Romuald Hazoumé

Aus Regiowiki
Version vom 23. November 2015, 17:13 Uhr von Lnieswandt (Diskussion | Beiträge) (Werk)

(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Das documenta-Lexikon
Buchstaben: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Index


Hazoumé ist ein beninischer Künstler (Jahrgang 1962), der an der documenta 12 teilgenommen hat.

Werk

Romuald Hazoumé arbeitet in seinen Werke Phänomene der afrikanischen Kultur auf. Wenn er sich mit alten Riten und kultischen Handlungen auseinandersetzt, benutzt er Materialien der Moderne, durchweg Dinge, die weggeworfen worden sind. Darin unterscheidet sich der Künstler nicht von den anderen Menschen in Benin. Sie alle haben gelernt, das Weggeworfene wieder zu benutzen.

Im Aue-Pavillon zeigte er zur documenta XII eine Reihe von Masken, die er vorwiegend aus Kanistern gestaltet hatte.[1]

Sein Hauptwerk ist ein Traum-Boot - ebenfalls aus Kanistern -, an dem Glasflaschen mit Briefbotschaften hängen. Die Kanister sind mit ihren Öffnungen als Gesichter geformt. Das Boot ist vor dem Großfoto eines Traumstrandes zu sehen. Es ist ein Strand, der aus einem Ferienprospekt für Europäer stammen könnte. Für die Afrikaner allerdings ist das kein Traumstrand. Die 421 Kanister, aus denen das Boot gemacht ist, stehen für 421 Afrikaner, die in ihrer Heimat keine Zukunft haben und deshalb mit dem Boot das Land verlassen wollen. Sie flüchten aus der Region, von der die Westtouristen träumen, und sie wissen nicht, ob sie da ankommen, wo sie hin wollen.

siehe auch

Weblinks und Quellen

  1. Aus art Das Kunstmagazin: DIE MASKEN DES ZORNS