Reinhardswald

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EcoPfad zum Ahlberg im Reinhardswald
Wegweiser im Reinhardswald
Reinhardswald - Hutewaldgebiet

Der Reinhardswald ist ein über 200 km² großes und bis 472 m hohes waldreiches Mittelgebirge im Weserbergland in Nordhessen zwischen Kassel im Süden und Bad Karlshafen im Norden sowie Reinhardshagen im Osten und Hofgeismar im Westen.

Geografie

Etwa ab Wilhelmshausen erstreckt sich das Waldgebiet von der unteren Fulda und von Hann. Münden bis nach Bad Karlshafen auf einer Strecke von rund 40 km westlich der oberen Weser.

Mit mehr als 200 Quadratkilometern Fläche ist der Reinhardswald das größte zusammenhängende Waldgebiet in Hessen und Staatswald des Landes Hessen.

Die höchsten Erhebungen sind der Gahrenberg (nordöstlich von Holzhausen) und der Staufenberg (westlich von Veckerhagen) mit jeweils 472 m. Der Hahneberg zwischen Gottsbüren und Gieselwerder ist mit 461 m der dritthöchste Berg.

Mitten im Reinhardswald liegen die Sababurg und Beberbeck, eines der kleinsten Dörfer der Region mit dem ehemals kurfürstlichen Schloss. Die etwa 900 ha große Staatsdomäne betreibt Land- und Forstwirtschaft.

Geschichte

Im Reinhardswald liegt Beberbeck

Eichen- und Buchenwälder im Reinhardswald erinnern an die Zeiten des Hutewaldes (der Waldweide), Hohlwege und Hügelgräber an eine Siedlungsgeschichte, die bis in die Bronzezeit zurückreicht.

An vorderster Stelle steht der Reinhardswald seit Jahrtausenden als Lebensraum. Sieht man genauer hin, fällt bis heute die grosse Artenvielfalt auf. Besondere Lebensräume sind im Urwald Sababurg und am Rande von Bachläufen entstanden. Naturbelassene Bachläufe und einige Natur- und Landschaftsschutzgebiete bieten dem Artenschutz gute Bedingungen.

Zahlreiche Hinweise auf frühe Siedlungsräume sind zu finden. So lassen etwa die Gräben und Wälle am Ahlberg auf Reste einer frühmittelalterlichen Befestigung schließen, die ihrerseits eine ältere eisenzeitliche Anlage überlagert. Weitere Zeugen aus der Siedlungsgeschichte des Waldgebiets sind die Spuren von Glashütten und Wüstungen, Grenzwällen und Schanzen, Eichelgärten und Hügelgräbern.

Schon seit vielen Jahrhunderten liefert der Reinhardswald wichtige Naturressourcen für den Menschen und bietet schon seit vielen Generationen Holz, Nahrung und Wasser, aber auch Ton, Sand, Steine oder Braunkohle als Lebensgrundlage. Zur Zeit des mittelalterlichen Feudalstaats nahmen die Landesherren die Wälder in Besitz, wodurch die freie Nutzung und auch das Recht zur freien Jagd eingeschränkt wurden. Für die Bauern wurde das Huterecht verbrieft, mit den auch im Reinhardswald bekannten Hute- und Streubezirken.

An den Wald als Rohstofflieferanten und Wirtschaftsfaktor erinnern heute nicht nur zahlreiche erhaltene Fachwerkbauten in der Region, mit dem Holz aus dem Reinhardswald wurden auch Schiffe, Fässer, Möbel, Wagen oder Räder gefertigt. Und von etwa 60 mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Waldglashütten im Reinhardswald ist die Rede. Später folgten die landgräfliche Eisenhütte in Veckerhagen oder der Eisenhammer in Lippoldsberg.

