Richard Walther Darré: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Richard Walther Darré''' (auch bekannt als ''Ricardo Walther Oscar Darré'' oder ''Richard Walter Darré'') wurden am  [[14. Juli]] [[1895]] in Belgrano (Buenos Aires) geboren. Er verstarb am [[5. September]] [[1953]] in München war ein deutscher Agrarpolitiker, Schriftsteller und SS-Funktionär im [[Nationalsozialismus]].
 
'''Richard Walther Darré''' (auch bekannt als ''Ricardo Walther Oscar Darré'' oder ''Richard Walter Darré'') wurden am  [[14. Juli]] [[1895]] in Belgrano (Buenos Aires) geboren. Er verstarb am [[5. September]] [[1953]] in München war ein deutscher Agrarpolitiker, Schriftsteller und SS-Funktionär im [[Nationalsozialismus]].
  
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Seine Kindheit verbrachte er in Argentinien, kam dann aber nach Deutschland, um hier in Heidelberg die Schule zu besuchen und das Studium zu beginnen. Nach seiner Teilnahme am Ersten Weltkrieg beendete er 1920 das Studium zum Diplomkolonialwirt an der [[Kolonialschule Witzenhausen]], 1925 schloss er zusätzlich das Studium zum Diplomlandwirt mit dem Diplom an der Universität Halle ab.  
 
Seine Kindheit verbrachte er in Argentinien, kam dann aber nach Deutschland, um hier in Heidelberg die Schule zu besuchen und das Studium zu beginnen. Nach seiner Teilnahme am Ersten Weltkrieg beendete er 1920 das Studium zum Diplomkolonialwirt an der [[Kolonialschule Witzenhausen]], 1925 schloss er zusätzlich das Studium zum Diplomlandwirt mit dem Diplom an der Universität Halle ab.  
 
Er war ideologisch der Zeit entsprechend  durch den Hitler-Ideologie geprägt. Sein erstes Buch veröffentlichte er 1929 unter dem Titel "Das Bauerntum als Lebensquell der nordischen Rasse".  
 
Er war ideologisch der Zeit entsprechend  durch den Hitler-Ideologie geprägt. Sein erstes Buch veröffentlichte er 1929 unter dem Titel "Das Bauerntum als Lebensquell der nordischen Rasse".  
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Der Reichsbauernminister war am [[26. März]] [[1936]] in [[Ziegenhain]] und sprach vor 12.000 Menschen. Überall hingen Reichsfahnen und Tannenzweige an den Häusern, dazu Spruchbänder, „die sinnvoll das Wollen des Volkes“ bekundeten. <ref>[http://www.hna.de/lokales/schwalmstadt/maerz-1936-wurde-ziegenhain-reichsbauernfuehrer-bejubelt-6259583.html]</ref>
 
Der Reichsbauernminister war am [[26. März]] [[1936]] in [[Ziegenhain]] und sprach vor 12.000 Menschen. Überall hingen Reichsfahnen und Tannenzweige an den Häusern, dazu Spruchbänder, „die sinnvoll das Wollen des Volkes“ bekundeten. <ref>[http://www.hna.de/lokales/schwalmstadt/maerz-1936-wurde-ziegenhain-reichsbauernfuehrer-bejubelt-6259583.html]</ref>
  
Die immer stärkere Aufrüstung beschnitten Darré in seiner Macht. [[1942]] verlor er endgültig sein Amt. Nach Kriegsende wurde er vor ein amerikanisches Militärgericht gestellt und stellt sich selbst als Opfer der nationalsozialistischen Kriegstreiber dar. Er starb am [[5. September]] [[1953]] in München, drei Jahre nach seiner vorzeitigen Haftentlassung.
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Die immer stärkere Aufrüstung beschnitten Darré in seiner Macht. [[1942]] verlor er endgültig sein Amt. Nach Kriegsende wurde er vor ein amerikanisches Militärgericht gestellt und stellt sich selbst als Opfer der nationalsozialistischen Kriegstreiber dar. Er wurde zu fünf Jahren Haft verurteilt, vorzeitig 1950 entlassen. Er starb am [[5. September]] [[1953]] in München.
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==Schriften==
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* "Neuadel aus Blut und Boden", Lehmanns, München 1930.
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* "Das Schwein als Kriterium für nordische Völker und Semiten", Lehmanns, München 1933.
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* "Um Blut und Boden. Reden und Aufsätze", hrsg. v. Hanns Deetjen, Wolfgang Clauß. Eher, München 1940.
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* "Neuordnung unseres Denkens" (= Schriftenreihe für die weltanschauliche Schulung der Ordnungspolizei. H. 5). Berlin 1942. (Sonderdruck)
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* "Aufbruch des Bauerntums. Reichsbauerntagsreden 1933–1938", Reichsnährstand Verlag, Berlin 1942.
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* "Zucht als Gebot. Blut und Boden", Berlin 1944.
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* als C. Carlsson: "Bauer und Technik. Sonderdruck aus Mappe 10/1951 der Klüter Blätter", Deutsche Sammlung im Türmer Verlag, Lochham bei München 1951.
  
