Schiffermuseum Gieselwerder

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Der Geschichte der Schifffahrt in Gieselwerder widmet sich das Schiffermuseum Gieselwerder in der ehemaligen Grundschule (nahe dem Freibad - An der Klappe 11).

Das Museum zeigt, wie die Flussschiffer gelebt und gearbeitet haben, etwa mit dem Nachbau eines Steuerhauses und eines der ersten Flussradare. Hinzu kommen historische Fotos, Dokumente und Flaggen, Schiffsmodelle, Anker, Taue, Seilwinden und weiteres Werkzeug, wie es früher auf Schiffen verwendet wurde. Für einen alten Schiffsmotor, Baujahr 1954, wurde Anfang 2013 eine schmucke Motorenhalle aus Holz gezimmert[1].

Museum

Eröffnung im Jahre 2010

Viel Wasser unterm Kiel

aus: www.hna.de - 16.05.10

Gieselwerder. Drei Mal erklang eine Schiffsglocke. Das war der Startschuss zu den Feierlichkeiten zur Eröffnung des Schifffahrtsmuseums in Gieselwerder am Sonntag. In der ehemaligen Grundschule haben Mitglieder des Schiffervereins seit ihrer Idee fürs Museum vor sechs Jahren bis heute viel Freizeit investiert und einen schmucken hellen Raum geschaffen. Dort wird in Schriften, Bildern, Urkunden und original Schifffahrtszubehör die Geschichte der Weserschifffahrt bis Mitte der sechziger Jahre dem Besucher anschaulich nähergebracht.

„Bis zu 30 Binnenschiffe waren früher in Gieselwerder beheimatet, auf denen bis zu 200 Männer beschäftigt waren“, so der Vorsitzende Jürgen Noll. Fast aus jeder Familie in Gieselwerder habe mindestens eine Person ihr Geld mit der Binnenschifffahrt verdient. Mit dem Strukturwandel der Binnenschifffahrt und der Nichtkanalisierung der Oberweser ging die Zahl stetig zurück. Heute ist nur noch das Schiff von Andre Rossel in Gieselwerder beheimatet, das allerdings ausschließlich auf der Unterweser und dem Mittellandkanal unterwegs ist.

Einmalig an der Oberweser
„Wir wollen für die heutige und nachfolgende Generationen in diesem Museum die Erinnerung an die bedeutungsvolle Weserschifffahrt wachhalten“, so Jürgen Noll. Bevor er im Beisein von Landrat Uwe Schmidt und dessen Vorgänger Dr. Udo Schlitzberger das Museum mit einem Schnitt durchs Band freigab, würdigten etliche Redner das Projekt, das an der Oberweser bisher einmalig ist.

Ob Treidelschiffe, Flöße oder Motorschiffe. Udo Schlitzberger ging in seiner Festrede auf die wirtschaftliche Bedeutung der Weserschifffahrt ein. Landrat Uwe Schmidt nannte das Museum einen weiteren Meilenstein für den Tourismus an der gesamten Oberweser. Bürgermeister Rüdiger Henne würde die Zolltätigkeit wieder aufleben lassen, um dadurch die leere Gemeindekasse etwas aufzufüllen. Erika Schweinberger vom Heimat- und Verkehrsverein nannte die umfunktionierte Grundschule, in der auch demnächst das Geschichtsarchiv des Ortes untergebracht werden soll, einen neuen Mittelpunkt.

„Wir sind auf dem richtigen Dampfer“, mit diesem und anderen Liedbeiträgen hatte der Männergesangverein die Reden begleitet. (zhb)

Ausstellung

Themen wie "Das Schiff als Arbeitsplatz und Lebensraum", "Lade-/ Löschstellen und Werften im Bereich der Oberweser", "Schiffe aus Gieselwerder und ihre Geschichte" und "Reedereien an der Oberweser" werden in der Museumsausstellung behandelt.

Schifferplatz

Am Schifferplatz in der Krämerstraße nahe der Weserbrücke zeugen Anker und Schiffsschrauben von der Zeit als noch viele Gieselwerderer Schiffer im Haupterwerb die Weser befuhren.

siehe auch

Weblinks und Quellen

Quellen

  1. HNA-online vom 7.5.2013: Schiffsmotor bereichert Museum

Weblinks