Reinhardswald

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Der Reinhardswald ist ein über 200 km² großes und bis 472 m hohes waldreiches Mittelgebirge im Weserbergland in Nordhessen zwischen Kassel im Süden und Bad Karlshafen im Norden sowie Hann. Münden im Osten und Hofgeismar im Westen.

Märchenschloss Sababurg im Reinhardswald

Die Sababurg im Reinhardswald

Hundert Jahre soll Dornröschen auf der Sababurg verschlafen haben, die inzwischen zu einem märchenhaften Hotel und Restaurant ausgebaut wurde.

Märchen und Mythen

Der Reinhardswald ist ein Märchenwald, wie man ihn schöner kaum träumen kann. Zwischen Weser und Diemel gibt sich Nordhessen ganz märchenhaft. Hier, inmitten der deutschen Märchenstraße, schlief Dornröschen ihren hundertjährigen Schlaf, warf Rapunzel ihr Haar herab und trieben Riesen, Kobolde und Trolle ihr Unwesen. Über 200 Kinder- und Hausmärchen trugen die Gebrüder Grimm zusammen. Unzählige Geschichten ranken sich um Natur und Kulturdenkmäler im Reinhardswald, der auch heute noch, mit 200 Quadratkilometern das größte zusammenhängende Waldgebiet Hessens ist. Vor allem seine Ursprünglichkeit ließ viele Sagen und Märchen entstehen. Uralte, bis zu 1000 Jahre alte Bäume, wie im "Urwald Sababurg" inspirieren zu Märchen und Mythen.

Das wohl bekannteste Märchen ist das von Dornröschen. Ihm wurde von einer bösen Fee prophezeit, es werde sich an seinem 15. Geburtstag an einer Spindel stechen und in einen todesähnlichen Schlaf fallen. Und so geschah es, bis ihr Prinz kam und sie wach küsste.

Die Sage vom Reinhardswald

Schon die Geschichte der Entstehung des Reinhardswaldes ist unglaublich. So wird berichtet, der Bischof von Paderborn und Graf Reinhard hätten um dessen Besitztümer gewürfelt. Graf Reinhard, ein leidenschaftlicher Spieler, besaß riesige Ländereien. Der Bischof gewann und der Graf verlor sein Land. Aber er sann auf einen Ausweg: Er bat um die Gnade, noch einmal säen und ernten zu dürfen. Die Bitte wurde ihm gewährt. Graf Reinhard säte Eicheln anstelle von Getreide. Bis diese Früchte trugen, die man ernten konnte, vergingen viele, viele Jahre. Der Bischof kapitulierte vor so viel List und der Reinhardswald kam zu seinen Eichen und seinem Namen.

Die Eichen wuchsen und gediehen, wurden groß, stattlich und alt. Neue Geschichten entstanden. Viele handeln von verirrten Wanderern, die von Elfen den Weg gewiesen bekamen. Aber es gibt auch bedrohliche Erzählungen, von Wanderern, die in der Abenddämmerung noch immer im Wald herumirrten und von bösartigen Fabelwesen das Leben schwer gemacht bekamen.

Urwald Sababurg

Der Urwald Sababurg ist ein ehemaliger Hutewald und heute ein etwa 92 ha großes, von alten Eichen dominiertes Naturschutzgebiet im Reinhardswald nahe der Sababurg.

Wandertipps

Der Wandertipp: Auf den Spuren des Bergbaus führt von Reinhardshagen (Ortsteil Veckerhagen) zum Gahrenberg und zur ehemaligen Braunkohlenzeche Gahrenberg im Reinhardswald.

Weblinks