 
== Weblinks und Quellen ==
 
== Weblinks und Quellen ==

Version vom 29. März 2016, 10:26 Uhr

Richard Walther Darré (auch bekannt als Ricardo Walther Oscar Darré oder Richard Walter Darré) wurden am 14. Juli 1895 in Belgrano (Buenos Aires) geboren. Er verstarb am 5. September 1953 in München war ein deutscher Agrarpolitiker, Schriftsteller und SS-Funktionär im Nationalsozialismus.

Leben

Seine Kindheit verbrachte er in Argentinien, kam dann aber nach Deutschland, um hier in Heidelberg die Schule zu besuchen und das Studium zu beginnen. Nach seiner Teilnahme am Ersten Weltkrieg beendete er 1920 das Studium zum Diplomkolonialwirt an der Kolonialschule Witzenhausen, 1925 schloss er zusätzlich das Studium zum Diplomlandwirt mit dem Diplom an der Universität Halle ab. Er war ideologisch der Zeit entsprechend durch den Hitler-Ideologie geprägt. Sein erstes Buch veröffentlichte er 1929 unter dem Titel "Das Bauerntum als Lebensquell der nordischen Rasse".

1930 trat er der NSDAP bei und widmete sich sozialdarwinistischen Theorien, die auch in seinem zweiten Buch "Neuadel aus Blut und Boden" (1930) anklangen. Ihm war wichtig die Landwirte beziehungsweise Bauern als Kern und Stütze des Volkes darzustellen, was sich auch in seiner Agrarpolitik zeigte. Nach der Machtergreifung gestaltete er die im nationalsozialistischem Sinne. 1933 erfolgte Darrés Ernennung zum Reichsbauernführer und Reichsminister für Landwirtschaft und Ernährung in Goslar.

Der Reichsbauernminister war am 26. März 1936 in Ziegenhain und sprach vor 12.000 Menschen. Überall hingen Reichsfahnen und Tannenzweige an den Häusern, dazu Spruchbänder, „die sinnvoll das Wollen des Volkes“ bekundeten. [1]

Die immer stärkere Aufrüstung beschnitten Darré in seiner Macht. 1942 verlor er endgültig sein Amt. Nach Kriegsende wurde er vor ein amerikanisches Militärgericht gestellt und stellt sich selbst als Opfer der nationalsozialistischen Kriegstreiber dar. Er wurde zu fünf Jahren Haft verurteilt, vorzeitig 1950 entlassen. Er starb am 5. September 1953 in München.

Schriften

  • "Neuadel aus Blut und Boden", Lehmanns, München 1930.
  • "Das Schwein als Kriterium für nordische Völker und Semiten", Lehmanns, München 1933.
  • "Um Blut und Boden. Reden und Aufsätze", hrsg. v. Hanns Deetjen, Wolfgang Clauß. Eher, München 1940.
  • "Neuordnung unseres Denkens" (= Schriftenreihe für die weltanschauliche Schulung der Ordnungspolizei. H. 5). Berlin 1942. (Sonderdruck)
  • "Aufbruch des Bauerntums. Reichsbauerntagsreden 1933–1938", Reichsnährstand Verlag, Berlin 1942.
  • "Zucht als Gebot. Blut und Boden", Berlin 1944.
  • als C. Carlsson: "Bauer und Technik. Sonderdruck aus Mappe 10/1951 der Klüter Blätter", Deutsche Sammlung im Türmer Verlag, Lochham bei München 1951.

Weblinks und Quellen

  1. [1]