Ringwalle im Landkreis Kassel: Unterschied zwischen den Versionen

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Als ursprünglicher Aufbau der heute als Wälle sichtbaren Befestigung ist Mauerwerk anzunehmen, da an einigen Stellen der Außenseite des Walls erkennbare Steine auf eine Mauerfront hin deuten. Form und Ausführung der Gräben und Wälle lassen auf Reste einer frühmittelalterlichen Befestigung schließen, die eine ältere eisenzeitliche Anlage überlagert, was Funde aus dieser Zeit bezeugen. Inmitten der frühmittelalterlichen Wehranlage wurde im Spätmittelalter an der höchsten Stelle ein Wartturm, wahrscheinlich als Pendant zur in Sichtweite befindlichen [[Udenhausen]]er Warte, errichtet. Vom Ahlberger Wartturm sind noch Teile eines mächtigen Mauerfundaments erhalten. Reste einer Ringmauer, die um den Turm herum eine Fläche mit einem Durchmesser von etwa 15 Metern umschloss, sind im Gelände erkennbar.  
 
Als ursprünglicher Aufbau der heute als Wälle sichtbaren Befestigung ist Mauerwerk anzunehmen, da an einigen Stellen der Außenseite des Walls erkennbare Steine auf eine Mauerfront hin deuten. Form und Ausführung der Gräben und Wälle lassen auf Reste einer frühmittelalterlichen Befestigung schließen, die eine ältere eisenzeitliche Anlage überlagert, was Funde aus dieser Zeit bezeugen. Inmitten der frühmittelalterlichen Wehranlage wurde im Spätmittelalter an der höchsten Stelle ein Wartturm, wahrscheinlich als Pendant zur in Sichtweite befindlichen [[Udenhausen]]er Warte, errichtet. Vom Ahlberger Wartturm sind noch Teile eines mächtigen Mauerfundaments erhalten. Reste einer Ringmauer, die um den Turm herum eine Fläche mit einem Durchmesser von etwa 15 Metern umschloss, sind im Gelände erkennbar.  
  
Ab Herbst 2007 führt ein Rundweg des [[Eco-Museum Reinhardswald|EcoMuseums Reinhardswald]] unter der Bezeichnung „EcoPfad Ahlberg-Mariendorf“ über den Ahlberg. Zwei Schautafeln erläutern die geologischen und archäologischen Besonderheiten des Ahlbergs. Der Weg ist von der Bushaltestelle Ahlberg aus gut beschildert und problemlos begehbar.
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Seit Herbst 2007 führt ein Rundweg des [[Eco-Museum Reinhardswald|EcoMuseums Reinhardswald]] unter der Bezeichnung „EcoPfad Ahlberg-Mariendorf“ über den Ahlberg. Mehrere Schautafeln erläutern die geologischen und archäologischen Besonderheiten des Ahlbergs. Der Weg ist von der Bushaltestelle Ahlberg aus gut beschildert und bei trockener Witterung problemlos begehbar.
  
 
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Version vom 27. November 2007, 16:03 Uhr

Ringwall auf dem Ahlberg

Zu den archäologischen Bodendenkmälern gehören frühgeschichtliche Ringwallanlagen, die auch an verschiedenen Orten im Landkreis Kassel zu finden sind.

Zu erwähnen sind insbesondere

Ringwall auf dem Ahlberg

Eco-Pfad Ahlberg-Mariendorf

Der Eco-Pfad zum Ringwall auf dem Ahlberg

Etwa zwei Kilometer östlich der Ortsmitte Mariendorfs erhebt sich der 394,6 Meter hohe Ahlberg, an dessen Westflanke die kleine Ahlberg-Siedlung liegt. Der Ahlberg liegt am Westrand des großen Waldgebietes des Gutsbezirkes Reinhardswald. Sein Plateau hat eine Größe von 1,25 Hektar und ist nach allen Seiten befestigt. Es wird von einem Wall mit vor gelagertem Graben umschlossen, der an der Nord- und Ostseite fast gradlinig, an der Süd- und Westseite jedoch leicht bogenförmig verläuft. An der Südwestseite befand sich früher eine Tongrube, deren Zufahrt Graben und Wall unterbricht. Einige andere muldenförmige Vertiefungen im Bereich um das Plateau sind ebenfalls auf diese Materialgewinnung zurückzuführen. Im Südost- und Ostverlauf sind Wall und Graben gut sichtbar erhalten.

Als ursprünglicher Aufbau der heute als Wälle sichtbaren Befestigung ist Mauerwerk anzunehmen, da an einigen Stellen der Außenseite des Walls erkennbare Steine auf eine Mauerfront hin deuten. Form und Ausführung der Gräben und Wälle lassen auf Reste einer frühmittelalterlichen Befestigung schließen, die eine ältere eisenzeitliche Anlage überlagert, was Funde aus dieser Zeit bezeugen. Inmitten der frühmittelalterlichen Wehranlage wurde im Spätmittelalter an der höchsten Stelle ein Wartturm, wahrscheinlich als Pendant zur in Sichtweite befindlichen Udenhausener Warte, errichtet. Vom Ahlberger Wartturm sind noch Teile eines mächtigen Mauerfundaments erhalten. Reste einer Ringmauer, die um den Turm herum eine Fläche mit einem Durchmesser von etwa 15 Metern umschloss, sind im Gelände erkennbar.

Seit Herbst 2007 führt ein Rundweg des EcoMuseums Reinhardswald unter der Bezeichnung „EcoPfad Ahlberg-Mariendorf“ über den Ahlberg. Mehrere Schautafeln erläutern die geologischen und archäologischen Besonderheiten des Ahlbergs. Der Weg ist von der Bushaltestelle Ahlberg aus gut beschildert und bei trockener Witterung problemlos begehbar.

Galerie

Literatur

  • Rolf Gensen, „Die Ringwallanlage auf dem Ahlberg bei Immenhausen-Mariendorf“ in: Stadt und Landkreis Kassel. Führer zu archäologischen Denkmälern in Deutschland 7, Stuttgart 1986, S.129ff.
  • Jörg Lindenthal, „Kulturelle Endeckungen - Archäologische Denkmäler in Hessen“, Darmstadt 2004, S.95, ISBN 3-934377-734

Ringwall auf dem Hohen Dörnberg

Auf dem wenig bewaldeten Gipfelplateau des Dörnbergs ist noch heute deutlich sichtbar die Struktur eines mehrere hundert Meter langen, fast dreiecksförmigen Ringwalls zu erkennen. Sein Alter ist nicht zweifelsfrei geklärt, vermutlich stammt er bereits aus der Jungsteinzeit. Im Bereich dieser Wallanlagen verläuft der Eco-Pfad Archäologie Dörnberg.

Ebenso sind rund um die Basaltgruppe Helfenstein bei Zierenberg Bodenspuren unklaren Alters vorhanden. Vermutlich stammt der hier vorhandene Graben aus dem 12./ 13. Jahrhundert, vermutet wird hier auch der Standort einer kleinen mittelalterlichen Burg, wofür auch der Flurname "Immelburg" spricht.

Eberschützer Klippen

"Eberschützer Klippen" heißt ein steilansteigender Bergrücken südlich des Dorfs Eberschütz. Hier finden sich die Überreste einer alten Fluchtburg der Karolinger aus dem 8./ 9. Jahrhundert.

siehe auch

Weblinks