Springende Hirsche auf der Steinzeichnung eines unbekannten Malers auf einem tonnenschweren, 30 Millionen alten Quarzit mitten im Reinhardswald. (Foto: Bogumil)

Der Wald bot auch den Grundstoff für manch andere Handwerkszweige, etwa das bereits im Mittelalter nachgewiesene Töpferhandwerk im Reinhardswald. Und mit Eicheln und Bucheckern wurden bis zum Ende des 19. Jahrhunderts nicht nur unzählige Schweine gemästet. Die schier endlosen Buchenwälder zur Weser hin prägen die Landschaft und auch die weitläufigen Eichen-Hutewälder und die kilometerlangen Eichenalleen erinnern noch an diese Zeiten der Waldweide. Der Hutewald bot auch Weideplätze für viele andere Tiere, etwa tausende Schafe im Jahr. Das landgräfliche Hutereglement wies den Gemeinden ihre Weideplätze zu, wie alte Grenzsteine belegen.

Noch immer beeindruckend sind die Zahlen der heutigen Forst- und Holzwirtschaft im Reinhardswald. Etwa 120.000 Kubikmeter Holz werden pro Jahr genutzt und jährlich werden hier rund 1.500 Stück Schalenwild erlegt. Längst ist die Kulturlandschaft Wald aber auch zu einem Tourismusfaktor geworden, was inzwischen etliche Einrichtungen im Reinhardswald belegen.

Im Süden des Reinhardswaldes ist auf einer Fläche von etwa 100 qkm seit dem Jahre 1867 das Waldgebiet eingezäunt und dient als nicht unumstrittenes Wildschutzgebiet und Staatsjagdrevier.

Nachdem im Dezember 2007 auch die 150 Hektar Wald des ehemaligen Pionierübungsplatzes oberhalb des Hann. Mündener Tierheims dem Land Hessen gehören, ist das Forstamt Reinhardshagen für eine Staatswaldfläche von etwa 22 300 Hektar zuständig und verfügt insgesamt über die größte Waldfläche aller hessischen Forstämter.

Literatur: Hermann-Josef Rapp, Der Reinhardswald - früher so wichtig wie heute, in: Jahrbuch des Landkreises Kassel 2007, S. 25 ff.

Höchste Erhebungen

Weitere hohe Berge im Reinhardswald sind etwa der Junkernkopf, der Mühlenberg, der Langenberg oder der Ahlberg.

Märchen und Mythen

Die Sababurg im Reinhardswald

Nicht nur für die Tourismus-Werbung ist der Reinhardswald ein Märchenwald, wie man ihn schöner kaum träumen kann. Hier, zwischen Diemel und Weser und inmitten der deutschen Märchenstraße, schlief Dornröschen (auf der Sababurg), warf Rapunzel (auf der Burg Trendelburg) ihr Haar herab und trieben Riesen, Kobolde und Trolle ihr Unwesen.

Die Märchen der Gebrüder Grimm

Über 200 Kinder- und Hausmärchen trugen die Gebrüder Grimm zusammen. Unzählige Geschichten ranken sich um Natur und Kulturdenkmäler im Reinhardswald und vor allem dessen Ursprünglichkeit ließ viele Sagen und Erzählungen entstehen. Besonders jahrhundertealte Bäume, wie im "Urwald Sababurg", inspirieren zu Märchen und Mythen.

Märchenschloss Sababurg im Reinhardswald

Das wohl bekannteste Märchen ist das von Dornröschen. Ihm wurde von einer bösen Fee prophezeit, es werde sich an seinem 15. Geburtstag an einer Spindel stechen und in einen todesähnlichen Schlaf fallen. Und so geschah es, bis ihr Prinz kam und sie wach küsste.

Hundert Jahre soll Dornröschen nach dem Märchen der Gebrüder Grimm auf der Sababurg verschlafen haben, die inzwischen zu einem Hotel und Restaurant ausgebaut wurde.

Die Sage vom Reinhardswald

Schon die Geschichte der Entstehung des Reinhardswaldes ist unglaublich. So wird berichtet, der Bischof von Paderborn und Graf Reinhard hätten um dessen Besitztümer gewürfelt.

Blick in den "Nassen Wolkenbruch"

Graf Reinhard, ein leidenschaftlicher Spieler, besaß riesige Ländereien. Der Bischof gewann und der Graf verlor sein Land. Aber er sann auf einen Ausweg: Er bat um die Gnade, noch einmal säen und ernten zu dürfen. Die Bitte wurde ihm gewährt. Graf Reinhard säte Eicheln anstelle von Getreide. Bis diese Früchte trugen, die man ernten konnte, vergingen viele, viele Jahre. Der Bischof kapitulierte vor so viel List und der Reinhardswald kam zu seinen Eichen und seinem Namen.

