahresdatum wird vom Hess. Staatsarchiv das Jahr 1223 genannt, so dass Schrecksbach heute auf mindestens 783 Jahre Geschichte zurückblicken kann. Im Jahre 1450 fällt Schrecksbach durch Erbantritt an die Landgrafen zu Hessen.

Wappen der Gemeinde

Das Wappen der Gemeinde zeigt 6 grüne Ähren auf gelbem Schild. Unter den Ähren befindet sich ein waagrechtes blaues Band. Darunter ist ein schwarzes Mühlenrad mit 7 Schaufeln abgebildet. Die Ähren werden oben von einem Teil der "Schwälmer Tracht" eingehüllt.

Die Grundfarben des Wappens - Gelb und Schwarz - stammen aus dem Wappen der ehemaligen Landgrafen zu Hessen, die auch in Ziegenhain beheimatet waren und Schrecksbach mit dem Erbantritt durch Landgraf Ludwig erhielten.

Die "6 grünen Ähren" stehen für die Ortsteile Schrecksbach, Röllshausen, Holzburg, Schönberg, Salmshausen und Trockenbach (geordnet nach Einwohnerzahl), die nach der kommunalen Gebietsreform zur Großgemeinde zusammengeschlossen wurden.

Schwalm

Das "blaue Band" symbolisiert die Schwalm, die der Region ihren Namen gegeben hat und die Gemeinden in besonderer Weise über die gemeinsame "Schwälmer Tracht" verbindet.

Das "Mühlenrad" mit den 7 Schaufeln steht für die ehemals vorhandenen 7 Mühlen - Furtmühle (bei Heidelbach), Losemühle, Eichemühle, Kranzmühle (heute noch als "Abelsmühle" in Betrieb), Brückenmühle und zwei ehemalige Mühlen bei Röllshausen.

Die "roten Kappenschnüre" sind aus der Schwälmer Tracht entlehnt und symbolisieren die Tradition und die Verbundenheit mit der Region.

Quelle: Gemeinde Schrecksbach

Ortsteile

  • Schrecksbach

Im alten Ortskern findet man liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser. In der Ortsmitte gelegen, das Gemeindezentrum "Schlossgarten" mit Mehrzweckhalle, Kindergarten, Kegelbahn und Feuerwehrgerätehaus, sowie Banken und Geschäfte.

Südwestlich von Schrecksbach liegt der Ortsteil Holzburg. Sehenswert ist das Schwälmer Dorfmuseum in den Räumen des ehemaligen Pfarrhauses in der Ortsmitte gelegen.

Röllshausen ist der zweitgrößte Ortsteil der Großgemeinde Schrecksbach. Auch hier sind zahlreiche Fachwerkbauten zu bewundern. Im Ortskern befinden sich der Kindergarten, die Grundschule sowie das neu entstandene Dorfgemeinschaftshaus mit Vereins- und Jugendräumen.

Den Kern des Dorfes bilden sieben Höfe. Die Bevölkerung arbeitet überwiegend in der Landwirtschaft.

Wahrzeichen des Ortsteiles Schönberg ist die um 1000 erstmals erwähnte Kapelle auf dem Schönberg. Von hier aus hat man einen weiten Blick auf das Schwalmtal.

Östlich vom Schönberg liegt der kleinste Ortsteil Trockenbach, der aus einer Hofstätte entstanden ist.

siehe auch

Weblinks


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WappenSchwalmEderKreis.jpg

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