Schedener Kirche

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Ein Bild, das Augen öffnet

Ein Blinder wird sehend: Die Szene zeigt Hananias, der den erblindeten Saulus, der später Paulus hieß, durch Handauflegen im Namen von Jesus Christus heilt.

Es war ein Geschenk von Kirchenchorgründerin Gertraud Petzold. Über 20 Jahre schmückte das vom Zittauer Maler, Grafiker, Zeichenlehrer und Restaurator Heinz Koerner gemalte Bild die evangelische Kirche in Scheden. Seit ebenso vielen Jahren steht es nun schon in einer Abstellkammer des Gotteshauses. Die in Braun- und Grautönen gehaltene Malerei zeigt vermutlich den nach einer Lichterscheinung vor Damaskus erblindeten Paulus (da noch Saulus genannt) zusammen mit Hananias, der ihn im Namen Jesu Christi durch Handauflegen heilt und ihn mit dem Heiligen Geist erfüllt. Aus dem ursprünglichen Christenverfolger Saulus wurde – so die Überlieferung der Apostelgeschichte des Lukas – nach der Vision vor Damaskus und der Begegnung mit Hananias einer der eifrigsten Verfechter des Christentums. „Dieses Bild sollte seinerzeit sicher dazu beitragen, auch den Gemeindemitgliedern die Augen zu öffnen für die Botschaft Jesu Christi, damit sie sich mit ganzer Kraft für die Wahrheit des Evangeliums einsetzen“, vermutet Schedens Pastor Horst Metje. Warum das Bild nach der letzten Innenrenovierung zwischen 1884 und 1989 nicht wieder aufgehängt wurde, weiß der Pastor nicht. „Vielleicht passte es von den Farben her nicht mehr so richtig in die Kirche“, mutmaßt der Geistliche. An der Stelle links vom Altar, wo es nach seiner Schenkung Anfang der 1960er Jahre gehangen hatte, fand nach der Renovierung die Liedertafel ihren Platz.