Die Eichen wuchsen und gediehen, wurden groß, stattlich und alt. Neue Geschichten entstanden. Viele handeln von verirrten Wanderern, die von Elfen den Weg gewiesen bekamen. Aber es gibt auch bedrohliche Erzählungen, von Wanderern, die in der Abenddämmerung noch immer im Wald herumirrten und von bösartigen Fabelwesen das Leben schwer gemacht bekamen.

Die Sage vom Brama, Saba und Trendula

Namensgeberin der nahen Burg Trendelburg ist in der Märchenwelt die Riesin „Trendula“, die der Sage nach von einem Blitz auf freiem Feld erschlagen wurde, nachdem sie ihren Schwestern Saba (mit Sitz auf der Sababurg) und Brama (von der Bramburg) stark zugesetzt hatte. Alle drei sollen im übrigen von der nahegelegenen Burg des Riesen Kruko, der Krukenburg stammen. Mit etwas Phantasie sind noch heute die Spuren des Blitzes in der Nähe von Trendelburg zu sehen. Aber auch weniger phantasievolle Zeitgenossen empfinden den „Nassen Wolkenbruch“ zwischen Trendelburg und Friedrichsfeld als durchaus beeindruckenden, allerdings nur schwer zugänglichen Trichter mit einem See in 45 m Tiefe, den der Besucher auf einem Pfad umrunden kann.

Schwarzerle im Naturschutzgebiet „Bruchwald am Gahrenberg“ (Foto: Bogumil)

Strufus

"Niemanden Herr und niemanden Knecht, so war auch Strufus Art, ein hoher Sinn für Freiheit und Recht, mit hilfreichem Herzen gepaart!", heißt es in einer Inschrift über dem Dorfgemeinschaftshaus im Hofgeismarer Stadtteil Hombressen. Bis heute rankt sich manche Geschichte um den Wilddieb Strufus, der in alter Zeit armen und hungrigen Hombresser Waldbauern auch schon einmal ein Stück Wild vor die Haustür gelegt haben soll. Ihm zu Ehren wurde das steinerne Stufuskreuz im Lempetal errichtet, an der Stelle, wo der Wilddieb sein Leben ließ.

Sababurg

Burg Sababurg

Die Sababurg (nahe der Stadt Hofgeismar) entstand auf den Ruinen der vom Mainzer Erzbischof 1334 erbauten "Zapfenburg" und wurde von Landgraf Wilhelm II. zu Beginn des 16. Jahrhunderts als Jagdschloss im Reinhardswald wieder errichtet. Die Burg erhebt sich auf einem 346 m hohen Basaltkegel etwa 4 km östlich von Beberbeck.

Nach dem Siebenjährigen Krieg (bis 1763) verfiel das Schloss, 1826 wurden drei Flügel der Burg abgerissen. 1959 wurde dann die Ruine zu einem Hotel umgebaut. Erhalten sind die Wallgräben, der östliche Treppenturm sowie Teile der Ringmauern mit den Flankentürmen.

Tierpark Sababurg

Bereits im Jahre 1571 gründete Landgraf Wilhelm IV. am Fuße der Sababurg mitten im Reinhardswald auf über 130 ha Fläche einen Tierpark, einen der ersten in Europa. 1971 wurde der Tierpark durch den damaligen Kreis Hofgeismar wieder eingerichtet.

Auf dem Gelände des Tierparks befindet sich seit Anfang der 1980-er Jahre auch das Forst- und Jagdmuseum, das in einem diemelsächsischen Fachwerkhaus aus dem frühen 17. Jahrhundert untergebracht wurde, das ursprünglich im benachbarten Gottsbüren stand, abgetragen und wieder errichtet worden ist.

Urwald Sababurg

Der Urwald Sababurg ist ein ehemaliger Hutewald und heute ein etwa 92 ha großes, von alten Eichen dominiertes Naturschutzgebiet im Reinhardswald nahe der Sababurg.

Naturschutzgebiet
"Urwald Sababurg"

Zu den Initiatoren des nordhessischen Naturschutzgebietes Urwald Sababurg gehörte der Maler Theodor Rocholl, der schon in seiner Jugend im Reinhardswald künstlerisch gearbeitet hatte. Aufgrund seines Engagements entstand ab 1907 in der Nähe der Sababurg der Urwald mit alten Eichen- und Buchenbeständen. Neben den unterhalb der Sababurg weidenden Pferden des Gestüts Beberbeck oder den Bildern aus dem bäuerlichen Milieu der Gegend rund um die Stadt Hofgeismar, gehören Bilder aus den geheimnisvollen Buchen-, Eichen- und Farnwäldern des Reinhardswalds zu den bevorzugten Motiven des Malers.

Mehr als 50000 Besucher im Jahr treffen heute auf eine unbewirtschaftete Waldfläche und auf bizarre Gebilde an Bäumen, Wurzeln und Totholz. Das Bild des ehemaligen Hutewalds (Weidewalds) hat sich im Laufe der Jahrzehnte stark verändert. Wo in früheren Jahren auf dem "Kuhberg bei der Sababurg" Pferde, Kühe, Schafe und Ziegen aus den umliegenden Dörfern in den Hutewald getrieben wurden, prägen heute mächtige alte Eichen und Buchen, Hainbuchen, Erlen und Birken, aber auch riesige Adlerfarnfelder und Pfeifengrasbestände die Flora. Wo früher das Vieh die jungen Bäume kurz hielt und Schweine im Wald mit Eicheln gemästet wurden, entstand ein Wald, der diesen Namen verdient und in dem sich insbesondere die Buche stark verbreiten konnte.

Schmale Wege führen heute durch die ehemalige Waldweide-Landschaft und vorbei an Adlerfarn-Feldern. Die Waldlandschaft verwandelte sich im Laufe der Zeit in ein Gebiet, in dem auch knorrige, teilweise 800-jährige Eichen und faszinierende Totholzstrukturen zu finden sind, die auch die ökologische Bedeutung des „Urwalds“ belegen.

Tillyschanze

Die Tillyschanze, ein 25 m hoher Aussichtsturm, liegt am Osthang des Reinhardswalds. Von hier bietet sich ein schöner Blick auf die Stadt Hann. Münden. Der Turm wurde in den Jahren 1881 - 1885 errichtet und soll an die Belagerung der Stadt durch den Feldherrn Tilly während des Dreißigjährigen Kriegs im Jahr 1626 erinnern.

Wandern

Archäologisches Denkmal Ahlberg

Bushaltestelle Ahlberg

Etwa zwei Kilometer östlich der Ortsmitte Mariendorfs erhebt sich der 394,6 Meter hohe Ahlberg, an dessen Westflanke die kleine Ahlberg-Siedlung liegt. Der Ahlberg liegt am Westrand des großen Waldgebietes des Gutsbezirkes Reinhardswald. Sein Plateau hat eine Größe von 1,25 Hektar und ist nach allen Seiten befestigt. Es wird von einem Wall mit vor gelagertem Graben umschlossen, der an der Nord- und Ostseite fast gradlinig, an der Süd- und Westseite jedoch leicht bogenförmig verläuft. An der Südwestseite befand sich früher eine Tongrube, deren Zufahrt Graben und Wall unterbricht. Einige andere muldenförmige Vertiefungen im Bereich um das Plateau sind ebenfalls auf diese Materialgewinnung zurückzuführen. Im Südost- und Ostverlauf sind Wall und Graben gut sichtbar erhalten.

Als ursprünglicher Aufbau der heute als Wälle sichtbaren Befestigung ist Mauerwerk anzunehmen, da an einigen Stellen der Außenseite des Walls erkennbare Steine auf eine Mauerfront hin deuten. Form und Ausführung der Gräben und Wälle lassen auf Reste einer frühmittelalterlichen Befestigung schließen, die eine ältere eisenzeitliche Anlage überlagert, was Funde aus dieser Zeit bezeugen. Inmitten der frühmittelalterlichen Wehranlage wurde im Spätmittelalter an der höchsten Stelle ein Wartturm, wahrscheinlich als Pendant zur in Sichtweite befindlichen Udenhausener Warte, errichtet. Vom Ahlberger Wartturm sind noch Teile eines mächtigen Mauerfundaments erhalten. Reste einer Ringmauer, die um den Turm herum eine Fläche mit einem Durchmesser von etwa 15 Metern umschloss, sind im Gelände erkennbar.

Am Ahlberg wurde, ähnlich dem Gahrenberg, vom 18. Jahrhundert an bis 1925 Braunkohle untertage mit Hilfe eines Schrägstollens abgebaut. Von diesen Aktivitäten zeugen nur noch wenige Relikte, so ein Natursteinfundament mit vier eingelassenen Gewindestangen und der aus Backstein errichtete, etwa sieben Meter hohe Be- und Entlüftungsschacht an der Hauptstraße der Ahlberg-Siedlung.

Ab Herbst 2007 führt ein weiterer Rundweg des EcoMuseums Reinhardswald unter der Bezeichnung „EcoPfad Ahlberg-Mariendorf“ über den Ahlberg. Zwei Schautafeln erläutern die geologischen und archäologischen Besonderheiten des Ahlbergs. Der Weg ist von der Bushaltestelle Ahlberg aus gut beschildert und problemlos begehbar.

Weitere Wandertipps

Wandertipp 3

Radwandern

Der Reinhardswaldradweg verläuft von Kassel über Vellmar, Espenau, Immenhausen (mit dem Glasmuseum), vorbei am Kaiserteich im Reinhardswald, an Hombressen, am Tierpark Sababurg, über Gottsbüren bis zum Trendelburger Ortsteil Wülmersen.

Ab hier führt der Diemel-Radweg weiter bis nach Bad Karlshafen.

Wildgatter und Jagd

Bei der Jagd im Reinhardswald
(Foto: BOGUMIL)

Wildschutzgebiet

Nicht unumstritten ist das im Süden des Reinhardswaldes auf einer Fläche von etwa 100 qkm - seit dem Jahre 1867 - eingezäunte Waldgebiet, das als Wildschutzgebiet und Staatsjagdrevier dient.

Ein 76 Kilometer langes Gatter verläuft rund um dieses Wildschutzgebiet und sorgt unter anderem dafür, dass sich das Rotwild hier stärker vermehrt als sonst in freier Wildbahn.

Während sich besonders Jäger, aber auch Naturbeobachter über die stattliche Wilddichte freuen, sprechen sich Kritiker für die Beseitigung des Zauns aus.

Inzwischen wurde beschlossen, 15 Kilometer des Gatters zwischen Hann. Münden und der Sababurg zu erneuern.

Ein wenig erinnert das Gatter an die ehemaligen Jagdgebiete der Landgrafen von Hessen-Kassel. Mancher Wald wurde damals als Hochwildgatter für die Parforcejagden genutzt und war damit vor Rodung geschützt.

Übrigens: heutzutage ist die Jagd keineswegs reine Männersache. Jägerinnen sind längst keine Exotinnen mehr. Bei den Jägerlehrgängen in der Region stellen Frauen bereits über ein Drittel aller Teilnehmer.

aus: HNA-online vom 20.5.2008

Der dem Wolf ins Auge blickte

Jochen Dörbecker hat das Foto geschossen, das die Existenz des Wolfes im Reinhardswald beweist

Trendelburg. Der Tag, an dem Jochen Dörbecker ein Foto schoss, dessen Motiv bei Fachleuten und in den Medien als sensationell eingestuft wurde, begann wie jeder andere Tag, an dem der pensionierte Lehrer aus Trendelburg auf die Jagd geht - früh aufstehen, Gewehr, Rucksack sowie Kamera nehmen und ab in den Reinhardswald. Am Mittwoch, den 7. Mai 2008, um 7 Uhr 15 gelang Dörbecker im größten Waldgebiet der Nordspitze Hessens ein einzigartiger "Schuss". Er fotografierte aus geschätzten 50 Metern Entfernung einen Wolf.

Das scheue Wildtier wurde zuletzt vor 150 Jahren in der Region gesichtet. ... (ziv)

siehe auch

Foto von einem Ausstellungsplakat


Weblinks